An dieser Stelle findet Ihr Tonträger-Rezensionen der INTERREGNUM-Sendungen.
Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen 
und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. 
Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten.

Abgehört vom 19. November 2002


VICIOUS MARY "Vicious Mary" 3
Frontiers/Now&Then/XIII Bis/Point Music, 2002

Vicious Mary - Vicious Mary

VICIOUS MARY ist ein Seitenprojekt der italienischen Prog-Sternchen Terence Holler (voc) und Sean Henderson (keys). Hauptberuflich sind sie bei Eldritch involviert und veröffentlichten dort drei Platten. Sie tourten mal mit Angra und mal mit Threshold durch Europa. Dem Duo schlossen sich noch Pete Daniels am Schlagzeug an sowie ein interessanter alter Bekannter: BB-Nick von White Skull an der Gitarre. Musikalisch nähern sich VICIOUS MARY solchen Bands wie Ten oder Winger. Befahren also seichtere Gewässer und können trotz Nicks Gitarrenzaubereien nicht so recht überzeugen. Zu homosexuell klingen ihre Weisen, als daß sich Freude einstellte. Ich hoffe daß VICIOUS MARY nicht der Grund für Nicks Ausstieg bei White Skull waren, denn dann war es kreativitätsmäßig sicher ein Schritt zurück.
"When He Cries"

THOMAS

UNDERTOW "Unite" 3
Silverdust Rec., 2002

Undertow - Unite

Ein paar ganz Schlaue haben es sich zum Ziel gemacht einen Stil zu kreieren, den man nur als Metal bezeichnen kann. Grund: Das Wort Metal sei zu einem Schimpfwort geworden, so lange man kein Vorwort wie "Speed", "Death", oder "Thrash" davorsetzt. War mir bis dahin neu. Wie dem auch sei, UNDERTOWs Mischung aus Crowbar (zähflüssige Grundriffs, gepreßter, klagender Brüllgesang) und Life Of Agony (Depri-Stimmung und Melodieführung) kann man ohne weiteres keine Vorsilbe verpassen. Aber innovativ, neu und bahnbrechend ist diese Mixtur auch nicht. Einmal Crowbar reicht.
"Slope"

THOMAS

ANDRE ANDERSEN "Black On Black" 4
Frontiers/Now&Then/XIIIBis/Point Music, 2002

Andre Andersen - Black On Black

Einer unserer Lieblings-Christen meldet sich mit einem neuen Soloalbum zurück. Nett und ungefährlich musiziert er, sein außergewöhnliches Instrumentalverständniß präsentierend, vor sich hin und an mitreißenden Kompositionen vorbei. Schnell wird klar, daß die Soloscheiben Restverwerter für seine bei Royal Hunt unpassenden Ideen sind. Reichlich bieder plätschern die Songs vor sich hin und perlen am Ohr ab. Selbst wenn Andersen mal für seine Verhältnisse düstere Töne anschlägt. Handwerklich sicherlich ein Referenzstück, songschreiberisch aber nur laue Luft.
"Desperate Times"

THOMAS

VHÄLDEMAR „Fight To The End“ 9
Arise Rec/SPV, 2002

Vhäldemar - Fight To The End

So wie es mittlerweile in den Metal-Fanzines zum guten Ton gehört, Sachen wie „Nothing“ von Meshuggah (siehe Abgehört vom 29. Oktober 2002) über den grünen Klee zu loben, um als Rezensent ja den Eindruck eines diplomierten Heavy Metal-Wissenschaftlers zu erwecken, haben sich die „schlauen“ Reviewer darauf eingeschossen, Metal-Acts, die ohne Umwege auf den Punkt kommen und Schnörkel in ihrer Musik vermeiden, zu verreißen. Beide Auswüchse zeugen weder von musikalischem Verständnis, noch wird in solchen Fällen auch nur der Hauch von einem Feeling für Heavy Metal rübergebracht.
Für diese Möchtegern-Metal-Observer handelt es sich zum Beispiel bei der Musik der Band VHÄLDEMAR aus Spanien um zahnloses Zeug, ohne Ideen, drucklos und banal (erst kürzlich gelesen). Mit diesem Urteil habe ich in den zurückliegenden Wochen die „Fight To The End“-Scheibe immer wieder Leuten vorgespielt, die selbst nie auf die Idee kommen würden, eine Platte zu rezensieren. Sie hören Musik nicht analytisch und denken nicht stundenlang darüber nach, wo sie denn welchen Riff schon mal gehört haben könnten. Und alle - ich betone alle - haben bereits beim VHÄLDEMAR-Opener „The Black Beast“ entweder mit einer bestimmenden Handbewegung ihren „Geil“-Ausspruch unterstützt oder gleich angefangen zu headbangen.
VHÄLDEMAR sind gewiß eine Band, die sich ungeniert bei den Klischees des typisch deutschen 80er-Jahre-Metals bedient. Da gibt es Bezüge zu Helloween ebenso wie zu Running Wild. Aber ebenso klingt aus der Musik der Spanier die Erhabenheit der frühen Manowar-Sachen. Und um es auf die Liga VHÄLDEMARs zu holen, sie haben gar etwas von White Skull zu „Tales From The North“-Zeiten.
Klischees? Absolut. Aber wieviele Bands verwuseln diese lediglich talentlos zu einem unfreiwilligen Witz-Gebräu, ohne Akzente setzen zu können. Bei VHÄLDEMAR stimmen die Zutaten. Die Gitarren ballern aus den Boxen, als gelte es, sämtlichen Vorbildern die Butter vom Brot zu nehmen. Die Melodien haben sicher etwas Helloweensches, sind aber bei Weitem nicht so simpel gestrikt wie auf den „Keeper“-Alben.  Auch bei hymnischen Songs wie „Old King’s Vision (part. I)“ machen VHÄLDEMAR eine gute Figur. Am wohlsten fühlen sich die Spanier offenbar, wenn es gilt, das Gas-Pedal mit voller Wucht durchs Bodenbleck zu drücken. Man höre nur „7“.
Sollte ich demnächst mal für ein paar Jahre ins Koma fallen, und man würde mir nach dem Erwachen die Worte „Heavy Metal“ ins Gesicht sagen, könnte es durchaus sein, daß ich „VHÄLDEMAR“ antworte.
„Energy“/“7“

JUB

SOLSTAFIR „I Blódi Og Anda“ 10
Ars Metalli, 2002

Solstafir - I Blódi Og Anda

Wenn man die CD einer Band aus Armenien in die Hände bekäme, würde man durchaus mit etwas Außergewöhnlichem rechnen. Warum? Weil wir Armenien definitiv für eine Heavy Metal-Einöde halten. So geht es mir übrigens auch mit Island. Dort wird es garantiert nicht an jedem Felsvorsprung Black oder Death Metal-Combos geben, die sich gegenseitig die Plattenverträge und Clubtouren streitig machen. Und so erwarte ich von Bands aus dieser kalten, steinigen Gegend halt Musik, die irgendwie von den dortigen Lebensumständen geprägt ist.
Und als hätten SOLSTAFIR von diesen plumpen Vorurteilen gewußt, erfüllen sie mit jeder Note meine Erwartung nach ungewöhnlicher Musik.
Mit „I Blódi Og Anda“ legen die Isländer, die sich 1993 zusammenfanden, ihr Debüt vor (sieht man von der Mini-CD „Til Valhallar“ von 1995 ab). Und so aufgeblasen es auch klingen mag, derzeit hört sich keine mir bekannte Band an wie SOLSTAFIR. Läßt man den Gesang außen vor, sind durchaus Elemente von Black Metal in der Musik auszumachen, ebenso schleichen sich nahezu Gothic-angehauchte Melodien in die Gitarren-Lawinen. Allerdings schrecken SOLSTAFIR nicht davor zurück, wenn es ihnen nötig erscheint, puren Noise durch die Boxen zu jagen, um wenig später wie eine dieser unzähligen Studenten-Rock-Bands zu klingen. Das nennt man auch Brit-Pop.
Nun, und der Gesang? Der ist eine Mischung aus Black Metal-Schreien, Hardcore-Gebläke und Grindcore-Gekreisch. Völlig krank und beinahe nie einer Melodie verhaftet.
Man könnte meinen Sänger Adalbjörn Tryggvason habe mit seinen Leuten vereinbart, daß nur Musik komponiert wird, auf die seine Stimme paßt. Und da man irgendwann feststellte, daß die eigentlich nirgends raufpaßt, hat man kurzerhand bestimmt, sich keinem Stil-Dogma zu unterwerfen.
Ich glaube, daß diese Band die Hörerschaft stark polarisieren wird, denn dieser Lärm ist für manchen sicher an manchen Stellen einfach nur unerträglich. Ich wiederum finde das Ganze absolut phantastisch. Hört Euch nur „Tormentor“ an. Das sind die Songs, aus denen eine immerwährende Liebe entsteht.
„2000 Ar“

JUB

IRON MAIDEN „EDWARD THE GREAT“ Inhalt 3/ Musik 9
Iron Maiden Hold./EMI, 2002

Iron Maiden - Edward The Great

Weihnachten steht vor der Tür. Es werden wieder Geschenke gemacht. CDs eignen sich vortrefflich. Und wenn diese CDs mit einer Aufmachung wie die „Edward The Great“ von IRON MAIDEN daherkommen, spielt die Wertigkeit des Inhalts fast keine Rolle mehr.
Das Booklet könnte einem Foto-Album der englischen Königin nachempfunden sein (reine Mutmaßung, war bei der Queen nämlich noch nicht zum Tee). Die CD selbst ist auf der unbespielten Seite ganz in schwarz gehalten und mit einem güldenen Aufdruck versehen worden. Und schließlich hat man hier IRON MAIDEN eine „Edward The Great“-Insignie verpaßt, die ganz königlich erscheint.
Die CD selbst enthält 16 Songs der Band, die ihre gesamte Schaffensphase abdecken. Da hat man sich wenig Mühe gemacht, denn diese Kompilation kann jeder von Euch mit einem CD-Brenner in kürzester Zeit selbst zusammenstellen, denn wir finden hier weder unveröffentlichtes Material, noch alternative Versionen. Nicht einmal die Blaze Bailey-Songs wurden von Bruce Dickinson neu eingesungen, obwohl sich das durchaus angeboten hätte.
Eigentlich dachte ich, die Zeit für solche „Best Of ...“-Alben, die wirklich nur schon einmal Dagewesenes bündeln, sei endgültig vorbei. Nicht für IRON MAIDEN. Das soll nichts gegen die ausnahmslos starken Songs sagen. Denn das Durchhören der CD macht Laune wie Sau.
Fazit: Vermutlich nur eine CD für halbherzige IRON MAIDEN-Kenner, die den ein oder anderen Song mögen und jetzt endlich eine Zusammenstellung des Besten haben, ohne sich ganze Alben kaufen zu müssen. Für den Die-Hard-Fan ist dieses Teil eigentlich nichts, doch ausgerechnet der wird sich „Edward The Great“ garantiert zulegen. Gehört ja zur Sammlung.
„The Number Of The Beast“

JUB

VIRGIN STEELE „Virgin Steele“ Inhalt 8/Musik 7
Sanctuary/T&T/Noise, 1983/2002

Virgin Steele - Virgin Steele

VIRGIN STEELE halten eisern an ihrer Wiederveröffentlichungs-Strategie fest. Jetzt ist ihr Debüt-Album von 1983 erschienen, das genau wie die beiden Fan-Geschenke „Hymns To Victory“ und „The Book Of Burning“ zwar ausschließlich uraltes Material enthält, allerdings nicht ein Song wird so serviert, wie er zur Zeit seiner Erstveröffentlichung klang. So sind die Stücke der ersten VIRGIN STEELE mindestens remastert oder obendrein noch neu abgemischt worden. Hinzu kommen die Stücke „Lothlorien“, ein Piano-Song, der bereits zu den Aufnahmen zum Debüt entstand, aber nie verwendet wurde, und die Nummern „The Lesson“, „Life Of Crime“ und „Burn The Sun“, die Bestandteil eines bisher unveröffentlichten 4-Track-Demos waren. Und schließlich gibt es noch einmal vier Songs aus dem Debüt in einer weiteren neuen Abmischung. Damit wächst die VIRGIN STEELE-Erstveröffentlichung auf 18 Stücke an. Ohne Frage: Hier bekommt man etwas fürs Geld.
Wer allerdings mit den Spätwerken der Band warm geworden ist und vor allem die tadellosen Harmonien in den Melodien liebt sowie sich an dem perfekten Zusammenspiel von Gesang, Gitarren und Rhythmusgrupp ergötzt, könnte von diesen VIRGIN STEELE-Sachen enttäuscht sein. Geprägt ist die Band eindeutig vom NWOBHM, hat aber auch einen verdammten Hang zu den progressiven Bands der 70er Jahre. Das klingt manchmal alles etwas steif und aufgesetzt. Vor allem David DeFeis’ Schreie müßten eigentlich nicht sein. Aber Judas Priest und Raven hatten das ja vorgemacht.
Für Fans ist diese Platte meiner Ansicht nach unverzichtbar. Selbst wenn sie das Original im Schrank haben. Ansonsten sollten Leute, die die 80er mögen, das Zeug mal antesten, denn ein Meilenstein war die erste VIRGIN STEELE nicht unbedingt.

JUB

STRAMONIO "Mother Invention" 1
Frontiers/Now&Then/XIII Bis/Point Music, 2002

Stramonio - Mother Invention

Hierbei handelt es sich um reichlich übermotivierte Italiener, die an der häufig auftretenden Prog-Krankheit leiden. Kurz, "Influencia Progressiva". Die Symptome äußern sich durch zu viele Breaks in einem Lied, fiebrige, unkontrollierte Rhythmuswechsel, verwirrtes Vor-sich-hin-Gesinge und nässende Gitarren. Alles sinnfrei und unhörbar. Das Virus breitet sich zur Zeit hauptsächlich in Italien und Nordamerika aus. Als Gegenmittel kann man zwei Scheiben Amon Amarth auflegen. Slayer hilft auch. Zur Vorbeugung sei absoluter Kaufverzicht von "Mother Invention" empfohlen. Gute Besserung.
"Snow Crystal"

THOMAS

INSOMNIUM „In The Halls Of Awaiting“ 7
Candlelight/PHD, 2002

Insomnium - In The Halls Of Awaiting

Finnen-Melancholie trifft Schweden-Death. Auf diesen Nenner kann man die Musik auf INSOMNIUMs Debüt-CD „In The Halls Of Awaiting“ bringen. Und dabei gehen die vier Musiker gar nicht mal ungeschickt zu Werke. Allerdings scheint es auf der CD einen Bruch zu geben, denn erst ab Song sieben, „Shades Of Deep Green“, werden sie so richtig stark. Als sei es Absicht, folgen mit „The Bitter End“, „Journey Unknown“ und „In The Halls Of Awaiting“ drei weitere Nummern, die aufhorchen lassen, nachdem man beim ersten Teil der CD doch die Musik eher als angenehmes Hintergrund-Gerocke wahrnimmt. Denn mit Song eins bis sechs haben INSOMNIUM zwar solide Melodic Death Metal-Kost abgeliefert, fallen aber nicht weiter auf. Zu oft hat man solche Melodie-Bögen, solche Riffs, solche Arrangements schon gehört. Lediglich die kleinen progressiven Tupfer (zum Beispiel in „Song Of The Storm“) retten die Songs davor, nur als In Flames/Cry Havoc-Abklatsch abgetan zu werden.
„Shades Of Deep Green“

JUB

STONER KINGS "Brimstone Blues" 9
Massacre Rec., 2002

Stoner Kings - Brimstone Blues

Hm, Stoner Rock. Da fallen mir als erstes ein knarziger Baß, Coolness verbreitender, nasaler Gesang, totales Gitarrenbrett und ein leicht halliger Gesamtsound ein. Wenn das die Merkmale sind, die eine Band aufweisen muß, um als Stoner Rock-Band durchzugehen, dann trifft dies uneingeschränkt auf die Stoner Kings zu. Aber ich denke, daß da noch etwas mehr dazu gehört als soundmäßige Klischees. Zum Beispiel sollten die Songs einem völlig zugedröhnt (um nichts anderes geht es doch hier oder?) wie ein großes, schnelles Auto vorkommen, was den Hörer mit einem Affenzahn durch staubige Wüsten, vorbei an riesigen Kakteen und kleinen Kriechtieren sowie blanken Rinderschädeln manövriert. Zumindest stelle ich mir das beim Hören solcher Musik vor. Die Kings jedoch verriegeln das Auto, nachdem man eingestiegen ist, von außen mit einem Grinsen im Gesicht und scheuchen es durch Schlaglöcher, rammen unablässig Felsvorsprünge und schneiden permanent die Kurven. Sprich sie sind rockiger, härter als andere Bands dieses Genres. Und Härte ist doch das, was Besucher dieser Seite brauchen, nicht war?
"Stonehenge"

THOMAS

BATHORY „Nordland I“ 10
Black Mark, 2002

Bathory - Nordland I

Das, was BATHORY machen, können sich nur wenige Bands leisten: Nur dann, wenn sie klingen wie immer, wird ihnen abgöttische Verehrung zuteil. Die kleinste Veränderung bringt sowohl Fan-Schar als auch Kritiker auf. Quorthon und Studio-Unterstützung mußte dies gerade jüngst bei seinen letzten beiden Alben erfahren. Da half auch sein Halbgott-Status nichts, die Leute schimpften wie die Rohrspatzen.
Mit „Nordland I“ liegt die Fortsetzung solcher Meisterwerke wie „Hammerheart“, „Twighlight Of The Gods“ oder „Blood On Ice“ vor. Und alles ist wie auf den Vorgängern auch. Wir haben die schweren, hymnischen Chöre, monoton gestaltete ausufernde Stampfer, die Geschichten über Natur und Wikinger-Leben transportieren, die Melodien sind wieder mit einer gehörigen Portion Folk-Appeal versehen, die Breaks mit ihren donnernden Marsch-Drums, die immer ein bißchen wie eine Artillerie-Salve klingen, sind an genau jenen Stellen plaziert, an denen der BATHORY-Fan sie auch angeordnet hätte. Richtig Lack machen BATHORY lediglich in „Broken Sword“ und „Great Hall Awaits A Fallen Brother“.
Hier wurde nichts neu erfunden, und die Kompositionen sind garantiert nicht das Ergebnis einer monatelangen Filigran-Arbeit eines Genies. Auch ist Quorthons Gesang noch nie mit meisterlicher Vokal-Akrobatik vergleichbar gewesen. Wenn man diese Scheibe jedoch hört, hat man das Gefühl, einen alten Freund wiedergetroffen zu haben. Oder vielleicht ist man auch einfach seit langem mal wieder heimgekehrt.
„Foreverdark Woods“

JUB

SISKO „3“ 8 (BANDS BATTLE-BAND 2003)
Rabazco, 2002

Sisko - 3

Wieder eine Ausnahme. Wie schon bei Sweet Infernal Noise ist hier eine Drei-Track-CD Gegenstand einer Review. Und ähnlich wie bei SIN hat mich die Qualität der Musik dazu bewogen, Euch die Band SISKO ans Herz zu legen.
Dieses Quasi-Duo spielt oberflächlich betrachtet einen gotischen Metal, der mit seinen schwermütigen Melodien gut aus den finnischen Regionen kommen könnte. Vielleicht sind Vergleiche mit To Die For oder HIM gar nicht so weit hergeholt. Vor allem „Thinking Of You“ will Dich förmlich runter ziehen. Die Songs „Whatever“ und „Tell Me“ sind bei aller Tragik in den Melodien recht unruhig, was an dem aufreizenden Schlagzeugspiel liegen mag. 
Ich bin ein wenig verwundert, daß SISKO noch immer keinen Mega-Deal haben, da sich diese Art der Musik momentan doch verkaufen müßte wie Aldi-Computer. 
Leider gibt es von der Band nur drei Maxi-CDs, die sinnigerweise „1“, „2“ und „3“ betitelt wurden. Hier ist ein vollständiges Album überfällig, existiert das Duo - bestehend aus den Brüdern Bruno und Igor Sisko - doch mittlerweile seit 1996.
„Tell Me“

JUB

SUCCUBUS „The Night’s Melodies“ 5
Eigenprod., 2002
Succubus - The Night's Melodies
Diese Band aus Neuruppin existiert eigentlich schon seit zehn Jahren. Und man hat nur wenig von ihr gehört. Ob es sie noch gibt, kann ich nicht sagen. Das könnt Ihr aber sicher im Internet selbst herausfinden.
Und vielleicht lohnt es sich für Euch ja sogar, denn unter Umständen stoßt Ihr auf die Möglichkeit, diese kleine CD namens „The Night’s Melodies“ zu erwerben.
SUCCUBUS scheinen sich musikalisch nicht wirklich festlegen zu wollen. Die fünf Songs auf dieser Scheibe zehren sowohl aus dem Black Metal als auch aus dem Death und Thrash Metal. Dabei geht die Band vor allem geradlinig zu Werke und hält sich nicht an aufgeblasenen Arrangements auf. Manchmal klingen die Stücke zwar wie mit der Axt behauen, das stellt für manchen Konsumenten allerdings unter Umständen sogar den besonderen Reiz dar. Nicht von der Hand zu weisen ist aber, daß auch kompositorisch eher die simple Struktur den Ton angibt. Da holpert dann die Musik manchmal wie ein klappriges Auto über Kopfsteinpflaster und will einfach nicht gefallen.
Gekeift wird auf dieser CD von Sängerin Exeria. Das läßt aufhorchen, weil das Zeug wirklich rau klingt. Nur scheint die gute Frau auf „The Night’s Melodies“ all ihre Abgründe bereits ausgereizt zu haben, weil die meisten Passagen sehr gepreßt oder gequält wirken. Hier hätte eine kraftvolle Männerstimme manchmal mehr bewirkt. Succubus-melodicdeath@gmx.com
„Iron And Steel“
JUB
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