An dieser Stelle findet Ihr Tonträger-Rezensionen der INTERREGNUM-Sendungen
- unter der 14-tägigen Rubrik "Abgehört" -
des Jahres 2001 in der entgegengesetzten Reihenfolge ihrer Ausstrahlung.
Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen 
und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. 
Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten.

ABGEHÖRT vom 6. Januar 2004

OBSCURITY "Demise" 7
Eigenproduktion, 2001

OBSCURITY - Demise

Einer Art progressivem Death Metal haben sich OBSCURITY aus Münster verschrieben. Progressiv allerdings nicht im Sinne von Cryptopsy mit verschachtelten Arrangements, konfusen Breaks und unmenschlichen Zählzeiten, sondern eher auf eine andere Art und Weise. Es vermengen sich Thrash Metal- und Death Metal-Elemente mit bizarren Gitarreneinsätzen, wie sie bei den damals Techno Thrash genannten Bands wie Anacrusis oder Depressive Age auftauchten. Dazu ein paar Jazz-Einsprenksel, und hin und wieder fühlt man sich an Bands aus dem Black Metal-Genre erinnert, was einige Gitarrenriffs anbelangt. Zweifelsohne, OBSCURITY haben den Bogen raus, wie man den Hörer fesselt. Da die Songs schwer vorhersehbar sind, braucht man ein, zwei Durchäufe, um mit ihnen warm zu werden, aber mir gefällt es ausgesprochen gut, was die Jungs da fabriziert haben.
"Nr. 2"

THOMAS

AMOK VEDAR „Seelenfriede“ 7 (BANDS BATTLE-Band 2004)
Eigenproduktion, 2001

AMOK VEDAR - Seelenfriede

Wenn sich diverse Promoter oder gar Fanzines dazu hinreißen lassen, Mystic Circle als Deutschlands Black Metal-Band Nummer 1 zu bezeichnen, kann ich mir ein unwillkürliches Grinsen nicht verkneifen. Denn auf dem Schwarzmetall-Sektor gibt es eine ganze Reihe von Kapellen, die das von Mystic Circle Gebotene locker überbieten. Dazu gehören auf ihrem Gebiet auch AMOK VEDAR aus Berlin. Und dieser direkte Vergleich kommt nicht von ungefähr, ist die "Seelenfriede"-Mini-CD doch durchaus mit Sachen aus "Drachenblut" und "Infernal Satanic Verses" vergleichbar. Vor allem der Opener "A.v.E.d.U." verströmt diesen Pomp, wie ihn einst auch Mystic Circle in Anlehnung an Alben von Dimmu Borgir oder Old Mans Child fabrizierten. "Psychopathic" ist insofern ungewöhnlich, daß das Stück klingt, als habe eine Gothic-Band ihren Keyboarder im Studio vergessen, wo jetzt ungestüme Black Metal-Rabauken ihre CD aufnehmen. Sehr interessantes Gegenspiel, das zum Miteinander wird. Per Marsch-Rhythmus geht es dann weiter durch den "Sumpf". Wieder eine neue Nuance in AMOK VEDARs Musik, die eine Reihe Überraschungen offen hält. Und schließlich ist da der Titelsong. Die Gothic-Schlagseite bricht sich Bahn, der Text selbst ist ein Selbstmordszenario. "Seelenfriede" ist ein Appetitmacher, dem eine Full-Length-CD folgen sollte. AMOK VEDAR kann man nämlich durchaus länger als nur 27 Minuten ertragen.
„Psychopathic“

JUB

DIMENSION ZERO "This Is Hell" 8
Regain Records/Sure Shot Worx, 2003

DIMENSION ZERO - This Is Hell

Wem die Schweden Death- oder Melodic Death-Szene mittlerweile zu sehr in mehrheitskompatible Gefilde abzudriften droht, wird vermutlich vor allem mit Bands wie In Flames hadern. Die hatten nämlich sogar MTV-Momente und verkauften Singles wie eine Casting-Band. Aber In Flames-Mann Jesper Strömblad hatte für seine immer noch aus reinem Metall bestehende Seite die Band DIMENSION ZERO miterfunden und mit deren Debüt dem Schweden Death ordentlich in den Arsch getreten.  Jetzt liegt Streich Nummer zwei, "This Is Hell", vor und ist kein bißchen leiser. Eher im Gegenteil. Hier wir gnadenlos Lack gemacht, daß man bei unverhältnismäßig geringer Lautstärke auf Grund des ebenmäßig rasant vor sich hin tackernden Schlagzeugs den Eindruck gewinnen könnte, daß da irgendwo in der Wohnung ein Pumpenmotor in Betrieb ist.
Aber abgesehen von der Tempo-Disziplin haben sich DIMENSION ZERO schlagkräftige Death Metal-Riffs aus den Händen gewürgt und diese mit dem Genre entsprechende Melodien versehen. Das ist eigentlich auch schon wieder irgendwo old school, auch wenn Schweden Melodic Death Metal zu den Sub-Styles jüngeren Datums gehört.
"Killing My Sleep"

JUB
GASTREZENSION: Deddy, ehemaliger Moderator von INTERREGNUM

COEM "Bandwi(d)thconsiderations" 8
Der Verlag, 2003

COEM - Bandwi(d)thconsiderations

In der Band Coem sind von vier Musikern drei Graphiker. Aussehen tun sie alle so. Und die Musik? Na ja, sie sind zu dem auch noch Belgier. Von Schändung verstehen sie jedenfalls etwas. Und beweisen, daß diese auch Kunst sein kann. Melodiebögen werden ausgewalzt, der teilweise monotone Gesang penetriert das Ohr, die Gitarre wird mal gezupft und mal gequält. Dennoch stellt sich das Gefühl von Harmonie ein, jedoch mißtraut man dem Frieden. Die Vier schreiben schöne Songs. Nur halt etwas anders. Und es ist kein Metal, sondern läuft unter alternativem Pop. Da haben sich vier junge Leute im Probenraum getroffen und ihren Schmerz über die Dekadenz ihres Seins an ihren Instrumenten ausgelassen. Die "Coin Operated Entertainment Machine", kurz C.O.E.M., schreibt Instrumentals für einen Si-Fi-Western und tanzende tropische Fische. In der absurden Storys von "o-a-mi-nadia" erzählt uns der Sänger etwas von jemandem, der in einer polnischen Bar sitzt und russischen Wodka trinkt. Man hat den Eindruck, genauso spielen die Jungs auch live, unter dem Einfluß von bewußtseinserweiternden Drogen. Einzelne Songs herauszuheben fällt mir schwer, weil "Bandwi(d)thconsiderations", die zweite Scheibe der Band, wie aus einem Guß erscheint. 
"The Absurd Story Of o-a-mi-nadia"

DEDDY

EVERGREY "Recreation Day" 10
InsideOut/SPV/cmm, 2003

EVERGREY - Recreation Day

Meine Fresse, was werden sich andere Progbands an dieser Scheibe ihre Zähne ausbeißen. 
EVERGREY waren schon immer eine starke Band aber mit "Recreation Day" haben sie sich selbst übertroffen. Denn genau so stelle ich mir meisterhaften Progressiv Metal vor: Packende Songs mit Dramatik.
EVERGREY wechseln zwischen feinen, zerbrechlichen Melodien und Härte plus Geschwindigkeit. Streckenweise machen die Klampfen Pantera Konkurrenz, und das Schlagzeug bolzt mitunter mit einem Affenzahn durch die Botanik. Dabei verstehen sie Songs zu schreiben, die nicht nur Progrock-Kollegen, sondern auch Fans anderer Metalstile verstehen und gut finden können. Denn im Gegensatz zu Stramonio und Konsorten wird erst über den Song als solchen nachgedacht, daran getüftelt und dann je nach Bedarf mit dem außergewöhnlichen instrumentellen Verständnis verfeinert. Bei den Schweden macht das heizen durch die Tonlagen Sinn, da es nicht zum Selbstzweck verkommt, sondern stets logisch und nachvollziehbar ist und nie übertrieben wird. Hier greift der Satz "Weniger ist manchmal mehr" im positiven Sinne und macht EVERGREY zu etwas ganz Besonderem. 
"Fragments"

THOMAS

BRITNY FOX "Springhead Motorshark" 7
Spitfire/cmm, 2003

BRITNY FOX - Springhead Motorshark

Ihr Live-Comeback "Long Way To Live" von 2001 war gigantisch. Die einstigen Haar-Tiere von BRITNY FOX präsentierten sich mit Frisuren von adrett kurz bis nostalgisch lang als absolut rauhe Rocker im Stile von AC-DC und alter Def Leppard. Bei diesem Material konnte man bangen, bis das letzte Bier in der Birne zu Schaumwein wurde. Und wenn man davon spricht, ein neues Studiowerk ersehnt zu haben, dann ist das angesichts dieses High-Energy-Gigs nicht einmal nur Rhetorik. 
Jetzt haben wir "Springhead Motorshark". Endlich. Allerdings werden nicht alle Hoffnungen erfüllt. Nicht, daß BRITNY FOX auch nur einen Trend reiten würden. Mir sind die Ex-Glamer jedoch einfach zu vielseitig. Nehmen wir "Memorial", der mit seinen dynamischen Schwankungen zwischen Strophe und Refrain auffällt und durch das arg gedrosselte Tempo einen Bombast-Charakter erhält. "Ski Lanka" ist die blanke Etno-Mucke, mit der BRITNY FOX offenbar Led Zeppelin ("Kashmir") Konkurrenz machen wollen. Vergeblich, logisch.
Der Titelsong ist ein blankes Prog Metal-Instrumental, die Ballade "LA" wiederum nur eine Schlagerschnulze. Mit "Is It Real?" scheinen sie gar ein "To Be With You" (Mr. Big) landen zu wollen.
Da sind die Einstiegsnummern "Pain" und Freaktown" von ganz anderem Kaliber. Genau so wollen wir BRITNY FOX haben. "T.L.U.C. (For You)" hat ebenfalls eine mächtige Power, wenn das Ganze hier auch längst nicht so in die Fresse gespielt ist. Spaß macht auch die Midtempo-Nummer "Far Enough".
Aufgepeppt wird die CD mit drei CD-ROM-Videos zu "Closer To Your Love", "Long Way To Love" und "Dream On".
Wenn das Studio-Comeback auch nicht sensationell ist, so haben BRITNY FOX zumindest eine Scheibe abgeliefert, auf die man für die Zukunft aufbauen könnte. Hauptsache sie haben Bock drauf, weiterzumachen.
"Freaktown"

JUB


GASTREZENSION: Deddy, ehemaliger Moderator von INTERREGNUM

GODIVA "Godiva" 6
Limb Musik Products/SPV, 2003

GODIVA - Godiva

Die vier Schweizer Mannen von GODIVA haben sich ihre ersten Sporen in lokal erfolgreichen Coverbands verdient. Jedes Wochenende spielten sie sich ihren Arsch ab, aber die Schweiz ist recht überschaubar, trotz der Alpen. Also fragte man sich, wohnen hinter den Bergen auch noch Menschen, und wie kann man sie erreichen? Mit Coversongs wohl nicht. Also, welche Band finden wir gut, und können wir auch solche Songs schreiben? Die Antwort war GODIVA als Band und Debütalbum. Anthony De Angelis klingt in den Höhen so schön nach Rob Helford. „Heavy Metal Thunder“ und „Razorblade Romantic“ zeugen davon. Hier ein Paar Riffs von anderen Bands geklaut, dort ein Paar Klischees bedient und fertig? Die beiden erstgenannten Songs können einem schon das Genick beim Bangen brechen. „Cold Blood“ ist ein Ausfall. Bei „Let The Tanks Roll“ versucht man sich an militanten Riffs á la Rammstein. Am bestens gefallen sie mir bei den NWOBHM-lastigen Songs und da klingen sie halt nach Judas Priest. Na und?
"Heavy Metal Thunder"

DEDDY

JAG PANZER "Decade Of The Nail-Spiked Bat" 10
Century Media/Magic Arts, 2003

JAG PANZER - Decade Of The Nail-Spiked Bat

Wenn andere Bands Jubiläen feiern, veröffentlichen sie in den meisten Fällen eine Livescheibe oder Best-Of-CDs, die zwar alle nett aufgemacht sind aber nicht besonders originell. JAG PANZER haben sich zu ihrem 20. Bandgeburtstag allerdings was Besonderes einfallen lassen. In den frühen 80ern erschienen die ersten beiden Demos "Tyrant" sowie "Tower Of Darkness", die der Band Tyrant prompt einen Deal mit dem Label Azra Records einbrachte. In JAG PANZER, nach dem deutschen Wort Jagdpanzer, umbenannt, veröffentlichte die Band ihre erste EP. Eigentlich unbetitelt, wurde sie über die Jahre hinweg zu "Tyrants"-EP. Der weltweite Underground geriet in Aufruhr ob dieser geilen Scheibe und bekam ein Jahr später mit "Ample Destruction" einen Longplayer um den Latz geknallt, der ruckzuck zum Klassiker avancierte. JAG PANZER hatten einen furiosen Start hingelegt. Doch dann kam das große Aus. Gründungsmitglied Joey Tafolla warf das Handtuch, das Label ging pleite und zu allem Überfluß ging Sänger Conklin zu Riot. Die Band schien lange Zeit am Ende. 1994 kam die überraschende Rückmeldung mit neuem Sänger und neuer Platte "Dissident Alliance", welche aber eher wirkungslos verpuffte. Erst 1997 sollte die Band wieder zu dem werden, was sie war. Eine der führenden Metalbands, die von Scheibe zu Scheibe nur Qualitätsware veröffentlichte. Die Amis haben ihre Frühwerke, sprich Demos, die erste EP sowie ihre erste LP, allesamt legendär, da seit Jahren ausverkauft und seitdem extrem schwer erhältlich, komplett neu eingespielt und veröffentlicht. Dazu gesellen sich noch Songs vom 1994er Werk "Dissident Alliance". Diese Sammlung von Songs umfaßt genau 20 Stück und wurde auf zwei CDs verteilt. Der Clou an der Sache ist, daß die Songs nicht mit der Studiotechnik anno 2003 aufgenommen wurden, sondern es wurde Wert auf originalgetreue Aufnahmen gelegt. So sind im Studio die 80er neu auferstanden, um mittels alter Technik einen authentischen Sound hinzubekommen. Ebenso wie die Originalscheiben geklungen haben sollen. Auch beim Coverartwork hat man nichts dem Zufall überlassen. Es wurde die Fotografie des Covers verwendet, das für die "Ample Destruction"-Nachfolgescheibe bestimmt war. Das Original ist bei einem Unfall zerstört worden. Doch allen Unbills zum Trotze ziert es nun doch noch eine JAG PANZER-Platte. 
Für JAG PANZER-Komplettisten ist diese Scheibe allemale Pflicht, und für die, die noch immer glauben, daß Heavy Metal nur mit Drachentöter-Romantik, schwuchteligen Fistelstimmen, Doublebass und Schrammelriffs funktioniert, kann "Decade Of The Nail-Spiked Bat" eine heilsame Kur sein.
"Reign Of The Tyrants"/"The Crucifix"

THOMAS

FALCONER "The Sceptre Of Deception" 7
Metal Blade, 2003

FALCONER - The Sceptre Of Deception

Aha, FALCONER. Die waren mir bei "Chapters From A Vale Forlorn" irgendwie zu lieb (siehe Abgehört vom 9. Juli 2002). Dabei hat Stefan Weinerhall, der Ex-Mithotyn-Mann, doch einst als germanischer Haudegen so manches Feld blutgetränkt. Bei FALCONER bleibt allerdings auch bei "The Sceptre Of Deception" das Schwert in der Scheide. Zwar lassen die hymnenhaften und folkigen "The Coronation" und "The Trail Of Flames" großes Erahnen, aber irgendwie scheint den schwedischen Kriegern auf halbem Wege der Mut verlassen zu haben. Anders kann ich mir das an Doomsword erinnernde "Hooves Over Northland", das äußerst konstruiert klingt, nicht erklären. Auch "Pledge For Freedom" ist unnötig rhythmisch verhackstückt und hätte doch eine so schöne Hymne werden können. Obendrein hat der Chor mehr einen Hang zum Gospel als zu martialischem Schlachtgesang. In "Ravenhair" vermeint man unterproduzierte Manowar zu vernehmen und mit dem Titelsong kommen FALCONER gar im Power Metal-Lager an (sogar der streckenweise hohe Gesang paßt). Na ja, und "Hear Me Pray" ist schließlich ein gewisser Kitsch nicht ganz abzusprechen.
Die Melodien klingen bei FALCONER ebenso unverbraucht wie uneingängig. Vielleicht mußte dieser Tribut gezahlt werden, um nicht wie so oft nur wieder als Aufkocher eines alten Rezeptes abgetan zu werden. Potential hat diese Band allemal, noch fahren sie allerdings nur im dritten Gang. Herr Weinerhall, da kann man noch zweimal schalten.
"The Coronation"

JUB
GASTREZENSION: Deddy, ehemaliger Moderator von INTERREGNUM

LOS SUAVES „Si yo fuera Dios“ 8
Locomotiv Music, 2003

LOS SUAVES - Si yo fuera Dios

Yosi scheint sehr wütend zu sein. Wütend und traurig. Ist man beides, gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses auszuleben. Saufen, Prügeln und Rocken. Yosi klingt so, als wären ihm alle Varianten nicht fremd. Die beste Art, das alles zu verwirklichen, ist, eine Band zu gründen. Seit 25 Jahren gibt es Los Suaves mit Yosi als Frontmann. In Spanien ist die Band bereits ein Hit. Jetzt ist ihre x-te Scheibe auf dem gesamteuropäischen Markt erhältlich. Klassischer Hard'n'Heavy mit spanischen Texten und einer Stimme, welche gern mit der von Lemmy verglichen wird. Nun ja, rauh und versoffen klingt sie schon, ansonsten ist sie schon eigenständig. Anklagend, traurig und wütend grölt er sich durch die Songs. Seine Bandkollegen legen ihm ein rockiges Brett unter. Solche Stücke wie „Mi Casa“ sind nicht gerade rock'n'rollig kurz und bieten viel Platz für die handwerklich soliden Gitarrensoli. Mit „Tormenta“ wagte man sich an eine Coverversion von The Alarm ran und kommt im Gegensatz zu den anderen Titeln mit einer gewissen Fröhlichkeit rüber. Die Ballade „Libertad“ als Akkustik-Stück funktioniert nicht. Könnte man den Text verstehen, würde sich der Song vielleicht erschließen. Selten hat mich eine Band durch ihre Musik so neugierig auf ihre Texte gemacht.
„Mi Casa“

DEDDY

SOUL REAPER "Life Erazer" 7
Hammerheart, 2003

SOUL REAPER - Life Erazer

Fans der einstigen schwedischen Death/Black Band Dissection werden sehnsüchtig dem neuen "Seelenschlitzer" (hihi)-Album entgegengefiebert haben. Denn mit Schlagzeuger Tobias R. Kellgren und Gitarrist Johan Norman findet der Geist der legendär gewordenen Dissection in SOUL REAPER seine Bewahrung. Musikalische Parallelen sind durchaus auffindbar, auch wenn sich SOUL REAPER völlig des Black Metal-Ballastes entledigt haben. Dafür wird auf hohem Niveau geholzt, als würden sämtliche Label nahezu panisch nur nach Bands Ausschau halten, die dem sogenannten Götheborg-Stil frönen. Damit wären SOUL REAPERs Inspirationen allerdings nur zur Hälfte benannt, denn in dem ungestümen Death-Gepolter, gepaart mit jaulenden Gitarrenleads, sind auch amerikanische Elemente zu entdecken. Wären da nicht hin und wieder Tempi-Kapriolen, die SOUL REAPER gar in düstere Doom-Gefilde zu führen scheinen, wäre "Life Erazer", dem Zweitling der Schweden, durchaus ein wenig Eintönigkeit vorzuwerfen.
"Devil's Speech"

JUB
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