An dieser Stelle findet Ihr Tonträger-Rezensionen der INTERREGNUM-Sendungen.
Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen 
und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. 
Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten.

Abgehört vom 13. August 2002


DARK TRANQUILLITY „Damage Done“ 8
Century Media/Magic Arts Publ., 2002

Dark Tranquillity - Damage Done

Allen mit intakten Gehörgängen sei gesagt, DARK TRANQUILLITY sind wieder die Alten. Wieso das mit den intakten Gehörgängen? Entgegen einer gewissen Lobhudelei in einer Reihe von Metal-Musik-Zeitschriften wird vielen aufgefallen sein, daß die letzte DARK TRANQUILLITY-Scheibe „Haven“ nicht so toll war (siehe Abgehört vom 06. 02. 2001). Diesen Weg hätten die Schweden aus kommerziellen Gründen durchaus weiterverfolgen können, denn das „Haven“-Material hatte eine beachtliche Sanftmut. Eher nicht so gewöhnlich für Death Metaller. Okay, Schweden Death, aber immerhin.
Die Neue, „Damage Done“, ist wieder heavy wie Bolle. Das Electronic-Gezwirbel spielt keine Rolle mehr. Keyboard-Klänge sind auf diesem Album tatsächlich eine Bereicherung der Songs, weil sparsam eingesetzt und wirklich nur melodieunterstützend verwendet. Der Titelsong könnte dem ein oder anderen da unter Umständen einen anderen Eindruck vermitteln, wenn das Keyboard hier allerdings in den Instrumental-Passagen die Führung übernimmt, bleibt sein Klang warm und penetriert nicht mit Handy-Geräuschen.
DARK TRANQUILLITY haben sich mit „Damage Done“ endgültig von den cleanen Gesangs-Passagen verabschiedet. Vielleicht ist das ein weiteres Indiz für die Haltung der Band, weiter die Melodic Death Metal-Schiene mitbeherrschen zu wollen. Und so gehen die Herren um Sänger Mikael Stanne auch vor allem heftig zu Werke. Daß ihnen dabei trotzdem immer noch sehr geile Melodien einfallen, versteht sich fast von selbst. Es gibt nicht viel zu kritteln an diesem Album, allerdings - das Melodic Death Metal-Genre scheint ausgereizt. Denn mittlerweile klingen DARK TRANQUILLITY wie zig andere Bands, die eigentlich DARK TRANQUILLITY kopieren. Und das zum Teil verdammt gut. Ich will nicht sagen, daß es langweilig wird. Aber staunend mit offenem Mund sitzt man auch nicht mehr vor der Anlage. Gänsehaut bleibt leider aus.

JUB

DRAKKAR "Razorblade God" 6
Dragonheart/Audioglobe/SPV, 2002

Drakkar - Razorblade God

Die Südländer von DRAKKAR legten mit ihrem Debüt "Gemini" nicht gerade eine Glanzleistung aufs Parkett. War die Musik doch noch ziemlich identitätsloser 08/15-Power Metal. Mit ihrem Zweitwerk "Razorblade God" hat sich eigentlich nicht soo viel geändert, außer, daß die Gitarrenriffs jetzt etwas zackiger kommen und die Melodien mitunter so klingen, als hätte sich die Band beim Komponieren der Stücke wirklich Mühe gegeben. Die Musik klingt jetzt also voluminöser, griffiger, und ich glaube, daß DRAKKAR mit ihrer nächsten Scheibe für eine Überraschung gut sind. "Razorblade God" ist dem Debüt gegenüber eine Steigerung, doch der Sprung in die nächstgrößere Liga steht erst noch bevor.

THOMAS

BLOODY HARVEST/VOKODLOK „... From The Bible“/„Unchain The Wolf“ 6/6
E.O.L.P., 2001

Bloody Harvest/Vokodlok - ... From The Bible/Unchain The Wolf

Nach dem selbstbetitelten Tape-Debüt (siehe Abgehört vom 16. 04. 2002), kommen uns BLOODY HARVEST jetzt auf einer Split-Kassette mit VOKODLOK aus Rumänien unter dem Titel „... From The Bible“. Viele der Zutaten vom letzten Mal sind gleich geblieben. Das ist zum einen die Herangehensweise, eine ganz simple Form von schwarzmetallisch anmutender Musik zu kreieren. Auch der Sound ist - wie gehabt - äußerst räudig. Allerdings hat das deutsch-polnische Duo diesmal weitaus mehr auf Nuancierungen geachtet, als beim letzten Mal. Das beginnt bei fast typischen straighten Black Metal-Nummern wie „Never“ und „Feelings Of Dead Persons“, geht weiter über äußerst düstere Stücke wie „... Of The Bibel“ und „Only One Dream“ und endet schließlich bei den typischen Oi-Punk-Nummern „See You In The Face Of Satan“ (übrigens mit sehr witzigem Glockenspiel) und „Nekrophil“. Über allem liegt die Stimme von Coldflesh, die bis in die Niederungen menschlicher Geräuschmöglichkeiten hinabsteigt. Dieser Typ kreischt mal wie ein Pavian, um im nächsten Moment zu gurgeln, als würde Blausäure gerade die Stimmbänder auflösen. Das ist definitiv sehr geil. Übrigens gibt es auf „... From The Bibel“ noch als eine Art Hiddentrack das Stück „Bloody Harvest“ vom Debüt: Das ist Black Metal, wie er vermutlich in den Proberäumen von Venom 1980 gespielt wurde, mit einem hohen Punk-Faktor quasi.
„See Youn In The Face Of Satan“
Soundmäßig besser und stilistisch runder präsentieren sich auf dem Split-Tape VOKODLOK. Wir haben es hier zwar auch mit urwüchsigem Black Metal zu tun, allerdings wirkt die Musik der Rumänen doch schon ein wenig vom Zeitgeist gestriffen. Man geht einfach akzentuierter zu Werke als BLOODY HARVEST. Vielleicht ist es auch in den Fertigkeiten der Musiker begründet, die ihren Instrumenten einfach mehr Variationen entlocken können. Trotzdem sind VOKODLOK nicht besser als BLOODY HARVEST, denn das Duo macht eine Menge durch Charme wett, der den Rumänen einfach fehlt. Denn Bands wie VOKODLOK gibt im Underground wie Sand am Meer. BLOODY HARVEST sind da denn doch schon etwas Besonderes.
„A Scream In Pain“

JUB

AFTERFEEDBACK "The First Emotions" 1
Bellaphon/Nu Metal Rec., 2000

Afterfeedback - The First Emotions

AARRGGHH!! Da packt man ahnungslos ein paar CDs in den Wechsler und mit einmal kommen dann Rap-Gesang und DJ-Scratch-Gemalle aus den Boxen gehampelt. Flugs nach dem Cover gesucht und siehe da, die Band ist bei einem Label Namens Nu Metal Recordz unter Vertrag. Sachen gibts.
Die CDs von Linkin Park und Limb Bizkit würde ich noch nicht einmal mit 'nem Stock anfassen und nun sowas. Und alles, was ich mit diesen Bands verbinde, nämlich störrische Riffs und brüllig bis weinerlichen Gesang sowie zahme Kindergrooves, finde ich auf "The First Emotions" wieder. Wie ein Verschnitt, den ich mal Bitzkin Park nennen würde, klingen AFTERFEEDBACK. 14jährige New "Metal" Fans dürften an dieser spanischen Band sicher ihre helle Freude haben und diese CD sicher mit einer Acht  bewerten. Mir rollen sich aber bei solchen Klängen die Fußnägel hoch und deshalb gibt es von mir nur einen Punkt.
"Never Say I Didn´t Tell You"

THOMAS

DUMPER „Dumper“ 8
Blackmark, 2002

Dumper - Dumper

Wie kann man die Musik einer Band mit „kommerzieller knallharter Rock“ anpreisen. Das ist alles und nichts. Und wer solche „Stil“-Erfindungen ernst nimmt, wird irgendwann nicht einmal mehr Mayhem und die Backstreet Boys begrifflich auseinanderhalten können. Also vergessen wir mal schnell diesen Plattenfirmen-Unsinn und schauen einmal, was DUMPER so zu bieten haben. Und das einzugrenzen ist gar nicht mal so schwer. Zum einen bieten sie wirklich die Rotzigkeit von Gluecifer, sind auf der anderen Seite doch ganz Marylin Manson. Industrial-Brett meets Punk’n’Roll - könnte man sagen. Vielleicht haben die Schweden da auch einiges von ihrem Kollegen Peter Tägtgren und seinem Pain-Projekt gelernt. Auf jeden Fall bringen DUMPER mit ihrem Debüt eine perfekt durchgestylte Scheibe in die CD-Regale. Die Songs sind durchweg potentielle Hits und es sollte mich wundern, wenn da die TV-Musik-Sender nicht zugreifen.
„Rocker No. 1“

JUB

PERZONAL WAR "Different But The Same" 9
AFM/Soul Food/SMIS, 2002

Perzonal  War - Different But The Same

Jawoll, endlich hat mal eine talentierte Undergroundband einen größeren Sprung geschafft und ist bei einem renomierten Label gelandet. In diesem Falle können nun PERZONAL WAR mit einem Vertrag bei AFM prahlen.
Aber statt dessen veröffentlichen sie eine saustarke CD mit dem Namen "Different But The Same", was den Nagel auf den Kopf trifft. Eigentlich ist musikalisch bei PERZONAL WAR alles gleich geblieben. Heißt, mitreißender und geil gespielter Thrash Metal, der deutliche Achtziger-Anleihen aufweist. Und der, trotz daß die Vorbilder Metallica durchschimmern, nicht wie ein lebloses Plagiat klingt. Anders ist jedoch, daß die Band wesentlich gereifter klingt und nun kompaktere Songs zu schreiben weiß, die sofort ins Ohr gehen und runder klingen. Wer sich nach "Load" und "Reload" der ehemaligen Thrash-Millionäre verarscht fühlte, kann sich problemlos "Different But The Same" zulegen und wird daran seine helle Freude haben.
"Born"

THOMAS

CHARON „Downhearted“ 7
Motor Music/Universal, 2002

Charon - Downhearted

Wenn wir hier Punkte für Eigenständigkeit vergeben würden, hätten CHARON nicht viel Chancen, dabei weit zu kommen. Denn die Stücke auf dem dritten Album der Finnen, „Downhearted“, klingen so, als wären sie bei Sentenced durchs Raster gefallen - „The Lost Sentenced Tapes“ quasi. Und wer die phantastischen Sentenced-Songs kennt, weiß, welch enorme Qualität auch jene Stücke aufweisen würden, die mal eben in Schubladen verschwänden und nicht den Weg auf eines der aktuellen Alben fänden.
Und so sind die Stücke von CHARON voller astreiner Refrain-Melodien, voll von Melancholie. Die Stücke haben zwar nicht den sentencedschen Härtegrad, sind deshalb aber noch lange nicht in To Die For- oder HIM-Regionen anzusiedeln. Ein gutes Mittel sozusagen. Sänger J-P Leppäluoto hat eine voluminöse, warme Stimme, die diese Art von Gothic Metal optimal ausfüllt.
„Downhearted“ ist eine durchaus gute Scheibe, wird aber garantiert wegen mangelnder Eigenständigkeit nicht wirklich für Aufmerksamkeit sorgen. Aber vielleicht sind es ja ausgerechnet Sentenced-Fans, die sich diesen Ableger ihrer Lieblingsgruppe in den Schrank stellen.
„Erase Me“

JUB

NORTHERN TALES  "Bloodporn Industries" 4
Point Music/TTS, 2002

Northern Tales - Bloodporn Industries

Ein Fragezeichen über meinem Kopf hinterließ die CD "Bloodporn Industries" von NORTHERN TALES. Eine gefesselte Frau mit einer Makrele im Mund ist als Cover ziemlich auffällig. Und auch die Musik ist eher etwas merkwürdig. Zu Anfang der CD glaubt man, es noch mit einer etwas gemäßigteren Death Metal-Band zu tun zu haben. Doch spätestens ab dem vierten Song "Moment Of Mysterious" könnte es auch eine Gothicband vom Schlage Deine Lakaien sein. Vor allem bei "I Will Remember" fragt man sich, wen diese Band denn gerne ansprechen möchte.
Das Problem ist aber nicht so sehr die Stilvielfalt, die man eigentlich keiner Band zum Vorwurf machen kann.
Wie man es umsetzt, ist viel wichtiger. Und NORTHERN TALES schwächeln bei ihren Gothic-Passagen doch ziemlich, da die Melodien reichlich abgekupfert klingen und mich wenig überzeugen.
"Moment Of Myterious"

THOMAS

TEN „Far Beyond The World“ 7
Frontiers/Now&Then/XIII BIS/Point, 2001

Ten - Far Beyond The World

Ha, Gary Hughes. Der schreibt gerne Songs. Dabei ist er gar kein Gitarren-Hexer, sondern Sänger und Produzent. Diesmal hat er sich für seine Band TEN ins Zeug gelegt, die in Melodic Metal-Kreisen ja einen beachtlichen Status einnimmt. Betrachtet man Reverenzen von Gary Hughes, kommt er allerdings erst einmal nicht so gut weg, denn bei Bob Catleys „Middle Earth“ (siehe Abgehört vom 20. 11. 01), wo er ebenfalls sämtliche Kompositionen „beisteuerte“, lieferte er vornehmlich 08/15-Rock ab. TEN scheinen ihm da etwas wichtiger zu sein. Wenn zum Beispiel „Strange Land“ oder „Scarlet And The Grey“ auch billiger 80er-Jahre-Pop sind, kann die Rainbow-angehauchte Nummer „High Tide“ schon durchaus beeindrucken. Auch die sich anschließende Ballade „What About Me?“ ist keine schlechte. „Last Of The Lovers" und „Outlawed And Notorious“ sind saubere AOR-Melodic Metal-Kost. „Heart Like A Lion“ kommt als Halbballade mit einem cool singenden Gary Hughes. Angereichert sind die Stücke sämtlichst mit sehr hübschen Background- oder Refrain-Satzgesängen. TEN kann man also auch im neuen Jahrtausend weiter zu den festen Größen der Melodic-Szene zählen.
„High Tide“

JUB

EKTOMORF "I Scream Up To The Sky" 2
Silverdust Rec., 2002

Ektomorf - I Scream Up To The Sky

Die Zigeuner Farkas und Zoltan, besser bekannt als EKTOMORF, sind mal wieder mit ihrer Sippschaft nebst ihren Mercedeswohnwagendörfern in unsere Stadt eingetroffen, was INTERREGNUM natürlich zu kollektiven Begeisterungsstürmen animiert. Mein Gott (nicht Jawe), so innovativ war schon lange keine Band mehr, Klänge von quietschenden Betten als Samples in Sepultura-mäßigem Neothrashhardcoregelangweile einzubinden. Oder irgend welchen Klagesingsang zigeunerischen Ursprungs. Nein, diese Kunst beherrschen nur EKTOMORF. "Eine grossartige Musik!", kann ich den Wohnwagen noch hinterherrufen als sie die Stadt wieder verlassen. Schnell nochmal "I Scream Up To The Sky" gehört ... Scheiße, wo ist mein CD Player?!
"Fire"

THOMAS

REIGN OF EREBUS „Humanracist“ 10
Blackend/PHD., 2001

Reign Of Erebus - Humanracist

Nein, die glorreichen Zeiten der zweiten Black Metal-Welle sind noch nicht vorüber. Oder haben wir es hier mit den Vorzeichen einer dritten zu tun? Denn die britische Band REIGN OF EREBUS ist eine Offenbarung. Mit ihrem Debüt-Album „Humanchrist“ haben sie das Genre quasi neu definiert, ohne allerdings bewährte Wege zu verlassen. 
Die Songs auf der Scheibe sind überwiegend Geschwindigkeitsorgien, durch die sich ein zorniger und offenbar Martyrien durchleidender Vokalist kämpft. REIGN OF EREBUS bauen Lärm-Wände auf, die einen wie turmhohe Meereswogen zuzudecken drohen. Darüberhinaus wähnt man sich ständig auf einem Ritt durch eiskalte Winterorkane, die sich ins Fleisch schneiden. Schon der Opener „Stormwinds Of Lucifer“ ist ein Parade-Beispiel für diese Gefühls-Wallungen. Die Eiseskälte wird hier vor allem durch den Einsatz von Synthesizern erzeugt, die wie Schneestürme klingen. Diese Sound-Gebilde markieren den roten Faden auf „Humanracist“, tauchen immer wieder auf, so daß einem selbst bei hohen Außentemperaturen fröstelt.
Den Briten gelang es, mit ihrer Musik im Kopf des Hörers Bilder und Szenen entstehen zu lassen, die auch ohne zwangsverordnete Video-Clip-Konstruktionen der Phantasie die Sporen geben. So zum Beispiel beim Song „Inquisition: Christ“, der, mit einem stoischen Schlagzeug-Rhythmus und einer Noise-Lawine ausgestattet, uns in mittelalterliche Folter-Keller entführt. Ganze Leichenberge türmen sich einem dann vor dem geistigen Auge beim sich anschließenden „Prelude To Genocide“ auf.
Es ist fast müßig zu schreiben, daß auch die Texte von REIGN OF EREBUS Schmerzgrenzen überschreiten. Schon seit langem hat keine Band mehr so kompromißlos hassend gegen die christliche Religion gewettert und eine Düster-Welt entwickelt, die nur zu greifbar scheint.
„The Darkest Pride“

JUB

PRIMORDIAL „Storm Before Calm“ 8
Hammerheart, 2002

Primordial - Storm Before Calm

Seit Bestehen der irischen Band PRIMORDIAL - oder sagen wir, seitdem sie Tonträger veröffentlicht - bekommen wir ausnahmslos gleichbleibend hohe Qualität geliefert. Das Songwriting stimmt, die konzeptionellen Ideen der einzelnen Alben sind bis ins Detail durchdacht, die Botschaften von Grund auf ehrlich. Und so wird es niemanden wundern, daß PRIMORDIAL auch mit „Storm Before Calm“ ein Album veröffentlichten, das in diesem Jahr zu den besseren gehört.
Im Vergleich zum Vorgänger „Spirit The Earth Aflame“ ist „Storm ...“ wuchtiger ausgefallen. Trotzdem bleiben die Songs in dem für die Iren so typischen tragenden Tempo, haben immer etwas den Hang zu hymnischen Weisen. Der folkige Anteil liegt diesmal nicht ganz so hoch, ist aber vorhanden. Black und Viking Metal liegen in nahezu jedem Stück ganz nah beieinander und deshalb erinnern PRIMORDIAL in manchen Momenten auch an die „Hammerheart“-Bathory.
Bedauerlicherweise fällt das Stück „Cast To The Pyre“ musikalisch ein wenig ab und hat man bei „Whats Sleeps Within“ den Eindruck, daß die Band sich auf „Storm ...“ mit ihren Arrangements und Melodien etwas im Kreis dreht.
Textlich sind PRIMORDIAL erneut sehr eindringlich. Die Band beschäftigt sich einmal mehr mit unserer Haltung zum Heute und zur Vergangenheit. Logisch, daß es in diesem Themen-Bereich bei PRIMORDIAL um Irland geht. Die Band macht in den Lyrics klar, daß sie um die Unwichtigkeit des einzelnen Individuums zwar weiß, hinterfragt trotzdem, welche Spur es hinterläßt. Welchen Platz nimmt ein Mensch in der Geschichte seines Volkes ein? Und daraus resultierend: Welche Wert hat sein Leben?
Die Texte sind nichts für den Englisch-Unterricht und bedürfen eine Menge Zeit, um sie in ihrer Ganzheit und Lyrik zu erfassen. Aber auch das macht die Faszination dieser Band aus.
„Suns First Rays“/„Sons Of The Morrigan“

JUB


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