
| DEATHBOUND
"To Cure The Sane With Insanity" |
Erschienen: 2004
Label: Woodcut Records/Twilight Homepage: www.deathbound.net |
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On Air: "Whitecoatparanoia" |
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Hochgeschwindigkeits-Death-Metal
ohne Boxenstopp. DEATHBOUND pflügen selbst felsigen Untergrund mühelos
um. Wie in einem Anfall werden die neun Songs der Scheibe "To Cure The
Sane With Insanity" heruntergehobelt. Und der Schlagzeuger - seines Zeichens
als Q Trommler bei Rotten Sound - bekommt das chronische Zittern
im Snare-Arm. Die Finnen können es nicht nur melancholisch und einfühlsam,
sondern auch auf die kompromißlose und fiese Art.
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| ANNIHILATOR
"The One" |
Erschienen: 2004
Label: AFM Records Homepage: www.annihilatormetal.com |
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On Air: "Weapon X" |
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Nach ihrem
kometenhaften Aufstieg Anfang der 90er kam für ANNIHILATOR bald die
Zeit der steten Labelwechsel. Roadrunner, Music For Nations, Steamhammer/SPV
und nun AFM. Wahrscheinlich war der Erwartungsdruck nach dem superben Debüt,
„Alice In Hell“, seitens der Labels auf die Band zu stark. Dazu kamen stete
Line-Up-Wechsel, welche der Band zwar das Überleben sicherten, doch
von den Fans argwöhnisch beobachtet wurden. Nur eins ist geblieben.
Jeff Waters geht nach wie vor seinen Weg. ANNIHILATOR lassen sich nicht
unterkriegen. Wer nach der kurzen (leider wenig erfolgreichen) Wiedervereinigung
der Band in der klassischen „Alice In Hell“-Besetzung noch glaubt, die
Band könne noch mal so klingen wie am Anfang ihrer Karriere, der soll
ruhig weiterträumen. Die „The One“-EP verbreitet sehr viel New-School-Vibes.
Die Songs „All For You“ und „Weapon X“ sind rifflastig und kommen ohne
das wahnsinnig geniale Solieren des Meisters aus. Während ersterer
Song im Midtempo daherkommt, knallt „Weapon X“ ungestüm drauflos.
„The One“ ist eine Ballade, die leider nicht den hohen ANNIHILATOR-Standard
halten kann. Neu-Sänger Dave Padden hat zwar nicht ganz das stimmliche
Charisma seines Vorgängers Joe Comeau, macht seinen Job dennoch ordentlich.
Als Dreingabe sind auf der CD noch mal der „Single Edit“ von „All For You“
sowie die Songs „Never, Neverland“, „Refresh The Demon“ und „Alison Hell“
als Videodatei. Gefilmt beim Earthshaker Festival 2002 plus Multimediaspielereien
wie Wallpaper und Bildschirmschoner. Für den Preis einer CD-Single
kann man bei 40 Minuten Spielzeit wohl kaum meckern. |
| IMMORTAL RITES
"Art Of Devolution" |
Erschienen: 2004
Label: Morbid Records/Soulfood Homepage: www.immortalrites.de |
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On Air: "Dessed In Amazing Red" |
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Beim Melodic
Death Metal sind es die Skandinavier, die ihre Duftmarken setzen. Und es
ist heutzutage von Nicht-Nordmännern schwer, in diesem Genre etwas
zu kreieren, das als eigenständig bezeichnet werden kann. Und auch
die vier jungen Deutschen von IMMORTAL RITES kommen an den großen
Vorbildern nicht ganz vorbei. Trotzdem ist da etwas auf "Art Of Devolution",
das aufhorchen läßt. Sicher nicht die Fülle der Melodien,
dann schon eher die Umsetzung mit Frauenbackground oder einem Touch Popappeal.
Das Besondere ist darüber hinaus auch nicht die Wucht der Gitarren-Lawinen,
hier klingt aber ein Sound an, der bohrend ist und schon beim ersten Song
einen enormen Eindruck hinterläßt. Nun, und schließlich
kann man IMMORTAL RITES eine gewisse Arrangement-Vielfalt attestieren,
die von hintergründigen Sanftheiten bis hysterischen Blast-Attacken
reicht.
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| BLOODY HARVEST
"The Return ... Alone On The Unholy Ways" |
Erschienen: 2004
Label: Eclipse Of Live Promulgation Homepage: |
| kein cover | On Air: "Blaspherion" |
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"Die Rückkehr
... Allein auf den unheiligen Wegen" - BLOODY HARVEST ist zu einem Einmann-Projekt
zusammengeschmolzen. Alles, was auf diesem abgedrehten Tape passiert, hat
nur noch Coldflesh verzapft. Und eines muß man dem Mann lassen: Er
versteht es, dämonische Sounds zu kreieren. Allein "Ausklang" oder
"Voices From The Underworld" eignen sich hervorragend als Untermalung für
Horrorfilm-Szenarien. Wenn es darum geht, Songs zu schreiben, bleibt Coldflesh
wie auch auf den anderen Veröffentlichungen zuvor, sehr eigenwillig.
Black Metal im weitesten Sinne, bekommen wir hier Klanggebilde geboten,
die während einer Folter entstanden zu sein scheinen. Wohlgemerkt
mit Coldflesh als Folterer, der seine perversen Phantasien an irgend einem
wehrlosen Geschöpf auslebt. Die Gitarren sind auf "The Return ..."
eigentlich nur Mittel zum Zweck, eine satanische Geisteswelt aufzubauen.
Man höre nur "Church Of Terror" oder "In der Nacht" und wird vermutlich
auch an Momente aus "Tanz der Teufel" Teil 1 denken müssen.
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| ETERNIA
"Tales Of Power" |
Erschienen: 2002
Label: dler Music AB/UFO/Sound Of Music Homepage: http://welcome.to/eternia |
| kein cover | On Air: "Taste Of Victory" |
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Wenn Power
Metal heute für das steht, was Helloween um 1987 gemacht haben, dann
haben wir es hier mit einer klassischen Power-Metal-CD zu tun. Schmachtende,
ausufernde Refrains laden sich über Doublebass-Teppichen aus. Die
doppelläufigen Gitarren jammern meisterhafte Melodien, und der Gesang
ist hoch und klar. Die Zutaten stimmen. Die Zusammensetzung ist altbewährt.
Überraschungen gibt es auf der Platte keine. Echte Durchhänger
auch nicht. Man kann „Tales Of Power“, das Debüt der Schweden ETERNIA,
schon bedenkenlos weghören, doch gibt es auf diesem Gebiet weitaus
bessere Bands. |
| TROLLHEIMS GROTT
"Bloodsoaked & Ill-fated" |
Erschienen: 2004
Label: Woodcut Records Homepage: www.trollheimsgrott.com |
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On Air: "Experimentation" |
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Gegen die Menschen
stehen sie, TROLLHEIMS GROTT aus Finnland. Und in der entsprechenden Lautstärke
könnte die Musik der Band einem schon den Schädel sprengen, denn
die "Bloodsoaked ..."-Mischung aus Death Metal, Industrial und Black Metal
zielt ununterbrochen genau auf die Zwölf. Man muß schon etwas
toleranter sein, um das musikalische Konzept von TROLLHEIMS GROTT vollständig
mitzutragen, denn nicht jedem liegen reine Industrial-Nummern wie "Exact
Answers & Syndicate Solutions" oder pure Electronic bei "Addicted To
Lethal Injections". Und Leute, die soetwas mögen, könnten bei
dem Death-Metal-Knaller "Syndicate Haunts You Down" die Stirn runzeln.
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| WUNDERKAMMER
"Today I Cannot Hear Music" |
Erschienen: 2004
Label: Honeymilk Rec. Homepage: |
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On Air: "The Words You Sent" |
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Von den Norwegern
ist man ja musikalisch schon so einiges gewohnt. Daß es da aber Typen
wie Pal Jackman gibt, die einen dermaßen schrägen musikalischen
Mix auf die Menschheit loslassen, das hätte ich nicht gedacht. Black
Metal? Weit gefehlt. Death Metal? Nicht die Bohne. Erwartet bei diesem
Namen wohl auch keiner. Gothic? Nein. Jackmans Spielwiese sind Polka, Jazz,
Folk und Popmusik. Kauzige Weltmusik, die sich um zwei Dinge hauptsächlich
dreht: Den Suff und die Frauen. Mit Violine, Bratsche, Tuba, Schlagwerk,
Cello, Kontrabaß und einem Haufen anderer, viel merkwürdigerer
Instrumente spielen sich WUNDERKAMMER eine schräge Musik zusammen,
die man am besten nach dem Genuß mehrerer Flaschen Wein hören
sollte. Nüchtern ist die Mucke nur schwer verdaubar. |
| PROTO-KAW
"Before Came After" |
Erschienen: 2004
Label: Inside Out Music/SPV Homepage: www.protokaw.com |
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On Air: "It Moves You" |
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Bevor Kerry Livgren, Gitarrist und
Komponist bei Kansas, mit seiner Stammband zum kommerziellen Megaseller
wurde, tingelte er zwischen 1971 und 1973 durch Klubs und Highschool-Speisesäle
im mittleren Westen der USA. Schon damals entstanden Songs, die es Wert
waren, der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden. Leider gerieten sie
im "Dust In The Wind"-Taumel nur allzu bald in Vergessenheit. Nach 30 Jahren
kramte Livgren in alten Bändern herum, spielte sie seinen Labelleuten
vor und erwirkte eine Veröffentlichung. Offenbar war der Erfolg beachtlicher
als zu vermuten, und so mußte ein Nachfolger her. Den gibt es jetzt
als PROTO-KAW unter dem Titel "Before Became After".
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| VERDICT
"Reflections Of Pain" |
Erschienen:
Label: Eigenproduktion Homepage: www.verdict.de |
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On Air: "New War" |
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Eine hochwertige Eigenproduktion
haben die Collberger Thrasher von VERDICT da im Gepäck. „Reflections
Of Pain“ wartet mit einem ansprechenden Sound auf. Über die Spielzeit
der neun Songs der Scheibe bekommt man sauber gespielten Thrash der Marke
Kreator geboten. Der Eindruck entsteht nicht nur durch Frontmann Daniel
Baptista, dessen Stimmlage jener von Mille nicht unähnlich ist, vielmehr
klingen so manche Breaks und Riffs so, als seien sie ursprünglich
für die Institution aus Alten-Essen geschrieben worden. Soll heißen,
hier wird nicht nach Schema F musiziert, sondern Wert auf Abwechslung und
songschreiberisches Geschick gelegt. Auch wenn der eine oder andere Part
noch etwas hüftsteif daherkommt, VERDICT lassen mit ihrer Scheibe
so manche Nachwuchsband alt aussehen. Hut ab! |
| ALASKA FIRE
"Falling Fire" |
Erschienen: 2004
Label: Eigenproduktion Homepage: www.alaskafire.de |
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On Air: "Absolution" |
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Hoffnungsvolle Klänge aus Deutschlands
Underground, denn mit ALASKA FIRE ist eine vertragslose Band unterwegs,
die auf ihrem Album "Falling Fire" eine gehörige Portion Potential
offenbart. Im melodischen Heavy-Metal-Bereich angesiedelt, gehen sie doch
erheblich härter zu Werke als manche ihrer Kollegen. Man könnte
die Musik vielleicht mit dem Spätwerk von Angel Dust vergleichen.
Auch wegen der Stimmfärbung von Alex Fire.
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| ASRAI
"In Front Of Me" |
Erschienen: 2004
Label: Transmission Records Homepage: www.asrai.net |
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On Air: "Eyes In The Light Of Fire" |
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Wieder eine
EP der holländischen Gothic-Band ASRAI. Und erneut ist das Teil gelungen.
Wenn sie auch nicht ganz so rüberkommt wie "Pale Light" (siehe Abgehört
vom 28. Juni 2005). Denn vor allem der Sascha-Paeth-Remix von "Child -
Playing In A Ring Of Roses" ist ein wenig hüftlahm. Auch "Restless"
gehört nicht zu den besten Songs der Band. Und während das Titelstück
"In Front Of Me" wieder ordentliches Hitpotential besitzt, ist das depressive
"Eyes In The Light Of Fire" - ein bisher unveröffentlichtes Stück
- das Highlight auf der Scheibe. Im Großen und Ganzen bleiben die
Sachen von ASRAI äußerst unterhaltsam. |
| AEVERON
"Aeveron" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.aeveron.com |
| kein cover | On Air: |
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AEVERON stammen
aus Zwickau und sind unter diesem Namen seit 2002 in Sachen melodischem
Death Metal unterwegs. Mal umschmeicheln gefühlvolle Lead-Gitarren
und Keyboardspiel das Ohr, mal bolzen die Mittzwanziger wie ihre alten
Helden Hypocrisy. Dabei schaffen es die sechs Musiker ein technisch mehr
als solides Zusammenspiel an den Tag zu legen und haben mitunter klasse
Ideen im Gepäck. Das Keyboard nervt nicht, sondern verleiht den Liedern
an den passenden Stellen den nötigen Tiefgang. Der Gesang wechselt
zwischen klar, Gekeife und kellertiefen Growls. Dies Demo in einem der
Musik zur Ehre gereichendem Soundgewand macht Lust auf mehr. |
| QNTAL
"Ozymandias" |
Erschienen: 2005
Label: Sony/BMG/Drakkar/E-Wave Homepage: www.qntal.de |
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On Air: "Vogelfluc" |
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Seit es in
der Musik kaum noch etwas zu erfinden gibt, wird gemischt, das am Ende
hoffentlich doch wieder etwas Neues entsteht. So haben es auch QNTAL gehalten,
wenngleich man vielleicht nicht unbedingt von wirklich Neuem sprechen sollte.
Allerdings ist die Verquickung von Electronic, EBM, Klassik und Mittelaltermusik
wie auf "Ozymandias" so noch nicht zu hören gewesen. Daß es
funktioniert, wird wesentlich von Sängerin Syrah mitgetragen, die
mit einer klassich ausgebildeten Stimme in jede Notenecke vordringt. Erstaunlich
auch, wie mittelalterliche Instrumente wie Fidel oder Tar mit den kalten
Computer-Klängen harmonieren. Wenn etwas stört, ist es die sich
einschleichende Eintönigkeit. Würden nicht hin und wieder ein
paar treibende Rhythmusstücke dazwischengestreut, hätte man vermutlich
nach drei-, viermal Hören der CD die Nase voll.
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| BRANDED SKIN
"Branded Skin" |
Erschienen:
Label: Eigenproduktion Homepage: www.brandedskin.de |
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On Air: "Burn By The Cross" |
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“Oldschool
Death Metal” prangt in großen Lettern als Überschrift auf dem
Begleitschreiben. Das ist in diesem Falle keine Selbstüberschätzung,
sondern trockene Realität. Das Album hätte auch zu Zeiten der
ersten großen Death-Metal-Welle aus Schweden erscheinen können.
Simple, tiefe Grooves ziehen sich durch die Songs, einfach gestrickte,
einprägsame Melodien sorgen für die richtige Stimmung und der
Sound hätte auch im Sunlight Studio zusammengezimmert sein können.
Die sechs Songs plus Intro haben alles, was es braucht, um Oldschool-Herzen
höher schlagen zu lassen. |