ABGEHÖRT vom
18. Januar 2005
IMPIOUS
"Hellucinate" |
Erschienen: 2004
Label: Metal Blade
Homepage: www.impious.net |
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On Air: "Show me your
god!" |
Was für ein Brett! Schon mit
ihrer letzten Platte "The Killer" waren IMPIOUS weitaus mehr als nur eine
weitere von vielen guten aber gesichtslosen Schweden-Thrash-Bands. Dieser
Eindruck wird nun von "Hellucinate" mehr als gefestigt. So muß moderner
Thrash Metal klingen. Blitzsauber, pfeilschnell, ohne Schnickschnack und
New-Metal-Kaspereien. IMPIOUS lassen die Peitsche knallen und treiben den
Hörer mit Vehemenz durch ein Labyrinth aus Blastbeats und Groove.
Keiner der Songs hat auch nur eine Schwachstelle. Die Riffs zünden
beim ersten Durchlauf, die Melodien sind straff gehalten, passen aber zum
Tempo und verwässern die Songs nicht. In manchen Momenten klingen
IMPIOUS wie ein Bastard aus Slayer (Riffing), Exodus (Breaks), Amon Amarth
(Melodien) und Defleshed (Geschwindigkeit). Ich gehe jede Wette ein, daß
IMPIOUS mit ihrer nächsten, spätestens mit der übernächsten
Scheibe jedem Extrem-Metal-Fan ein liebgewonnener Begriff sein werden.
Sehr geil. 10
von 10
THOMAS
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LUJURIA
"El Poder Del Deso" |
Erschienen: 2004
Label: Locomotive Rec.
Homepage: www.lujuriarock.com |
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On Air: "Sólo Son
Rosas" |
In ihrem Heimatland Spanien dürften
LUJURIA schon zu den Großen zählen. Hier bei uns sind die Traditionsmetaller
eher ein Insidertip. Daß ihre neue Scheibe, "El Poder Del Deso",
daran etwas ändert, wage ich zu bezweifeln. Nicht daß sie schlecht
wäre, aber allein die Tatsache, daß LUJURIA ihre Texte in ihrer
Heimatsprache vortragen, dürfte ihnen nicht all zu gut zu Gesicht
stehen. Anders sähe es vielleicht aus, wenn LUJURIA einen schwermetallischen
Überhammer abgeliefert hätten. Doch "El Poder Del Deso" kommt
recht unspektakulär daher. Dem Sextett gelingt es leider nicht, wie
den Landsleuten von Mägo De Oz, den Songs Leben einzuhauchen und für
Überraschungsmomente zu sorgen. LUJURIA sind musikalisch eher durchschnittlich,
wenn auch nicht untalentiert. Doch so recht fesselt die Scheibe nicht.
Daran ändern auch die Gastauftritte von befreundeten Musikern wie
Angel (Tierra Santa), Elisa (ex-Dark Moor), Fernando Pleite (Siddharta)
und Silver (Siver Fist) nicht viel. Zwar kommt stimmlich dadurch etwas
Abwechslung in die Songs, doch die sind zu sehr nach dem Schema F ausgerichtet,
als das sie nachhaltig beeindrucken. 6 von
10
THOMAS
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DARKSEED
"Ultimate Darkness" |
Erschienen: 2005
Label: Massacre/Soulfood
Homepage: www.darkseed.com |
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On Air: "My Burden" |
Das Jahr hat noch gar nicht richtig
begonnen, da meldet sich schon die erste Band für die Top 20 der Alben
von 2005 an. Ja, und es sind ausgerechnet DARKSEED, die zwar immer solides
Material ablieferten (seit 1994), jedoch nie mit besonderen Höchstleistungen
auffielen. Mit "Ultimate Darkness" ist alles anders. Ultimativ ist das
Album vielleicht nicht, denn sonst würde man der Band jegliche Weiterentwicklung
absprechen. Dafür ist es aber im DARKSEED-Schaffen das bisherige Meisterwerk.
Erreicht wird das allein schon dadurch, daß jeder Song auf der Scheibe
ein unwiderstehlicher Ohrwurm ist. Da begegnet Euch doch tatsächlich
ein perfekter Mix aus Sentenced, Entwine und Sisters Of Mercy, ohne Abklatsch
zu sein. Und nahezu unglaublich sind die Stücke "My Burden", "Biting
Cold" und "The Dark One". Die beziehen ihre Faszination nämlich aus
deutschsprachigen Einsprenkseln, bei denen es sich lediglich um Worte oder
Wortgruppen handelt, die sich auf Schlag ins Hirn bohren wie Einschüsse.
Dabei wird die deutsche Sprache obendrein der jeweiligen Reimfolge des
Textes angepaßt, so daß wir einen gratlosen Übergang haben,
den man nicht einmal mit einem Ultraschallgerät orten könnte.
Diese Machart wird uns bei anderen
Bands in den nächsten Monaten sicher noch häufiger begegnen.
Mit diesem Teil ist die zu überspringende
Meßlatte für dieses Jahr verdammt hoch gelegt. 10
von 10
JUB
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CANS
"Beyond The Gates" |
Erschienen: 2004
Label: Sanctuary/Noise/cmm
Homepage: www.joacimcans.com |
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On Air: "Back To Hell" |
Hier liegt sie nun vor, die erste
unter seinem Namen erschienene Soloscheibe des Hammerfall-Sängers.
Dabei fand Material Verwendung, welches der Schwede in der Zeit schrieb,
als seine Bandkollegen den Aftershow-Partys frönten. Herausgekommen
ist eine CD, die sich dahingehend von seiner Hauptband unterscheidet, daß
hier nicht auf Teufel-komm-raus musikalische und textliche Klischees bedient
werden. "Beyond The Gates" ist nicht auf Eingängigkeit getrimmt. Die
Lieder erschließen sich nicht gleich nach dem ersten Durchlauf.
Die Stücke sind riffbetonter
ausgefallen und haben einen leicht düsteren Touch. Zumindest im Vergleich
zu Hammerfall. Meister CANS hat ein paar gutartige Songs aufgenommen, wie
etwa "Back To Hell" oder "Dreams", um die Highlights zu nennen. Doch im
Großen und Ganzen schwächelt "Beyond The Gates" etwas, da nicht
wirklich sensationelle Dinge geschehen. Joacim Cans hat sich mit dieser
Platte sicherlich einen kleinen Traum erfüllt. Daher geht "Beyond
The Gates" schon in Ordnung, doch wirklich essentiell ist die Scheibe nicht.
Man kann sie kennen, verpaßt aber auch nichts, wenn man sie stehen
läßt. 5 von 10
THOMAS
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RAVENSBLOOD
"From The Tumulus Depth" |
Erschienen: 2004
Label: Christhunt Productions
Homepage: --- |
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On Air: "Heidnischer Hexen
Sabbath" |
Mein Gott, welch Raserei. Wer die
epischen Opern im Black Metal satt hat, wer Keyboard-Wiesen nicht mehr
queren will und wem der Uffta-Keller-Punk der ewigen Altschüler nicht
mehr reicht, der kann sich von RAVENSBLOOD endlich mal wieder das Gehirn
zu Griesbrei schütteln lassen. Dieses Duo, bestehend aus Wolfnacht
(voc) und S.C. (alle Instrumente, wobei ich Schlagzeug bezweifeln möchte),
jagt durch sein Album "From The Tumulus Depth", als säße ihm
der Leibhaftige im Nacken. Würden RAVENSBLOOD mit Mayhem um die Wette
rüpeln, kämen die Franzosen garantiert immer eine Nasenlänge
vor den Norwegern durchs Ziel. Und obendrein eleganter, da die Songs wirklich
starke Melodien zu bieten haben.
Textlich (übrigens englisch,
französisch und deutsch) liegt die Band voll im Pagan-Bereich und
wird deshalb diese Richtung sicher ebenfalls trefflich bedienen. Allerdings
werden die meisten, denen die Texte nicht vorliegen, bei diesem musikalischen
Orkan satanische Botschaften vermuten. Aber man soll ja nicht in Klischees
denken. 9 von 10
JUB
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TRENDKILLER
"Beast Of Rock'n'Roll" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.trendkiller.de |
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On Air: "Play With Me" |
Nach ihrer letzten Scheibe "You
Are The King" hoffte ich, daß sich die Band bald auflöst und
nie wieder jemanden mit ihrem Schwachsinn behelligt. Mein lieber Schwan,
so eine miese Kapelle hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Die
Musik war Möchtegern-Metal nach dem Baukastenprinzip und die Texte
peinlichster Schwachsinn hoch zehn. Tja, da hat der Wunsch nichts genützt.
TRENDKILLER sind noch dabei und haben eine neue Scheibe im Gepäck.
Doch wie das Leben so spielt, mittlerweile finde ich die Band recht unterhaltsam.
Warum? Nun, weil sie auf "Beast Of Rock'n'Roll" noch schwachsinniger zu
Werke gehen. Will heißen, die Texte sind noch peinlicher, übertriebener,
total an den Haaren herbeigezogen und würden dem "literarischen Quartett"
die Zornesröte ins Gesicht treiben. Aber sie versprühen gerade
deshalb eine gewisse Faszination für das Absurde. Schaut mal auf unserer
Page in die Rubrik "Der Text". Dort könnt
Ihr Euch eine Kostprobe vom lyrischen Desaster ansehen. Das kann keiner
ernst nehmen. Das kann nur Parodie sein. Musikalisch können TRENDKILLER
inzwischen sogar ein paar überdurchschnittliche Party-Rock-Songs schreiben.
Nichts Weltbewegendes, die Riffs und Beats hat man alle schon mal gehört.
Doch wenn man sich an die Stimme gewöhnt hat, kann man die CD auf
Feiern sicher mal einlegen, wenn der Alkohol bereits in Strömen floß.
TRENDKILLER sind in jedem Fall eine Band, die man - einmal von ihnen Notiz
genommen - nicht so schnell vergessen wird. 6
von 10
THOMAS
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DARK TRANQUILLITY
"Character" |
Erschienen: 2005
Label: Century Media/Copyright
Control
Homepage: www.darktranquillity.com |
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On Air: "Through Smudged
Lenses" |
Bei DARK TRANQUILLITY ist für
meine Begriffe die Luft raus. Natürlich waren sie der Vorreiter des
typischen, melodischen Schweden-Death-Metals, haben sich von ihren Söhnen
zum Teil aber längst ausknocken lassen. Das macht das neue Album "Character"
sehr deutlich. Glaubt bloß nicht, die Songs auf der Scheibe wären
unter aller Kanone. Soetwas würde einer Band wie DARK TRANQUILLITY
nie passieren. Allerdings fehlt ihnen in der Mehrheit das gewisse Etwas.
Annehmbare Melodien haben sie, wenn auch nicht für Gänsehäute
geeignet. Die Gitarrenwucht ist ungebrochen. Elektronische Spielereien,
schon bei ihrer Einführung vor ein paar Jahren durchaus im Fokus kritischer
Stimmen, gibt es zur Genüge (zum Beispiel "One Thought"). Das macht
das Ganze unangenehmer.
Mir liegt es fern, dieses Album
zu verteufeln. Das geht auch gar nicht, weil allein die Stücke "The
New Build" (fast Black Metal) und "Through Smudged Lenses" einfach großartig
sind. Warm werde ich mit dem Gesamtprodukt aber leider auch nicht wirklich.
Kein Abgesang auf die Band, das unter keinen Umständen, aber im Moment
ist "Character" lediglich ein Teil, das es zu verschmerzen gilt. Bleibt
die Hoffnung auf neue Glanztaten. 7 von 10
JUB
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BLACK LABEL SOCIETY
"Hangover Music Vol.VI" |
Erschienen: 2004
Label: Spitfire/cmm
Homepage: www.zakkwylde.com |
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On Air: "House Of Doom" |
Ihr kennt das: Ihr seid mit dem
falschen Fuß aufgestanden, kommt zu spät zur Arbeit (oder zum
Arbeitsamtstermin, wenn ihr aus M/V seid), nichts geht so recht von der
Hand. Es regnet permanent, und der Kontostand zeigt sich bedrohlich niedrig.
Abends vielleicht noch Streß mit der Freundin/Freund, und der Tag
ist "perfekt". In diesen Momenten, wenn man richtig im Arsch ist, kann
eine CD mit guter Musik mehr wert sein als alles Geld dieser Welt. Für
solche Momente hat Zakk Wylde - die biervernichtende Mischung aus Biker,
Weihnachtsmann und dem schrecklichen Hulk - eine vortreffliche CD aufgenommen.
"Hangover Music Vol.VI" ist gespickt mit gemäßigten Songs und
ans Herz gehenden Balladen. Klingt erst mal nicht so erbaulich, mag der
eine oder andere jetzt vielleicht denken. Balladenalben, darauf stehen
nur Mädchen und Pullerküsser. Ha! Weit gefehlt. Denn Zakks Balladen
klingen nicht schwülstig oder auf Massenkompatibilität getrimmt,
sondern so daß man selbst als "Schnulzen"-Hasser schnell Zugang zu
den Liedern findet. Allein schon auf Grund der Stimme, der immer noch genug
Eier innewohnen, selbst in den ruhigsten Momenten. Gelungen ist auch die
Coverversion von "A Whiter Shade Of Pale". Hier brilliert Wylde mit seiner
Stimme am stärksten auf der ganzen Platte. Im Gegensatz zu anderen
Wylde-Platten ist "Hangover Music" definitiv Ego-Musik. Man muß die
CD alleine hören. Begeht bloß nicht den Fehler, die Scheibe
wie andere BLS-CDs auf Partys laufen zu lassen. Das zieht runter. Allein
gehört, fühlt man sich danach aber etwas besser als vorher. Ich
stell die CD am besten in den Medizinschrank. 9
von 10
THOMAS
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THUNDERBOLT
"Demons And Diamonds" |
Erschienen: 2003
Label: Massacre Rec.
Homepage: www.thunderbolt.no |
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On Air: "Enforcer" |
THUNDERBOLT sind eine von den Bands,
die ohne etwas falsch zu machen, nicht gerade eine Aussicht auf übermäßigen
Erfolg haben dürften. Dabei ist ihre Musik gar nicht so schlecht.
Der Heavy Metal der Jungs klingt streckenweise sehr NWOBHM-lastig, wird
flott vorgetragen und hat geile doppelläufige Gitarrenleads. Der Gesang
erinnert nicht selten an Bruce Dickinson, ohne jedoch seine Klasse ganz
zu erreichen. Alles in allem also gar nicht schlecht, die Musik von THUNDERBOLT.
Doch die Schattenseite daran ist, daß die Melodien mitunter arg konstruiert
klingen und nicht so recht hängen bleiben wollen. Auf Grund der starken
Maiden-Parallelen wird man dann doch eher zum Original greifen. Wenn THUNDERBOLT
live ein Knaller sind, können sie sich sicher treue Anhänger
erspielen, doch von CD ist ihre Musik (noch) nicht überzeugend genug.
6
von 10
THOMAS
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SABBTAIL
"Nightchurch" |
Erschienen: 2004
Label: Massacre/Soulfood
Homepage: --- |
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On Air: "Night Church" |
Ha, ich kann wetten, hier haben
wir doch noch einmal eine Band ausgegraben, die den meisten kaum bekannt
sein wird. Ein Grund mehr, mit Nachdruck den Zeigefinger auf den Holztisch
zu hauen und mit strenger Miene "Kaufen!" zu rufen. Denn SABBTAIL sind
im Prgressive-Sektor endlich einmal wieder eine Sternstunde. Und ich glaube
kaum, daß das nun unbedingt daran liegt, daß sich hier Leute
zusammengefunden haben, die lediglich durch ihre Arbeit bei Yngwie Malmsteen,
Necronomicon, Talisman, Astral Dance oder Abstract Algebra für Qualität
bürgen. Denn SABBTAIL sind keine Band, die sich extrem orientiert
und mit dem Geschick guter Musiker aber ausgekochten Socken einen schnellen
Plattenverkauf anstrebt. Die Musik der Schweden setzt sich aus einem Schuß
Retro - vor allem 70-er Jahre - und harter, technisch hochwertiger Musik
europäischer Schule zusammen, die Songs hervorbringt, denen man trotz
ihrer unüberhörbaren Verstrickungen saugerne folgt. Die Gitarrenarbeit
- zwischen mega-heavy und ultrasanft - ist die eines Meisters. Ungewöhnliche
Ideen machen jeden Alleingang von Fredrik Akesson zu einem Erlebnis ("Your
Fear"). Die Orgel stöhnt wie zu wildesten Deep-Purple-Zeiten, daß
es einem den Schweiß auf die Stirn treibt. Und der Gesang von Mats
Leven ist energisch. Hodenlose Hochtöne gehen ihm völlig ab.
Obendrein weiß Orgelmane Jan Bingegard in seinen Texten phantasievolle
und durchaus abgründige Geschichten zu erzählen.
Sieht man von dem 2000 nur in Japan
erschienenen Teil "Otherworlds" ab, haben wir es bei "Nightchurch" mit
dem SABBTAIL-Debüt zu tun. Und das ist für einen Beginn nahezu
machtvoll. 10 von 10
JUB
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MANES
"Vilosophe" |
Erschienen: 2003
Label: Code 666/Audioglobe/SPV
Homepage: www.manes.info |
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On Air: "Terminus A Quo
/ Terminus Ad Quem" |
Mächtig einen auf avantgardistisch
machen die Leute von MANES. Dabei fallen sie aber nicht mit der Tür
ins Haus oder probieren den Hörer mit einer Klanglawine zu überrollen.
Schon mal eine gute Idee, die sie von anderen Bands dieser Kategorie abhebt.
MANES gehen viel subtiler zu Werke und lassen der Musik Raum zum Atmen.
Klar, dadurch wird sie nicht gleich automatisch nachvollziehbarer. Man
muß "Vilosophe" schon einiges an Aufmerksamkeit schenken. Mit easy
listening hat das ganz wenig zu tun. Ungestüme Melodieriffs sägen,
im Hintergrund stöhnt eine Dame in Erregung, Bruch, dann zerbrechliche
Klänge und darüber eine helle, klare Stimme, die manchmal an
die von Medientrottel und Ex-Schock-Rocker Ozzy Osbourne erinnert. Alltäglich
ist diese Mischung sicherlich nicht. So mancher in seinen Hörgewohnheiten
festgefahrene Musikfreund wird mit dieser Mixtur überfordert sein.
Vor allem, da man MANES nicht klar kategorisieren kann. Black? Prog? Ambient?
Alles und nichts trifft zu. Aber das hat eben seinen Reiz. Sehr bizarr
auch das Outro der CD, in dem ein verzweifelter junger Mann seine Beziehung
zu seiner stark aus der Scheide blutenden Frau schildert. MANES machen,
was sie für richtig halten, und das machen sie mit Überzeugung
und Leidenschaft. Sehr geil! 9 von 10
THOMAS
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Bei PROTOTYPE ist es durchaus interessant,
mal zu schauen, wer sich da so zum Musizieren zusammengefunden hat. Da
hätten wir nämlich die Gründungsmitglieder Kragen Lum (g)
und Vince Levalois (voc, g), die einst bei Psychosis spielten. Jaja, das
zeigt schon ein bißchen die nicht gerade unanstrengende Richtung,
in die das Ganze hier gehen könnte. Und bei der Begegnung mit "Trinity"
darf man feststellen, daß sich zu Psychosis nicht allzuviel verändert
hat. Somit haben wir mit PROTOTYPE sowas wie den Rechtsnachfolger.
Und so ist die Musik das, was man
für eine gewisse Zeit in der Metal-Szene Techno-Thrash nannte. Das
hat nichts mit elektronischem Firlefanz zu tun, sondern ist Thrash Metal,
dem eine äußerst arythmetische Nuance verpaßt wurde. Hört
Euch "Dead Of Jericho" an, und Ihr wißt was ich meine. Das kann auf
Dauer verdammt auf die Nüsse gehen, hat aber auch schöne Momente.
Vor allem, wenn man mal so richtig den Alltag von sich abprallen lassen
möchte und dem Geist eine Reise in die Mathematik der Rhythmiken gestattet.
Wie bereits angedeutet, sind PROTOTYPE
extreme Geschmackssache. Auf jeden Fall etwas für Musiker, die nur
noch analytisch hören. 6 von 10
JUB
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GLUECIFER
"Automatic Thrill" |
Erschienen: 2004
Label: Steamhammer/SPV
Homepage: www.gluecifer.com |
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On Air: "Here Comes The
Pigs" |
Das ist eine wahrhaft eine heiße
Scheibe. GLUECIFER rocken, daß die Finger bluten und die vollen Biergläser
vom Tisch kippen. Zur Zeit sind sie vor allem ein fette Portion Punk. Und
natürlich kommt das Party-Feeling weiterhin nicht zu kurz. Allerdings
sind das Feten mit Slam Dance, blutigen Nasen und Quickies auf dem Klo.
Die Söhne klopfen ihren Papis
namens Rose Tattoo zwar immer noch anerkennend auf die Schultern, gehen
aber lieber allein auf die Piste. Dann wirds nämlich wilder, versauter
und lauter. 8 von 10
JUB
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