DIE GASTREZENSION: Jana, Webmaster
von INTERREGNUM
POTHEAD „Grassroots“
9
Janitor Records, 2001
Pünktlich zum 10jährigen
Band-Jubiläum warfen die zwei Wahlberliner Brad (v/g) und Jeff (b)
Dope sowie der Sauerländer Sebastian Meyer ihren Silberling „Grassroots“
in die stetig wachsende Fangemeinde. Wieder in Eigenregie über das
bandeigene Label Janitor Records trotzen POTHEAD der Musikindustrie und
zeigen, daß es auch anders geht.
Das deutsch-amerikanische Trio präsentiert
uns auf dem mittlerweile achten Album 70 Minuten straighten Rock gepaart
mit Singer-Songwriter-Balladen, die einfach unter die Haut gehen – ob nun
zugekifft oder nicht. Trotz der langen Spielzeit wissen POTHEAD, den geneigten
Hörer in ihren Bann zu ziehen.
Dabei bedienen sich die Jungs meist
nur simpler Gitarrenriffs und sentimentaler Melodiebögen. Doch wie
man sieht: Weniger ist oft mehr und Langeweile kommt vom ersten bis zum
letzten Stück nicht auf.
Mit „Grassroots“ ist ein weiteres
Meisterwerk gelungen. Pflichtkauf für jeden POTHEAD-Fan. Zu erstehen
ist die Scheibe in keinem Plattenladen. Interessierte können die CD
ordern über die POTHEAD-Homepage: www.pothead.de
oder auf einem der meist ausverkauften Konzerte.
"Dope Says Nope"/"Wild Weed"
JANA
PATHOS "Katharsis" 8
Massacre Rec., 2002
Power Metal ganz in der Tradition
von Nevermore und Eidolon spielen die Schweden von PATHOS. Trotz des dämlichen
Namens haben die Musiker einiges auf der Pfanne: Vertrackte Rhythmen und
melancholische Melodien werden mit brettharten Riffs kombiniert und mit
einer Stimme veredelt, die verdammt nahe an die des ehemaligen Eidolon-Fronters
erinnert. Klagend und beschwörend ertönt die Sirene und klingt
bleischwer im Gehörgang nach. Doch nicht nur das erinnert an die eingangs
erwähnten Bands. Auch die Tatsache, daß man die CD nicht nach
dem dritten Durchlauf und nicht nach dem vierten begreift, sondern der
Scheibe schon etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollte, bevor sie ihr
Aroma verbreitet.
"Inject Reject"
THOMAS
L.A. GUNS „Waking The Dead“
9
Spitfire Rec., 2002
Im Nachinein kann man viel behaupten,
trotzdem waren die L.A. GUNS immer besser als ihre berühmteren Konkurrenten
Guns N’ Roses. Denen war lediglich mit „Appetite For Destruction“ ein Kracher
gelungen. Die Mannen um Tracii Guns legten hingegen vor allem in den ersten
drei, vier Jahren ein Hammerteil nach dem anderen vor: Nach dem Debüt
1988 folgten „Cocked And Loaded“ (89) und „Hollywood Vampyres“ (91). Mit
guten Scheiben ging es weiter: „Cuts“ (92), „Vicious Circle“ (94), „American
Hardcore“ (96). Nicht totzukriegen kamen 1999 „Shrinking Violet“ und 2001
„Man In The Moon“. Und damit waren sie es, die wesentlich dem Sleaze Metal
sein Gesicht verliehen. Hier trafen sich Punk, die Aerosmith der 70er Jahre
und das beste vom us-amerikanischen Glam Metal.
Und während Wiesel-Stimme Axl
W. Rose mit seinen immer mal wiederbelebten Gunners 08/15-Rock fabriziert
und mit angesagten Klang-Elementen experimentiert, klingen L.A. GUNS auch
2002 wie 1988. Denn „Waking The Dead“ ist ein Album in bester Sleaze-Manier
geworden, das mit zwei Klasse Groovern, „Don’t Look At Me That Way“ und
„O.K., Let’s Roll“, einsteigt. Der Titelsong wird zu einem - wenn soetwas
überhaupt geht - „düsteren“ Rock’n’Roller, „Revolution“, „Lost
In The City Of Angels“ und „Don’t You Cry“ markieren die partytauglichen
Highway-Nummern, „Psychopathic Eyes“ eröffnet einen Blick auf die
Punk-Roots der L.A. GUNS und „Hellraisers Ball“ schließlich läßt
mit seiner Rifflast am Horizont schemenhaft AC-DC auftauchen. Zusammengehalten
wird das Ganze von einer gehörigen Portion Heavyness und einem hervorragenden
Phil Lewis am Mikrofon. So könnte ich mir den totalen Sleaze-Revival
vorstellen.
„Hellraisers Ball“
JUB
STAHLHAMMER "Eisenherz" 3
Point Music/Stahlhammer/Flying Dolphin,
2002
Schon längst in der Versenkung
geglaubt hatte ich die Österreicher von STAHLHAMMER. Doch jetzt wurde
ich eines Besseren belehrt. Es gibt für die Rammsteinfans doch noch
ein Leben nach dem Nuclear Blast-Deal. Was gibt es also neues im Hause
STAHLHAMMER? Nun, ein Sängerwechsel hat stattgefunden. Für Sergeji
kam Gary Wheeler, der Sänger vom Debüt, zurück in die Band.
Auch haben die Hämmer ihren Gitarristen ausgetauscht. Und musikalisch?
Blieb alles beim Alten. Das heißt, daß die Band weiß,
wie man Lieder schreibt, da sie die Musiktheorie gut beherrschen. Welche
Stelle kommt am besten nach dem Refrain? Die schnelle oder die getragene
u.s.w. ... Aber die Texte sind mal wieder d e r Schwachpunkt. "Reim Dich
oder ich fress Dich", scheint die Arbeitsweise der Band zu sein. Allein
schon die erste Strophe von "Und ich bring Dir die Hölle" wird dem
Niveau einer Schülerband gerecht: "Gib mir Stärke gib mir
Kraft/Und so ist die Tat vollbracht/Gib mir Glauben gib mir Macht/Bis zur
späten Mitternacht." Wer dies schon für starken Tobak hielt,
der lese nun die Strophe aus dem "Vergangenheitsbewältigungs"-Stück
"Krieg ist eine Droge": "Es war einmal ein Tier/Und dann lernte es zu
gehen/Mißhandelte die anderen Tiere/Und fand das auch noch schön."
Solch einen gequirlten Schwachsinn
brachten noch nicht einmal die legendären Anfall aufs Papier. Auch
scheint der gefeierte wieder eingestiegene Sänger so seine Schwierigkeiten
mit dem Halten der Tonlagen zu haben.
"Süßes Leid" möchte
ich hier mal als Paradebeispiel heranziehen. Es hat sich also nicht so
viel geändert bei STAHLHAMMER. Auch die Tradition der deutschsprachigen
Coverversionen findet auf "Eisenherz" seine Fortführung. Nach Falco
wird jetzt der NDW-Hit "Eisbär" von Grauzone mehr schlecht als recht
verwurstet. Als dieser Song lief, nahm ich noch einmal das Infoblatt zur
Hand und las nochmal die Stelle: "Als Krönung ihrer Erfolgsserie tritt
STAHLHAMMER im Juli 1997 im Rahmen der EU-Präsidentschaftsübernahme
auf dem Wiener Heldenplatz vor 50.000 Zusehern auf. 30 Mio. Menschen können
dieses Spektakel auf ihrem Bildschirm verfolgen." Hätten die Veranstalter
lieber A.O.K. genommen. Dann hätten die Leute wenigstens was zu Lachen
gehabt. Quo vadis Österreich?
"Und Ich Bring Dir Die Hölle"/"Eisbär"
THOMAS
BLOODSHED „Inhabitants Of
Dis“
9
Code 666/Audioglobe/SPV, 2002
BLOODSHED sind jene Band, die im
vergangenen Jahr mit ihrer Mini-CD „Skullcrusher“ auffiel (siehe Abgehört
vom 18. 09. 2001). Black und Death Metal hielten sich bei ihnen die
Waage, fanden aber nicht die nötige Einheit. Selten konnte man von
einer Mischung sprechen, vielmehr wurde beides separat nebeneinandergestellt
präsentiert.
Black und Death Metal gibt es auch
auf „Inhabitants Of Dis“ zu hören. Und wieder wechseln BLOODSHED,
wie zum Beispiel in „Mark Of The Cursed“, hin und wieder von der einen
Stilistik in die nächste. Wilde Black Metal-Attacken mit wüstem
Gekeife werden hier von Death Metal-Grooves mit monströsen Grunts
abgelöst. Um vermutlich einem komplizierten Verweben zu entgehen,
hat der Black Metal-Anteil bedeutend zugenommen, was der Musik außerordentlich
gut tut. Das machen „City Of Dis“ - ein echtes Highlight übrigens
- und „Doomsday Device“ überdeutlich. In „Kiss Of Cruelty“ und
„Blood Music“ kommen BLOODSHED gar Bathory-like daher, gibt es mit „Deceit“
und „Release“ zwei beinahe dilletantische Akustik-Nummern, während
letztere von dem wohl rasantesten und brutalsten Stück der Scheibe,
„Dark Trace“, aufgefangen wird.
Während BLOODSHED auf „Skullcrusher“
eher untypisch für ihre Region klangen, haben sie doch mittlerweile
eine mächtig schwedische Schwarz Metall-Schlagseite bekommen, die
sie nahezu bravourös meistern. Unbekümmert hat der Fünfer
eine Scheibe zurecht gezimmert, die für Aufsehen sorgen sollte. Man
merkt es ganz deutlich: Hier hat kein Erfolgsdruck den Taktstock geschwungen.
„Blood Music“/“Death By Hanging“
JUB
SILVER "Dream Machines"
4
Barfly/PointMusic, 2002
Jawoll, Vossi is back! Michael Voss,
der Mann, der bei solchen Bands wie Bonfire, Casanova oder auch Demon Drive
in die Bass-Saiten greift und griff, geht mit seinem All Star Projekt SILVER
in die zweite Runde und schlägt sich zum Teil achtbar, zum Teil eher
peinlich durch die zehn Titel von "Dream Machine". Sofort fällt auf,
daß die Gitarren sehr sanft klingen und den nötigen Biß
missen lassen. Dafür stehen Stimme und Keyboard weit im Vordergrund
und verpassen dem Ganzen einen radiokompatiblen Touch. AOR ist also angesagt,
und dafür gehen die Songs als brauchbar durch. Besonders "Silver Dream
Machine" hat einen sehr eindringlichen Refrain und erweist sich als der
Hit der Scheibe. Auch "Never Again" mit seinen sich zart aufbäumenden
Gitarrenriffs und den skurrilen Keyboardgeräuschen ist durchaus hörenswert.
Somit ist Album Nummer zwei interessanter
als der Vorgänger "Silver". Auch wenn diese Scheibe hier hauptsächlich
harmlos schmachtenden Tralala-Rock bietet.
"Silver Dream Machine"
THOMAS
SOLARIZED „Driven“ 7
I Used To Fuck People Like You In
Prison-Records, 2002
Ich denke, da gibt es überhaupt
keine Frage, daß das deutsche Vertriebs-Label von SOLARIZED zweiter
CD „Driven“ definitiv den kultigsten Namen besitzt, den es geben kann:
„Leute wie Dich habe ich im Knast zum Ficken benutzt“-Records. Ganz so
durchgeknallt ist die Musik von SOLARIZED nicht. Wie ihre Stoner Rock-Kollegen
sind sie Nachfolger von Black Sabbath, Montrose, Mountain, Bloodrock oder
Buffalo. Sie scheinen genau wie Chrome Locust, Atomic Bitchwax oder Kyuss
25 Jahre der Heavy Metal-Geschichte wohlweislich ignoriert zu haben.
Und wenn man nicht wie die Deutschen
Red Aim tatsächlich versucht, gänzlich neue Wege zu beschreiten
und dabei gar die staubige Stoner Rock-Road verläßt, hat man
in diesem Genre nicht viel Spielraum. Diesen reizen SOLARIZED allerdings
aus. Bei ihnen wird ungestüm drauflos gepoltert („Dig The Ride“, „Chrom
Shop“, „Firefight“, „Conspiracy“), schwerfällig gedoomt, was die Band
nahe an Corrosion Of Conformity auf „America’s Volume Dealer“ bringt („Born
Of Fire“), blitzt das Punk-Faible auf („Stab Yor Back“) oder läßt
man psychedelische Elemente anklingen („Southbound“). Auch Langweiler á
la „Angel“ haben SOLARIZED drauf.
Alles in allem ist „Driven“ eine
grundsolide Scheibe, die vor allem mächtig aus den Boxen drückt.
„Firefight“
JUB
MYSTIC CIRCLE "Damien" 8
Massacre Rec./Soul Food, 2002
Es gibt kaum eine andere Band in
der deutschen Black Metal Szene, die dermaßen polarisiert wie MYSTIC
CIRCLE.
Was zum einen an dem in der Vergangenheit
auf Konzerten und Werbeanzeigen zur Schau gestellten Outfit der Musiker
lag, und zum anderen an ihrer Musik selbst, die für einige nicht true
genug war, weil die Band um Beelzebub stets ein recht aufdringlich klingendes
Keyboard einzusetzen wußte. Wenn dieser Stein erst einmal rollt,
dann rollt er und niemand möchte ihn aufhalten. So begann die Sache
eine gewisse Eigendynamik zu entwickeln. Plötzlich war es "in", MYSTIC
CIRCLE nicht zu mögen. Was darin gipfelte, daß sich einige Musikerkollegen
dazu getrieben fühlten, ihre T-Shirts mit einem durchgestrichenen
Konterfei des Grafen von Beelzebub zu verzieren. Doch wie es bei polarisierenden
Bands so ist, es gibt neben der Seite, die sie haßt, auch eine Seite,
die sie verehrt. Diese Gruppe kann so klein nicht sein, denn MYSTIC CIRCLE
haben es geschafft, eine der größten, wenn nicht sogar die größte
deutsche Black Metal-Band zu werden. Diese Tage schickt sich die Band an,
ein neues Album mit dem Titel "Damien" ins Rennen zu schicken. Und so einiges
hat sich mit dem fünften Album geändert.
MYSTIC CIRCLE haben Make Up, Teufelshörnchen
sowie Ritterrüstung abgelegt, und auch musikalisch haben sie sich
von Ballast befreit. Das Keyboard spielt, nach dem Abgang von Baalsulgorr,
eine sehr untergeordnete Rolle. Hauptsächlich gibt es Black Metal
der gnadenlosen Sorte zu hören. Nicht selten erinnern die Melodien
und Riffs von Espharess an die Großtaten von Dark Funeral zu "The
Secrets Of The Black Arts"-Zeiten. Von Crematory beeinflußten Gothic
Metal des Vorgängeralbums ist nichts, aber auch gar nichts geblieben.
Auch kommen die Death Metal-Roots der Band auf "Damien" zum Tragen wie
noch nie, woran der neue Schlagzeuger Necrodemon nicht unschuldig sein
dürfte. Kurzum, die neue MYSTIC CIRCLE ist ein gnadenloses Brett ohne
schwülstige Peinlichkeiten oder kompositorischen Schwächen. MYSTIC
CIRCLE-Hasser müssen jetzt wohl umdenken. Der Einwand, daß die
Musik schwach und langweilig klingt, zieht nicht mehr und der der peinlichen
Kostüme auch nicht. Was kann man sonst noch an einer Band aussetzen?
Nichts. Es geht doch schließlich um Musik. Und im Falle "Damien"
ist sie saustark.
"The Seventh Sign"
THOMAS
JIM PETERIK „Rock America
- Smash Hits Live“ 9
Frontiers/Now&Then/XIII BIS/Point.,
2002
JIM PETERIK? Kennt Ihr nicht? Wenn
Ihr Euch da mal nicht täuscht. Aus „Rocky IV“ - ein Film, den fast
alle gesehen haben dürften, kennt Ihr garantiert noch „Eye Of The
Tiger“ von Survivor. Und eben diesen Song schrieb JIM PETERIK, der bei
Survivor obendrein die Klampfe bediente. Logisch, daß sich Peterik
mit „Eye Of The Tiger“ einst eine goldene Nase verdiente, setzte sich das
Stück doch in den amerikanischen Rock-Charts fest wie eine Zecke.
Aber damit nicht genug. Peterik kann man fast in einem Atemzug mit Hit-Lieferanten
wie Russ Ballard oder Desmond Child nennen, hatte er doch bei einer Vielzahl
weiterer Top 10-Erfolgen seine Hand mit im Spiel. Diese Erfolgsserie wurde
vor ein paar Jahren auf dem Album „Jim Peterik & World Stage“ dokumentiert,
auf dem sich jene Musiker und Sänger die Klinke in die Hand gaben,
die von Peteriks Songwriter-Genie profitierten oder gemeinsam mit ihm die
Smash-Hits schrieben.
Und eben jenes Projekt wurde am
15. Januar 2000 im Norris Center in St. Charles, Illinois, auf die Bühne
gebracht. Die Gästeschar war illuster: Kelly Keagy von den Night Rangers,
Johnny van Zant von Lynyrd Skynyrd, Don Barnes von 38 Special, Kevin Cronin
von REO Speedwagon ... Sie und viele andere Gastmusiker spielten Peteriks
und zum Teil gleichzeitig ihre eigenen Songs. Und die meisten kennen selbst
jene, die mit Melodic Metal nix am Hut haben. Hört mal in „Sister
Christian“ oder „I Can’t Hold Back“ rein. Da gibt es garantiert ein Dejavu.
Nun, und den Kult-Zeichentrickfilm „Heavy Metal“ habt Ihr garantiert auch
zu Hause. Und von wem ist das Titelstück „Heavy Metal“? Loggisch -
JIM PETERIK. Auch auf dieser CD zu finden.
Also Leute, das Ding ist Geschichte
und gehört in jeden Plattenschrank eines Heavy Metal-Fans. Vielleicht
hat der ein oder andere Song ein wenig zuviel Pop-Appeal, der Qualität
der Kompositionen tut dieser Umstand allerdings keinen Abbruch.
Schließlich gibt es noch ein
paar neue Sachen, die deutlich machen, daß Peterik fein geschliffene
Noten im Urin hat.
„Heavy Metal“/“Between Two Fires“
JUB
MYRKSKOG "Superior Massacre"
9
Candlelight/ PHD 2002
Völlig erwartungsfrei schob
ich die CD von MYRKSKOG in den Player und dachte beim Betrachten des Bandfotos
im Booklet "Was für Aufschneider". Stehen dort drei mies gelaunte
Gestalten verdammt evil in der Gegend rum und glotzen recht dämlich
in die Kamera. Doch beim ersten Song "Domain Of The Superior" prügelten
die drei Norweger mein dämliches Grinsen aus dem Gesicht, als hätten
sie meine Bemerkungen vernommen. Technisches Ultraschallgekloppe auf höchstem
Niveau bietet das Trio aus dem hohen Norden. Gerade so, als würden
Morbid Angel´s Pete Sandoval, Emperor´s Samoth und Krisiun´s
Alex Carmago ein Seitenprojekt starten, um endlich mal schnell spielen
zu können. Das MYRKSKOG aber nie in stumpfes Gehacke um des Gehackes
wegen abdriften, macht die CD aber erst letztendlich gut. So gibt es interessante
Melodiekaskaden und vitale Riffs zu hören, die zum Beispiel auf der
letzten Krisiun Scheibe fehlten. Das Schlagzeugspiel ist nicht von dieser
Welt und mich würde es brennend interessieren, ob Drummer Secthdamon
in der Lage ist, das Ganze auch live zu reproduzieren. Alle Leute, die
sich ihre Ohren mit ´nem Kärcher putzen, also Death und Black
Metal Fans, empfehle ich, mal in "Superior Massacre" reinzuhören.
"Domain Of The Superior"/"Blood
Ejaculation"
JUB
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