ABGEHÖRT vom 19.
April 2005
VARATHRON
"Crowsreign" |
Erschienen: 2004
Label: Black
Lotus Records
Homepage: www.varathron.com |
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On Air: "Creation
Of Satan" |
Man, sind
die krank. Das Bandfoto sagt da schon einiges. Die Musik auf "Crowsreign"
ist aber für dieses Urteil ausschlaggebender. Selten habe ich eine
Band so (scheinbar) sinnlos vor sich hintrümmern hören. Und dazu
gibt es noch Death-Metal-Gitarren-Läufe, Gothic-Geklimper, Black-Metal-Hektik,
klassische Heavy-Metal-Parts und der weiteren Überraschungen einige.
Dabei sind VARATHRON nicht einmal besonders genial, daß sie jetzt
all diesen Stil-Wust geschickt miteinander verweben würden. Vielmehr
paßt da so einiges nicht zusammen. Allerdings habe ich wiederum selten
Musik gehört, die solch einen Charme versprüht wie das Zeug auf
"Crowsreign".
Auch wenn
die Griechen schon 1988 begonnen haben und "Crowsreign" bei zwei Demos
und zwei Splits das fünfte Album ist, scheinen sie an ihren Instrumenten
nur minimal dazugelernt zu haben, den poltrig sind bei VARATHRON selbst
die ruhigeren Momente. Auch in Sachen Englisch hat Sänger Stefan Necroabyssious
verdammten Nachholebedarf. Aber das interessiert die Musiker offenbar herzlich
wenig, denn bei allen Unzulänglichkeiten stürmen die Jungs von
VARATHRON unaufhaltsam vorwärts und reißen so manches am Weg
stehende Mütterchen um. 7 von 10
JUB
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DEFLESHED
"Reclaim The Beat" |
Erschienen: 2005
Label: Regain
Rec./Sure Shot Worx
Homepage: www.defleshed.de |
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On Air: "Needless
To Pray" |
Die siebente
Veröffentlichung von DEFLESHED trägt den Untertitel “…an audial
assault in twelve rounds…”. Selten sind Plattentitel so Programm wie bei
den Schweden. „Reclaim The Beat“ ist unbarmherzig, gnadenlos und hochexplosiv.
Thrash Metal in Vollendung. Ohne Schnörkel, Soli, Balladen und Hip-Hop-Einflüsse.
Eben DEFLESHED pur. Drummer Matte Modin (neben DEFLESHED auch bei Dark
Funeral aktiv) ist einer der besten und unterbewertetsten Drummer der Szene.
Seine Beats sind ultrapräzise, sauschnell und haben dennoch einen
mörderischen Groove. Nix mit Rechenschieber-Musik. Die 1991 gegründete
Band fackelt nicht lange oder spielt um den heißen Brei herum. „Reclaim
The Beast“ versohlt Dir Deinen kleinen Arsch. Dafür die Höchstpunktzahl.
Klasse wie immer. 10 von 10
THOMAS
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LUX FERRE
"Antichristian War
Propaganda" |
Erschienen: 2004
Label: Ketzer
Records/Twilight
Homepage: www.luxferre.kom.pt |
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On Air: "Brotherhood
Of The Goat" |
Diese Band
darf eigentlich in keinem schwarz lackierten CD-Schrank fehlen, denn Black-Metal-Puristen
werden selbst einen Fundus von mehreren 100 Tonträgern mit "Antichristian
War Propaganda" noch bereichern können. Nein, nicht weil die Band
ganz neue Black-Metal-Horizonte erreicht, sondern vielmehr, weil sie in
Musik und Aussage kompromißloser nicht sein könnte. In einer
Zeit, wo es gerade die Schwarzmetaller ob einer breiteren Akzeptanz mit
der Öffnung in alle möglichen Richtungen doch manchmal ein wenig
übertreiben, fahren LUX FERRE stur eingleisig. Hier wird in bester
Marduk-Manier hochgeschwindigkeitsmäßig gehackt, daß einem
Hören und Sehen vergehen. Trotz der wirklich guten Produktion bleibt
das Zeug auf "Antichristian War Propaganda" bis zu einem gewissen Grad
rauh und ungeschliffen und die Melodien, sprich die Songs an sich, können
sich locker mit Produkten der ganz Großen im Black-Metal-Genre messen.
Daß
LUX FERRE aus Portugal kommen, macht die Band umso interessanter, da aus
dem europäischen Zipfel bisher recht wenig anspruchsvolles Material
in die zentralkontinentalen Schlachtfelder vordrang. Gut, daß die
es geschafft haben. 9 von 10
JUB
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PROFANE
OMEN
"Load Of Lead"/"Fuck
The Beast" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.profaneomen.net |
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On Air: "Wildchild"
"Adrenaline" |
Verdammt,
was ist denn bloß bei den Finnen los? Es sprudeln in letzter Zeit
unzählige Bands hervor, die allesamt der absolute Wahnsinn sind. Dabei
meine ich jetzt nicht solche großen Verkaufsschlager wie Nightwish,
The Rasmus oder HIM. Nein, der Underground brodelt, daß es eine wahre
Freude ist. In diesem Fall heißt die Neuentdeckung PROFANE OMEN und
wird hier mit dem Promo-Demo-Doppeldecker „Load Of Lead“/“Fuck The Beast“
vorgestellt.
Klassischer
Heavy Metal wird meisterlich gespielt und vorgetragen. Sogar Balladen haben
die Finnen drauf. Nichts klingt klischeehaft oder gar aufgesetzt. Das Salz
in der Suppe ist die Stimme vom Gesangs-Chamäleon am Mikro: kraftvoller
Gesang wechselt mit melodisch-balladeskem Timbre. Kurz darauf röhrt
der Death Metal-Elch. Alles überzeugend natürlich. Daß
sie es drauf haben, wissen die Burschen selber. Ansonsten traut man sich
nicht an eine Coverversion von Großmeister Blackie Lawless' W.A.S.P.
„Wildchild“ wird hier mehr als durchschnittlich gut runtergebolzt. Garniert
mit Grunz- und Fauch-Einlagen. Augen- und Ohrenzeugen zufolge sollen PROFANE
OMEN live der absolute Killer sein. Wir sind auf das BANDS BATTLE 2005
gespannt, wo PROFANE OMEN uns zeigen wollen, wo der Frosch die Locken hat.
9
von 10
THOMAS
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Der Sprung von "Mysteria Germania"
(Abgehört vom 13. Mai 2003)
zu "Der Ursprung" ist eklatant. Von einer hoffnungsvoll aufstrebenden Black-Metal-Band
sind CREATURE zu einer wirklich großartigen Pagan-Metal-Band geworden.
Songs, die zwischen heftigstem Gerammel und sanftester Verträumtheit
angesiedelt sind, zeigen nicht nur das Bemühen um Abwechslung, sondern
beweisen, daß es CREATURE gelingt, eine Einheit von Lyrik und Musik
herzustellen. Denn die Texte spielen bei den Deutschen eine maßgebliche
Rolle. Besonders beeindrucken kann da "Einbruch der Nacht über Midgard",
das in seiner Stimmung ein bißchen an Menhirs "Buchonia"-Scheibe
erinnert. Folkigen Charakter bekommt das Stück schon allein durch
den Einsatz einer Violine. Stark auch "... unerhört blieb sein Gebet
...", wo die Titelzeile schon den Inhalt umreißt. CREATURE liegen
in der Germanen-Thematik besonders der Widerspruch von alten Werten und
neuer christlicher Religion und deren Aufeinandertreffen am Herzen. Das
setzen sie wirklich ergreifend um.
Die Mängelliste der "Ursprung"-Scheibe
ist kurz: Die ein oder andere Passage in den Songs wurde anderweitig doch
schon zu arg ausgereizt und der selten zum Einsatz kommende cleane Gesang
steht auf ganz wackligen Füßen. Das war es aber auch schon,
und es stört kaum. Denn "Der Ursprung" funktioniert als Gesamt-Kunstwerk
wirklich sehr gut. 8 von 10
JUB
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MATHYR
"Mandraenken" |
Erschienen: 2004
Label: Animate Rec.
Homepage: www.mathyr.de |
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On Air: "Bloody Corpse
Resistance"
"God Is Lost" |
Thrash/Black Metal aus deutschen
Landen. Und was für welcher. Die Burschen erinnern nicht selten an
eine Mischung aus Satyricon und den Retro-Asi-Thrash-Kapellen wie Nocturnal
Breed, Guillotine, Aura Noir und Konsorten. Dennoch sind MATHYR wesentlich
durchstrukturierter als letztgenannte. Sozusagen eine gepflegte Symbiose
aus Verstand und Gefühl. Auch wenn ich mir wünschte, daß
die Jagdshofer dem Gefühl etwas mehr Vorzug gäben, die Songs
werden trotz tendenziell hohen Frickelfaktors nicht langweilig. Der gewollt
kalte Sound, die sägenden Riffs und die Blastattacken tragen allesamt
zum Gelingen der Operation „Mandraenken“ bei. Gut auch, daß die stark
an Satyr erinnernden (was ja beileibe nichts Schlechtes ist) Vocals durch
Death-Metal-Growls aufgelockert werden. „Bloody Corpse Resistance“ hat
sogar schon fast Hitpotential. Geile Scheibe. 8
von 10
THOMAS
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DUNGORTHEB
"Intended To... " |
Erschienen: 2003
Label: Perennial
Quest
Homepage: www.dungortheb.free.fr |
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On Air: "Twilight" |
Merkwürdiger
Name plus merkwürdige Musik gleich Franzosen. Warum ausgerechnet immer
diese abgehobenen Bands aus Frankreich nach Deutschland rüberschwappen,
liegt wahrscheinlich an unseren Vorurteilen, die wir bestätigt sehen
möchten. Selbsterfüllende Prophezeihung könnte man das nennen,
wenn es den Kern auch nicht ganz trifft. Jedenfalls gibt es auch bei unseren
westlichen Nachbarn richtig gutes Zeug zu hören, nur kennen wir davon
lediglich einen Bruchteil.
DUNGORTHEB
jedenfalls sind auf "Intended To... " eigentlich nicht wirklich hörbar.
Sie machen eine Mischung aus Death und Thrash Metal und reichern diese
mit einem unüberschaubaren Haufen progressiver Kleinsteinfälle
an. Die Songs sind abgedroschen, die Melodien nicht vorhanden, der Gesang
völlig nuancenlos, der Drum-Computer überproduziert und die Gniedeleinfügungen
extrem nervtötend. Furchtbar. 1
von 10
JUB
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STYGMA
IV
"Hell Within" |
Erschienen: 2004
Label: s.a.d.
Music
Homepage: www.stygma4.com |
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On Air: "Mental
Power" |
STYGMA IV,
die Fünfte. Wer diese Band bisher nur so am Rande mitbekam, beziehungsweise
sie nur unter „ferner liefen...“ verbuchte, sollte spätestens nach
diesem starken Album umdenken. „Hell Within“ wartet mit starkem, ohrwurmbehaftetem
Heavy Metal der Oberklasse auf. Die Lieder sind zu jeder Minute nachvollziehbar,
einigen progressiven Versatzstücken zum Trotze. Besonders herausragend
sind die Stücke „Mental Power“, „Blackhole“, „Legions Of The Damned“,
Night’s Ascending“ oder auch „Shadowman“, bei denen die Österreicher
richtig Lack machen und sich einmal mehr offenbart, das sich Sänger
Ritchie Krenmaier nicht hinter Leuten wie Tom Gattis oder Jon Oliva verstecken
muß. Der Gesang hat Charakter und Ausdrucksstärke, die Musik
drückt und schiebt. Daran ist nicht nur der klasse Sound „Schuld“,
sondern STYGMA IV treten wirklich Arsch und blasen halb Italien mit seinen
Kasperbands locker weg. Als Anspieltipp sei der Opener „Mental Power“ empfohlen.
Auch wenn der Song „Days Of Doom“ so seine Längen hat, eine starke
Scheibe haben die Ösis auf jeden Fall aufgenommen. 9
von 10
THOMAS
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CARINOU
"Bound" |
Erschienen: 2004
Label: Code 666/SPV
Homepage: |
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On Air: "Trust" |
Was bei den Schweden CARINOU schon
mal anmacht, ist die äußerst eigentümliche Band-Besetzung.
Da hätten wir Gitarristen und Sänger Frederik Söderlund,
der unter anderem bei Krachmachern wie Puissance und Octimonos sein Betätigungsfeld
hat. Maggie Elving ist in Schweden nicht als Musikerin, sondern als Star-Programmiererin
bekannt. Warum soll man nicht auch damit berühmt werden, andere lassen
sich lediglich beim Duschen filmen und werden auch zu einem Medienereignis.
Die Dritte in der Kapelle ist Sofie Svensson, die lediglich Gesang beisteuert.
Und den kann ich leider nicht wirklich lokalisieren, da sowohl die warme
männliche Stimme (wohl von Söderlund) als auch das leicht quäkige
Fun-Punk-Toy-Dolls-Gesinge nach einem Mann klingt. Aber vermutlich ist
sie das. Das hätte natürlich schon wieder mächtig Witz.
Aber egal. Denn die Stimme ist für
diese Art von Musik so ungewöhnlich, daß es nicht darauf ankommt,
ob sie von einem Mann oder einer Frau stammt.
Der programmierte Drum-Computer
trägt tatsächlich die Handschrift eines Profis, denn selten wurde
ein elektronischer Schlagzeuger so effektiv, ja manchmal gar zurückhaltend
eingesetzt. Obendrein ist der Sound des Geklopfes recht vital, so daß
das Ganze eher nach einem lebenden Trommler klingt. Das sollte Maßstäbe
setzen.
Die Musik bewegt sich in den dehnbaren
Grenzen zwischen Gothic und EBM und klingt durchweg schwermütig -
und sehr schön. Für die Tanzfläche ideal, ist das Zeug auch
als Hintergrund-Mucke für die Party geeignet. Zuhören kann man
aber auch, da es doch einiges in den Arrangements zu entdecken gibt. Wirklich
gelungenes Projekt. 8 von 10
JUB
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ADORNED
BROOD
"Erdenkraft" |
Erschienen: 2002
Label: Moonstorm/EFA
Homepage: www.adornedbrood.de |
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On Air: "Totenmarsch" |
In der heutigen
schnellebigen Zeit ist diese CD schon fast ein Oldie. Aber ich weiß,
daß das Teil weit weniger beachtet worden ist als es verdient hätte,
beachtet zu werden. Und von daher ist "Erdenkraft" von ADORNED BROOD an
dieser Stelle genau richtig.
Anfangs waren
die Grevenbroicher immer so ein bißchen in die Mittelalter-Metal-Richtung
gedrückt worden. Das war jedoch nie so wirklich zutreffend, da sie
sich einer Reihe von Metalspielarten bedienten, auch den Black Metal nicht
ausließen. Und der Part, der mittelalterlich anmutete - unterstützt
vom Flötenspiel der Ingeborg Anna Seide - hätte ebenso dem Folk-Genre
zugerechnet werden können. Heute kann man sich das einfacher machen
und ADORNED BROOD den Pagan-Metal-Fans empfehlen. Die werden allerdings
spätestens bei den Texten einiges vermissen, denn auf "Erdenkraft"
geht es neben der Verbindung zur Natur und einer Odin-Beschwörung
auch um die Verbindung zu Gott in Abhängigkeit von Ereignissen und
selischen Zuständen. So wie es halt eher für Mittelalter-Bands
typisch ist. Dafür spricht schließlich auch die Mitwirkung von
Subway-To-Sally-Sänger Erik und Gitarrist Bodenski bei "Der Fluch".
Also doch nicht so einfach?
Zum Glück
gibt es sehr viele Metal-Fans, die sich einen feuchten Kehricht darum scheren,
wo sich eine Band zuordnen läßt. Wenn die Musik dermaßen
stimmt wie auf "Erdenkraft", wird gewiß gar die ein oder andere Schranke
eingerissen, die Band von der einen Gruppe ebenso vereinnahmt wie von der
anderen. Den Musikern kann es recht sein.
Macht Euch
auf jeden Fall gefaßt auf eine Scheibe, die nicht nur mit glänzenden
Kompositionen besticht, sondern vor allem mit den unterschiedlichsten Stimmungen
zu überraschen weiß. Das fängt bei harscher Agression an
("Old Great Master") und endet im fast schon intellektuell angehauchten
Klassik-Ausflug von "Enchantment". 9
von 10
JUB
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Meister Wylde
ist unermüdlich. Beinahe im Jahrestakt veröffentlicht er eine
Scheibe nach der anderen. Das dabei die Qualität gewissen Schwankungen
unterlegen ist, kann niemanden verwundern. Doch dieses Mal wurde Zakk einmal
mehr etwas heftiger von der Muse geküßt.
Schon der
Opener „Fire It Up“ ist ein Ohrwurm vom Feinsten. Stampfender Viervierteltakt,
bluesige Melodie und eine so etwas von an Black Sabbath erinnernde Stimme
machen diesen Song zu einem Dauerbrenner. „Suicide Messiah“ hat einen leichten
Life-Of-Agony-Touch, in „Forever Down“ kommen dann endlich wieder die typischen
Riffs mit den charakteristischen Jammer-Tönen zum Tragen. „In This
River“ hätte auch auf „Hangover Music“ stehen können. Ist also
eine Ballade mit Stil. „You Must Be Blind“ tritt wieder Arsch und, und,
und. Die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen, irgendwie hat
jeder Song ein spezielles Flair. Zakk Wyldes Platten waren schon lange
nicht mehr so abwechslungsreich und durchweg qualitativ gleichwertig wie
eben „Mafia“. Das muß der blonde Gitarrenschrank mit der nächsten
CD erst mal toppen. Viel Spaß dabei, Zakk. 9
von 10
THOMAS
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CRACK
UP
"Buttoxin' Bloom" |
Erschienen: 2002
Label: Moonstorm/EFA
Homepage: |
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On Air: "Fuckrock" |
CRACK-UP-Gedenk-Review?
Vielleicht, denn die Jungs um Gitarrist und Sänger Torben sind schon
gut zwei Jahre tot. Mit "Buttoxin' Bloom" legten sie aber noch einmal tüchtig
vor und brachten mit ihrem weite Bögen schlagenden Stil manche Kneipe
zum Einsturz. Vom Cocktail-verlangenden Industrial über bierseligen
Stoner Rock bis hin zu fuselgetränktem Punk griffen CRACK UP in die
Vollen und bretterten ohne Kompromisse. Unterstützt wurde die deutsche
Punk'n'Roll-Band von Karsten Jaeger von Disbelief am Mikrophon. 7
von 10
JUB
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RAVENDUSK
"Shadowcast" |
Erschienen: 2001
Label: Metal
Age Productions
Homepage: www.ravendusk.hg.pl |
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On Air: "Nocturnalia" |
Boah, die
sind ja geil. Dabei habe ich noch gedacht, als ich die CD "Shadowcast"
zum ersten Mal einlegte und nur kurz reinhörte: Boah, die sind ja
doof.
Was ist geschehen?
Die Antwort ist so simpel wie logisch. Ich hatte einfach den schwächsten
Song erwischt und diesen dann nicht einmal zu Ende gehört. Dabei haben
RAVENDUSK aus Polen wirklich etwas zu bieten. Vor allem einen düsteren
Mix aus Death, Black und Gothic, der selbst in den etwas treibenderen Passagen
schwermütig wirkt. Wie die Band souverän zwischen Zurückhaltung
und forscher Agressivität agiert, zeigen Songs wie "Beyond Dead Yestorday"
und "Nocturnalia". Und alles wird hinterlegt mit einem schummrigen Keyboard-Sound,
der wie ein matter Schwarzton die anderen Farben voll zur Geltung kommen
läßt.
Unter die
Haut gehend sind bei RAVENDUSK auch Intros wie bei "Ravendusk Dominion",
wo sich eine wohlige Gruselstimmung aufbaut. Die wird unterstützt
durch den stimmigen Wechsel zwischen rauhem Growl- und eindringlichem Klargesang.
Selbst auf diesem Gebiet agiert die Band äußerst versiert. Zwar
sind die Töne nicht immer 100prozentig sicher, das stört aber
tatsächlich in keinem Moment. 8
von 10
JUB
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