Bericht vom Riot Fest – Teil 2

Bühnen

Auf dem Festival waren vier gleichgroße „Hauptbühnen“, wenn man sie so nennen kann und zwei kleinere Nachwuchs-Bühnen zu finden. Die vier großen Bühnen trugen die Namen Riot-, Roots-, Rock- und Rise-Bühne, was eigentlich ziemlich blöd ist, da man selbst  durch die Ähnlichkeit der Namen keiner Band eine spezielle Bühne zuordnen kann. Bei den zwei kleineren Bühnen war es da schon einfacher: Es gab die „The Storyheart Stage“ und gleich daneben die „Rebel Stage“. – Man sollte die Namensgebung der Bühnen auf jeden Fall nochmal überdenken. Gerade Neuankömmlinge wie wir waren unfassbar verwirrt, da wir die erste Hälfte der jeweiligen Tage damit verbrachten, herauszufinden welche Band wo spielt.

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Essen

Das ganze Buffet war am Rande des Festivalgeländes zu finden, konnte aber mit einer großen Auswahl an Fleisch und vegetarischen bzw. veganen Gerichten dienen. Besonders gut gefallen haben uns die Rinderbrust, die mediterrane Paella (auf einem Festival, beeindruckend!) und der  Piña Colada-Stand, an welchem leckere Cocktails serviert wurden. In alter Festival-Manier gab es auch fertige Burger und Wraps, welche aber nicht allzu appetitlich aussahen. Zum Preis lässt sich sagen, dass man für $10 ein gutes Abendessen bekommen hat. Darüber kann man sich nicht beklagen.
paella

VIP

Das ganze Festival konzentriert sich auf ein VIP-Erlebnis. Auf dem Gelände gab es einige VIP-Bereiche zu denen man nur Zutritt hatte, wenn man ein höhergestuftes Armband besaß. Besonders wichtig hierbei ist, dass die VIP-Bereiche wirklich die einzigen Orte sind, in denen man sich im Schatten aufhalten kann, wenn man nicht auf dem Boden unter einem Baum sitzen möchte (Stell dir vor, es ist regnerisch und matschig). Für unseren Geschmack ist das zu kommerziell und eigentlich sollten auch auf dem normalen Festivalgelände Sitzmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.
Denn abgesehen davon konnten wir keinen weiteren Nutzen darin erkennen mehr für ein VIP-Ticket zu bezahlen; besonders, wenn das Wetter gut ist. Im Notfall kann man immer zu einer der speziellen Stände außerhalb der VIP-Bereiche gehen, um selbst VIP zu werden.

Extras

Der komplette Name des Riot Festivals (in Chicago) lautet „Riot Fest And Carnival“ (Riot Fest und Krimes). Früher, so hat man uns erzählt gab auf dem Festival  viel mehr Attraktionen, welche sich an Rummelplätzen orientierten. Heute hat sich das Angebot auf ein Riesenrad, ein paar Spielbuden und den Hellzapoppon‘ Circus Sideshow Revue Auftritt reduziert. Dennoch war die Sicht vom Riesenrad auf den Misfits Auftritt wirklich atemberaubend. Ansonsten gab es auf dem Gelände noch ein Einkaufszentrum, in dem man alles von Sonnenbrillen über einzelne T-Shirts hin zu Büchern über Punk Rock und vieles mehr.

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Toiletten

Endlich, die Toiletten. Wie auf den meisten Festivals waren die klassischen blauen Toiletten omnipräsent auf dem Festival. Leider, vielleicht aus kulturellen Gründen, gab es keine weiteren Pissoirs neben den Toiletten-Kästen. Wegen dieser Ineffizienz gab es riesige Warteschlangen am Ende des Tages. Außerdem hatten die meisten Stände gegen sieben Uhr abends keinerlei Toilettenpapier mehr. In dieser Hinsicht muss man das Festival kritisieren: Es werden bessere Einrichtungen gebraucht (Pissoirs, mehr Toilettenpapier, mehr Seife, usw.) PP