Probleme auf Openair Festivals: Mückenstiche

Wenn es draußen wieder wärmer wird beginnt auch der Festival-Sommer.
Eingefleischte Fans freuen sich besonders auf mehrere Tage gefüllt mit guter Musik, netten Leuten und Party.
Dabei ist die Musikrichtung meistens genau so vielseitig, wie die Veranstaltungsorte.
Doch da meistens das Wetter nicht planbar ist, wenn man sich um die Tickets bemüht, muss man gewissen Vorkehrungen treffen.
Man sollte sich die Lokation anschauen. Wie sehen die Zeltplätze aus, die ist es um die Umgebung bestellt, kann man duschen, was packt man in den Festivalrucksack.

Dies ist mein Erfahrungsbericht zu verschiedenen Festivals, mit den unterschiedlichsten Lokations und die damit verbundenen Problemchen.

festival-campingIch denke am Schlimmsten war das unglaublich heiße Wochenende vor ein paar Jahren am Fühlinger See.
Die Wetteraussichten sagten Hitze, Hitze und noch mal Hitze voraus. Neben ausreichend Getränken deckte ich mich mit vielen Hilfsmitteln zur Vorbeugung und akuter Behandlung von Mückenstichen ein.
Essigwasser, Kühlsticks und pflanzliche Tinkturen aus der Drogerie meines Vertrauens.
Ich benutzte die Kräutertinktur zur Vorsicht am ersten Tag. Nach einer furchtbar heißen Nacht im Zelt konnte ich allerdings die Mückenstiche am nächsten Morgen kaum noch zählen.
Ich versuchte mit dem Akutstick zu kühlen, doch auch der war inzwischen so warm, dass der gewünschte Effekt ausblieb.
Der See und die Hitze hatten einfach alles angelockt, was hungrig auf Blut war und dazu hatte meine Zeltmitbewohnerin die ganze Nacht ihren IPod an, der mit schwachem Licht das Zelt erhellte und seinen Rest tat.
Nach 3 Tagen war ich so zerstochen, dass nichts mehr zu helfen schien und ich, trotz eines tollen Wochenendes, sichtlich geknickt nach Hause kam und meine Wunden behandelte.

2 Jahre später fuhren wir zu Rock am Ring.

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Mit im Gepäck war ein neues Zelt mit Moskitonetz. Ich verzichtete also auf Mittel zu Vorbeugung und dachte, dass der Stick zum loswerden von den Mückenstichen reichen wird. Es war ja auch kein See in der Nähe, also schätzte ich meine Chancen sehr gut ein.

Die erste Nacht war noch relativ problemlos.

Das Moskitonetz schien gute Dienste zu leisten und bis auf einen Stich am Bein war alles in Ordnung.

In der folgenden Nacht regnete es allerdings. Es war schwül und drückend am nächsten Tag und ich merkte schon auf dem Festivalgelände, wie ich die Mücken magisch anzog.

Nach einem Tag mit vielen kleinen Schauern war ich wieder mit Mückenstichen gespickt.

Am ärgerlichsten war jedoch die nächtliche Attacke auf mein linkes Auge.
Eine Mücke erwischte mich direkt unter dem Auge und ich verbrachte den ganzen nächsten Vormittag bei den Sanitätern im Zelt, weil ich einfach nichts mehr sehen konnte.
Trotz kühlen und cremen wurde es nur langsam besser und ich ärgerte mich sehr, dass ich einige gute Bands verpasst habe.

Dieser Erfahrungsbericht soll zeigen, dass man sich noch so gut vorbereiten kann, wenn die Biester einen erwischen wollen, dann kriegen sie dich auch.
Manche Menschen sind für Mückenstiche wahrscheinlich auch anfälliger als andere, Theorien dazu gibt es genug.
Ich schwöre immer noch auf die Produkte, die bei einem akuten Stich aufgetragen werden, vorbeugend habe ich nur negative Erfahrungen gemacht.
Die Kräutertinktur war dabei besonders unangenehm, weil sie furchtbar gerochen hat. Auch das Essigwasser war keine große Hilfe.

Wichtig ist immer: Nicht kratzen und kühlen.

In diesem Sinne können alle Freunde des Festivals nur hoffen, dass der Wettergott es gut mit uns meint und wir so den Insektenstichen ein bisschen besser aus dem Weg gehen können. Um den Mückenstichen dennoch vorzubeugen sollten Sie sich damit vertraut machen was gegen Mückenstiche hilft