Download Festival 2016

Neues Jahr, neues Download Festival im Donington Park, bei welchem, wie jedes Mal, das Wetter eine große Rolle spielte. Dieses Mal wurden die Rocker und Feiernden glücklicherweise von herrlichem Sonnenschein in der Szenerie begrüßt, in welcher wir 2016 drei Tage genossen.

Abgesehen von der Hitze bestand der erste Tag an der frischen Luft darin, von Bühne zu Bühne zu laufen, was freitags ein wenig einfacher als an den restlichen Tagen war.

Das Metalcore Quintett Miss May I spielten zum Auftakt auf der Hauptbühne, welche dieses Jahr zu Ehren  Stephen Suttons, dem tapferen und inspirierenden Teenager benannt wurde, welcher seinen Kampf gegen den Krebs erst vor einem Monat verlor.

lineup

Nach einem schnellen Gang zur Zippo- und Pepsi-Bühne konnte man annehmbaren Bemühungen der klassischen Rocker Tesla und den reizvollen Auftritt Turbowolfs verfolgen.

Gegen Nachmittag wurde sowohl die Hitze als auch die Atmosphäre durch die Festival-Favoriten Skindred angekurbelt, wobei der mittlerweile obligatorische Newport Helicopter bloß von der Harlem Shake-Version Benji Webbes übertroffen werden konnte.

Nach dem enttäuschenden Auftritt von Black Label Society, gehörte die Bühne voll und ganz Sharon den Adel und ihren symphonischen Metallern  Within Temptation, um das Publikum erneut anzufeuern.

Passend zum festgelegten Zombification Day, an welchem die Festivalbesucher dazu ermutigt wurden wie schaurige Untote umherzustreifen, wurde der Abend durch den einzig wahren Rob Zombie eingeleitet. Sein Auftritt, welcher eine Stunde andauerte und fast komplett in Sonnenlicht getaucht war, schien dennoch von seiner eigenen Düsternis gezeichnet.

Im Gegensatz dazu bewiesen Liverpools legendäre Prog-Rocker Anathema, dass Rock  aus harten Gitarren und geschrienen Texten bestehen kann, gleichzeitig aber auch in der Lage ist gefühlvoll und ruhig einen hymnischen und starken Charakter anzunehmen.

Hymnen beiseite, Avenged Sevenfold, die Headliner am Freitag, stellten ihre Fanbase, welche immer weiter zu wachsen scheint, mit Feuerwerken und Wildheit zufrieden. Währenddessen schworen die Punkrocker von The Offspring auf altbewährte Methoden und führten ihr grundlegendes Album Smash und einige weitere Hits auf.

Obwohl ab und an mal dunkle Wolken aufzogen, war der Samstag eine weitere Sensation, um den Festival-Sonnenbrand zu toppen. Geringfügige Unannehmlichkeiten störten die fröhliche Masse, welche zu dem Death Metal von Dying Fetus um 11 Uhr morgens moshten, überhaupt nicht.

Anschließend spielten Fozzy mit ihrem Frontman, dem Ex-Wrestling Champion, Chris Jericho, welcher sich natürlich sehr bemühte, ironischerweise aber doch zu dick auftrug.

Gleich nebenan spielten Chicagos Chevelle um einiges entspannter, aber nicht weniger eindrucksvoll, wodurch sie einige Fans an der Zippo-Bühne gewinnen konnten.

Einen ähnlichen Trend verzeichneten Sinners Highway aus Nottingham,welche auf der Red Bull Bühne spielten und  die wenigen glücklichen Zuhörer mit einer soliden Performance begeisterten. Das Lied „Dust to Kiss“ war der herausstechenste Song des Tages.

Danach unterhielt und heizte das freche und talentierte Duo Twenty Onw Pilots auf der Zippo-Bühne die Menge an, woraufhin später Auftritte der benebelten Senioren von Monster Magnet, dem ewig jungen Ginger und The Wildhearts folgten.

Während des Tages, an dem Delving und Diving zu den vertretenen Musikgeschmäckern zu erwarten waren, lieferten Killswitch Engage und auch Lonely the Brave, welche nach meiner Prognose in einigen Jahren großen Erfolg haben werden, bemerkenswerte Auftritte ab.

Die altbekannten Headliner Linkin Park wissen nur zu gut, was es heißt erfolgreich zu sein. Wenn es jedoch um die Langlebigkeit von Bands geht, gibt es nicht viele Gruppen, die an die Legende namens Status Quo herankommen.

Obwohl die Länge des Auftritts der Headliner von bloß 70 Minuten kaum auszureichen  schien, haben die alternden Rocker so viel abgeliefert, dass es kleinlich wäre, sich darüber zu beschweren. So ziemlich alle klassischen Quo-Tracks wurden gespielt. Von dem großartigen Opening Caroline, über Down, und dem perfekten Song zum Headbangen, Rocking All Over the World, wurde keine Luftgitarre ungespielt gelassen.

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