AT VANCE "The Evil In You"
8
AFM/Soulfood, 2003
Olaf Lenk und seine Band AT VANCE
gehen mit "The Evil In You" in die fünfte Runde und kredenzen einmal
mehr eine Scheibe meisterlich arrangierten und professionell in Szene gesetzten
Melodic Power Metal mit Substanz. Mit Mats Leven haben die Deutschen einen
neuen Sangeskünstler an Bord, der sich früher bei Yngwie Malmsteen
seine Brötchen verdiente. Damit haben AT VANCE einen absoluten Glücksgriff
getan, denn der Knabe ist in jeder Tonlage absolut sattelfest. Manchmal
kommen stimmliche Parrallelen zu Jeff Scott Soto auf. Was durchaus als
Kompliment verstanden werden kann. Lenks Gitarrenarbeit selbst ist erwartungsgemäß
ein Gedicht. Ihn kann man wohl in einem Atemzug mit Axel Rudi Pell nennen,
wenn es um herausragende Gitarristen aus Deutschland geht. Mit dem Unterschied,
daß Lenk sein Instrument mit einer Prise Pfeffer mehr im Arsch spielt
und nicht so sehr aufs Solieren aus ist. Ob Double-Bass-Hämmer wie
etwa "Streets Of My Dreams" oder die Ballade "Shining Star", Melodie ist
stets Trumpf. Die Härte allgegenwärtig. Allerdings stellt sich
die Eingängigkeit erst beim vierten, fünften Mal Hören ein.
Aber das haben gute Platten ja bekanntlich so an sich.
"The Evil In You"
THOMAS
GOD DETHRONED "Into The Lungs
Of Hell" 10
Metal Blade, 2003
Allerspätestens jetzt nach ihrem
fünften Longplayer sollten sich GOD DETHRONED ein für allemal
in der Hall Of Fame des holländischen Death Metals der Neuzeit an
die Spitze gespielt haben. "Into The Lungs Of Hell" läßt nämlich
nichts anderes zu. Und das, obwohl man beim ersten Mal hören durchaus
Anlaufschwierigkeiten haben kann. Der Titeltrack ist gleichzeitig der Opener
und ergießt sich sehr zäh und sperrig aus den Boxen. Das Songwriting
wirkt zunächst unspektakulär, bis die Geschwindigkeit zum Ende
des Songs angehoben wird. Der selbe Refrain, der erst nur beiläufig
als solcher erkannt wurde, bekommt einfach einen zackigeren Rhythmus untergelegt.
Von da fängt man an, den roten Faden des Liedes zu erkennen und nickt
schonmal mit dem Kopf zum Takt. Bei der zweiten Refrainwiederholung wird
das Nicken schon fast zum Banging. Und spätestens ab der dritten findet
man das Stück nur noch geil, kurz bevor es ausläuft. Beim zweiten
Anhören ist man schon vorbereitet und hört das Stück mit
komplett anderen Ohren. Der zähe Groove ist richtig geil und der Refrain
mausert sich zum Ohrwurm erster Güte. Nach dem nächsten Durchlauf
glaubt man kurzzeitig den Stein der Weisen gefunden zu haben. Zumindest
wurde ich dieses Stück erstklassigen Death Metals nicht mehr los,
es nistete sich in meinem Kopf ein und will einfach nicht verschwinden.
Doch besteht die Platte ja nicht nur aus dem Titelsong. "Soul Sweeper"
könnte dem Anfangsriff nach durchaus auch aus der Feder eines Trey
Azagthoth (Morbid Angel) stammen und wartet mit aggressivem Stakato auf.
Die Einstiegsstrophe allein besitzt bereits Ohrwurmqualitäten wie
der Titelsong. Daß "Soul Sweeper" sich allerdings noch im weiteren
Verlauf steigert, versteht sich bei dieser Scheibe irgendwie von selbst.
Egal ob man Highspeedgeschosse wie "The Warcult" oder "Slaughtering The
Faithful" hört oder eher gedrosselte Stücke wie "Into The Lungs
Of Hell" oder "Subliminal", Henry Sattlers Kompositionen haben stets Hand
und Fuß. Starke Riffs, Leadgitarren von spitz-wütend bis melancholisch-verträumt,
rasende Geschwindigkeitsattacken und bedrohliche Schwere sowie geile Gesangslinien
verbinden die Holländer zu einem hochwertigen und äußerst
explosivem Death Metal-Highlight. Hut ab!
"Into The Lungs Of Hell"/"Soul
Sweeper"
THOMAS
HAMLET "Directo" 7
Locomotive Music, 2003
Moderner Groove Metal ist das Metier,
in dem sich die Spanier von HAMLET austoben.
Die Band ist in unseren Breitengraden
eher unbekannt, aber das liegt sicherlich nicht an der Klasse der Musik.
Auf ihrem Livealbum "Directo" kann man sich von den Qualitäten dieser
Band ein ausgezeichnetes Bild machen. "Directo" wird neben dem CD-Format
auch als DVD erscheinen und neben Konzerten aus Madrid und Bilbao auch
einige Vidoe Clips und Backstage Sequenzen enthalten.
"Queda Mucho Por Hacer"
THOMAS
BLAZE "As Live As It Gets"
9
Steamhammer/SPV/Black Machine Holdings,
2003
Über den Sinn von Livealben
läßt sich in der heutigen Zeit hervorragend streiten. Klingen
die meisten in den letzten Jahren veröffentlichten Konzertmitschnitte
doch ziemlich steril. Man nehme nur In Flames' Japanmitschnitt. Oder "Entangled
In Chaos" von Morbid Angel, Alben, die wie Studioveröffentlichungen
mit eingeschnittenem Fanapplaus klingen und von daher so gut wie gar nichts
von dem magischen Erlebnis eines Livekonzerts vermitteln. BLAZE, der geschaßte
Durchgangs-Maidenfronter kommt nach zwei Soloplatten jetzt auch mit einer
Livescheibe daher und ich muß sagen, daß auch hier sicherlich
nachträglich ausgebessert wurde. So ist der Sound durchgehend erster
Klasse. Was natürlich auch an der fortschreitenden Verbesserung der
Aufnahme- und Mitschnittechnik liegt. Aber "As Live As It Gets" hat einen
ganz anderen, entscheidenden Vorteil. Man bekommt beim Hören einen
ziemlich lebhaften Eindruck davon, wie sich die Band live den Arsch abrockt.
Hat man noch nie eine BLAZE-Show gesehen, kann man sich nach dem Zu-Gemüte-führen
dieser CD eine recht gute Vorstellung davon machen.
BLAZE feuert seine Fans unablässig
an, macht einen charismatischen Eindruck als Frontman bei den Ansagen,
und seine Musiker spielen wie junge Götter. Egal ob Eigengewächse
wie "Speed Of Light", "Kill And Destroy", welches in der Studioversion
irgendwie verhindert klingt und sich Live zu einem Knaller mausert, "The
Brave" oder das Wolfsbane-Stück "Steel". Oder ob er seine Maiden-Vergangenheit
Revue passieren läßt mit "When Two Worlds Collide", "Virus",
"Futureal" oder "The Sign Of The Cross", BLAZE schafft es, seinen Fans
das zu geben, was sie von ihm wollen, was wiederum mit begeistertem Applaus
und lautem Mitsingen honoriert wird. BLAZE-Fans werden an dieser Scheibe
sicherlich nicht vorbeikommen.
"When Two Worlds Collide"
THOMAS
BL(A)DFLOWERZ "7Benedictions/7Maledictions"
8
Silverdust Rec./Soul Food, 2003
Bei vielen Metal-Fans läuft
bei der bloßen Erwähnung von Gothic Metal mit Frauengesang heutzutage
ein kalter Schauer der Überdrüssigkeit den Rücken herunter.
Kein Wunder, dieses Genre war zum Anfang noch recht interessant, bis sich
nahezu jede Band mit einer Quotensängerin verstärkte, Blumen
und nackte Frauen aufs Cover packte und zu schwulen rotweintrinkenden Poeten
im Rüschenhemd mutierte. Masse statt Klasse eben. Heute zaubert diese
Musik den meisten nur noch ein müdes Lächeln aufs Gesicht. Doch
diejenigen haben die Rechnung ohne die BL(A)DFLOWERZ gemacht. Die drei
Jungs und das Mädel kann man zwar auch in dieses Genre stecken, doch
bewahren sie sich eine eigene Identität dadurch, daß sie sich
nicht darauf versteifen, mit ihrer Trauer und ihrem Weltschmerz bei den
Fans hausieren gehen. Eher peppen sie ihre recht schwungvollen Stücke
mit einer gewissen, wenn auch dunklen Unverdrossenheit auf. Will heißen,
es gibt zwar schwermütige Melodien und von Zeit zu Zeit auch ein paar
zu Tode deprimierte Streicher zu hören, doch die Klampfen liegen nicht
wie kastrierte Kater antriebslos in den Songs rum. Vielmehr treten sie
Arsch in Moll. So mancher Break hätte auch von einer Thrash-Band stammen
können, und vor allem ist die Stimme ein Pluspunkt. Die Dame am Mikro
vermittelt nicht den Eindruck als würde sie sich nach den Aufnahmen
die Pulsadern mit einem zerdroschenen Weinglas aufschneiden. Eher scheint
es, daß ihre Stimme sagt „Nach dem Regen scheint die Sonne“ oder
„Hör auf zu flennen, tu was!“ Sehr sympathisch.
"Wild Heart"
THOMAS
FREUND HEIN "Coincidentia
Oppositorum" 5
Eigenproduktion, 2003
Hm, mit FREUND HEIN ist das so eine
Sache. Die Österreicher bieten auf ihrer Eigenproduktion drei Titel
an, die mal mit derbem Grind/Death-Gepolter auf der einen Seite und mit
Arcturus-beeinflußtem Avandgardismus auf der anderen aufwarten. Die
Sache mit Arcturus kommt einem deshalb in den Sinn, weil der Frontmann
stimmlich einige Parallelen zu Garm aufweist, wenn er in klareren Gefilden
singt. Darüberhinaus scheuen die sechs Musiker nicht davor zurück,
einige völlig beknackt-schrullige Keyboard-Themen über ihr handwerklich
überzeugendes Geschrote zu legen und hier und da mit verqueren Rhythmiken
aufzuwarten. Erinnerungen an Die Apokalyptischen Reiter werden wach. Nun
und da liegt der Hase im Pfeffer. Denn die Jungs scheinen sich selbst nicht
ganz ernst zu nehmen. Allein die die genial-bescheuerten Pseudonyme weisen
darauf hin. Anschnallen, los gehts: Gorepheus Bloodimir Jesus Wurschtl
Christ (Pseudo) Beatnik Hein am Mikro, Commander Motherfuck an der Klampfe,
Dr. AH LH v. Kärnten Vorstand der Ärztekammer Decubitus- auch
Gitarre, Hombre Destruktore haut in die Tasten, dazu gesellen sich noch
The Notorious Penta Peil am Schlagzeug sowie Prim. Grillhacker, der den
Baß bedient. Wem angesichts dieser Namen nicht mindestens ein Lächeln
übers Gesicht huscht, der ist selber schuld. Doch dessen ungeachtet,
wenn sich eine Band so der Öffentlichkeit präsentiert, erwarte
ich musikalisch entweder den totalen Wahnsinn und die sich dahinter verbergende
Genialität, welche die Band so einzigartig macht, daß sie sich
so ein Kasperimage erlauben kann. Oder ein völliges akustisches Desaster
mit Kultfaktor wie etwa bei A.O.K. seinerzeit. Bei einer Band, die weder
das eine noch das andere ist, entsteht sonst schnell der Verdacht, daß
sich ein paar talentierte, jedoch sicher nicht übertalentierte Musiker
und Songschreiber ein auffälliges Image überstreifen, um den
mangelnden Pepp in der Musik zu kaschieren. Variante zwei wäre, daß
man die spaßige Komponente, wenn einen die musikalische Darbietung,
vor Begeisterung oder vor blankem Entsetzen, nicht gerade in die Knie zwingt,
schnell aus Mangel an Interesse als Insiderwitze aus dem Bandfreundeskreis
abtut. Ein Problem, mit dem sicher nicht nur FREUND HEIN zu kämpfen
haben. Die Band ist nicht schlecht aber auch kein Hammer und keine Katastrophe.
Mal sehen wie die Sache sich noch entwickelt, dennoch gibt es vorerst unbeeindruckte
fünf Punkte. www.freundhein.com
/ freund.hein.info@gmx.at
"I Like Your Way Of Hurting Me"
THOMAS
LYNCH/PILSON "Wicked Underground"
7
Lynch/Pilson/Spitfire, 2003
Es ist immer wieder erstaunlich,
wie vorteilhaft oder destruktiv ein Image für eine Band sein kann.
Wichtig ist es für eine Band allemal. Das trifft auch auf Bands wie
Dokken und Lynch Mob zu. Als in den späten 80ern die Fans der einzelnen,
sich immer mehr verästelnden Metalspielrichtungen sich zunehmend voneinander
entfernten und gar entzweiten, steckten sich viele Bands ihre musikalischen
Claims ab und verliehen ihnen mit ihrer Soundausrichtung und ihrem Kleidungsstil
Ausdruck. So kristallisierten sich die Thrasher, Grunger, Deather, Crossover-Fans
ect. als eigenständige Fan-Szenen heraus, wo es zum Beispiel Slayer
schwer hatten, sich beim Poison-Publikum Gehör zu verschaffen. Kaum
ein Venom-Fan hätte sich etwa eine 24/7 Spyz-Platte besorgt. Und Kurt
Cobain-Jünger hätten ihr Geld lieber in neue Karohemden investiert,
als sich den Bathory- oder Carcass-Backkatalog zu ordern. Aus der einstigen
Heavy Metal-Gemeinschaft wurde nach und nach eine Reihe verschiedener Hörgemeinschaften,
die sich auch schon auf Grund des Images ablehnten, ohne vielleicht die
Musik des anderen bewußt mal angehört zu haben. Heutzutage,
wo der Dresscode sich gelockert bzw. gewandelt hat, fällt es vielen
Fans von damals leichter, sich mit den Bands von damals unvoreingenommen
auseinanderzusetzten. Und siehe da, "Wicked Underground" ist alles andere
als einem gewissen Genre anhaftende Pflichtmusik für ewig Gestrige.
Eher ist es den beiden Musikern gelungen, ein zeitloses Melodic Metal-Album
zu komponieren, welches schon ab dem ersten Durchlauf sympathisch wirkt.
Keine Eierkneif-Kopfstimmen, sondern ziemlich lässiger, angenehmer
Gesang. Die Stücke sind unverkrampft geschrieben und eingespielt worden.
Oft auf Rhythmiken aufgebaut, die eher entspannt aber nie lahmarschig daherkommen.
Doch bei aller Coolness vergessen die beiden Haudegen nicht, auch mal die
Sechs-Saiten-Axt in schärfer dröhnende Gefilde aufzureißen.
Wer sich also bei diesen momentan vorherrschenden tropischenTemperaturen
nicht unbedingt von Black Metal-Nihilismus, Drachentöter-Bombast oder
mit Depri-Gothic und Death-Geschredder überfahren lassen will, sondern
lieber beim Bier trinken mit dem Fuß mitwippen möchte, sollte
"Wicked Underground" mal eine Chance geben.
"Vaccine"
THOMAS
GURD "Encounter" 7
Die Hard/Neo/Smis, 2003
Aus den Resten der Schweizer Band
Poltergeist, die Ende der 80er, Angang der 90er ein paar Achtungserfolge
verbuchen konnte, formierte sich die Band GURD, welche 1995 mit "Gurd"
debütierte.
Da Mastermind V.O. Pulver sich musikalisch
modernen Einflüssen nicht versperrte und die Band auch optisch eher
an eine Hardcore-Truppe denn an einen Metalact erinnerte, wurden GURD auch
versucht, dem dementsprechenden Publikum schmackhaft gemacht zu werden.
Allerdings dürfte, am Erfolg gemessen, dem Publikum solcher Bands
wie Such A Surge, Life Of Agony oder mit Abstrichen auch Pro Pain, der
Sound der Schweizer zu Metal-lastig gewesen sein. Die Metaller wiederum,
die GURD nicht kannten, was sicherlich nicht wenige waren, vermuteten hinter
solchen Tourkonstellationen eher musikalisch gleichgeschaltete Acts. Somit
saßen V.O. und seine Mannen so ziemlich zwischen den Stühlen.
Aufgegeben haben sie jedoch nicht. Warum auch? Wer starke Scheiben wie
"Down The Drain"(1998) oder nun "Encounter" im Gepäck hat, wäre
ein Narr, würde er es nicht weiter versuchen. Das siebente Album der
Alpenländer bietet eine gelungene Symbiose aus kraftvollem Thrash
Metal und modernem Groove, der auf das Nötigste reduziert wurde, um
den Songs die nötige Durchschlagskraft zu verleihen. Gitarrenhelden-Soli
oder allzu verschachtelte Refrains sucht man auf "Encounter" vergebens.
Im gleichen Maße sind die Lieder eingängig und zünden beim
ersten Hören. GURD sind es durchaus wert, im größeren Stile
gehört zu werden. Mir gefällts.
"A New War"
THOMAS
DAEMON "Eye For An Eye" 8
Die Hard/Zomba/Rising Sun, 2002
Vor einiger Zeit noch war ich der
Meinung, daß aus Dänemark außer einer Handvoll Bands nur
eher schwächere Formationen kommen. Konkhra gehörten eigentlich
auch zu letzterer Fraktion. Deren Frontmann und Gitarrist Anders Lundemark
gründete ein Nebenprojekt, welches 1996 mit "Seven Deadly Sins" debütierte.
Mittlerweile ist dieses Projekt zu einer regelmäßig veröffentlichenden
Band avanciert, denn nun steht ihr dritter Longplayer "Eye For An Eye"
in den Regalen, und ich muß sagen, die Musik DAEMONs weiß um
einiges besser zu gefallen als die von Lundemarks Hauptband. Gnadenlose
Power und eingängige Refrains sind das ganz große Plus der beiden
Dänen und des Amis (Thomas Fagerlind am Baß und Gene Hoglan
an den Drums). Vom Label wird die Musik als Death Metal angepriesen, aber
es läßt sich eine starke Thrashseite ausmachen. Diese Symbiose
ist es, die für die notwendige Abwechslung sorgt. Als Anspieltips
sollten hier "Eternal Bliss" und "Gone Forever" herhalten.
"Gone Forever"
THOMAS
BIOHAZARD "Kill Or Be Killed"
2
Steamhammer/SPV, 2003
Seit nunmehr über zehn Jahren
treiben BIOHAZARD ihr Unwesen in der Hardcore-Szene und wurden seitens
des Labels und der Presse immer versucht, der Metal-Szene schmackhaft zu
machen. Anfang der 90er, als der traditionelle Heavy Metal ein Underground-Dasein
zu fristen begann, gelang das auch hervorragend. Irgendwie sollten die
New Yorker und der Rattenschwanz an Bands, der ihnen folgte, mit dazu gehören.
Klar, daß die Metal-Fans geteilter Meinung darüber waren. Die
einen fanden das stumpfe Gebräu aus Punk-Simplizität, multikultureller
Straßengang-Romantik, Harter-Mann-Pathos, und Metal-Spurenelementen
als Offenbarung und Ausweg aus der vermeintlichen Sackgasse in die der
Heavy Metal der ach so klischeevollen 80er zu geraten schien. Die anderen
sahen ihr exklusives Revier verletzt, unterwandert von einer Meute von
Bands, die Jahre zuvor Heavy Metal-Fans noch für schwul oder mindestens
als lächerlich befanden. Und wiederum gab es Fans, die ihr Fähnchen
auf Zehenspitzen in den Trendwind hielten, um möglichst nichts zu
verpassen. BIOHAZARD selbst wurden auf Metalfestivals wie dem Dynamo, bei
welchem sie einen spielzeitentechnisch hohen Status einnahmen, nie müde
zu erwähnen, daß dies nun die 90er wären und sich alles
wandelt. Also Heavy Metal out und Schnee von gestern war. Jahre später,
als sich dieser unsägliche Hardcore-Trend in Wohlgefallen auflöste
und viele Bands des Genres so schnell verschwanden wie einst erschienen,
mußten sich BIOHAZARD ihre Plattenkäufer bewahren und waren
jetzt auf einmal die Old School Metal-Fans vor dem Herrn und predigten
nunmehr den Zusammenhalt zwischen Metallern und Hardcore-Fans. Die vielzitierte
Street Credibillity verkam zu reiner Makulatur. Die Musik unterdess war
stumpf und eintönig wie immer.
Die neue CD "Kill Or Be Killed"
bildet da keine Ausnahme und bietet auf wenig spektakulären Ideen
aufbauende New York-Hardcore-Fastfood-Unterhaltung. Drei-Akkorde-Groove-Geschleppe
unterbrochen durch abwechselnd eingebaute Up-Tempo-Passagen, die aber stets
nach demselben Strickmuster verlaufen. Der Unterschied zu früher ist
lediglich, daß auf eingestreute "Yo Muthafukka! Brooklyn/New York!"
Plattitüden weitestgehend verzichtet wurde. Dennoch, unspektakulär
wie immer.
"Heads Kicked In"
THOMAS
RAGING SPEEDHORN "We Will
Be Dead Tomorrow" 7
Steamhammer /SPV, 2002
Jaja, mit dem Hardcore ist das so
eine Sache. Ähnlich wie in anderen Musikarten auch gibt es Spielarten
des Hardcore, die sich mir überhaupt nicht erschließen. Doch
was die sechs jungen Briten hier abgeliefert haben, weiß durchaus
zu gefallen. Denn im Gegensatz zu ihren Kollegen aus Brooklyn wird hier
weiträumig auf Gangshouts, ödes Vor-sich-hin-Geschleppe und Rap-ähnliche
Gesangslinien verzichtet. RAGING SPEEDHORN wüten die gesamte Spielzeit
vor sich hin und treten dabei durchaus Arsch. Allerdings verkommt die Wut
in den Musikerbäuchen nicht zum Selbstzweck. Die mit zwei Sängern
ausgestattete Band schreibt auch gute Songs, die eines hellen Köpfchens
bedürfen. Bin angenehm überrascht.
"Fuck The Voodooman"
THOMAS
END OF GREEN "Last Night On
Earth" 7
Silverdust/Soul Food, 2003
END OF GREEN kann man getrost zu
dem Kreis der musikalischen Trauerweiden zählen. Denn sie vermengen
fast mühelos die Melancholie und Eingängigkeit von HIM, mit der
schwarzhumorigen Note und der rockigen Attitüde von Sentenced. Wobei
sie mehr daran erinnern, als daß sie offensichtlich kopieren. Ihre
Songs sind langsam, sich vor Gram dahinschleppend und dabei mitunter recht
hypnotisch, daß einem genug Zeit bliebe, über das Hören
hinaus in seine eigenen Gedanken abzuschweifen und die Musik fast gar nicht
mehr wahrzunehmen. Doch das ist nicht der Sinn und Zweck der Musik. Das
haben sich anscheinend auch END OF GREEN gesagt und rühren der Tristesse
die oben genannten Rocker bei. Während bei „Tragedy Insane“ durchaus
Sentenced Pate gestanden haben könnten (auch stimmlich), ist es bei
„Evergreen“ eher eine dieser hippen New Metal-Chaotencombos minus Scratchen
und Rappen. Die Riffs kommen eher in diesem modernen Stakkato-Rhythmus
daher. Diese Klangfärbung kann man also durchaus verkraften. „Highway
69“ ist dann wieder so ein Sentenced-Headbanger, der Qualität hat.
Und obwohl die Einflüsse deutlich erkennbar sind, haben END OF GREEN
sich nicht darauf versteift, eine Kopistenband zu sein, sondern fügen
der Musik durchaus eine eigene Note bei und lieferten mit „Last Night On
Earth“ eine durchaus gelungene Platte ab.
"Demons"
THOMAS
ABROGATION "Das Blut der Toten"
10
Grind Media Syndicate/Nuclear Blast,
2002
"Geh nach Hause, alter Mann, und
sieh Dir einen Spielfilm an!" Dieses Ziat aus einem Film mit stark pigmentierten
Hauptdarstellern geisterte mir beim Hören der neuen ABROGATION-CD
im Kopf umher.
Allerdings sind nicht die Magdeburger
damit gemeint, sondern eher ihre "Konkurrenz", große Bands mit hochdotierten
Plattenverträgen, Bands denen die Leute nur noch wegen der guten alten
Tage nachlaufen, Bands die seit vielen Jahren schon nichts Gescheites mehr
auf die Reihe bekommen und dennoch Ruhm, Ehre und Titelseiten für
sich beanspruchen. Von der Frische und dem Drive, den ABROGATION versprühen,
können sich so manche Stained-Class-Rocker und großmäulige
Schlagerkrieger noch eine dicke Scheibe abschneiden. "Das Blut der Toten"
kommt von vorn bis hinten ohne Ausfälle daher und macht süchtig.
Was haben ABROGATION nun, was andere
nicht haben? In diesem Zusammenhang paßt der Spruch "Die Mischung
machts" wie die Faust aufs Auge. Zum einen erkennt man die Death Metal-Roots
der Band überdeutlich am Gesang von Gitarrist Schwarte, der manchmal
tiefer singt (nicht sinkt!) als das Niveau von "Deutschland sucht den Superstar".
Zum anderen ist es heutzutage sehr schwer, die Band auf dieses Genre festzunageln,
da sie sich anderen Metal-Stilistiken weit geöffnet hat. Thrash Metal-Riffing
gepaart mit doppelläufigen NWOBHM-Gitarrenmelodien, ein paar U.S.
Power Metal (jaja, Begriffsdefinitionen...)-Anleihen und auch die Göteborg-Schule
macht sich bemerkbar. Man erkennt sofort, daß sich die Band sehr
ums Songwriting bemüht hat, denn jedem zweiten Song auf der Platte
ist schon beim ersten Durchlauf Hitpotential unterstellbar. Doch bei aller
Eingängigkeit, die durch die saustarken Refrains unterstrichen wird,
strotzt die Scheibe nur so vor Detailverliebtheit. Diesen Drahtseilakt
haben die vier Musiker glänzend gemeistert. Aber noch eine Sache schlägt
auf der Habenseite der Band ein wie ein von Bud Spencer geführter
Hammer beim "Hau den Lukas!". Die Texte. Allesamt in deutsch liegen sie
einem groben Konzept zu Grunde. Wenn wir jetzt mal in spekulative Gefilde
abdriften, kann man sagen, daß ABROGATION, wäre die CD im Mittelalter
erschienen, sich die gesamte Kirchenobrigkeit zum Feind gemacht und warscheinlich
ein Ende auf dem Scheiterhaufen gefunden hätten. Allerdings ohne platte
Pöbelei und "Heil Satan!"-Geplärre (was natürlich sehr reizvoll
sein kann), sondern durch das Aufzeigen von kirchlicher Ungerechtigkeit
und Schwachsinn im Namen Gottes. "Wohl an, ich bin ein armer Wicht/blind
für die Buße und das Licht ... Zu jeder Zeit an jedem Ort/verletz`ich
ständig Gottes Wort/doch der Himmel tut sich auf/wenn ich fleißig
Ablaß kauf! .... Wenn das Geld im Kasten klingt/die Seele in den
Himmel springt/Ihr zahlt für alle Sünden ein /und schon bald
werden Eure Seelen rein/Den Ablaß, den gibts für jederman/daß
auch ein Armer ihn sich leisten kann/der Krämer schreibts an jedem
Ort/ auch für den, der schon in der Hölle schmort." (Aus "Ablaßkäufer")
Ihr seht, die Band bevorzugt den subtilen, sarkastischen Weg, um den Herren
in den Talaren ans Bein zu pinkeln. In einer bildreichen Sprache schildern
sie noch viele andere Annekdoten aus dem finstersten aller Zeitalter: Man
riecht förmlich das verbrannte Fleisch unschuldig verurteilter Frauen,
spürt die Anwesenheit unerbittlicher Inquisitoren, sieht die Resignation
auf den Gesichtern verkrüppelter Hofnarren und hört das Knacken
und Ächtzen von Folterbänken. Tue Dir also den Gefallen und besorge
Dir "Das Blut der Toten". Kauf Dir eine "Neu remasterte Scheibe mit Linernotes"
oder "Best Of.." einer großen, in den Seilen hängenden Band
weniger und investiere lieber in den deutschen Underground, welcher solche
Perlen wie ABROGATION zum Vorschein bringt. Du wirst es nicht bereuen.
www.abrogation.de
/ rw@abrogation.de
"Angeklagt"
THOMAS
RING OF FIRE "Dreamtower"
8
Frontiers Rec., 2003
Wußte schon RING OF FIREs Erstling
"Oracle" zu gefallen, verhält es sich mit dem Nachfolgewerk "Dreamtower"
nicht anders. Traf sich doch wieder einmal ein Teil der absoluten Metal-Instrumentalisten-Elite
um ein wenig zu jammen und aufzunehmen. Die Namen Boals, MacAlpine, Kuprij,
Donati und Bynoe sollten langsam für sich sprechen. Im Gegensatz zu
anderen neoklassischen Metal-Projekten, bei denen handwerklich gezaubert
wird, daß sich die Balken biegen, halten sich die Magier hier ein
wenig zurück, um den Songs Luft zum Atmen zu lassen. Eine Tatsache,
die sicherlich nicht nur von mir freudig honoriert wird. So gibt es zackige
Uptempo Nummern mit hymnischen Gesangslinien und von Zeit zu Zeit aufblitzenden
Instrumentalkaskaden neben Piano und Schlagzeug dominierten Balladen, bei
denen unterschwellig das Gefühl vorherrscht, daß die Musiker
nur darauf warten, ihre Instrumente von der Leine zu lassen und sich sehr
beherrschen müssen, nicht wieder in Virtuositäts-Anfälle
zu geraten. Diese Jungs haben Bock zu spielen und machen warscheinlich
auch den ganzen Tag nichts anderes. Diese Spielfreude kann man "Dreamtower"
anhören. Das überträgt sich auf den Hörer und weiß
zu gefallen.
"My Deja-vu"
THOMAS
CARNAL FORGE "The More You
Suffer" 9
Century Media/Magic Arts Publ.,
2003
CARNAL FORGE die Vierte. Und Action!
Was dann kommt, wissen Fans dieser Band. Ultra aggressives, äußerst
präzises Thrash Metal-Geschlachte. So ist es auch auf "The More You
Suffer". Wahnwitziges Tempo, skalpellscharfe Gitarren und ein herrlich
angepißter Kreischbrüll mähen alles und jeden nieder, der
sich den Schweden in den Weg stellt. Alles wie immer? Nein. Etwas ist anders
im Sound der Kuusisto-Gitarrenbrüder. Trotz aller Härte kommen
echte Melodielinien zum Vorschein, die Testament auf ihren späten
Alben nicht besser hinbekommen hätten. Auch wird die Aggression heuer
gezielter eingesetzt, um sie möglichst effektiv auszunutzen. Hat man
in der Vergangenheit bei den ersten Durchläufen von CARNAL FORGE-Platten
seine Mühe gehabt die Songs voneinander zu unterscheiden, kann man
auf "The More You Suffer" schon recht bald seine Lieblinge lokalisieren.
"Deep Rivers Of Blood" kommt gar im Midtempo daher und macht deutlich,
was Jari und Petri Kuusisto auf der Pfanne haben. An Harmonie-Läufen
wird nicht gegeizt und auch die Gesangslinie ist richtig Klasse. Fazit:
CARNAL FORGE waren noch nie so stark wie heute.
"H.B.F.Suicide"
THOMAS
ALTARIA "Invitation" 2
Metal Heaven/Point Music/Germusica,
2003
O Graus, wann hört endlich die
Unsitte der sich aus dem Dunstkreis der Newcomer und Emporkömmlinge
rekrutierenden Nebenprojekte auf? Das Prinzip ist Asbach, deswegen nennen
wir das Kind mal beim Namen. ALTARIA setzen sich unter anderem aus Musikern
von Nightwish und Sonata Arctica zusammen. Natürlich ist das beim
Verkauf der Aufhänger und so pappt ein dies unmißverständlich
deklarierender Sticker auf dem Album. Da die Hauptbands eh schon (meiner
Meinung nach) nicht so doll sind, erwartet den Hörer auch kein Hammer
erster Kajüte beim Abspielen. Zahnloser Power Metal, der die Bezeichnung
ad absurdum führt. Windelweicher Gesang und Songs, denen ein Geruch
von Naivität und Auf-Nummer-sicher-gehen anhaftet. So spektakulär
wie Pflichtbesuche bei der buckligen Verwandschaft inklusive "Bist Du aber
schon groß geworden"-Sprüche und lauwarmen Schonkaffee trinken
aus Großtante Martas gutem Geschirr. Aarrgghh!
Handwerklich und soundtechnisch
ist bei ALTARIA natürlich alles im Lot. Was anderes erwartet man bei
solchen Projekten auch nicht. Aber die Anschaffung lohnt sich nur deshalb
überhaupt nicht. Investiert Eure Kohle lieber in den deutschen Underground.
Als Empfehlung kann ich Euch hier nur Abrogation nochmals ans Herz legen.
Oder Quasimodo. Warum nicht auch Delirious? Und, und, und...
"Unicorn"
THOMAS
YATTERING "Genocide" 5
Candlelight/PHD, 2003
Der bei mir entstandene Eindruck,
daß man, wenn man in Polen Death Metal spielt, mehr auf der Pfanne
haben muß als einen Instrumenten-Crashkurs, hat sich mit jedem weiteren
Release aus dem vermutlich neuen EU-Land gefestigt. YATTERING machen da
ganz sicher keine Ausnahme. Verschrobene Rhythmiken, verquere, Morbid Angel-lastige
Riffs und Zählzeitenspielereien überrollen einen nach einem kurzen
Intro. Das beeindruckt den Hörer bei den ersten Durchläufen.
Und man glaubt, daß man sich in den Wust aus Noten einhören
kann, daß alles irgendwann einmal Sinn macht. Irgendwann ist man
es leid, immer über dieselben Kunststückchen zu staunen. Doch
sooft man sich "Genocide" auch anhört, das Chaos weicht nicht. Alles
wirkt wie willkürlich zusammengesetzt. Als machten sich die Musiker
mehr darüber Gedanken, wie man die einzelnen Fragmente verbindet,
als daß sie sich darum kümmern, ob es überhaupt nachvollziehbar
klingt. Das ist natürlich Absicht, das ist klar. Nicht wenige Bands
fröhnen diesem Stil. Fans dieser Richtung erkennen darin von Zeit
zu Zeit eine kleine oder große Offenbarung. Mir fehlen aber die packenden,
morbide Faszination ausstrahlenden Songs wie sie etwa Death, Vital Remains,
Disinter oder Dismember zu schreiben verstanden. YATTERING sind auf ihren
Instrumenten sicherlich Meister, was sie aber sagen wollen, habe ich bis
heute nicht verstanden.
"Panic In A Sea Of Blood"
THOMAS
EXHIBITION "The Sign Of Tomorrow"
5
LMP/SPV, 2003
Die Amis von EXHIBITION versuchen
auf ihrem Debüt-Album sowohl den traditionellen Headbanger als auch
den verwöhnten Proggie gleichermaßen von sich zu überzeugen.
Also verschneiden sie den Speed von Holy Mother und Seven Witches (von
denen auch Sänger Bobby Lucas mit an Bord ist) mit der Melodieführung
von Iron Maiden und den progressiven Anleihen von Dream Theater. Allerdings
wissen EXHIBITION am meisten zu gefallen, wenn sie etwas zügiger zur
Sache gehen und den Prog-Kram etwas zurückfahren. Denn ungeachtet
dessen, ob man nun auf Dream Theater steht oder nicht, was EXHIBITION von
ihnen übernehmen, klingt weder überraschend noch äußerst
erstaunlich. Eher handelt es sich hierbei um Frickeleien von der Stange,
ohne wirklich Akzente zu setzen. Es zerstört die Platte zwar nicht,
aber macht sie unspektakulär. Somit also spieltechnisch korrekter
Durchschnitt.
"Wings Of The Dragon"
THOMAS
MAZE OF TORMENT "The Unmarked
Graves" 8
Hellspawn/VME, 2002
Düsteres Coverfoto, zwei umgedrehte
Kreuze im Logo und ein Bandname, dem ein Morbid Angel-Songtitel zu Grunde
liegt, lassen darauf schließen, daß es sich bei dieser Band
um eine dem Death/Black Metal frönende Gruppierung handelt. Die Musik
hält genau das, was die Vepackung verspricht. Peter Tägtgren
hat produziert und somit ist es wohl müßig zu erwähnen,
daß MAZE OF TORMENT aus Schweden kommen. Zugegebenermaßen ist
diese Beschreibung mittlerweile alles andere als spannend. Ja man könnte
der Band, wenn man es wollte, Trendreiterei vorwerfen. Doch damit würde
man den vier Musikern Unrecht tun. Zum einen, weil sie schon seit einer
Ewigkeit im Underground rumkrebsen und zum anderen ist ihre Musik einfach
zu geil, um sie als reine Trendkrampferei abzuhaken. Die Instrumente rödeln
recht rauh und ungestüm, ohne jedoch ins Chaos abzudriften. Manche
Riffs lassen deutlich erkennen, daß die Schweden Fans von alten Destruction-Sachen
sind. Und in gebührender Lautstärke genossen, kann man sich über
eine überdurchschnittliche Death/Black Metal-Veröffentlichung
freuen. Die schwedische Szene mag solche Platten zwar zuhauf ausspucken,
aber solange sie qualitativ hochwertig sind, ist doch alles in Ordnung.
"Enter The Holocaust"
THOMAS