
| INFERNAL REGENCY
"Feel My Blazing Sword" |
Erschienen: 2003
Label: Miriquidi Productions/City Of The Dead Records Homepage: |
| On Air: "The Trombones Of Hell Are Blowing For Attack" |
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Deutschlands
Black-Metal-Szene beginnt weder bei Mystic Circle, noch endet sie bei Endstille.
Das machen in diesem Fall einmal mehr INFERNAL REGENCY deutlich, deren
Debüt, "Feel My Blazing Sword", vor zwei Jahren bei dem umtriebigen
Underground-Label Miriquidi Productions erschienen ist. Als LP wohlgemerkt.
JUB |
| DEAD INFECTION
"The Lethal Collection" |
Erschienen: 2003
Label: Obscene Productions Homepage: www.deadinfection.ht.st |
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On Air: "Total Dismemberment Of A Female Corpse" |
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Der Soundtrack
zum Schlachtefest. Während die Henker in der Schweinemastanlage wüten,
spielen die Jungs von DEAD INFECTION auf. Wenn es klassischen Grindcore
gibt, dann liefern diese Polen eben solchen ab. Geknüppel bis der
Arzt kommt und übelstes Schweins-Gegrunze. Von musikalischer Differenziertheit
keine Spur. Lediglich die beiden Techno-Stücke "D.I." und "Owce" sind
völlig anders geartet. Und über die Bee-Gees-Nummer "Staying
Alive", die hier lediglich mit einem prolligen Schlagzeugbeat begleitet
wird, brauchen wir kein Wort verlieren.
JUB |
| CADAVER
"Necrosis" |
Erschienen: 2004
Label: Candlelight/PHD Homepage: www.cadaverinc.com |
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On Air: "The Etching Cleanser" |
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Mit dem Begriff
"Old School" wird mittlerweile wirklich böses Schindluder getrieben.
Manchmal hat man den Eindruck, daß alles, was nicht gerade New Metal
oder Industrial ist, gleich den Old-School-Stempel aufgedrückt bekommt.
Dabei gibt es gar nicht so viele Bands, denen man tatsächlich einen
Stil bescheinigen könnte, der sich ausschließlich aus dem Sound
und der musikalischen Auffassung der jeweiligen 80er-Phase speist.
JUB |
| DEADSPAWN
"Slaughter Cattle" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: deadspawn.de |
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On Air: "Welcome Total Death" |
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Aber hallo!
Obergeiles Thrash/Death-Metal-Mixgebräu liefern uns DEADSPAWN aus
Ingelheim. Schnell werden Erinnerungen an Malevolent Creation vor 15 Jahren
wach. Selbige hatten - ebenso wie DEADSPAWN - den Anspruch, superaggressiven
Metal auf hohem technischen Niveau darzubieten, ohne dabei als langweilige
THOMAS |
| EMINENZ
"Death Fall" |
Erschienen: 1991/2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.eminanz-germany.de |
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On Air: "Boris Karloff" |
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Aller Anfang
ist schwer. Die CD "Death Fall" vereint die beiden ersten EMINENZ-Demos,
"Slayer Of My Daughter" und "Necronomicon Exmortis", von 1991 und belegt,
daß auch die Erzgebirgler nur mit Wasser kochen. Aus heutiger Sicht
betrachtet ist der musikalische Gehalt zum Teil unter aller Kanone. Nicht
nur das Bathory-Cover "13 Candles" erzeugt eher ein gerührtes Schmunzeln.
Auch die eigenen Songs - die übrigens ganz stark nach den frühen
Bathory-Sachen klingen - tragen alles Negative in sich, was Anfänger-Bands
einfach nicht in der Lage sind zu vermeiden. Vor allem "Slayer Of My Daughter"
gibt da ein deutliches Beispiel: Rhythmusschwankungen, Spielfehler, steife
Arrangements, einfallslose Kompositionen. Wett gemacht wird das wie so
oft mit viel Seele und Hingabe. "Necronomicon Exmortis" ist da schon fetter.
Das liegt nicht nur am dumpferen Gitarrensound, sondern auch an der etwas
stärkeren Hinwendung der Band zum Death Metal, während das erste
Demo noch ausschließlich räudigster Black Metal ist.
JUB |
| GAIA EPICUS
"Satrap" |
Erschienen: 2003
Label: Sound Riot Homepage: www.gaia-epicus.com |
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On Air: "" |
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Quasi aus dem
Nichts heraus stehen nun die Norweger GAIA EPICUS mit einem starken Album
im Gepäck vor der Tür des internationalen Durchbruchs. Das Quartett
spielt schnellen Heavy Metal mit geilen doppelläufigen Leadgitarren,
dabei erinnern sie nicht selten auch wegen ihrer Rhythmik an frühe
Iron Maiden zu seligen "Killers"-Zeiten. Dazu gesellen sich Gitarren-Keyboard-Duelle,
die durch die (fette) Produktion an die Periode in Stratovarius' Karriere
erinnern, als sie noch kreativ und nicht marktorientiert waren. Nicht selten
blitzt noch ein wenig Children-Of-Bodom-Wildheit durch die Kompositionen
und fegt jedwede Schwülstigkeit in der Musik der Nordmänner weg.
Einzig der Frontmann klingt noch ein Quentchen zu austauschbar. Durch seinen
klaren, jedoch recht charakterlosen Gesang wird noch so manche Melodie
nicht bis an die Grenze ihres Potentials ausgeschöpft. Ob der Versuch,
in den mittleren Tonlagen wie Kai Hansen zu klingen, nun beabsichtigt ist
oder seiner natürlichen Stimmlage entspricht, wage ich nicht zu beurteilen.
Fakt jedoch ist, daß gesanglich sicher noch eine Steigerung möglich
ist. Somit bleibt eine starke, jedoch ausbaufähige Platte einer Band,
die es durchaus verdient hat, zu einer größeren Hörerschaft
vorzudringen. THOMAS |
| POWERGOD
"Long Live The Loud - That's Metal - Lesson II" |
Erschienen: 2005
Label: Massacre Records/Soulfood Homepage: www.powergodonline.de |
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On Air: "The War Drags Ever On" |
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Nicht jeder
Band liegt es, die Songs anderer zu covern. Manche Kapelle führt diese
Kunst allerdings zur Perfektion. POWERGOD wissen, wie man sich dem Schaffen
von Musikerkollegen annimmt, das haben sie schon mit "Bleed For The Gods
- Lesson I" (siehe Abgehört vom 11. Juni 2002) bewiesen. Und die Songauswahl
ist auch diesmal sensationell: Exiter, Abattoir, Loudness, Hirax, Rosy
Vista, D.R.I., Wendy O. William, Omen oder Hellion zum Beispiel. Das ist
wie ein Heavy-Metal-Lexikon und die jungen Fans dürften einmal mehr
feststellen, wie unglaublich geil das Zeug in den 80er Jahren gewesen ist.
JUB |
| NEKROFILET
"Dimension Perversum" |
Erschienen: ?
Label: Eigenproduktion Homepage: |
| kein cover | On Air: "Bloody Marry" |
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A. Krieg, Osama,
Anti und Animal, so heißen die vier Bewohner der "Dimension Perversum".
Diese wiederum tut sich auf in Bad Freienwalde. Primitiv und brutal schreddern
die mittenlastigen Klampfen zu Computerdrumgetacker, welches nicht unmenschlich
vertrackt, sondern nachvollziehbar klingt. Abartig röhrt A. Krieg
seine Texte ins Mikro, die von "dem üblichen blasphemischen Terz"
bzw. von reellen, makabren Ereignissen künden. Eine Originalitätsauszeichnung
werden NEKROFILET sicher nicht erhalten, doch ihr kurzweiliges Geschrote
ist nicht von der
THOMAS |
| DAVE SLAVE'S DOOMED AND DISGUSTING
"Satan's Nightmare" |
Erschienen: 2005
Label: Battlegod Productions/Twilight Homepage: www.digitalfiction3000.com |
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On Air: "Ceremonial Sacrifices" |
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Wahrscheinlich
hat Dave Slave bei Sadistik Exekution körperliche Schäden davongetragen.
War ihm alles viel zu schnell. Muskelkrämpfe in den Armen und im Nacken
waren die Folge. Vielleicht hat er sich ja auch ab und zu mal was gebrochen.
Jedenfalls hat der Baß-Spieler offensichtlich die Schnauze voll vom
Hyperspeed-Geknüppel. Denn nun ist Doom angesagt. Bloß - den
kann er nicht. DAVE SLAVE'S DOOMED AND DISGUSTING ist ein Projekt, das
besser nicht ins Leben gerufen worden wäre. Selten war eine Scheibe
so langweilig wie "Satan's Nightmare". Aber zumindest stimmt der Titel,
denn der Teufel würde sich angesichts solcher Musik vermutlich auf
seinem Lager vor Qual hin und her winden.
JUB |
| WOLF
"Evil Star" |
Erschienen: 2004
Label: Massacre/Soulfood Homepage: www.wolf.nu |
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On Air: "(Don't Fear) The Reaper" |
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Was mir zuallererst
auffiel und mich begeisterte, war die Stimme von Niklas Olsson, der doch
tatsächlich wie eine Mischung aus Stephen Pearcy (Ratt) und Brian
Soulard (Eidolon) klingt. Da bedarf es ja kaum noch irgend welcher Empfehlungen,
denn mit solch einem Gesang hat man schon die halbe Miete im Kasten. Aber
WOLF sind auf "Evil Star" auch mit den Songs auf der sicheren Seite: Old
School Heavy Metal, dem sehr gute Melodien innewohnen, diese aber wiederum
nie aalglatt gestaltet wurden. Es ist nicht bei jedem Song mit einem einmaligen
Hören getan. Dann kommen die Stücke aber mit Macht. "Evil Star"
hat das Zeug zum Dauerbrenner im CD-Player. Und es wird nicht lange dauern,
bis Ihr richtige Smash-Hits entdeckt, "The Avenger" oder das Ramones-Cover
"I'm Not Afraid Of Life" zum Beispiel.
JUB |
| MESSENGER
"Feel The Fire" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.messengerband.de |
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On Air: "Feel The Fire" |
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Keine erfreuliche
Botschaft übermitteln MESSENGER aus Friedrichsthal. Künden sie
doch von der Inflation des sogenannten Power Metal. Es reicht mittlerweile,
hoch zu singen, Standartriffs aneinander zu reihen und altbwewährte
und zu Hauf ausgereizte musikalische Themen so aufzureihen, daß sie
in dieser Konstellation vielleicht noch nicht gespielt wurden. Bei diesen
Melodien würden noch nicht einmal die Heerscharen von Italo-Metal-Bands,
selbst ein Garant für die garantiert ideenfreie Verwässerung
des "Power Metals", von ihren Spaghettitellern aufsehen.
THOMAS |
| RIEFENSTAHL
"Seelenschmerz" |
Erschienen: 2004
Label: Loyworld Records Homepage: www.riefenstahl-music.com |
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On Air: "Eiszeit" |
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Martialische
Burschen zwischen Metaller, Skinhead und Rocker, ein plakativer Bandname
und ein Platten-Titel, der uns schwerwiegende Aussagen suggeriert. Bitte
nicht schon wieder, dachte ich, als ich das Bandfoto nebst CD-Cover sah.
Von Gruppen wie Megaherz, Richthofen oder Stahlhammer haben wir eigentlich
die Schnauze voll.
JUB |