An dieser Stelle findet Ihr Tonträger-Rezensionen der INTERREGNUM-Sendungen.
Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen 
und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. 
Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten.

ABGEHÖRT vom 11. Juni 2002

 

VADER "Revelations" 10
Metal Blade, 2002

Vader - Revelations

Mit den Polen von VADER ist das so eine Sache. Sie erspielten sich den Ruf, eine der schnellsten Metalbands des Planeten zu sein und wurden diesem Anspruch bei Eigenkompositionen von Platte als auch live stets gerecht, und die Fans lieben sie dafür. Jetzt stellen sie einen Midtempo-Song ("Epitaph") an die erste Stelle ihrer neuen CD "Revelations" und werden ihre Fans erst einmal einen ordentlichen Schrecken einjagen, wenn sie voller Erwartung im Plattenladen in die CD reinhören.
"Epitaph"
Sind VADER ausgewimpt? Song Nummer zwei "The Nomad" ist nur unwesentlich schneller. Geballert wird erst bei "Wolftribe", der Nummer drei. Was ist passiert? Ganz einfach. VADER wissen auf "Revelations" ihre Stärken geziehlt einzusetzen, schleichen sich an die Beute ran, um im richtigen Moment zuzuschlagen, anstatt sie zu scheuchen und zu hoffen, daß man selbst schneller ist. VADER 2002 definieren sich nicht nur über Geschwindigkeit, sondern auch noch mehr über intelligentes und packendes Songwriting. Das hat der Band gut getan und bewahrte sie vor der schleichenden Stagnation. Kurzum, "Revelations" ist um Längen stärker als sein beachtlicher Vorgänger "Litany". Mein Glückwünsch geht nach Polen.
"When Darkness Calls"

THOMAS

CHINCHILLA "The Last Millenium" 2
Metal Blade, 2002

Chinchilla - The Last Millenium

Aufgemerkt, Ihr da unten im Kult-Chaoten Gruselkeller von INTERREGNUM. Rückt zusammen, Ihr Dorns, Thou Shalt Suffers und Melodicas. Macht Platz für noch ein weiteres Exemplar Eurer vergnüglichen Gattung. Macht Platz für die sagenumwobenen CHINCHILLA. Jene Band, welche schon mit ihrer Vorgängerscheibe "Madness" unangenem bei uns auffiel. Schwuler Bandname, politisch korrektes Gegen-Valhalla-Stimmung-Machen und unmögliche Musik.
Jetzt schlagen sie zurück und machen sich und die Metalgemeinde wieder zum Obst. Zumindest vor den Leuten, die CHINCHILLA für Heavy Metal halten. Langweilige, uninspirierte Gitarrenriffs, peinliche und dünne Chöre machen "The Last Millenium" zu einer Platte, die man sich schenken kann. Nur nicht gegenseitig. Das wäre gemein.
Bei dieser Art von "Heavy Metal" würde selbst meine Oma lachend abwinken. Aber CHINCHILLA sind einsichtig. Und so entschuldigen sie sich beim Vater für die Dinge, die sie getan haben ("Father Forgive Me"). Nicht auszudenken, würden Manowar soetwas eines Tages machen. Als Satire sind CHINCHILLA aber für einen Song erträglich und deshalb zwei Witzpunkte.
"Father Forgive Me"

THOMAS

RAGE "Unity" 8
Steamhammer/SPV, 2002

Rage - Unity

Sehr daran interessiert, sich als Einheit zu präsentieren, sind im Moment RAGE mit ihrem neuen Album "Unity".
Ihr zusammengewürfelt wirkendes Line Up macht es ihnen dabei aber nicht so einfach. Mike Terrana, Ami, mittlerweile einer von Deutschlands gefragtesten Studiodrummern, präsentiert sich im Booklet als gegen das Bandmaskottchen kämpfender bizarr frisierter Held. Die russische Instrumental-Koryphäe Victor Smolski spielt fürs Foto Gitarre und Flügel zugleich und läßt ganz schön den Notenstreber vom Musik-Konservatorium raushängen, und Peavy ist einfach nur Peavy. Der hünenhafte Kohlekumpel aus dem Pott scheint nicht viel vom Posen zu halten und wirkt wie hingestellt. Sehr einheitlich ist die optische Präsentation also nicht.
Musikalisch geht es mit dem Trio aber wieder etwas bergauf. Wir erinnern uns: Rage wandelten sich von einer waschechten Metalband zu einem Metal-meets-Klassik-Unternehmen, machten interessante Platten, überschritten in dieser Hinsicht ihren kreativen Zenit und der Klassik-Ballast begann langsam zu nerven. 
Auf "Unity" wurden die Opernhaus-Ausflüge wieder etwas zurück geschraubt, und somit wurde Platz für die alten RAGE- Trademarks geschaffen. Schwungvolle, runde Metalsongs mit hymnenhaften, eingängigen Refrains hat Peavy für sich wiederentdeckt. Nur sind sie jetzt progressiver als noch vor ihrem Orchestertick, woran Smolski mit seinem virtuosen Gitarrespiel schuld ist.
"All I Want"
Allerdings haben sie nicht ganz mit der Klassik gebrochen wie zum Beispiel das Stück "Dies Irae" unter Beweis stellt. Mußten für den Refrain doch Papa Smolskis Opernsänger (er ist Leiter der weißrussischen Philharmonie) in ihrer Probenpause ein paar Zeilen für den Filius des Chefs einsingen. Macht aber was her.
"Dies Irae"
"Unity" ist endlich wieder eine gute RAGE-Platte geworden, nachdem sie sich schon fast ins Aus ballanciert hatten. Auch wenn sie wohl nie wieder so stark wie auf "Missing Link" oder "Black In Mind" sein werden, ist mit dem Herner Trio wieder verstärkt zu rechnen.

THOMAS



POWERGOD „Bleed For The Gods - That’s Metal - Lesson I“ 9
Massacre, Connected/Midas Twins Music, 2001

Powergod - Bleed For The Gods - That's Metal - Lesson 1

Wie schweineleicht es sein kann, ein absolut geniales Album einzuspielen, zeigen POWERGOD mit „Bleed For The Gods“. Man reaktiviere einfach ein paar Kracher aus den 80ern, gebe sich natürlich ordentlich Mühe, und schon hat man ein Scheibchen am Start, das locker den größten Teil der aktuellen Heavy Metal-Produktionen wegbläst. Warum das so ist? - Man kann quasi willkürlich in den 80ern herumwildern, denn der Fundus an Hammer-Songs scheint in diesem Jahrzehnt des Wiedererwachens unerschöpflich. Und so bedienten sich POWERGOD auch nicht etwa nur bei Cover-Standards, sondern kramten zum Teil Songs von Bands aus, die heute von den meisten Nachgewachsenen Metal-Freaks keine Nase mehr kennt: zum Beispiel Chastain, Q 5, Hallows Eve, M.A.R.S. TNT, ja selbst die Bibel-Werfer von Stryper kommen zu Ehren. Logisch, daß da eine Menge Leute Bock hatten, mitzumachen: Doro Pesch, Sabina Classen, Ferdy Doernberg von Rough Silk oder die Gitarristen Juan Garcia und Bernie Versailles von Angent Steel, die beide bei „Bleed For The Gods“ mitrammeln. Damit aber nicht genug. Bei „Stars“ des einstigen Hear’n Aid-Projektes sind Typen wie Rob Rock, Mambo Kurt, Manni Schmidt (Grave Digger) oder Niko Avanitis und Peter Szigeti (Ex-Warlock) am Start.
Und schließlich Manowar zu covern, ohne abzukacken, erfordert eine gehörige Portion Mut. POWERGOD bewältigen diese Aufgabe mit links.
„Kill With Power“

JUB

POWERGOD „Nemesis - Evilution Part III“ 7
Massacre/Midas Twins Music, 2002

Powergod - Nemesis - Evilution Part III

Wie sauschwer es ist, eine beachtenswerte Scheibe abzuliefern, zeigen POWERGOD jetzt mit ihrer aktuellen CD „Nemesis“. Denn anders als bei ihrer Cover-Aktion gehen die eigenen Kompositionen nicht gleich ohne weiteres ins Ohr. Ja, es bedarf gar drei, vier Durchläufen, um den ein oder anderen Song überhaupt erst einmal zu akzeptieren. „Courtroom Of Trailors“ ist da so ein Kandidat. Das Stück ballert zwar, macht sich aber immer ausgerechnet in jenen Momenten steif, in denen man die Wende in der zähen Melodie erwartet. Oder nehmen wir „Parting Gift“. Hier könnte man meinen, POWERGOD wollen es mit den Hörgewohnheiten jener aufnehmen, die sich erst kürzlich ihr Cover-Album zulegten. Oder wie soll man Songs werten, die nicht nur mit mezzo und forte spielen, sondern Hardcore, New Metal, Progressive und Alternative in einen Power Metal-See werfen. Und nicht zu vergessen die Parallelen zu Sanctuary. „Got Milk?“ ist da ein gutes Beispiel. Sänger President Evil klingt nicht nur einmal nach Warrel Dane. 
Die Scheibe ist eine widersprüchliche. Eine mutige dazu, da es in Zeiten der immer stärkeren Polarisierung der einzelnen Metal-Richtungen äußerst schwer ist, mit Tonträgern wie „Nemesis“ sofort die richtige Zielgruppe zu erwischen.
Aber glücklicherweise gibt es eine Unmenge von Leuten, die neben den Ramones auch Symphony X, Mayhem und Pearl Jam im Plattenschrank zu stehen haben.
„Got Milk?“

JUB

THE ALMIGHTY „Psycho - Narco“ 4
Sanctuary Rec, 2001

The Almighty - Psycho - Narco

Als im Jahrn 2000 „The Almighty“ erschien, hat das kaum jemanden interessiert. Denn schon zu ihren kommerziellen Hoch-Zeiten waren die Jungs um Bandleader Ricky Warwick nie wirklich der Hammer. Aber damals gab es ja Vanessa Warwick - ihr erinnert Euch, die Zarte von Headbangers Ball - die ihre Position für den Hype ihres (damals noch) Ehemannes nutzte. Als die Metal-Sendung auf MTV allerdings gestrichen wurde, war’s auch mit THE ALMIGHTY vorbei. Denn nach den gepushten Scheiben „Soul Destruction“ und „Powertrippin’“ kackten „Crank“ und „Just Add Life ...“ völlig ab. 1996 war dann Schluß mit Rotz-Rock.
Nun, und letztes Jahr ging es weiter. Und gar nicht mal so schlecht. Das selbstbetitelte Comeback-Album rockte an allen Ecken und Enden und paßte gut in diese Punk’n’Roll-Welle. Aber offenbar braucht olle Ricky immer wenigsten fünf Jahre, um gute Songs zu fabrizieren, denn was auf Nachfolger „Psycho-Narco“ zu hören ist, kommt über gute Durchschnittlichkeit nicht hinaus. Und manchmal driften Warwick und sein Team gar in platten 08/15-Punk ab.
„If I Knew What I Wanted“

JUB

NOVEMBRE „Novembrine Waltz“ 10
Century Media/Magic Arts Publ., 2001

Novembre - Novembrine Waltz

Als vor zwei, drei Jahren sich diese krampfigen Pseudo-Klassik-Metal-Bands die Klinken der Tonstudios in die Hand gaben, tauchte eine Band namens NOVEMBRE mit einem Album auf, das sie „Classica“ nannte - und nicht ein Ton Klassik war darauf zu hören.
Damit fiel uns die Combo zwar auf, rutschte aber nicht deshalb unter die besten 20 Alben des Jahres 2000. Vielmehr überraschten - und ich betone, sie überraschten - uns die Italiener mit einer Musik, die völlig jenseits gängiger Klischee-Vorstellungen lag. Schwer so etwas beizubehalten.
„Novembrine Waltz“ zeigt jetzt, daß „Classica“ keine Eintagsfliege war. Denn wieder hat es die Band geschafft, ein Meisterwerk zu kreieren. Ihr werdet auf dem Album viele ruhige Momente finden, allerdings beziehen die ihre Wirkung nicht aus Endloswiederholungen oder gekünstelten Laut-Leise-Effekten. Vielmehr arbeiten NOVEMBRE mit Melodien. Selbst ein Zwischenspiel, ein Moment oder eine Bridge sind mit perfekten Weisen ausgestattet. Allerdings sind diese Harmonien nur die Teppiche für all die Dinge, die darauf passieren. Nehmen wir nur das Stück „Everasia“: Ein Gothic-gleicher Einstieg wird aufgebrochen von Sprech-Chören, wie sie auf Demos skandiert werden, es folgt ein sanfter Clean-Gesang, Double-Bass macht das ganze plötzlich unruhig und ein bösartiger Growl-Shouter bricht sich Bahn. Wieder Clean-Gesang, dem sich ein kurzer Akustik-Part zwischen Folk und Renaissance-Musik anschließt, um das Finale einzuläuten, das an Heftigkeit gewinnt, dann wieder Growl, donnerndes Riffing, eine Kurve zu sanftem Singsang, Akustik-Part und Schluß. Acht Minuten sind vorbei.
Das könnte ich jetzt beliebig fortsetzen, denn kein Song auf dieser CD gleicht dem anderen. Jeder ist für sich ein kleines Kunstwerk, ohne auch nur einen Moment überladen zu wirken.
Und wie es sich für eine außergewöhnliche Scheibe gehört, enthält sie eine außergewöhnliche Cover-Version: „Cloudbusting“ von Kate Bush. NOVEMBRE machen den Song doch tatsächlich besser als im Original.
Künstlerbands haben es bei INTERREGNUM bekanntlich schwer. Diese hier gehört zu den besten.
„Cloudbusting“/„Everasia“

JUB

THORIUM „Unleashing The Demons“ 8
Die Hard/Zomba, 2002

Thorium - Unleashing The Demons

„Für mich war die alte Death Metal-Szene um Längen attraktiver. Es ist nicht mein Anspruch, neue bahnbrechende Musik zu spielen. THORIUM werden stets Old School Death Metal bleiben. Wir treten an, Deine Stadt auseinanderzunehmen, Deine Frauen zu rauben, Dein Bier zu trinken und auf allen Vieren nach Hause kriechend Satan zu salutieren.“ Der das sagt, heißt Morten Ryberg, spielt bei der dänischen Death Metal-Band THORIUM Gitarre und hat damit auf den Punkt gebracht, was Euch auf der Scheibe „Unleashing The Demons“ erwartet. Dem gibt es nichts hinzuzufügen - außer, daß das Zeug wirklich schwer geil ist.
„Warlust“

JUB

W.A.S.P. „Dying For The World“ 10
Sanctuary/Metal Is, 2002

W.A.S.P. - Dying For The World

Eigentlich müßten W.A.S.P. eine der berühmtesten und kommerziell erfolgreichsten Heavy Metal-Bands weltweit sein. Sicher gibt es eine ganze Reihe von Schwermetall-Kapellen, die Herausragendes leisteten, doch nur wenige waren dabei so beständig wie Blackie Lawless. Nur selten ließ er musikalische Winkelzüge zu („Helldorado“). Und nie (!!!) wich er von seinem Image und von seinen Ansichten ab. Und das will bei einem Querdenker wie Blackie etwas heißen, hätte er mit etwas mehr politischer Korrektheit doch sicher das Doppelte von dem verdienen können, was sich jetzt so auf seinen Konten befindet. Aber nix da: Der Glam Metal-Papst der 80er Jahre peitscht auch heute noch auf der Bühne Frauen aus, vergewaltigt Nonnen, spießt Föten auf, watet bis zu den Knien in Blut und Eingeweide ... Seine Texte sind wie eh und je sexistisch, das Establishment bloß stellend, sie greifen Musikindustrie und Bürgerlichkeit an - und immer noch sind sie oft so intensiv, daß einem die Gänsehaut auf dem Leib brennt.
„Black Bone Torso“
„Dying For The World“ wird vom Label in eine Reihe mit „Winged Assassinss“, „Headless Children“ und „The Crimson Idol“ gestellt - und selten haben die Platten-Bewerber einen Nagel so auf den Kopf getroffen wie dieses Mal. Denn diese Platte bietet neben den typischen genialen Melodien eines Blackie Lawless Song-Dramaturgien der Spitzenklasse. Das wird besonders bei „Rubberman“ (Mörder-Gitarrenarbeit) und „Trail Of Tears“ deutlich. Letzteres Stück, in dem sich Blackie der Geschichte der indianischen Völker nähert, gehört vermutlich mit ebenfalls genanntem „Rubberman“ und „My Wicked Heart“ zu den besten Songs, die er je schrieb.
Und natürlich befaßt sich auch der Ami Blackie Lawless mit dem 11. September. „Hallowed Ground“ heißt das Stück, das er in Erinnerung an seinen Besuch am Ground Zero in New York schrieb. Und obwohl das Lied Verstörtheit transportiert, ja nahezu Hilflosigkeit rüberbringt, geht es einem um Welten näher, als der oberplatte Pseudo-Mutmacher „The Fight For Freedom“ auf der neuen Manowar.
„Hallowed Ground“
Man höre diesen warmen Hammond-Orgel-Klang. Eigentlich ist dieses Tasten-Instrument neben dem Klavier das einzige, das für Heavy Metal-Scheiben zugelassen werden dürfte.
„Hallowed Ground“ gibt es noch einmal in einer Akustik-Version und bleibt genauso intensiv. 
Diese Scheibe legt die Latte für die Top 10 des Jahres 2002 wieder um einiges höher. Glückwunsch Blackie.
„Rubberman“

JUB

ASTIMI „Trina Capronum“ 7
Code 666/Inch Productions, 2001

Astimi - Trina Capronum

Und noch einmal Italiener. Diesmal geht es um Death Metal von der übelsten Sorte. Das Schlagzeug hackt, die Double Bass stößt in Sphären vor, Astimidie eigentlich kein Mensch mit gesunden Beinen erreichen kann, die Gitarren schraddeln unentwegt, und Sänger Agghiastru gibt zwischen Kehlkopfkrebs und Magengeschwür sein Bestes. Vergleiche mit Deicide sind durchaus angebracht. Nicht nur wegen der Musik, sondern auch das Auftreten der Band ist offenbar bei Glen Benton abgeschaut. So sehen die drei Mitmusiker von ASTIMI  nicht nur wie satanische Schöpfungen aus, sondern treiben es auch song-technisch mit dem Stück „International Satanic“ auf die Spitze. Vielleicht nicht unbedingt höllisch gut, aber unbestritten höllisch kaputt.
„International Satanic“ 

JUB

BOOMERANG "Real Unreal Demo" 6
Eigenproduktion, 2001

Boomerang - Real Unreal

"Ein Muß für Fans von Skyclad, Blind Guardian oder Gamma Ray", so kommentieren die Jungs von BOOMERANG ihre Musik. 
Der Einfluß von Skyclad macht sich im Opener "A Jugglers Poetry" bemerkbar und zwar in Form der recht folkigen Melodie. Ansonsten schimmert wirklich der Geist von Blind Guardian durch, allerdings der ihrer frühen Werke. Denn BOOMERANG gehen noch herrlich ungestüm ans Musizieren heran. So hätten "Battered" oder "The Cold One" auch problemlos auf den Guardian-Platten "Follow The Blind" oder "Battalions Of Fear" stehen können. Die Ballade "Last Goodbye" wirkt noch etwas hölzern und die letzten beiden Stücke "The Real Unreal" und "Labyrinth" fallen im Gegensatz zum Rest etwas ab. Aber BOOMERANG zeigen, daß sie sich auf dem rechten Pfad befinden. "Real Unreal" ist nicht zuletzt auf Grund des guten Sounds ein Fundament, auf dem BOOMERANG ordentlich bauen können. www.boomerang-metal.de, stefan@der-bierfreund.de
"The Cold One"

THOMAS
DIE GASTREZENSION: Ron Schaffer, Sänger/Gitarrist der Gothic/Death Band NECROSIST 


NECRONOMICON "... Possessed Again" 8
Eigenprod., 2002

Necronomicon - ... Possessed Again

Vorab kurz etwas zu der Band. Seit ich in der Metal-Szene bin, gibt es schon NECRONOMICON. Genauer gesagt seit 1983, also wo die meisten von uns noch potentielle Sackschwimmer waren und die Band brachte seit '84 in Originalbesetzung vier LPs heraus: 1.Necronomicon, 2.Apocalyptic Nightmare, 3. Escalation und 4. Screams.
Zur letzteren kann ich leider nichts sagen, da sie mir völlig unbekannt ist. Die ersten drei Alben stellten zur damaligen Zeit richtig gute Thrash Metal-Kracher dar. Vom Klangbild typisch 80er-Mugge und das ist es auch, was mir an dieser neuen Scheibe so gefällt. NECRONOMICON blieben dem alten Stil treu, ohne stilistische Arschkriecherei, und produzierten im bandeigenen Proberaum mit einem Vier-Spur-Recorder die mir nun vorliegende Vier-Song-CD R namens "... Possessed Again".
Wer jetzt denkt, daß das Teil Scheiße klingt, irrt sich gewaltig. Ich kann nur sagen, daß dieses Teil nach Kult klingt. Also alle alten Säcke sollten auf alle Fälle mal die Sache anchecken. Laut der mir vorliegenden Info kann man das Teil für 6 Euro ordern. Netterweise  haben die Jungs noch einige andere Sachen im Angebot. Alle alten Veröffentlichungen werden ebenfalls auf CD R für 6,-Euro angeboten sowie die LP "Apocalyptic Nightmare" für 11 Euro.
Übrigens war ich auch echt verdutzt, als ich das Cover sah. Es ist das von der ersten LP von NECRONOMICON.
Also Fazit: eine Scheibe die absolut klasse ist und an die alten guten 80er erinnert. Kaufen.
www.necronomicon-online.deservice@necronomicon-online.de

RON 


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