
| LAST RITES „Mind Prison“ |
Erschienen: 2003 Label: Eigenproduktion/Hardebaran Homepage: www.last-rites.net |
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On Air: „Mind’s Prison“ |
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Die Italiener orientieren sich musikalisch stark an Deutschland. Das ehrt uns. Im sogenannten Power-Metal-Bereich treibt das zwar manchmal recht bizarre Blüten, in Sachen Thrash Metal haben LAST RITES einmal mehr bewiesen, daß man im Stiefel bessere Kreator-Songs schreibt, als die Mannen um Mille mittlerweile selbst. Dabei sind LAST RITES mit ihrem Quasi-Debüt „Mind Prison“ aber nicht etwa das Plagiat einer längst vergangenen Epoche, sondern haben ihre knalligen Riff-Angriffe mit ein paar sehr hübschen Melodien aufgepeppt, die von der Leadgitarre sehr effektiv eingestreut werden („Skeleton“ zum Beispiel). Das läßt dann doch schon eher wieder ein paar Einflüsse aus dem skandinavischen Bereich vermuten, beides fügt sich aber hervorragend zusammen. Ebenso die fast schon Haudrauf-Elemente, wie sie eine zeitlang den NWOBHM-Bands häufig zu eigen waren es mußte bang-kompatible sein, dann war es gut. Und schließlich geht es am Ende immer wieder zuallererst um die Qualität jedes einzelnen Songs. Und die ist fast durchweg äußerst hochwertig.. JUB |
| EXOTHERM „Project 47“ |
Erschienen: 2002 Label: Eigenproduktion Homepage: www.exotherm.net |
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On Air: „It’s Time“ |
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Ja, ich weiß, 2002 ist lange her und vorbei, aber irgendwie muß die CD bei mir untergegangen sein. Also an der Musik hat’s nicht gelegen. EXOTHERM ist übrigens ein Begriff aus der Chemie und bedeutet so viel wie Energie und Wärme abgebend (ja, man lernt nie aus). Hier aber ist EXOTHERM eher melodiöser Heavy Metal mit starken Thrash-Anleihen, wobei da ja durchaus Parallelen zu finden sind.Die fünf Jungs kommen aus Wipperfurth, was irgendwo bei Köln liegt, und präsentieren uns mit „Project 47“ ihr Debüt, was sie in Eigenproduktion aufgenommen haben. Der Sound ist dafür ganz gut, bis auf den Song „What To Think“, da stimmt irgendwas mit dem Gesang nicht. Liegt aber vielleicht auch an meiner Promo CD (CDR).Georg Laudenberg, der Sänger, klingt öfter mal wie James Hetfield von Metallica, wobei cleaner Gesang und gelegentliche Schreieinlagen vorkommen. Insgesamt ist der Gesang recht abwechslungsreich. Als Anspiel-Tip würde ich „It’s Time“ empfehlen, der den Höhepunkt des Albums darstellt. Auf der Homepage von EXOTHERM konnte ich lesen, daß „Project 47“ neu gemastert und als Digipack via Limited Records veröffentlicht wurde, was den Sound noch mal ordentlich aufgebessert haben dürfte. Kann ich aber keine weiteren Angaben zu machen, da diese CD mir nicht vorliegt. Zum Schluß möchte ich denn die Band für sich sprechen lassen: „Wir machen Musik, um Spaß zu haben und um das Publikum zu begeistern“. Und genau das kann man „Project 47“ anhören. Weiter so Jungs und nicht denn Spaß verlieren. FRANK |
| BLAKE „Starbringer“ |
Erschienen: 2004 Label: Spinefarm/Universal Homepage: www.manisaplanet.com |
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On Air: „Starbringer" |
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So kompliziert hätten es die Jungs von BLAKE gar nicht machen brauchen. Ihre Geschichte ist nämlich hanebüchen. Eines Tages soll ein Typ namens Blake in den Proberaum dieser vier Musiker gekommen sein. Er habe behauptet, die Band hätte eine Mission und werde von ihm auf den richtigen Weg gewiesen. Blake gesellte sich als fünftes Mitglied dazu. Nicht etwa um Songs zu schreiben oder ein Instrument zu spielen. Nein, Blake sagte einfach nur, was zu tun ist. Er wurde zum „Mentor“, zum „Guru“, ja, zum „geistigen Führer“. Und als die Arbeit getan war, verschwand Blake wieder, ohne Auf Wiedersehen. Nun, und ihrem Ideengeber zu Ehren nannten sich die vier Finnen fortan BLAKE.Das ist ja ganz niedlich, doch Blake hätte sich ruhig zu erkennen geben können, denn offenbar hat es sich dabei um Glenn Danzig gehandelt. Selten hat eine Band so nach den ersten zwei Danzig-Alben geklungen wie BLAKE. Das trifft nicht nur auf die blueslastige Musik, sondern auch auf den Sänger zu. Wenn Danzig derzeit nicht so banal wären, müßten BLAKE sich den Vorwurf gefallen lassen, auf einer Erfolgswelle mitzuschwimmen. So ist die Scheibe „Starbringer“ vermutlich das beste Danzig-Teil seit „Lucifuge“ geworden. JUB |
| ALPHA SAFARI „Commercial Suicide“ |
Erschienen: 2004 Label: Threeman Recordings Homepage: www.cradle-to-grave.net |
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On Air: „Björklinge" |
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Bei dem Debüt von ALPHA SAFARI handelt es sich um Alternative Rock mit Punk-Einfluß. Aber diese Einteilung greift ein wenig zu kurz, da alle Songs recht unterschiedlich geraten sind, sich ein eigner Charakter mit Wiedererkennungswert wie ein roter Faden durch das Album zieht. Patrick Wiren (Misery Loves Company) der sich hier für die Vocals verantwortlich zeigt, kann leider nicht 100prozentig überzeugen, ein bißchen mehr Abwechslung hätte wohl nicht geschadet. Und noch ein anderer Bekannter ist mit dabei, nämlich Uffe Cederlund, der schon bei Entombed in die Seiten griff und hier der Musik seinen Stempel aufdrückt. Düster, nachdenklich, rebellisch und auch mal nach vorne gehend, so würde ich die vorherrschende Stimmung von „Commercial Suicide“ beschreiben. Songs wie „Do It Cause I Can“ erinnern mich an Radiohead, oder „Björklinge“, mit einem Refrain, den man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt und der sich dort vielleicht für immer festsetzt. Fazit: Ein Album, was Spaß macht. Was man auch mal öfter hören kann, da es immer wieder neue Sachen zu entdecken gibt ohne daß es langweilig wird. So klingt Rock.. FRANK |
| CIRITH GORGOR „Firestorm Apocalypse Tomorrow Shall Know The Blackest Dawn“ |
Erschienen: 2004 Label: Ketzer Records/Twilight Homepage: www.cirithgorgor.tk |
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On Air: „Arcane Illusion" |
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„Die Tore zur Hölle“ wenn man seinen Tonträger so programmatisch beginnt, und es sich nicht gerade um ein atmosphärisches Intro handelt, hat man sich um ein zentrales Thema der Satanisten versammelt. Denn die „Höllentore“ sind für die Luzifer-Gläubigen ein wesentliches Schlüsselsymbol. Das wissen die Sünder von CIRITH GORGOR und haben in ihren Opener „The Gates Of Hell“ alle Kraft black-metallischer Kompositionskunst einfließen lassen, daß ein wahres Meisterwerk gelungen ist. Zehn Minuten lang werden uns im Spannungsfeld zwischen groovendem Rock’n’Roll und die Luft wegpressenden Blast-Parts die hingebungsvollsten Gitarrenmelodien gezaubert, die in diesem Genre möglich sind. Und man mag es nicht glauben diese holländische Band setzt ihren „Feuersturm“ auf diesem Niveau fort und leistet sich nur ganz selten ein paar schwächere Winde, die sich zum Beispiel in „Fields Of Eternal Glory“ bemerkbar machen, wo die Band in der ersten Hälfte des Songs mal der Ideenfluß verlassen hatte. Ansonsten haben CIRITH GORGOR nach zwei Osmose-CDs und einer Ketzer-EP mit „Firestorm Apocalypse Tomorrow Shall Know The Blackest Dawn“ tonträgertechnisch derzeit ihren Höhepunkt erreicht. JUB |
| SVARTSYN „Destruction Of Man“ |
Erschienen: 2003 Label: Sound Riot Records Homepage: keine Angaben |
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On Air: „Enemies From Beyond“ |
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Die Schweden SVARTSYN liefern hier ihr viertes Album ab. Bei „Destruction Of Man“ handelt es sich um Black Metal skandinavischer Art á la Darkthrone oder Satyricon zu „Dark Medieval Times“-Zeiten. Und das kann mich voll überzeugen. Schnell, finster und roh, nur die Gitarrenarbeit könnte ein wenig abwechselungsreicher sein. SVARTSYN sind dabei ein Zwei-Mann-Projekt von Ornias (Vocals, Gitarre, Baß) und vom ehemaligen Dark-Funeral-Drummer Draugen. Ebenfalls 2003 ist eine Split mit Arkanum bei Carnal Records erschienen und die D-LP „Bloodline“ wurde dieses Jahr auf CD wiederveröffentlicht. Wer auf Black Metal der frühen 90er steht, dem sei diese CD empfohlen. Leider fehlt ein herausragender Höhepunkt, und die etwas eintönigen Gitarren sorgen lediglich für eine leicht überdurchschnittliche Wertung.. FRANK |
| OLD MANS CHILD “Vermin“ |
Erschienen: 2005 Label: Century Media/Magic Arts Publishing Homepage: www.oldmanschild.net |
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On Air: „War Of Fidelity” |
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Eigentlich sollte mit „In Defiance Of Existence“ (siehe Abgehört vom 22. Juli 2003) alles vorbei sein. Aber daß Galder ausgerechnet mit dem „letzten“ Album das beste ablieferte, wußte er zu jenem Zeitpunkt wohl selbst nicht. Und so kam es, wie es kommen mußte: OLD MANS CHILD machen weiter. Natürlich auf jenem Level, den „In Defiance …“ vorgab. Und so ist „Vermin“ eine Scheibe geworden, die den Norweger mit seinem Band-Projekt endgültig in die unantastbare Black-Metal-Spitzengruppe katapultiert. Black Metal? Betrachtet man die einzelnen Songs, bekommt man eigentlich meist mehr Thrash, Death und Gothic Metal geboten als alles andere. Allerdings verpaßt Galder seinen Kompositionen eine derart schwarzmetallische Stimmung, daß man unwillkürlich seine Plattensammlung darauf verwetten würde, daß die neue OLD MANS CHILD Black Metal in Reinkultur ist. Geschickt getäuscht, kann man da nur sagen. Wie dem auch sei, ob sich Galder straighter Accept-Riffs bedient, die Gitarren wie eine klassische Speed-Metal-Band der 80er schröppeln läßt oder einen Mosh-Part an den anderen reiht das Zeug kommt aus der Hölle. JUB |
| LIFTHRASIL “Vor dem Sturm“ |
Erschienen: 2004 Label: Supreme Chaos Records/Twilight Homepage: www.lifthrasil.de |
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On Air: „Nagelfar“ |
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Der CD “Vor dem Sturm” nach zu urteilen, ist der Schlagzeuger Steffen Dettling der Chef von LIFTHRASIL. Denn was der alles machen darf, ist jenseits von Gut und Böse. Offenbar hat der Drummer dieser Band seine sämtlichen Fertigkeiten in die Songs gepackt, die das, was der gute Steffen alles schon kann, gar nicht vertragen. Und was viel schlimmer ist, manchmal kann Dettling das noch nicht einmal, was er glaubt bereits zu können. Dann verheddert er sich in seinen eigenen Trommel-Konstruktionen, was ziemlich lustig klingt, wenn es nicht so traurig wäre. Eigentlich paßt das vertrackte Drumming schon irgendwie zur Musik der Süddeutschen, die gern an die Spitze der Black-Metal-Szene gelangen möchten (laut Label-Info). Denn verschachtelt ist die Musik LIFTHRASILs schon. Nur passiert hier einmal mehr das, was nur allzu häufig eintritt, wenn Anfänger in ihre Musik alles pfropfen, was ihnen durch den Kopf geht: die Songs nerven. Eine Idee wurde an die nächste gereiht, ob jetzt gut oder nur interessant. Der rote Faden in den Stücken geht schon häufig nach einer Minute verloren. Und wenn mal einer da ist (wie im Titelsong zum Beispiel), dann reichen die songwriterischen Fähigkeiten nicht aus, um ein wirklich gutes Lied abzuliefern. Echte Black-Metal-Puristen werden dieser Band das BM-Etikett kaum zugestehen. Und ganz falsch ist diese Verweigerung nicht, denn vieles in der LIFTHRASIL-Musik klingt verdammt nach Gothic. Aber zieht man diese Avantgarde-Kapellen Grabnebelfürsten oder Dornenreich heran, ist man schon irgendwie auf dem richtigen Weg. Nur haben LIFTHRASIL längst nicht das Format ihrer Kollegen. JUB |
| MANTICORA “8 Deadly Sins“ |
Erschienen: 2005 Label: Massacre Records Homepage: www.manticora.dk |
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On Air: „1944. Playing God“ |
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“8 Deadly Sins” ist bereits das vierte Album der Dänen MANTICORA, die mir bis jetzt völlig unbekannt waren. Was ja auch kein Wunder ist, denn mit Power Metal hab ich sonst auch nicht viel am Hut. Aber kommen wir zur Musik, die - um es vorweg zu nehmen - richtig gut ist (in den Grenzen meiner musikalischen Toleranz). Produziert wurde das Ganze von Tommy Hansen, der sich schon für den Sound von Helloween, Pretty Maids und TNT verantwortlich zeigte. Heraus gekommen ist ein druckvoller, klarer Sound, der für alle Power-Metal-Fans ein Hörerlebnis erster Güte sein dürfte. Bei „8 Deadly Sins“ handelt es sich um ein Konzeptalbum über einen Mann, der auf dem Sterbebett sein Leben reflektiert, sich an die guten und schlechten Momente erinnert und an die Sünden, die er begangen hat. Diese Lebensabschnitte werden durch Jahreszahlen, die den Titeln voran stehen, gekennzeichnet. Die Musik selber hat einen progressiven Touch und einen thrashigen Einfluß, der immer wieder durchbricht. Ansonsten die Power-Metal-typischen epischen Momente, die auch mal mit einem Chor unterlegt werden. Lars F. Larsen, der Sänger, weiß bei seiner Gesangsleistung voll zu überzeugen und nervt mich nicht. So, wenn das alles so toll ist, wieso denn nur acht Punkte: Tja, wir haben alle unsere Grenzen wie weiter oben schon geschrieben. Aber für Power-Metal-Fans eine eindeutige Empfehlung. FRANK |
| CUATRO X “The Last Days“ |
Erschienen: 2002 Label: Eigenproduktion Homepage: www.cuatrox.de |
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On Air: „One Second To Erase“ |
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Schon wieder 2002, aber diesmal hat’s vielleicht ja doch einen Grund. Nämlich der Gesang, der eine Mischung aus Kreischen, Brüllen und Krächzen ist und sich so durch die neun Songs röchelt. Klingt dabei auch noch immer gleich, die Aggression die hier ausgestrahlt werden soll, konnte ich schon im Opener nicht finden und der gehört zu den besseren auf „The Last Days“. Nach Aussagen der Band wird hier Thrash Metal geboten, der auch solide gespielt wird, wobei sich spätestens ab der Hälfte des Albums ein ordentlicher Schuß Nu-Metal dazugesellt. Der Sound ist für eine Eigenproduktion ganz okay, nur die Drums scheppern ein bißchen und könnten mehr Druck vertragen. CUATRO X haben 1998 den 1. Platz in einem Nachwuchswettbewerb erzielt und mittlerweile glaube ich, daß mit diesen Wettbewerben irgendwas nicht stimmt (INTERREGNUM-Hörer werden wissen, was ich meine). Fazit: Instrumente machen eine solide Arbeit, am Gesang und auch am Songwriting ist noch eine Menge Arbeit zu erledigen. FRANK |
| TO SEPARATE THE FLESH FROM THE BONES “For Those About To Rot“ |
Erschienen: 2003 Label: Spikefarm Homepage: www.toseperatethefleshfromthebones.com |
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On Air: „Rotten Vagina“ |
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Einmal gesund gekackt und die CD „For Those About To Rot“ von TO SEPERATE THE FLESH FROM THE BONES ist zu Ende. In neuneinhalb Minuten haben diese Finnen ihre zehn Songs heruntergeprügelt und dabei ganz nebenbei Geschichten eines infizierten Anus (“Infected Rectum”), einer dreckigen und einer vergammelten Muschi (“Filthy Cunt” und „Rotten Vagina“), einer Penetration mit einer Kettensäge („Chainsaw Fuck“), eines tödlichen Faustficks („Fistfucked ’til Death“) oder von in der Gegend herumliegendem Fleisch („Flesh That Lies Beneath“) erzählt. Ihr merkt es: Grind/Death ohne wenn und aber. Nur, daß hier Musiker von HIM und Amorphis am Werke sind, mag man nicht recht glauben wollen. Aber stille Wasser sind tief und verdammt „rotten“. 8 von 10 JUB |
| THUNDER “The Magnificent Seventh!“ |
Erschienen: 2005 Label: Frontier Records Homepage: www.thunderonline.com |
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On Air: „Monkey See, Monkey Do“ |
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“The Magnificent Seventh!” ist bereits das, wer hätte es gedacht, siebente Album der Briten von THUNDER. Diese haben sich 1989 aus den Resten der Pop-Rock-Combo Terraplane gebildet und seitdem fleißig neue Alben veröffentlicht. Dabei konnten sie schon mit Bands wie Heart, Iron Maiden, Extreme, Bon Jovi und Deep Purple auf Tour gehen. Ihre Musik ist start beeinflußt vom klassischen britischen 70er-Jahre-Rock, vielleicht auch frühe 80er. Gegen die Produktion kann man nichts sagen, die Instrumente sind klar und deutlich herauszuhören. Der Gesang ist gut und fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Die Songs sind gut arrangiert, aber mir ist das ganze dann doch zu ruhig und zu kitschig. Vielleicht bin ich einfach zu jung, aber ich kann mit dem Feeling nicht viel anfangen. Aber für alle, die mit typischem 70er-, 80er-Jahre-Rock zurechtkommen, könnte das hier genau das richtige sein.. 5 von 10 FRANK |
| MANDRAKE “Calm The Seas“ |
Erschienen: 2003 Label: Greyfall/Soulfood Homepage: www.mandrake.de |
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On Air: „Entwine“ |
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Eine sensationelle Band. Ja, laßt es mich ruhig so pathetisch ausdrücken. MANDRAKE aus Ostfriesland retten den deutschen Gothic, könnte man fast behaupten. Nur leider war in vergangenen und auch in diesem Jahr nicht mehr so viel von der Band zu hören. Keine Ahnung, ob es bei den halbwegs bedeutenden deutschen Labels überhaupt noch Leute gibt, die ein echtes Gespür für gute Musik besitzen. MANDRAKE sind vor allem melancholisch. Ob Lutz de Putter in „Blue Hours Decade“ allein seine raue Stimmgewalt ausspielt, ob Birgit Lau einsam durch „Distant Shores“ gleitet oder sich beide wie in „Entwine“ wundervoll ergänzen es sind immer die grandiosen Melodien, die beeindrucken. Gothic haftet ja immer ein wenig der Makel der Eintönigkeit an. Dieses Problem kommt bei MANDRAKE nicht auf, denn wenn jemand in der Lage ist, gute Lieder zu komponieren, versteht er sich meist auch darauf, seinen Songs immer wieder neue Stimmungen zu verpassen. Und so passiert auf „Calm The Seas“ zwischen federleicht und bleischwer, streicheln und verletzen unheimlich viel. 9 von 10 JUB |