An dieser Stelle findet Ihr Tonträger-Rezensionen der INTERREGNUM-Sendungen.
Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen 
und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. 
Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten.

ABGEHÖRT vom 18. Juni 2002

 

MANOWAR "Warriors Of The World" 6
Nuclear Blast, 2002

Manowar - Warriors Of The World

Nach sechs Jahren Funkstille bei den Kings of Metal war nicht nur das Duo an den INTERREGNUM-Mikros gespannt wie ein Flitzebogen auf eine neue Veröffentlichung aus dem Hause Wahnfried. Nach der starken Vorab-Single "Warriors Of The World United" habe ich als alter MANOWAR-Fanatiker die Stunden zur Veröffentlichung vom neuen Geniestreich gezählt. Schon, ohne nur eine Note gehört zu haben, den ersten Platz auf der Liste der besten Veröffentlichungen des Jahres 2002 reserviert für die Band, die wie keine andere Metalfans aus allen Lagern eint. Jetzt hat das Warten ein Ende und ich muß sagen, das Ergebnis ist durchaus ernüchternd. Doch alles der Reihe nach.
Der Opener "Call To Arms" ist genau das, was man von MANOWAR erwartet hat. Eine Hymne ganz in der Tradition von "Metal Warriors", simpler Beat, dramatische Melodie, kraftvoll und erhaben zugleich. Ein Lied, zu dem man stolz erhobenen Hauptes über die geschundenen Leiber seiner Feinde marschieren kann, ohne nach links oder rechts zu sehen.
Die Worte "blood", "fight", "kingdom", "steel", "glory" sowie "enemy" tun ihr Übriges, um dem Fan einen wohligen Schauer über den Rücken zu jagen. "Call To Arms" ist ein unsterblicher Gassenhauer mehr in MANOWARs Repertoire und zehn Punkte wert. 
"Call To Arms"
Weiter geht es mit "The Fight For Freedom". Ein Wort trifft es bei diesem Stück genau: Bombast - aber volles Rohr. Piano-Einstieg, leiser Gesang von Eric, Glocken, Trommelwirbel und Helden-Chöre imitierendes Keyboard. Beim Gitarrensolo glaubt man, Ross The Boss an der Klampfe zu hören. Dennoch wird dieses recht schwülstige Lied die Fans spalten. Sieben Punkte.
"Nessun Dorma" läßt die ersten Fragezeichen über den Köpfen der entsetzten Zuhörer metergroß erscheinen. Hä? Eric? Opernarien? Gut, Manowar machten noch nie einen Hehl daraus, daß sie Klassikfans sind und viele Kompositionen aus Joeys Feder haben einen klassisch-dramatischen Anstrich. "The Crown And The Ring" sei nur ein Beispiel. Aber auch dieses Stück hatte Heavy Metal-Appeal. "Nessun Dorma" hingegen überhaupt nicht. Als Experiment ganz nett. Aber nach dem dritten Durchlauf überspringt man das Stück automatisch. Punkte: drei.
Nummer Vier, "Valhalla", ist mehr eine Zwischensequenz, an die sich das Stück "Swords In The Wind" anschließt. Dieses ist einmal mehr ein getragenes, episches Stück über ein Wikingerbegräbnis. Der Text ist mit Gänsehautgarantie versehen. Die Melodie leider nicht. Hätte das Stück über eine verflossene Liebschaft gehandelt, könnte man die Musik dafür stehen lassen. Fünf Punkte.
Spätestens jetzt hätten MANOWAR die Schwerter zücken und mit pfeilschnellen Schlachthymnen ihre Feinde einen Kopf kürzer machen sollen. Doch das genaue Gegenteil passiert. Mit "An American Trilogy" lassen die vier Waffenbrüder stark an ihrem Geisteszustand zweifeln. Amerikanische Bürgerkriegslieder werden mit Schwulst und Pathos butterweich intoniert, so daß der Europäer nicht weiß, ob er lachen oder heulen soll. Quo vadis MANOWAR?
"An American Trilogy"
Zwei Punkte. Beim siebenten Lied "The March" sollte jetzt aber endlich die Luft brennen. Sollte. Macht sie aber nicht. Sinnloses, weil keinen klaren Zweck erfüllendes Zwischenstück. Einen Punkt. Dann das von der Single bekannte "Warriors Of The World". Ergreifend, zeitlos, simpel aber prägnant. Ein Lied mit Ohrwurmgarantie. Neun Punkte.
Dann endlich. MANOWAR zeigen die Zähne. "Hand Of Doom" bringt als neuntes (!) Lied endlich den CD-Schacht zum qualmen. Doublebass und jaulende Gitarren, bissige Stimme und gezielter Einsatz von aggressiven Stakkatogitarren machen das Stück zu einer Erlösung. Neun Punkte.
"House Of Death" versprüht wieder den Charme, den die Scheibe "Kings Of Metal" ausmachte. Hysterische aber meisterliche Schreie über Uptempo-Schlagzeug. Ruhiger, düsterer Mittelpart und dann wieder Vollgas. Jaaaa!!! Endlich!! Neun Punkte. Nummer elf, "Fight Until We Die", ist ein großartiger Rausschmeißer (Neun Punkte) aus einem Album, von dem ich mir weitaus mehr versprochen habe. War das 96er "Louder Than Hell"-Album schon eine etwas zwiespältige Angelegenheit, so setzt "Warriors Of The World" noch einen drauf. Fünf starke Lieder, der Rest mittelmäßig bis schwach. Für ein besseres Album hätte ich gern noch ein Jahr Wartezeit in Kauf genommen. Hoffentlich lassen sich MANOWAR nicht allzulange Zeit damit, diesen Fehlschlag wieder gutzumachen. Ein Album von der Qualität wie "Hail To England" wäre recht angemessen.
Der Durchschnitt aus den Einzelnoten ergibt genau 6,4 Punkte. Halbe Sachen machen wir nicht. Also abgerundet sechs Punkte. Für eine MANOWAR-CD eine mittlere Katastrophe.
"Fight Until We Die"

THOMAS

MANOWAR "Warriors Of The World" 4
Nuclear Blast, 2002

Aber "hallelujah" MANOWAR. - Metallica, einst Thrash-Metal-Pioniere, balladierten eines Tages so herzerweichend vor sich hin, daß selbst Boygroup-erprobtes Junggemüse dahinschmolz. Ob Skateboarder, "Love Parade"-Schwuchteln oder die vollgepupte Jeanshose im Knie, ob Wolle-Petry-Opfer oder Oasis-Jünger – man riß sich deren CDs plötzlich aus den Händen.
Was das mit den Amis von MANOWAR zu tun hat?
Welcher Headbanger hätte sich in den schlimmsten Albträumen vorstellen können, daß die nimmermüden Heavy-Metal-Prediger einmal "Glory, glory hallelujah" intonieren würden. Und trotz Basser Joey DeMaios Faible für Richard Wagner - auch eine Puccini-Arie ist durchaus MANOWAR-untypisch.
Ursache? Offenbar ein September-Trauma, das mit "The Fight For Freedom" nur schlecht aufgearbeitet wird. Selbst die Wikinger-Homage "Swords In The Wind" - ein Grabgesang. Wären da nicht der starke Opener, das furiose Dreigestirn am CD-Ende sowie Chart-Stürmer "Warriors Of The World United" - MANOWAR könnten sich die Haare schneiden lassen. Aber Metallica waren ja auch nicht sofort eine Country-Band – ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen.

JUB

ARMISTICE "Hot On The Trail" 9
Point Music/Black Arrow, 2000

Armistice - Hot On The Trail

Halt die Frau fest! Die Achtziger sind zurück. Nicht nur weil auf den Musiksendern permanent Hitkollektionen aus dieser Ära feilgeboten werden. Nein, eher weil mit "Hot On The Trail" von ARMISTICE ein Album vorliegt, das so sehr Retro ist, daß selbst die ganzen schwedischen Retro-Thrash-Bands vom Schlage Guilloutine oder Gehennah wie Trendies aussehen. Hielten sich letztgenannte immer an die Vorbilder Kreator/Destruction/Sodom und wirkte ihre Art zu musizieren sowie ihr Outfit und das dazugehörige Gepose mitunter recht verkrampft und aufgesetzt, so gehören ARMISTICE nicht in die Patronen/Pudelfrisuren/Asi-Metal-Ecke (Was sehr geil sein kann) sondern sind eher der Stretchjeans/Turnschuh/Lederjacken-Fraktion zuzuordnen. Das schlägt sich auch in der Musik nieder. ARMISTICE versuchen nicht auf Teufel komm raus "In The Sign Of Evil" zu kopieren, sondern setzen eher auf packend und abwechslungsreich arrangierte Riff- und Leadgewitter, die vor Spielwitz nur so strotzen. ARMISTICE haben die Götterscheiben von Slayer, Exodus, Heathen und Anthrax sowie das dazugehörige Feeling anscheinend wie ein trockener Schwamm in sich aufgesogen, mit ihren Vorstellungen darüber, wie Thrash zu klingen hat, vermengt und lassen das Ganze mit der völligen Ignoranz den Neunzigern gegenüber auf "Hot On The Trail" wieder raus, als sei es die einfachste Sache der Welt. Ihr seht, ich bin beeindruckt. Absolute Empfehlung. www.armistice.de, stef@armistice.de
"Nuclear Breakdown"

THOMAS 

DIE MY DARLING "Virulent" 1
Trisol/Sad Eyes/EFA, 2002

Die My Darling - Virulent

Eine der unsinnigsten und langweiligsten Platten der letzten Zeit veröffentlichten jüngst die Marilyn Manson für Arme von DIE MY DARLING. Ihre Musik ist sowas von nichtssagend und uninspiriert, daß man tausend Dank demjenigen sagen möchte, der die Skip-Taste am CD-Player erfunden hat. Tausend Dank nochmal. Größten Teils synthetisch hergestellte Klänge mit dezenten Echtinstrumenten-Einsätzen, die nachträglich auch noch verfremdet wurden - das können einige Bands durchaus interessant gestalten. Ministry zum Beispiel machten daraus ein totales Brett. Arcturus benutzen solche Elemente, um völlig durchgeknallt-geniale Musik zu machen. Aber DIE MY DARLING machen für meine Begriffe einfach nur Quatsch. Einschläfernd und belanglos. DIE MY DARLING gehören zu den Bands, die glauben, daß das Outfit allein zum Erfolg führt. Nach dem Motto: je peinlicher desto besser. Und so geben sich die Musiker im Cover ihrer CD "Virulent" dermaßen der Lächerlichkeit preis, daß es eher schon traurig, denn lustig ist. Lackklamotten, Netzoberteile, Kajalstift, rot gemalte Lippen. Hauptsache die Frisur liegt. Mir ist schlecht, ich mach jetzt Schluß. 
"Waiting For Dawn"

THOMAS

STEFAN ELMGREN´S FULL STRIKE "We Will Rise"5
Spitfire Rec., 2002

Stefan Elmgren's Full Strike - We Will Rise

Warum fühlt sich jeder halbwichtige Musiker, der in einer mehr oder weniger erfolgreichen Band spielt, gleich zum Solokünstler berufen? Hammerfall sind zwar mittlerweile eine feste Größe in der Szene - aber nur als Band. Wer kennt schon Stefan Elmgren? Oder noch anders, wer braucht Soloplatten eines Gitarristen, der nicht durch seine Spielweise, sondern durch eine Band groß wurde, die zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle war? Nicht, daß ich etwas gegen Elmgren hätte, denn seine CD "We Will Rise" ist handwerklich nett gemacht. Aber sie ist nichts besonderes. Die Songs hauen keinen vom Hocker. Denn sie klingen wie von Hammerfall abgelehnt. Der Sänger Nicklas Johnsson hört sich sehr durchschnittlich und unspektakulär an. Und Elmgrens Gitarrenarbeit ist solide aber nichts, was einem zum Staunen bringt. Eine durchschnittliche CD eben.
"We Will Rise"

THOMAS

PERSONAL WAR "New Time Chaos" 7
Point Music/B.Mind Rec./Gernhart Rec., 1999

Personal War - New Time Chaos

PERSONAL WAR gehören zu der Sorte Bands, welche schon vor dem Herbeireden des großen Thrash-Revivals Thrash Metal spielten, also nicht auf einen fahrenden (?) Zug aufgesprungen sind. Und wenn hier die Rede von Thrash Metal ist, dann meine ich nicht Machine Head, Pantera und Co., sondern Anthrax, Testament und ähnliche Bands. Also die Old-School-Abteilung. Das fängt beim Gesang von Gitarrist/Sänger Metti an. Er errinnert streckenweise an einen Bastard aus Hetfield, Billy und Belladonna. Die Musik ist eher im Midtempo-Bereich angesiedelt und erreicht nur selten Exodus-Dimensionen. Das heißt, daß PERSONAL WAR mehr darauf bedacht sind, gute Songs zu schreiben, statt wie vom Fuchs verfolgt drauflos zu thrashen, bis die Splitter fliegen. Das sollten sie aber ruhig mal probieren. Das mit den guten Songs schreiben klappt schon ausgezeichnet.
"The Bag Of Bones"

THOMAS

DC 4 "Volume One" 6
Rising Sun/Zomba, 2002

DC 4 - Volume One

Die Armored Saint-Recken Jeff Duncan (voc./git.) und Joey Vera (produzierte) haben ein neues Süppchen am Kochen. Duncan nahm seine Brüder Shawn und Matt sowie den mir bis dato unbekannten Hyland Church in die neue Band und veröffentlichten "Volume One". Dieses Album erinnert streckenweise an Armored Saint. Aber nur ein paar Stücke werden diesem Vergleich gerecht. Der Opener "Playing House" am meisten. Groovend und mit molligen Gitarren.
Jeff Duncan kann zwar John Bush zu keinem Zeitpunkt das Wasser reichen, zieht sich gesanglich aber achtbar aus der Affäre. Die nachfolgenden Stücke verfügen zwar über eine starke Dynamik, dennoch ist das Songwriting so schwer zu greifen wie ein Aal. Denn mit Wah-Wah-Gitarren und den manchmal grungig klingenden Kompositionen machen es DC 4 dem Zuhörer schwer, zu verstehen, was sie denn jetzt eigentlich sagen wollen. Doch aus diesem Wirrwarr blinkt so manches Mal eine geile Melodie oder eine starke Passage hervor, so daß man das Album weder verteufeln, aber auch nicht richtig gut finden kann. Merkwürdig.
"Eyes On You"

THOMAS

DREIST "Dreist" 7
Eigenproduktion, 2000

Dreist - Dreist

DREIST aus dem schönen Prenzlau in Brandenburg verstehen sich gut darauf, rifflastigen Thrash Metal der Marke Bay Area mit ruhigen und getragenen Parts zu kombinieren und damit mal locker Songspielzeiten von acht bis elf Minuten zu füllen. Dabei fällt besonders Drummer Alexander Holzhey durch sein technisches aber nie überladenes Spiel positiv auf. Die Breaks und Rhythmuswechsel stehen wie eine Eins. Die Metallica-Vergleiche, die ich im Vorraus über DREIST hörte, sind nicht ganz aus der Luft gegriffen. 
Nur, und das ist der Kritikpunkt, sind die langen, ruhigen Parts ein wenig zu lang und ruhig. Zumindest für meinen Geschmack. Ansonsten kann ich Euch "Dreist" von DREIST aber nur empfehlen. Nicht zuletzt auf Grund des Stückes ...
www.dreist.de.tt
"New One (Cruel)"

THOMAS

SCANNER "Scantropolis" 5
Massacre Rec, 2002

Scanner - Scantropolis

Ich kann nicht von mir behaupten, in der Vergangenheit ein großer Fan von SCANNER gewesen zu sein. Dazu habe ich das Schaffen der Band mit zu wenig Interresse verfolgt.
"Scantropolis" ist also die erste Scheibe der Band, welche ich in voller Länge hörte. Mit Lisa Croft steht erstmals eine Frau hinter dem Mikro der Band und macht dabei gar keine schlechte Figur. Denn es spricht sowohl für sie, daß sie nicht permanent in Nightwish-Sphären mit Gesangstechnik nervt, als auch, daß sie kraftvoll singen kann und nicht nur irgendwie ins Mikro säuselt. Gut ist darüberhinaus auch das Stück "Engel Brechts", in deutsch gesungen und schwungvoll arrangiert bietet es einen passenden Rahmen für den saustarken (fremdverfaßten) Text. Dessen Inhalt solltet ihr Euch mal zu Gemüte führen. Ich sage nur: schlüpfrig. Aber ansonsten ist mir "Scantropolis" ein wenig zu unspektakulär. Das Keyboard und die verhältnismäßig dünnen Gitarren rauben der CD die nötige Härte und so mancher Song ist nicht gerade der spannendste, obwohl die Band auf einem technisch sehr hohen Level agiert.
"Till The Ferryman Dies"

THOMAS

DISBELIEF "Shine" 9
Massacre Rec, 2002

Disbelief - Shine

Auf ihrer neuen,"Shine" betitelten, CD entfernen sich DISBELIEF von ihrem Vorgänger "Worst Enemy" dahingehend, daß die Gitarren nicht mehr ganz so stark in steter Verzerrung bretzeln. Vielmehr hat man den Eindruck, daß DISBELIEF verzweifelter klingen. Mikrophonpsychopat Karsten Jäger klingt stellenweise wie ein in die Enge getriebenes Tier, welches seine Peiniger durch lautes Brüllen, Fauchen und Keifen vertreiben möchte. Die Musik erzeugt eine klaustrophobische Atmosphäre, die von der Stimmung (nicht vom Härtegrat) her der alter Depressive Age-Platten gleicht. "The Decline" zum Beispiel ist ein gutes Argument, um diesen Vergleich aufrecht zu erhalten. Drumfiguren auf den Toms, verzerrte und cleane Gitarren übereinander und klarer, nicht weniger kranker Gesang erinnern einen an das unangenehme Wachliegen des Nachts im Bett, wenn die ganze Scheiße, die man den Tag über erlebt hat, noch einmal über einen hereinbricht.
Oder kennt Ihr das Gefühl, wenn Ihr merkt, daß die Welt um Euch herum immer dekadenter, fremder und verabscheuungswürdiger wird? Wenn Euch die Menschen um Euch herum, ob im Bus, in den Geschäften oder in Eurem Hausaufgang anwiedern, ihre laute, oberflächliche und gelackte Fassade Euch die Übelkeit den Hals hochkriechen läßt? Dieses Gefühl scheinen DISBELIEF in Töne, Melodien und Lieder umgewandelt zu haben und präsentieren sie Euch, die Ihr vielleicht dasselbe empfindet, auf "Shine". Sehr empfehlenswerte Platte.
"Mad Sick Mankind"

THOMAS

GURKKHAS "A Life Of Suffering" 8
Morbid Rec/SPV, 2001

Gurkkhas - A Life Of Suffering

Fragt einen jemand nach Metalbands aus Frankreich, öffnet man die mit einem "F" gekennzeichnete Schublade im Hirn und muß wieder einmal feststellen, daß sie noch immer spärlich gefüllt ist. Massacra? Aufgelöst. Mercyless? Musizieren, warscheinlich im LSD Rausch, immer schön gegen ihren eigenen Verstand. H-Bomb und Killers sind so aktiv wie Opas Hose. Und Aneurexia Nervosa sind verhinderte Stylingmodels. Doch einen Namen kann, nein muß man seit einiger Zeit hinzufügen: GURKKHAS. Der Death Metal der Band hat eine enorme Spannweite an verschiedenen Stimmungen. Mal gibt es herrlich geradeaus eins mit dem Bajonett zwischen die Rippen. Dann wieder schälen die drei Kaputten in Tarnanzügen Dein Musikverständnis aus Deinem Schädel, indem sie gezielt widerborstige und gnadenlose Riffs durch Deinen Gehörgang jagen. Eine musikalische Hinrichtung sozusagen.
Doch am meisten hat mich das etwa siebenminütige Stück "Kukri" begeistern können. Unheilvolles, an Filmusiksamples erinnerndes Keyboard und Soundfetzen bereiten Dich in Begleitung von Voodoo-ähnlichen Trommelschlägen auf das sich wie eine Schlange windende Hauptriff vor. Dann steigert sich das Lied in Midtempo und Stakkattobreaks langsam in einen abgedrehten Morbid Angel-artigen Nackenbrecher inklusive einem kurzen, sich aufbäumenden Jammerhakensolo. "A Life Of Suffering" wird den Death Metal zwar nicht in seinen Grundfesten erschüttern, aber man kann sich eine weitere gute CD in den Schrank stellen.
"Kukri"

THOMAS 


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