GESCHENKTIPPS
vom 13. Dezember 2005



TRANSSYLVANIANS
„igen!“
Erschienen: 2004
Label: Westpark Music
Homepage: www.transsylvanians.de
TRANSSYLVANIANS On Air: „Apa Cuka“

Achtung, kein Heavy Metal, kein Punk. Hier spielt eine Band kleine ungarische Folksongs, die auch mal Ska-Rhythmen oder dezente Rock-Strukturen beinhalten. Das ist belebend, unterhaltsam und ein Mittel, die miese Stimmung zu verscheuchen. Allerdings kommen die TRANSSYLVANIANS aus Berlin, jene Stadt, in der solche Musik vermutlich schon zum alltäglichen Begleitgeräusch gehört, denn Multikulturalität wird in Deutschlands Hauptstadt gelebt, wie kaum an einem anderen Ort. Die TRANSSYLVANIANS besingen diese Situation auch gleich in einem Lied namens „Berlin Babylon“. Bei Zeilen wie „Hier kannst Du machen, was immer Du willst/Chinesen und Polen, Vietnamesen, Mongolen/Multi-Kulti rund um den Fernsehturm“ laufen einem zwar kalte Schauer über den Rücken. Aber so ist halt die Realität.
Ansonsten singen die TRANSSYLVANIANS auf „igen!“ meist konsequent ungarisch, eine sehr hübsche Sprache übrigens. Zum Verschenken bestens geeignet, können sich Folk-Fans dieses Teil natürlich bedenkenlos auch selbst zulegen.

7 von 10

JUB



NEHEMAH/VULTYR
„Across The Landscape/Medieval Darkness And Hate“
Erschienen: 2005
Label: Miriquidi Prod./Sabbath’s Fire Rec
Homepage: www.nehemah.org
DESTRUCTION On Air: „Across The Landscape”/”Medieval Darkness And Hate“

Gräßlich sägende Gitarren-Fluten, giftig kreischende Gesangs-Teufel, hastig klopfende Trommel-Lakaien – das ist das Zeug aus dem die Musik von NEHEMAH und VULTYR gemacht ist. Wir bekommen hier Black Metal in seiner urwüchsigsten Form: hart, fies und kompromißlos.
Bei diesem Tonträger handelt es sich um ein Split-Vinyl, das je einen Song der beiden genannten Bands enthält. Die Kapellen passen in ihrem Charakter gut zusammen, zeigen aber auch, wie unterschiedlich man agieren kann, auch wenn man quasi die gleichen Stilmittel verwendet.

8 von 10

JUB



BOLZ’N
„Bolz’n“
Erschienen: 2004
Label: Ulan Bator
Homepage:
MEDUZA On Air: „Druckwelle“/Hektopascal“

“Der Sound ist tiefergestimmter zerhackter Klangtrümmer, in dem sich Death und Grind mit Fetzen von Noise und elektronischen Elementen mischt und bekämpft. Weitere Kategorisierungen lehnt die Band ab.“ – Na damit ist laut Begleitzettel doch alles gesagt. Wäre noch nachzureichen, daß diese Vinyl-EP vier Songs enthält, die als solche voneinander nicht zu unterscheiden sind. Die kehligen Gesangslaute erzeugt eine Frau namens Alexandra. Und das Label Ulan Bator wird von Julia Dobberstein, ehemals Christoph Dobberstein (Ex-Ars-Metalli-Chef)

4 von 10

JUB

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