ABGEHÖRT vom 15.
März 2005
BEYOND SURFACE
"Destination's End" |
Erschienen: 2004
Label: Sanctuary/Noise
Homepage: www.beyondsurface.de |
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On Air: "Come Back And
Stay"
"My Fading Love" |
Ha, schon wieder eine von diesen
"Young Metal Gods"-Bands. Ob die wohl geahnt haben, daß diese Aktion
ihnen nur einen Sekundenruhm beschert und sie eigentlich der Lächerlichkeit
preisgibt? Vermutlich nicht, denn dann hätten sie dieses Spiel nicht
mitgemacht.
Nach Persuader, die ja bekanntlich
die absoluten Blind-Guardian-Clones sind, bestätigen mir auch BEYOND
SURFACE, daß diese ganze Aktion um die Suche nach der Zukunft des
Heavy Metals völliger Schwachsinn war, denn den Gothic Metal, den
diese Deutschen hier fabrizieren, gibt es auch schon wieder gut zehn oder
15 Jahre. Witzigerweise weist das Label schon mal selbst auf Paradise Lost
hin. Und mit den Parallelen, die da im Begleitschreiben zur CD zu HIM gezogen
werden, dürften sich auch dem letzten Mediengläubigen zeigen,
daß es sich hier wohl schlecht um die Zukunft des Metals handeln
kann, denn HIM ist doch eindeutig ein Auslaufmodell.
Und so platt wie die zum Vergleich
herangezogenen Finnen sind BEYOND SURFACE auch gar nicht. Sie machen einen
gängigen Gothic Metal mit griffigen Melodien, haben für "Destination's
End" einen satten Sound verpaßt bekommen und schicken sich an, Bands
wie Entwine oder Darkseed nachzueifern. Bis dahin ist zwar noch ein Stück
Feldweg zurückzulegen, der Anfang kann sich aber absolut hören
lassen.
Daß auch Pop-Grübchen
Paul Young einst gute Songs hatte, belegt die "Come Back And Stay"-Version
vom BEYOND SURFACE. Die ist nämlich wirklich klasse. Unbedingt mal
anhören, wer das Original kennt. 7 von
10
JUB
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SILVER
"Intruder" |
Erschienen: 2003
Label: Point Music
Homepage: --- |
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On Air: "Come On" |
Das Projekt von Michael Voß
geht mit "Intruder" in die mittlerweile dritte Runde. Die Gute-Laune-Party-Rock-Musik
von SILVER ist dieses Mal etwas facettenreicher ausgefallen. Bei "Dance
With The Devil" hört man die Manowar-Chöre von "Hail And Kill"
gepaart mit saucoolen Baßläufen. Der Titelsong wartet mit einem
lockeren Shuffle-Groove und nettem Orgelspiel auf. "Bleed" ist 'ne brauchbare
Ballade und "How Does It Feel" hat leichte Drum'n'Bass-Sequenzen. Dennoch,
oder gerade auch deshalb, ist diese Ballade gelungen. Der Refrain erinnert
dezent an Ayreon-Großtaten und ist sehr spacig gehalten. Doch trotz
aller Klangvielfalt fehlen die Abgeh-Nummern nicht. "Troublemaker", "Drowning"
und "Come On" etwa kommen gut und lassen schmissige Refrains und Melodien
nicht missen. "Intruder" ist für SILVER-Verhältnisse ziemlich
verspielt, aber das steht ihnen gut zu Gesicht. 7
von 10
THOMAS
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DARK DISCIPLE
"Unholy Hate Gore" |
Erschienen: 2004
Label: Morbid Rec./Soulfood
Homepage: www.darkdesciple.com |
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On Air: "Jesus Loves You"
"Serving The Priest" |
Die aktuelle Death-Metal-Szene ist,
zumindest für mich, zu einem zweischneidigen Schwert geworden. Auf
der einen Seite gibt es die brutalen, Boshaftigkeit verbreitenden, einzigartigen,
magischen Direkt-in-die-Fresse-Bands. Diese sind nicht mit Gold aufzuwiegen
und versetzen den Rezensenten in einen wahren Freudentaumel. Doch da sind
noch diese, die sinnlos bizarre Fragmente aneinanderheften, mit technischem
Know-how protzen und kein Gespür für Feeling haben. Letztere
mehren sich leider. DARK DISCIPLE gehören eigentlich der ersten Kategorie
an. Wie wahnsinnig schreddern die Amis schön sick drauf los und haben
so manche Überraschung wie Grind-Gekeife und entwaffnend-simple Grooves
am Start. Das sind die stärksten Momente auf "Unholy Hate Gore". Aber
es finden sich auch so manche Haare in der ansonsten leckeren Blutsuppe.
Hier und da übertreibt es das Quintett aus "Gods own Country" mit
den vertrackten Break-und-Baller-Geschichten so sehr, daß der rote
Faden, welcher die Songs angenehm beginnen ließ, leider schnell verloren
geht. Will heißen: "Unholy Hate Gore" ist im Ansatz klasse, doch
nicht konsequent überdurchschnittlich gut ausgefallen. Doch ihre Liebhaber
wird diese Scheibe garantiert finden. Davon bin ich überzeugt. 6
von 10
THOMAS
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ENFORSAKEN
"The Forever Endeavor" |
Erschienen: 2004
Label: Century
Media
Homepage: www.enforsaken.com |
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On Air: "Vertigo Equilibrium" |
Das einzige, was die Amis wirklich
für sich beanspruchen können, ist die Geburt des Blueses. Obwohl
das ja auch nur durch den Import von Negern gelang. Der Rest fußte
entweder in eben jenem Blues oder war aus Europa gemopst. Und so hält
sich die Heavy-Metal-Szene der Staaten momentan mit Infusionen aus der
alten Welt am Leben. ENFORSAKEN haben sich des melodischen Schweden-Death-Metals
angenommen und spielen das Zeug wie skandinavische Protagonisten, die nie
etwas anderes gemacht haben. Dabei sind ENFORSAKEN auf "The Forever Endavor"
gar nicht so übel. Wenn auch nicht weltbewegend. Ganz besonders stark
sind die Amis vor allem in den Soli-Passagen. Da lassen sich die beiden
Gitarristen einiges einfallen. Der Rest ist allerdings oft Gehörtes.
Gut gemacht, aber wir sollten nicht importieren, was wir doch eigentlich
als Exportschlager verkaufen. 5 von 10
JUB
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PERFECT WORLD
"Perfect World" |
Erschienen: 2003
Label: Frontiers Rec./Soulfood
Homepage: --- |
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On Air: "Just Like A Pill" |
Das Projekt PERFECT WORLD ist sicherlich
eine einmalige Sache. Zumindest läßt der Hintergrund darauf
schließen. Kelly Hansen, Frontmann von Hurricane, tat sich mit Musikern
von Tribe After Tribe, Cypress Hill (JM Scattolin, git.), Dokken (Alex
DeRosso, git.) Yngwie Malmsteen, Rainbow (Adam Forgione, key.), sowie dem
Bassisten und Produzenten solcher Acts wie Ice-T, Nina Hagen, Steve Vai,
Wu-Thang-Clan und Steve Lukather usw. zusammen, um Songs aufzunehmen, die
besonders gut auf Hansens Stimme zugeschnitten sind. Dabei bemühte
man sich nicht etwa, spezielle „Hansen-Songs“ zu schreiben, sondern bediente
sich aus dem Reste-Fundus solcher Damen wie Amanda Marshall, Natalie Imbruglia
oder Jennifer Paige, um das Album komplett mit Frauen-Songs zu füllen.
Naja, es klingt nett, doch wie ist nett gemeint? Nicht schlecht aber auch
nichts besonderes. Gut gemacht aber unspektakulär. Einzig die Coverversion
von Pinks „Just Like A Pill“ kann trumpfen. Ein guter Song ist ein guter
Song, egal wer ihn singt. Doch wie gesagt, das ist das Highlight. Schwamm
drüber. 4 von 10
THOMAS
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CALVARIUM
"The Skull Of Golgotha" |
Erschienen: 2003
Label: Dynamic Arts Records
Homepage: www.calvarium.com |
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On Air: "Jumalviha" |
Zur Hölle mit der Heavy-Metal-Szene.
Denn wer kennt schon CALVARIUM. Dabei handelt es sich um ein finnisches
Trio, das ohne Wenn und Aber einen heftigen aber sagenhaft melodiösen
Black Metal zelebriert. Und da gibt es auch nichts hineinzuinterpretieren,
hier wird Black Metal heruntergespielt, wie ihn die Fans innigst lieben.
Singende Gitarren, höllisches Gekreische, Blast-Schlagzeug und immer
wieder diese kleinen Melodien, die den Songs Wendungen zu geben scheinen
aber ihn eigentlich "nur" verzieren. "The Skull Of Golgotha" ist eine wunderbare
Platte, die eine enorme Langzeitwirkung hat. Überdurchschnittlich
schön. 9 von 10
JUB
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DESILENCE
"Antisilent" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.desilence.de |
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On Air: "Cancer’s Dance" |
Recht gut produziert knattert der
Thrash Metal der Band aus den Boxen. Dabei werden Innovationen klein geschrieben.
Überraschungen haben DESILENCE keine zu bieten. Doch das muß
ja auch nicht immer sein. Die gute alte 80er-Jahre-Schule wird bedient.
Doch klingen DESILENCE alles andere als angestaubt. In den Breaks macht
sich hier und da schon mal ein Pantera-Gedächtnis-Stakkato breit.
Was allerdings nervt, ist der absolut angeberhaft programmierte Drum-Computer.
Der Mann, der ihn ersetzten soll, kann sich schon mal warm anziehen. Die
fünf Songs sind sicher keine Offenbarung, doch eine solide Leistung
in handwerklicher Hinsicht allemale. 5 von
10
THOMAS
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DEVIL LEE ROT
"A Little Devil Ain't Enough" |
Erschienen: 2004
Label: Miriquidi Productions/City
Of The Dead Records
Homepage: www.devilleerot.tk |
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On Air: "Live Like A Devil
..." |
Wäre diese Platte 1983 erschienen,
zählten DEVIL LEE ROT zu den Mitbegründern des Black Metals.
Man nehme nämlich die erste Venom, die Hellhammer-Scheibe und ganz
frühe Bathory zusammen und heraus kommt: DEVIL LEE ROT. Eigentlich
Heavy Metal in räudigem Gitarrensound, kotzt Sänger Devil mit
strapazierten Stimmbändern über die sich immer wiederholenden
Gitarrenläufe. Und dabei sind echte Ohrwürmer entstanden. "Fire
Walk With Me" zum Beispiel, oder "Rage Plague".
Auf Grund der Verballhornung des
Namens des ersten Van-Halen-Sängers David Lee Roth, könnte man
bei dieser schwedischen Formation auf ein Fun-Projekt schließen.
Dem ist aber nicht so. Alles bierernster satanischer Heavy/Black Metal.
Auch das Cover läßt darauf schließen (Zitat: "... free
from female whorecalist and gayboardist").
Schönes nostalgisches Zeug,
das nicht nur eingängig, sondern in der Endkonsequenz einfach gut
ist. Obendrein kommt das Ganze als limitiertes Vinyl. Die Welt könnte
so schön sein. 8 von 10
JUB
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THE URBANE
"Glitter" |
Erschienen: 2003
Label: InsideOut/SPV/cmm
Homepage: www.theurbane.com |
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On Air: "Hate My Radio" |
Mit THE URBANE seid Ihr gut bedient,
wenn Ihr nicht zu den Metal-Fans gehört, die schon nach dem Aufstehen
Nägel und Patronen fressen und statt Bier, Benzin mit Brausepulver
trinken. THE URBANE gehen nämlich ganz behutsam zu Werke. Filigrane
Melodiechen säuseln vor sich hin und verbreiten eine leicht wehmütige
Stimmung. AOR trifft auf Bands wie Coldplay oder Placebo, wenn auch nur
in geringem Maße. Will heißen, der "normale" Rock-Fan wird
eher bedient als der durchschnittliche Headbanger. Dieser könnte THE
URBANE leicht als "schwul" abstempeln. Dabei machen die Jungs ihre Sache
gar nicht schlecht. Denn die Songs sind für ein langes Leben konzipiert
und der Schmalz hält sich in Grenzen. Nach zwei, drei Durchläufen
könnte der eine oder andere offene Hörer unter Euch sicherlich
mit "Glitter" äh, warm werden. 6 von 10
THOMAS
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TRISTANIA
"(Ashes)" |
Erschienen: 2005
Label: Steamhammer/SPV
Homepage: www.tristania.com |
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On Air: "Bird" |
Verdammt, so düster hatte ich
TRISTANIA gar nicht in Erinnerung. Diese Band habe ich dann doch eher mit
leichter Gothic-Kost assoziiert. Und wenn es galt, sich mal wieder um die
dunkel gewandeten Träller-Lerchen lustig zu machen, hatte man mit
Vibeke Stene eine klischeebehaftete Zentralfigur. Wenn man allerdings "(Ashes)"
einordnen möchte, dann hat der TRISTANIA-Gothic eine enorme Doom-Metal-Schlagseite
bekommen. Streckenweise klingt die Band wie ein Bindeglied zwischen Tiamat
und Jack Frost. Wobei TRISTANIA an dieser Stelle nicht mit den beiden genannten
verglichen werden sollen, denn allein der Vokalisten-Einsatz unterscheidet
die Norweger enorm von anderen Düsterheimern. Mit Kjetil Ingebrethsen
wird gekreischt, Osten Bergoy gibt den cleanen Männergesang und Vibeke
Stene hat für die anmutigen Parts zu sorgen. Das funktioniert im Falle
von "(Ashes)" perfekt.
Natürlich laufen Alben, die
vornehmlich niederdrückende Schwermut beinhalten, Gefahr, langweilig
zu werden. Und beinharte Black-Metal-Fans oder Death-Jünger werden
TRISTANIA allerspätestens nach dem dritten Song wieder aus dem Player
verbannen. Wer todessehnsüchtige Melancholie jedoch mag, der kann
bei "(Ashes)" versinken, wie vielleicht noch nie zuvor. Für diese
immense Wirkung seien nur "Cure" und "Bird" erwähnt. Beide Stücken
zerren mächtig an der Lebenslust. Und der Rest der Scheibe zeigt daraus
auch keinen Ausweg. Versprochen. 8 von 10
JUB
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NAZGUL
"Awaiting The Battle Ravens" |
Erschienen: 2003
Label: Christhunt Prductions
Homepage: www.nazgulhorde.cjb.net |
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On Air: "Born In Unbaptized
Forest" |
Die Mahner und Prediger für
die Befreiung von der christlichen Knute haben nachgelegt. Die spanischen
NAZGUL breiten auf "Awaiting The Battle Ravens" einmal mehr die Grundpfeiler
ihrer Lebensphilosophie aus, die aus der Liebe zur Natur und aus dem Glauben
zu den alten angestammten Göttern bestehen sowie eine völlig
andere Form des Zusammenlebens beschwören. Die Songs sind kraftvoll,
die Gitarren - jetzt mit einem warmen summenden Sound ausgestattet - tragen
stimmige Moll-Melodien und kommen nur selten zur Ruhe (zum Beispiel für
wenige Sekunden, wenn in "Born In Unbaptised Forest" ein kurzes Akustik-Momentchen
zu einem Rhythmusbruch überleitet. Ähnliche Gestaltungselemente
gibt es auch im Titelsong).
NAZGUL spielen einen simplen aber
eindringlichen Pagan Metal, der dem ein oder anderen zu unbedarft klingen
mag, allerdings nie unbeholfen wirkt.
Ans Mikrofon holten NAZGUL sich
einen Typen namens Jarleth, der damit Defernos entlastet, der sich jetzt
ganz auf sein Schlagzeugspiel konzentrieren kann. Und man mag es kaum glauben
- das macht sich enorm bemerkbar. Denn Defernos breakt und trommelt, daß
es richtig Spaß macht, sich nur auf das Drumming zu konzentrieren.
Ganz besonders scheinen es ihm die Becken angetan zu haben, die er extrem
variabel und vor allem häufig zischen läßt.
Zusätzlich sind auf "Awaiting
..." noch die beiden Songs "Under The Babarian Swords" und "... And The
Snow Fall In The Forest" vom "Return Of Pagan Beliefs"-Demo zu finden.
8 von 10
JUB
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Es ist schon kurios, daß in
einem Land zwei Bands nebeneinander existieren, die den gleichen Namen
tragen. Noch erstaunlicher dürfte der Umstand sein, daß beide
Bands ziemlich erfolgreich sind und qualitativ hochwertige Musik abliefern.
Vielleicht machen das die strikten Ausrichtungen möglich. Denn während
die eine für Death Metal steht, hat sich die andere einen enormen
Ruf in der Black/Viking/Pagan-Runde erspielt. Nach dem wirklich guten "Bergisch
Land" ziehen OBSCURITY mit "Thurisaz" nach und liefern einen Sack voller
herrlicher Melodien ab, die in ihrer Vollkommenheit manchmal an Amon Amarth
erinnern. Allerdings bleiben OBSCURITY dem Death Metal fern; keine tiefgestimmten
Gitarren, kein Gegrowle, alles klangmäßig auf dem Level, wie
es das Herz des Black/Pagan-Fans begehrt. Die vornehmlich deutsch gesungenen
Stücke sind von heftigem Tempo, gönnen sich aber hier und da
Stopper, die immer effektiv eingesetz den Songs Dramatik verleihen.
Ihr werdet feststellen, daß
OBSCURITY-Musik an sich ein einziger Ohrwurm ist, denn schon beim ersten
Durchlauf hat man das Album für sich erschlossen. Die Songs stimmen
nicht nur von ihrer Atmosphäre her, sondern funktionieren auch musiktheoretisch.
Ich glaube, hier entwickelt sich
eine Kapelle mit Zukunft. 9 von 10
JUB
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ZHORN
"Z Comes First" |
Erschienen: 2003
Label: Germusica/Alive/Generation
Rec.
Homepage: www.zhorn.de |
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On Air: "Z" |
In diesem Falle sagt der Bandname
absolut nichts über die Musik aus. ZHORN klingen alles andere als
zornig, sie sind auch nicht zu verwechseln mit ähnlich benannter Black-Metal-Band.
Vielmehr handelt es sich hierbei um den Versuch, die Trademarks verschiedener
Bands zu kombinieren. Hier die Dramatik von Savatage, da etwas Dream-Theater-Prog.
Das Ergebnis wird leicht in Radiotauglichkeit á la Asia oder Survivor
geschwenkt und mit der Experimentierfreude von Ayreon abgeschmeckt. Soweit
so gut, nur schmeckt "Z Comes First" dennoch etwas fad. Ungehörtes,
Herausragendes oder Fesselndes in der Musik findet man leider nicht. Eher
geeignet, um den Hunger zwischendurch zu stillen. 4
von 10
THOMAS
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