An dieser Stelle findet Ihr Tonträger-Rezensionen der INTERREGNUM-Sendungen.
Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen 
und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. 
Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten.

BANDS BATTLE-Vorbereitung vom 13. Mai 2003


MASTER „Let's Start A War." 8 (BANDS BATTLE-Band 2003)
System Shock/SPV, 2002

Master - Let's Start A War.

Wer MASTER vor allem immer wieder mit simpler Haudrauf-Mucke in Verbindung bringt - was durchaus seinen Reiz haben kann - wird mit "Let's Start A War" endgültig eines Besseren belehrt. Was Paul Speckmann mit seinem jüngsten Werk vorgelegt hat, ist nicht nur die Abrechnung mit seinem "Vaterland" USA, sondern auch der Beweis einer Stärke, wie sie nur alte Hasen haben können, so sie das entsprechende Feeling und nötige Talent besitzen. Denn "Let's Start A War" ist nicht etwa nur ein Old School Death Metal-Album, nein. Vielmehr hat Speckmann respektlos im Fundus der Heavy Metal-Geschichte gewühlt und jene Elemente entnommen, die ihm geeignet schienen, seine Haß-Tiraden zu transportieren.
So hat der Opener "Cast One Vote" dieses typische MASTER-Gepolter an sich, das manchmal ein wenig einfältig klingt. Doch schon bei "American Freedom" wird differenzierter agiert. "Miss Misery" hat eigentlich nichts mit Death Metal zu tun, ist das Stück doch ein gedrosselter Heavy-Rocker mit starker Melodie. "Dictators" und der Titelsong bringen wie so oft Motörhead und Venom zusammen, "Protegé" ist eine Death Metal-Nummer alter Schule mit einem fast verzweifelten Aufruf zur Aufruhr. Gegroovt wird bei "Every Dog Has It's Day", um schon bei "Command Your Fate" das Ganze vertrackter zu gestalten. Düster ist der Speckmann-Death Metal aber auch hier.
An dieser Stelle folgt mit "Purchase A New Handgun" ein waschechter Blues, im Schlepptau "Watch What You Wish For", ein Stück, bei dem sich ein paar Typen per Telefon auskotzen und wichtig machen. Schließlich endet das Album mit "Disturbed", wo die Slayer-Anleihen unverkennbar sind.
Laßt Euch von der nachlässig wirkenden Gitarren-Arbeit (bei Venom war das ein Markenzeichen) nicht abschrecken. Die Scheibe präsentiert ein hohes musikalisches Niveau, viele Feinheiten in den Songs entdeckt Ihr erst beim dritten oder vierten Durchlauf.
"Miss Misery"/"Purchase A New Handgun"/"Command Your Fate"

JUB

INFESTED "Demo" 7 (BANDS BATTLE-Band 2003)
Eigenproduktion, 2002

Infested - Demo

Hier hat eine sehr junge Band ihre Markierung hinterlassen. Und die kann sich hören lassen. Die Grindcore/Death Metal-Mischung, die von INFESTED geboten wird, ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades, allerdings durchaus beeindruckend. Die Gitarren würgen sich aus den übelsten Tiefen hervor, Sänger Nildas verzapft eine merkwürdige Form der Kehlkopf-Akrobatik, gluckst mehr, als daß er singt. Die von der 2000 gegründeten Band selbst gewählten Vergleiche mit Cryptopsy und Disgorge kommen nicht von ungefähr, denn auch bei ihnen geht es in den einzelnen Stücken zu, als würden eingestöpselte und voll aufgedrehte Instrumente in einen Schredder geworfen. infestedbrutaldeath@gmx.net
"Ixmate Of Hate"

JUB

ROOT „Black Seal" 10 (BANDS BATTLE-Band 2003)
Redblack, 2001

Root - Black Seal

Gehört Ihr zu jenen, die einfach nicht aufgeben, im Meer der Neuerscheinungen nach Außergewöhnlichem zu suchen? Euch kann geholfen werden. Mit der tschechischen Band ROOT lernt Ihr eine Kapelle kennen, deren Musik einmalig ist. Keine mir bekannte Band (und ich kenne doch durchaus einige), hat Heavy Metal jemals so definiert wie Big Boss und seine Mannen es tun.
ROOT waren schon vor 13 Jahren in der tschechischen Szene eine Ausnahme-Erscheinung. Und das nicht nur wegen ihres alten Frontmannes, der schon locker die 50 überschritten haben dürfte, habe ich ihn doch 1994 als Mittvierziger kennengelernt. Aber schon zu Zeiten ihrer ersten Veröffentlichungen, als ROOT noch als reine Black Metal-Band firmierten, war die Musik eigentümlich. Immer etwas abgehoben, äußerst konsequent in den Aussagen. Bei ROOT gab's nichts zu lachen. Wort, Ton und Bild semmelten Dir ohne Ausnahme eine Stahlplatte vor die Fresse.
Und jetzt dieses Album. Es ist unbestritten das bisherige Meisterwerk der Band. Und großartiger geht es kaum. Allerdings sollte man solch einen Satz bei ROOT besser nicht schreiben, denn diese Typen sind zu Dingen fähig, von denen die meisten westeuropäischen Metaller noch nicht einmal etwas ahnen.
"Black Seal" ist ein düsteres, hochmelodiöses und äußerst technisches Album. Progressive Strukturen, die vor allem von einer unglaublichen Schlagzeugarbeit getragen werden, finden sich bereits im Opener "The Festival Of Destruction". Schon hier zeigt Big Boss, wie unheimlich sich sein Gesang entwickelt hat, der Musical-Pathos, verkniffenes Kreischen, tiefes Geknurre oder rauhe Passagen einschließt. Und auch ist es der Einstiegssong, der ungewöhnliche Ideen umsetzt. So klingt es beispielsweise, als würde sich über heftigsten Thrash- und Death-Rhythmen ein Kosaken-Chor zu schaffen machen. Diese Art der Zusammenführung merkwürdigster musikalischer Elemente wiederholt sich auf "Black Seal" immer wieder.
"The Incantion Of Thessalonian Women" gestaltet Big Boss leicht närrisch, wechselt dann zu heiserem Geröchel. Und höre ich die getragene Melodie, kommt es mir sehr spezifisch osteuropäisch vor. Ungarische Bands haben soetwas häufig verwendet.
In "Nativity" dann singt Big Boss mit einem breit angelegten Tenor gegen Doublebass-Salven und flirrende Gitarren sowie ein schrilles Keyboard an. Hinzugefügt werden dämonisch verfälschte Stimmen. Das Arrangement ist einfach nur genial.
Der Titelsong entpuppt sich als ein akustisches Theaterstück. Es gibt die unterschiedlichsten Gesangs- und Rhythmusvariationen. Selbst das aus dem Song geleitende kurze Gitarren-Solo ist brillant gestaltet.
Der einzige Bezug zu einer anderen bekannten Band entsteht bei "Salamandra" durch Fernando Ribeiros Gast-Gesang (Moonspell).
Dann "Necromancy". Wenn Grabgesänge Hits sein können, dann wäre dies ein Dauerbrenner auf Friedhöfen.
Und weiter ist ein Song großartiger als der andere. Wie auch die Hymne "Theriak" oder die beiden Doom-Märsche "Liber Prohibitus" und "... Before I Leave!". Letzterer endet mit einer zehnminütigen a capella-Wiederholung des Refrains. 
Vor diesem Werk kann man nur in die Knie gehen. ROOT haben sich damit ein Denkmal gesetzt und einen Platz im Heavy Metal-Olymp ergattert. www.redblack.cz/root/
"The Festival Of Destruction"/"Nativity"/"Necromancy"

JUB

SATANIC SLAUGHTER "Banished To The Underworld" 10 (BANDS BATTLE-Band 2003)
Black Sun Rec, 2002

Satanic Slaughter - Banished To The Underworld

In den Massen der schwedischen Extrembands gab und gibt es neben der Zahl der gleich klingenden Inzestprojekte immer wieder ein paar interessante Perlen. Mit "Banished To The Underworld" reihen sich SATANIC SLAUGHTER in die Linie solch genialer Geheimtips wie Naglfar, Non Servium und Lord Belial ein. Man hat beim Hören mit geschlossenen Augen den Eindruck, Besucher eines alten Gemäuers zur Geisterstunde zu sein, Zeuge von gespenstisch-morbidem Spuk und Krimi-Szenen zu werden. Schwarzmetallische Raserei, gepaart mit klassischen Heavy Metal-Gitarren-Soli und doppelläufigen Riffattacken entwickeln eine Atmosphäre wie alte Horror-Filme sie haben: Kühl, ungemütlich, bedrohlich. Der Vergleich, als würden Marduk in einem Tobsuchtsanfall Dark Tranquillity über der Haufen rennen, trifft es in etwa. Hochmelodisch aber nie kitschig, rasend, abwechslungsreich, rasiermesserschaff, hymnisch, morbide, faszinierend sind die Attribute, die "Banished To The Underworld" an besten charakterisieren.

THOMAS

CREATURE "Mysteria Germania" 6 (BANDS BATTLE-Band 2003)
Eigenproduktion, 2002

Creature - Mysteria Germania

Der deutsche Black Metal-Underground lebt. Ja, ja - ich weiß, das ist keine epochale Erkenntnis. Trotzdem ist es immer wieder interessant zu hören, mit welcher Vehemenz von einigen Bands den untergründigen Attitüden die Treue gehalten wird. CREATURE sind dafür ein leuchtendes Beispiel.
Warum? Für ihre selbstproduzierte CD "Mysteria Germania" wählte die Band nicht zufällig einen übelst räudigen Sound. Der hysterische Kreischgesang kommt irgendwo aus der Flucht einer riesigen Halle, die Gitarren klingen wie auf dem Kamm geblasen. Das ist für Black Metal-erprobte Ohren sicher ein Markenzeichen, sollte aber nicht unbedingt bis in solch eine Konsequenz ausgereizt werden, da einiges an Wirkung der zum Teil gut gemachten Songs verloren geht. Äußerst passend ist der merkwürdige Klampfen-Klang allerdings spätestens, wenn wie im Einstieg des Titelsongs wüst drauflos geschraddelt wird. Da bekommt man dann sogar ein überbordendes Soundgebilde geboten.
Die einzelnen Stücke sind recht simple strukturiert, was in keinster Weise negativ zu verstehen ist. Die Nummern bleiben nachvollziehbar und trotz nicht gerade eingängiger Melodien ist der Wiedererkennungswert ziemlich hoch.
CREATURE bemühen sich jedoch immer wieder überraschende Akzente auf "Mysteria Germania" zu setzen. So kommt es im Titelsong zum Einsatz einer (wenn ich mich nicht verhört habe) Trompete, "Winds Of Eternal Death" bietet eine Passage mit cleanem Gesang, bei "Wald der Finsternis" kommen uns die Jungs recht melancholisch, um bei "Wald der Finsternis 2nd" völlig auszuticken. www.creature-germany.de
"Wald der Finsternis 2nd"

JUB

FLESHLESS „Nice To Eat You“ 8 (BANDS BATTLE-Band 2003)
Obscene Prod., 2002

Fleshless - Nice To Eat You

Das Cover von "Nice To Eat You" erinnert verdammt an die Geschichte des Heavy Metal-Kultfilms "Eat The Rich", zu dem auch Motörhead die Musik beisteuerte, und in dem Lemmy gar eine zwielichte Figur spielte. Die Story: Ein paar von der Gesellschaft angepisste Typen eröffnen ein Restaurant, in dem die dekadenten Reichen und Schönen ihresgleichen verspeisen, ohne auch nur zu ahnen, was ihnen da vorgesetzt wird. Vielleicht fühlten sich FLESHLESS gar von der Geschichte inspiriert, als sie ihre kannibalistischen Phantasien zu Papier brachten. Angerichtet wurde das Ganze mit einem Cocktail aus Death Metal und Grindcore, wobei ersteres den Löwenanteil an dem Gericht ausmacht. Als Sättigungsbeilagen sind hier und da ein paar melodiöse Leads eingefügt, die den Rahmen eines üblichen Death/Grind-Menüs sprengen. Als Nachtisch gibt es das Stück "Hrbitov", ein ROOT-Cover. Und ein Klassiker. Denn was für ROOT "Hrbitov", ist für Venom der Song "Black Metal". http://go.to/fleshless
"Culture Meat"/"Hrbitov"

JUB

QUASIMODO "Härtetest" 9 (BANDS BATTLE-Band 2003)
SMR Records, 2002

Na, da wäre mir doch beinahe der Nackenmuskel gerissen. Auch liefen meine Stimmbänder Gefahr, sich übelst zu verheddern. Denn die Berliner QUASIMODO rocken ohne Ende. "Vater Staat" zum Beispiel ist ein idealer Banger, ebenso "Brüder", "Blut" und "Fleisch". Bei "Weißt Du noch" geht es ähnlich heftig zu Werke, hier setzt die Voll-in-die-Fresse-Gitarre bei der ständig wiederholten Zeile "Weißt Du noch" jedoch noch zusätzliche Akzente. Nahezu bedrohlich untermauert sie die kompromißlose Haltung von Sänger "Tank" gegenüber einer alten Freundin, deren neuen Macker er zusammenschlug und der er den kalten Stahl eines Stichwerkzeuges spüren ließ: "Weißt Du noch, der Schmerz in Deiner Brust/Das Messer in Dir, das war meine Lust." "Guten Tag" erinnert mit "Wir sind das Volk"-Samples aus den kranken Tagen des ausklingenden Jahres 1989 die Politiker daran, daß sie auf einem Pulverfaß sitzen. Der Refrain läßt sich ganz herrlich mitbrüllen und ist für Demos bestens geeignet. Auch beziehen QUASIMODO mit dem Satz "Was wir brauchen ist Vaterland/Das hat man uns aber aberkannt" eindeutig Stellung. Spätestens bei diesem Stampfer schleicht sich die erste Gänsehaut über Euren Rücken. Und sie geht vorerst auch nicht mehr weg, folgt doch die Quasi-Ballade "Ich will leben". Ganz ganz starke Melodie. Auf dem Fuße folgt dann wieder ein herrlicher Mitsinger, oder könnt Ihr bei "Ich bin der Kanzler, die Sau/Helmut, die Sau/Gerhard, die Sau" die Klappe halten? Bei diesem Stück zeigen QUASIMODO ihre groovigen Qualitäten, die das bleischwere "Teufelstanz" einläutet. Auch das Stück "Quasimodo" kommt nicht aus den Puschen, weil Stahlkugeln an den Beinen hängen. Nur geil.
Und mit dem Stück "Danke", wohl der populärste und unsinnigste Kirchensong ever, zeigen die schwergewichtigen Jungs der Berliner Band, daß sie eine ordentliche Portion Humor besitzen. "Danke für all die grobe Scheiße, die ich jeden Tag so seh" - "Bitte" möchte man da zurückrufen, denn wenn es den ganzen Dreck nicht geben würde, wären uns QUASIMODO womöglich nicht geschenkt worden, denn die Mannen haben so einiges auf der Pfanne, mit dem sie gern aufräumen würden.
Die Band bezeichnet ihre Musik selbst als Trash/Industrial (laut Homepage) und liegt damit völlig daneben. Industrial? Nicht ein Stück. Wenn damit der Keyboard-Einsatz gemeint ist, sei hier angemerkt, daß das Tasteninstrument lediglich zum Andicken des Sound eingesetzt wird. Auch Trash ist nicht zu hören, denn dann hätten wir es ja mit Müll zu tun und das ist diese CD ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Hier haben wir eine der geilsten deutschsprachigen Heavy Metal-Bands entdeckt. www.Quasimodo1.de
"Guten Tag"/"Ich will leben"/"Helmut"

JUB 

SANATORIUM „Goresoaked Reincarnation“ 7 (BANDS BATTLE-Band 2003)
Massacre, 2002

Sanatorium - Goresoaked Reincarnation

Na, da dürften die korrekten Zeitgenossen doch wieder einmal gehörig in Rage geraten. Denn die Mannen von SANATORIUM tauchen auf ihrer aktuellen Scheibe "Goresoaked Reincarnation" erneut in die tiefsten Abgründe menschlicher Eigentümlichkeiten ein. Oder findet Ihr es nicht merkwürdig, wenn Martin lustvoll von einem siebenjährigen Mädchen grunzt, das er mit einem pneumatischen Quirl zum Orgasmus treibt. Überhaupt werden bei SANATORIUM 2002 reichlich Kinder gevögelt und hinterher seziert per Koffer an die Eltern zurück geschickt.
Bleibt abzuwarten, wann die Band in Deutschland mit einem Bann belegt wird. Dabei ist das Ganze doch eher ungefährlich, denn Leute, die über Sex mit Siebenjährigen auf weltweit erhältlichen Tointrägern singen, sind weit weniger gefährlich, als jene, die sich schwitzend vor dem Computer vor illegal runtergeladenen Kinder-Porno-Seiten heimlich einen runterholen.
Musikalisch hat sich bei SANATORIUM zum Vorgänger "Internal Womb Cannibalism" doch einiges geändert. Was sofort auffällt, ist der Mangel an Abwechslung. Während man einst die einzelnen Songs äußerst unterschieldich zu gestalten wußte, verfährt man jetzt eher nach einem einheitlichen Strickmuster. Die Stücke selbst haben zwar ständig Rhythmus-Wechsel zu bieten, wirken dabei allerdings oft ein wenig zerfahren. Auch scheint Sänger Prasiak nicht mehr an Bord zu sein (laut Booklet). Das klassische Wildschwein ist eigentlich nicht mehr zu hören. Martin grunzt zwar wirklich meisterlich, erreicht jedoch nicht diese ganz spezielle Note seines Ex-Kollegen.
Genug gemosert, denn SANATORIUM bleiben nichtsdestotrotz auf dem Gebiet des Death/Grind eine feste Bank. Dabei bekommt der Death Metal eindeutig den Vorrang. Da pendelt man manchmal gar wie in "Deeds Of Pedophile" zwischen Elefanten-schwer und Springmaus-rasch. Der Brutalitäts-Level ist auf einem äußerst hohen Stand. www.sanatorium.nfo.sk
"Deeds Of Pedophile"/"Orgasm Of 7-years Old Girl Reached By Pneumatic Drill"

JUB

VINTRAS "Mandragora" 7 (BANDS BATTLE-Band 2003)
Eigenproduktion, 2002

Und noch einmal Black Metal-Underground. Wieder ist der Sound äußerst räudig, da lediglich als 4-Spur-Demo im Probenraum aufgenommen. Aber das tut nichts zur Sache, haben sich VINTRAS, die ihr Demo noch unter dem Bandnamen Mandragora aufnahmen, ohne Wenn und Aber dem Blast/Blasphemie-Gehacke verschrieben. Es wird in erster Linie ordentlich Staub gemacht, ohne dabei allerdings melodiöse und gedrosseltere Passagen zu vernachlässigen. Sänger Zar, im VINTRAS-Jargon "Voice Of Possession", nimmt absolut keine Rücksicht auf seine Stimmbänder. Er kreischt wie eine Furie, knurrt dämonisch und göbelt in Death Metal-Abgründen. Gitarrist Vlad (Chainsaw Violation) scheint als Kind häufig Kartoffel-Puffer gemacht zu haben, denn das Highspeed-Gerubbel beherrscht er vorzüglich, Basser Necron (Christraping Battle Axe) macht den doch recht spitzen Gitarren-Sound auf gekonnte Weise fett und  Slain scheint sein "Sturmgeschütz" hin und wieder wenigstens mit drei Armen zu bearbeiten.
"Hymn To Pan"

JUB


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