
| ENDSTILLE
"Navigator" |
Erschienen: 2005
Label: Twilight Homepage: www.endstille.de |
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On Air: "Nameless" |
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Das Rätsel
ist gelöst. Wer nach "Monotonous" und "Monotonous III" auf der "Dominanz"
Teil II dieser Songfolge suchte, wird nun endlich auf ENDSTILLEs viertem
Album, "Navigator", fündig. Und "Monotonous II" hält natürlich,
was die Titelzeile verspricht, wartet allerdings mit einer nervenzerreißenden
Melödie auf, die das Stück aus dem Triumvirat hervorhebt.
Aber das ist eigentlich mehr ein Nebenkriegsschauplatz. Vielmehr sind ENDSTILLE jetzt nach drei mit Vehemenz und Siegesgewißheit geführten Schlachten beim Grauen des Krieges angekommen. Die die Songs kommentierenden Fotos und Zitate sind niederschmetternd und voll beißendem Zynismus. Verherrlichung kann den Kielern jetzt wahrhaftig auch der politisch Korrekteste nicht mehr vorwerfen. Sicher ist "Dominanz" nicht plötzlich ein plakatives Antikriegs-Album geworden, "I Bless You ... God", "Above The Vault Of Heaven" oder "Disillusioned Victory" klingen in ihrer grenzenlosen Aggressivität immer noch wie Sturmangriffe. "Bastard" - ein extrem eindringliches Stück aus der Bathory-Schublade - hingegen erzeugt mit seiner dramatischen Melodie nicht gerade Kampfesmut. "Let There Be Heaven" - das aufregendste Stück des Albums - treibt die Dramatik des Ganzen auf die Spitze und gehört definitiv zum Besten, was ENDSTILLE je fabrizierten. "Leichnam" hätte ein niederschmetterndes Schicksal erleiden können, kommt ob seiner Ausrichtung als Beinahe-Instrumental aber wie der Abspann eines Films, dessen Geschichte einen übelst mitgenommen hat. Noch ein Wort zu der Anti-Trigger-Kampagne der Band. Diesmal ist der Schlagzeugsound wirklich dermaßen authentisch, als würde Mayhemic Destructor zur Black-Metal-Schlagzeuger-Gilde der frühen 80er gehören. Das ist nahezu wunderbar, denn auf neuen Metal-Produktionen klingt kaum noch ein Schlagzeug wie eben solch eines. Warum viele das so toll finden, weiß ich nicht. Da ENDSTILLE diesem Unsinn ein Ende setzen, werden sie wahrscheinlich die passende Antwort darauf haben. 10 von 10 JUB |
| SENTENCED
"The Funeral Album" |
Erschienen: 2005
Label: Century Media / Magic Arts Publ. Homepage: www.sentenced.org |
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On Air: "Her Last 5 Minutes" |
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Ich gebe es
zu, daß ich von SENTENCED zum Abschluß noch einen der totalen
Überflieger erwartet habe. Nach dem ersten Durchlauf der CD "The Funeral
Album" fiel mein Urteil deshalb auch vernichtend aus: Resteverwertung,
Pflichtscheibe usw. Dem ist aber gar nicht so. Denn diesmal benötigen
die Stücke halt einfach einen Hauch etwas mehr Zeit, um voll aufzublühen.
Dabei geht es doch auf dem Abgesang-Album eher SENTENCED-typisch los, oder
haben wir Rocker wie "May Today Become The Day" nicht immer wieder mal
gehört? Auch die sich anschließende Melancholie in "We Are But
Falling Leaves" ist ein Erfolgsrezept der Finnen. Und die Melodien stehen
denen anderer Stücke auf vorangegangenen Erfolgsalben in Nichts nach.
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| EQUILIBRIUM
"Turis Fratyr" |
Erschienen: 2004
Label: Black Attakk Homepage: www.equilibrium-metal.de |
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On Air: "Tote Heldensagen" |
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Welch ein Traumstart.
Kein Wunder, daß EQUILIBRIUM seit einiger Zeit in aller Munde sind.
Jedenfalls ist "Turis Fratyr" eines der gelungendsten Debüts der letzten
fünf oder vielleicht auch zehn Jahre.
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| METAL CHURCH
"The Weight Of The World" |
Erschienen: 2004
Label: Steamhammer/SPV Homepage: www.metalchurch.com |
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On Air: "Cradle To Grave" |
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Vermutlich
kommen die Schreiber in der Hälfte aller Reviews zu "The Weight Of
The World" zu dem Schluß: Die Meisterwerke "Metal Church" und "The
Dark" werden nicht erreicht. Daß es aber eigentlich nie im Sinne
der Protagonisten liegt, zu eigenen Meilensteinen aufzuschließen
oder diese gar zu toppen, erwähnen sie nicht. Von daher steht "The
Weight ..." weniger in der Konkurrenz zu den METAL-CHURCH-Mega-Abräumern
als vielmehr im Vergleich zu den Heavy-Metal-Produktionen dieser Tage.
Und aus dieser Sicht betrachtet, haben die Amis einen ganz beachtlichen
Beitrag abgeliefert. Riffige Härte geht mit ausgefeilten Arrangements
und Melodien mit hoher Halbwertzeit einher. Kein Song dieses Albums ist
als der berühmte Füller zu betrachten, schlimmstenfalls könnte
man Unterschiede ausmachen, weil einem das eine Stück rein vom Geschmack
her besser gefällt als das andere. Abzulehnen ist auf "The Weight
..." wahrhaftig nichts.
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| MORGANA LEFAY
"Grand Materia" |
Erschienen: 2005
Label:Black Mark Homepage: www.morganalefay.se |
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On Air: "Grand Materia" |
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Seien wir mal
ehrlich, eine schlechte Scheibe hat die Band um Sänger Charles Rytkönen
noch nie abgeliefert. Auch die LEFAY-Scheibe war geil. Dennoch ist der
Band aus dem schwedischen Bollnäs der große Durchbruch bisher
verwährt geblieben. Da haben es weniger gute Bands weiter geschafft.
Das Business ist eben ungerecht. Davon jedoch völlig unbeeindruckt
starten MORGANA LEFAY wie gewohnt stark durch. Auf ihrer Konzeptscheibe
„Grand Materia“ geht es um mittelalterliche Alchemie, eingebettet in eine
Geschichte welche komplex und spannend zugleich ist. MORGANA LEFAY zelebrieren
einmal mehr langlebige Melodien, welche geknackt werden wollen. Umsonst
ist nichts. Nach drei bis vier Anläufen zünden die Kompositionen
und wachsen mit jedem Hören. Wer eine Affinität zu Nevermore
entwickelt hat, der versteht, wie die Schweden musikalisch ticken. Nicht
daß sich die beiden Bands musikalisch zu sehr ähneln würden,
doch wer mit der einen Band klarkommt, der wird sich auch mit der anderen
anfreunden können. Denn abgenutztes Riffing und schon mal gehörte
Melodien sucht man bei beiden Bands vergeblich. New und Old School Metal
verbrüdern sich auf „Grand Materia“ und werden mit dem einzigartigen
Gesang von Vocal-Monster Rytkönen veredelt. Ob Ballade oder Riffbrecher,
die Schweden verstehen ihr Handwerk. Als Anspieltipp seien hier „Angels
Deceit“ und der Titelsong genannt. Hart, melodisch, hymnisch und am leichtesten
zugänglich. Geile Scheibe.
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| ABYSS LORD
"Rising From The Dephts" |
Erschienen: 2002
Label:Eigenproduktion Homepage: www.abysslord.de |
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On Air: "Abyss Lord" |
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Es gibt Bands,
die setzten eigene Maßstäbe. Dann gibt es Bands, die sich an
den Maßstäben anderer Bands messen lassen. Zu denen gehören
auch die Jungs von ABYSS LORD. Ihr größter Einfluß heißt
Bolt Thrower. Mit eingängiger Instrumentierung im Midtempobereich
ballern ABYSS LORD ihren Death Metal in die Landschaft. Dabei schaffen
sie eine ähnliche Atmosphäre wie die Kriegsbeobachter von der
Insel. Dunkel, bedrohlich und zermalmend walzen die vier Lieder der CD.
Sogar die Stimmlage von Fronter Matthias Wiele ist der von Karl Willets
nicht unähnlich. Kopie oder eigene Version vom perfekten Death Metal?
Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte. Gut gemacht ist die
CD allemal.
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| RESPAWN
"Respawn" |
Erschienen: 2002
Label:Eigenproduktion Homepage: www.respawnmusic.de |
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On Air: "Liberate" |
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Eine weitere
Band aus Berlin schickt sich an, auch über die Stadtgrenze hinaus,
von sich reden zu machen. Bei der Klasse der Musik sollte ihnen das auch
mühelos gelingen. Hier wird gethrasht, daß sich die Balken biegen.
Thrash heißt hier weder altbacken, noch trendy. Aufgepeppt mit einer
variablen Gesangsstimme die von „Power“ Metal hin zu derben Tönen
reicht, spielen sich die Hauptstädter in einen Rausch aus Melodie,
Groove, technischen Finessen und Geschwindigkeit. Einzig an der Eingängigkeit
der Lieder hapert es noch ein wenig. Die Kompositionen laufen noch nicht
zu 100 Prozent rund, um sich mit der High Society des Thrash messen zu
können.
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| CONDITION RED
"II" |
Erschienen: 2003
Label:Lion Music/GerMusica Homepage: www.condition-red.com |
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On Air: "It's Not Too Late" |
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Erst habe ich
mich gewundert, warum diese doch schon etwas betagte CD noch immer in meinem
Review-Karton ein bedauernswertes Dasein fristet. Jetzt ist mir allerdings
klar, warum ich bisher eine Besprechung scheute: Ich wollte halt einfach
das Teil nicht durchhören.
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| NOCTE OBDUCTA
"Nektar Teil 1" |
Erschienen: 2004
Label:Supreme Chaos Records/Twilight Homepage: www.nocte-obducta.de |
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On Air: "Lenkte einsam meinen Schritt" |
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Im Dunstkreis
der Fans des - sagen wir - expressionistischen Black Metals wir das "Nektar"-Doppel
eine erhabene Stellung einnehmen. Mit ihrem versonnenen Streifzug durch
Umwelt, Jahreszeiten und Naturerscheinungen haben NOCTE OBDUCTA ein nicht
zu überhörendes Genre-Kleinod fabriziert, dem nicht ohne weiteres
das Wasser zu reichen ist. Musik kann Bilder malen, NOCTE OBDUCTA wissen
um diese Möglichkeit und bedienen sich der unterschiedlichsten Elemente
des modernen Heavy Metals, um jene Stimmungen zu erzeugen, die ihnen zu
zeigen am Herzen liegt. Da kann schon mal doomige Düsternis mit folkiger
Ausgelassenheit einhergehen. Und es funktioniert. Und die Melodien sind
voll Melancholie, ob tragend oder verspielt. Allerdings scheinen die Songs
streckenweise zu lang. Manch eine der sehr langsamen Passagen hätte
mit einer Verknappung an Wirkung gewonnen. Der hypnotischen Ausstrahlung
hätte das keinen Abbruch getan.
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| CORROSIF
"Join Us" |
Erschienen: 2005
Label:Hardebaran,Two Fat Men Homepage: www.corrosif.ch |
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On Air: "Fight For Life" |
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Wer Nu Metal
nicht mag, braucht nicht einmal in einem Alptraum daran denken, sich CORROSIF
zulegen zu wollen. Denn diese Band aus der Schweiz versucht ihre US-amerikanischen
Slum-Vorbilder zu übertreffen. Hier wird gerapt, hehoppelt, quietschen
die Gitarren, zappeln die Sticks über die Snare und prollen die Gang-Shouts.
Das ist richtig Kacke und geht nur endlos auf den Sack. Solche Musik gehört
gnadenlos auf den Index.
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