ABGEHÖRT vom 20. September



THINE EYES BLEED
"In The Wake Of Separation"
Erschienen: 2005
Label: Candlelight
Homepage: www.thineeyesbleed.com
THINE EYES BLEED - In The Wake Of Separation On Air: "Corpse You Up"

Die Kanadier bergen in ihrem Line-Up eine kleine Überraschung für jeden Metalkundigen, da sich ein Baß-Spieler namens Johnny Araya in ihren Reihen befindet, und dieser ist kein geringerer als der Bruder von Tom Araya, dem Sänger/Basser von Slayer. Doch der Sound von THINE EYES BLEED ist nicht mit dem von Slayer zu vergleichen, denn hier wird Melodic-Death Metal mit starken Thrash-Anleihen praktiziert.
Die neue Scheibe von THINE EYES BLEED ist ein typischer Extrem-Metal-Auswuchs. Die Scheibe ist satt produziert, die Musiker sind topfit, das Material ist durchgehend ultrabrutal, die Gitarren spielen ein gutes Riff nach dem anderen, und der Sänger kreischt sich 36 Minuten lang durch neun Haßbatzen. Allerdings haben die fünf finster dreinschauenden Burschen eines vergessen - Songs mit Seele zu schreiben, Nummern, die leben und atmen und nicht nur Breaks und Riffs darstellen, die aneinandergeklatscht wurden. Am ehesten weiß noch der relativ straighte Opener "Cold Victim" zu gefallen, in der Summe ist "In The Wake…" zwar kompetent gemacht, lebendig oder begeisternd ist aber was anderes, denn dafür sind die ganzen Breaks und Riffwechsel einfach nicht homogen genug. Wer eine progressive Variante des Schweden-Death/Thrash-Metal sucht, könnte an THINE EYES BLEED Gefallen finden.

5 von 10

FRANK



AEBA
"Shemhamforash (Des Hasses Antlitz)"
Erschienen: 2004
Label: Twilight
Homepage: www.aeba.de
AEBA - Shemhamforash (Des Hasses Antlitz) On Air: "Hate Is Not Enough"

Wie wurden sie geschmäht. Im allgemeinen innerszenischen Angestuhle gehörten AEBA einst definitiv zu jenen, die von selbsternannten Szenekennern als dilettantisch verhöhnt wurden. Irgendetwas mußte die Band mal falsch gemacht haben, daß man sie so kollektiv anpullerte. Aber egal. AEBA haben zurückgeschlagen. Wer jetzt noch Galle spuckt, muß sich den Vorwurf des Neides gefallen lassen. Denn "Shemhamforash" ist ein ganz vorzügliches Black-Metal-Album geworden. Durch die Bank wird hier gnadenlos ausgeteilt, ohne dabei den Melodiegehalt zu vernachlässigen. Allein der Fast- Opener "Zorn" zieht einem diesbezüglich die Hose runter. So ganz nebenbei spicken AEBA ihre Stücke mit allerlei Raffinessen, so daß man schon verdammt nervös sein muß, um hier Langeweile zu empfinden. Und empfehlen möchte ich jedem die kleinen solistischen Parts nebst fast unmerklicher melodieführender Einzelinstrumente (wie beim Einstieg zu "Wolf"). Damit ist die CD gut bestückt und läßt Raum für Neuentdeckungen beim fünften, zehnten oder siebzehnten Mal hören.
9 von 10

JUB



ZARATHUSTRA
"Contempt"
Erschienen: 2005
Label: Undercover Records
Homepage: www.zarathustra-online.net
ZARATHUSTRA - Contempt On Air: "Of Serpents And Swords"

Auf dieser zirka 20-minütigen MCD wird purer, traditioneller Black Metal geboten. Soweit die Aussagen des Labels. Und genauso ist es auch, ZARATHUSTRA lassen mich an den skandinavischen Black Metal der früher 90er denken. Auch die Atmosphäre ist gut gelungen und verbreitet eine dunkle und kalte Grundstimmung, die sich durch die Songs zieht.
Textlich handelt es sich bei "Contempt" um ein Minialbum, was sich mit dem Sklaven-und-Meister- Verständnis befaßt, und stark von Friedrich Nietzsche beeinflußt ist, wie der Bandname schon vermuten läßt ("Also sprach Zarathustra" (1883-1885 Friedrich Nietzsche)). Ich muß gestehen, daß ich die Band vorher nicht kannte, und ich denke mal, da bin ich nicht der einzige, kann deshalb nur die Homepage der Band empfehlen.
Zu guter Letzt sei noch erwähnt, daß es sich um eine nummerierte auf 1000 Stück limitierte MCD handelt, die es auch als Vinyl gibt, dann 500 Stück, auf denen es zu den vier regulären Songs noch eine Coverversion von "Sphinx" der deutschen Thrash-Band Poison als Bonus gibt.
Alles in allen eine Scheibe, die ich allen Black-Metal-Fans empfehlen kann, auf Keyboard und andere Spielerei wurde natürlich verzichtet und bei der Produktion eine dezente Rohheit beibehalten.

8 von 10

FRANK



IRON SAVIOR
"Battering Ram"
Erschienen: 2004
Label: Sanctuary/Noise
Homepage: www.iron-savior.com
IRON SAVIOR - Battering Ram On Air: "H. M. Powered Man"

Sie sind in Sachen klassischen Heavy Metal derzeit so ziemlich das Beste, was Deutschland zu bieten hat. Ist ja auch clever, eine Best-Of-Essenz aus Accept, Blind Guardian und Running Wild zu entwickeln und daraus einen eigenen Sound zu entwickeln, der dann am Ende tatsächlich als typisch für IRON SAVIOR bezeichnet werden kann.
Schon wie bei "Condition Red", dem Vorgänger dieses nunmehr sechsten Albums der Band, geht es vor allem gnadenlos in die Fresse. Wer versucht, das fürs Headbangen geeignete Zeug mitzuschütteln, der läuft Gefahr, sich das Genick zu brechen. Und wo die meisten Heavy-Metal- Bands scheitern, nämlich durchweg hitkompatible Melodien zu schreiben, sind IRON SAVIOR selbstsicher wie Cesar. Völliger Hammer dieses Teil.

10 von 10

JUB



EISBLUT
"Schlachtwerk"
Erschienen: 2005
Label: Massacre Records
Homepage: www.fleischhaus.de
EISBLUT - Schlachtwerk On Air: "Krankes Herz"

Hurra, dachte ich mir, als ich die EISBLUT-CD in den Händen hielt. Denn schließlich geisterte dieser Name schon seit Jahren durch die Metal-Landschaft. Hierbei handelt es sich um ein Projekt der Eisregen-Mitglieder M. Roth und Bursche Lenz, die von anderen Musikern (Roberto Göring -Terminal Cancer, Wolf Rothbauer - Thirdmoon, Sebastian Köhler) unterstützt werden. Da ich Eisregen sehr zu getan bin, waren meine Erwartungen auch entsprechend hoch. Härter und schneller sollte es sein. Nach knapp 40 Minuten hat sich bei mir Ernüchterung breit gemacht, mit ihren Ausflügen in verschiedene Spielarten des Metal kommt leider kein eigner Stil heraus. Nur die Passagen, die eher nach alten Eisregen klingen, konnten mich denn etwas mitreißen. Wobei die Texte, die auch deutsch vorgetragen werden, leider nicht so gut gelungen sind wie bei Eisregen. Auch M. Roths Gesangsexperimente sind nur Mittelmaß. Beim letzten Stück "Am Glockenseil", was ja schon auf den letzten Eisregen-Album "Wundwasser" zu hören war, wurde hier zu einer langsamen Nummer mit Elektro-Einflüssen. Ja man wollte wohl zu viel, herausgekommen ist ein holpriges Album, was nicht wirklich rund ist, Eisregen-Fans sollten reinhören, alle anderen können sich fragen, ob es sich lohnt.
4 von 10

FRANK



COCKANDBALLTORTURE
"Egoleech"
Erschienen: 2004
Label: Morbid Records/Soulfood
Homepage: www.cockandballtorture.org
COCKANDBALLTORTURE - Egoleech On Air: "Be Raped/Bereaved"

Während der überwiegende Teil der Grindcore-Bands in unmeßbarer Geschwindigkeit über die eigenen Instrumente stürzend und sich manchmal in einem heillosen Chaos verlierend durch das Songmaterial wütet, halten es COCKANDBALLTORTURE auf "Egoleech" mit der Gelassenheit. Ihr Death/Grind liegt einige Zentimeter unterhalb der Midtempo-Latte und stampft stoisch vor sich hin. Der Barde klingt häufig, als würde er mit seinem Kopf in einem bis zum Rand mit einem Gemeng aus Wasser und weichem Stuhl angefüllten Klobecken untergetaucht worden sein und jetzt verzweifelt nach Luft ringen. So hören sich viele Grindcore-Sänger an, nur eben nicht flankiert von fast groovigen Gitarrenfiguren.
Für drei, vier Songs ist das alles ziemlich gut, dann wünscht man sich aber doch mal wieder einen freudigen Ausbruch, der einem das stinkende Gebräu aus der besagten Toilette um die Ohren haut. Fehlanzeige, bei COCKANDBALLTORTURE bleibt es bei dem Geblubber, und das ist auf die Dauer wirklich ziemlich langweilig.

6 von 10

JUB



FJOERGYN
"Ernte im Herbst"
Erschienen: 2005
Label: Black Attakk
Homepage: www.fjoergyn.de
FJOERGYN - Ernte im Herbst On Air: "Der Tag der Wölfe"

FJOERGYN wurde 2003 ins Leben gerufen und steht als Symbol für die Natur und die Natur der Dinge. Soweit die Aussage der Band. Und der Albumtitel sowie auch die Songtitel wie "Monolog der Natur", "Der Tag der Wölfe" oder "Winters Schmach" zeugen davon.
Stephan L., der Hauptakteur der Band (Keyboard, Drum, Gesang und Gitarre) ist übrigens ein großer Wagner-Fan und außerdem ein enger Bekannter von Vratyas Vakyas (Falkenbach).
Diese beiden Einflüsse vermischen sich auf "Ernte im Herbst" zu epischen, teils verspielten Songs, die aber auch mal nach vorne gehen. Auch der Gesang ist sehr abwechselnd gestaltet, mal clean, dann wieder keifend und auch mal tiefe Growls. Die Texte werden in Deutsch vorgetragen und tragen sehr viel zur Stimmung bei, leider habe ich sie nicht vorliegen und kann deshalb hier nicht genauer darauf eingehen. Insgesamt ein gutes Black-Metal-Album mit starken Klassikeinschlag, und ich freu mich schon auf weiteres Material von FJOERGYN, was dann vielleicht noch ein bißchen eigenständiger daherkommt.

8 von 10

FRANK



VIOLENT WORK OF ART
"The Worst Is Yet To Come"
Erschienen: 2005
Label: Schwedmetal Records
Homepage: http://www.violentworkofart.com/
VIOLENT WORK OF ART - The Worst Is Yet To Come On Air: "C.O.M.A."

Nach zwei EPs und diversen Promos sowie massig Werbeschaltungen via MP3.com/JUMA.com versuchen nun VIOLENT WORK OF ART mit ihrem neuen Album "The Worst Is Yet To Come" durchzustarten. Die vier Jungs aus Schweden spielen 100prozentig waschechten Industrial Metal, sogar auf einen echten Drummer wurde verzichtet.
Die Songs sind allesamt gar nicht mal so schlecht. Trotzdem möchte ich anmerken, daß man, wenn man schon auf Pain-Pfaden wandelt (und genau das tun VIOLENT WORK OF ART), doch etwas organischer zu Werke gehen sollte. Der Sänger hat eine sehr kräftige Stimme und braucht sich wahrlich nicht zu verstecken, und die Gitarrenfraktion leistet auch ganz brauchbare Arbeit. Tracks wie "Wasted" lassen auch die Einflüsse von Fear Factory zu "Fear Is The Mindkiller"- Zeiten heraushören. Stakkato-Riffing mit aggressiven Vocals und einen ganz passablen Drumcomputer, werden bestimmt einige Industrial-Fans sehr erfreuen, die auf die etwas härtere Gangart stehen. Es gibt aber auch ruhigere Momente, wo es denn auch mal cleane Vocals gibt. Alles im allen ein gutes Industrialalbum aber auch nicht mehr.

6 von 10

FRANK



DEVIL LEE ROT
"Metal Dictator"
Erschienen: 2004
Label: Miriquidi Prod./City Of The Dead Rec
Homepage: www.devilleerot.tk
DEVIL LEE ROT - Metal Dictator On Air: "Creation Of Pagan Gods"

Das ist Musik, die ans Herz geht. Nackter Heavy Metal, wie er Ende der 70er, Anfang der 80er in Mode kam, gepaart mit einer fies knarzenden Stimme des Materminds DEVIL LEE ROT - selten hat eine Band das Feeling vergangener Tage so transferiert wie diese Schweden. Und nicht nur das. Die Musiker von DEVIL LEE ROT haben auf "Metal Dictator" Songs hingezaubert, als hätte es Bands wie Venom, Warfare, Angel Witch, Vardis usw. nie gegeben. Unbefangen und schön.
9 von 10

JUB



HITHLUM
"In The Land Of Mordor, Where The Shadows Lie"
Erschienen: 2005
Label: Ketzer Records
Homepage:
HITHLUM - In The Land Of Mordor, Where The Shadows Lie On Air: "When Saruman's Words Were Wise"/"Hidden Beneath Fangorn"

Nun ja, Informationen habe ich auf dem Info-Blatt, das mir vom Label freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurde, vergeblich gesucht, nur die Trackliste und das HITHLUM eine amerikanische Band sind, war dort zu entnehmen. Aber wie Bandname und Albumtitel vermuten lassen, spielt sich alles in Tolkien-Universum ab. Musikalisch haben wir es hier mit ruhigem Black Metal mit Ambient-Einfluß zu tun. Da drängen sich für mich viele Parallelen mit den Österreichern Summoning auf; thematisch wie auch musikalisch. Trotz recht stimmungsvollen Passagen, die einen in die Lande Mordors führen, wirkt mir das Album dann leider doch zu eintönig. Ein bißchen mehr Abwechslung hätte hier sicher nicht geschadet.
Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um ein stimmungsvolles Black-Metal-Album im Tolkien-Universum. Und ist deshalb für Fans beider Sachen zu empfehlen.

7 von 10

FRANK



BEFORE THE DAWN
"4:17 am"
Erschienen: 2004
Label: Locomotive
Homepage: www.beforethedawn.com
BEFORE THE DAWN - 4:17 am On Air: "Vengeance"

"My Darkness" (siehe Abgehört vom 2. März 2004) hat den Weg vorgezeichnet. Es geht schnurstracks in Richtung Gräberfeld. Doch bis dahin hat man noch so manche Träne zu vergießen. Selbst wenn man morgens um 4.17 Uhr losgeht, kann das dauern.
BEFORE THE DAWN sind mir die rechten Finnen - voll Melancholie, ausgestattet mit Moll-Melodien und einem Gesang, der zumindest im klaren Bereich klingt, als würde sich der Barde ununterbrochen mit zerfurchter Stirn und sterbendem Blick krampfhaft die Hand an die linke Brustseite pressen. Dazu gibt es Gitarren satt, bang-kompatible Rockparts, die meist von einem rauen Melo-Death-Gesang unterstützt werden.
Das besonders herausragende an BEFORE THE DAWN Ist die Fähigkeit, die Kraft des Heavy Metals mit der zerbrechlichen Sensibilität des Gothic zu verbinden. Das können in dieser Form so derzeit nur die Finnen wirklich so perfekt.

8 von 10

JUB



STAND ASIDE
"A Black Death Dawns"
Erschienen: 2005
Label: Terro-fury Music
Homepage:
STAND ASIDE - A Black Death Dawns On Air: "To Nothing I Am Bound"

STAND ASIDE haben sich im Oktober 2002 in UK gegründet. Und veröffentlichen nun nach ihrer selbstproduzierten EP "Dance Of The Dragon" eine Vier-Track-EP namens "A Black Death Dawn" auf Terro-fury Music.
Tja, bei der Musik von STAND ASIDE handelt es sich um einen Hybriden aus Death und Thrash Metal, wobei der Thrash-Anteil überwiegt und mich in die 80er zurückversetzt. Das ganze wird mit ein paar Breaks unterbrochen, ist aber alles im allen dann auch nichts weltbewegendes.
Das meiste hat man dann schon öfter gehört, und die Verbindung Death/Thrash ist auch nicht so neu.

6 von 10

FRANK



MANNHAI
"The Exploder"
Erschienen: 2004
Label: Spinefarm/Universal/Ranka
Homepage: www.mannhai.com
MANNHAI - The Exploder On Air: "Heads Against The Stones"

MANNHAI könnte man fast als verkappte Amorphis bezeichnen, denn mittlerweile machen sich hier drei Ex-Mitglieder der einstigen Melancholie-Death-Metaller zu schaffen - Ile Laaksomaa (git), Oppu Laine (bg) und Kasper Martenson (key). Das heißt aber noch längst nicht, dass sich die Musik MANNHAIs auch nur annähernd nach der von Amorphis anhören muß. Und das tut sie auch nicht im geringsten.
MANNHAI sind vermutlich eine der derzeit retro-rockigsten Bands, die es in der Szene gibt. Hier versprüht alles das Flair des 70er-Jahre-Heavy-Metals, dass es eine Freude ist. Leute die mit den 70ern bisher weniger zu tun hatten, sei wenigstens Danzig als Referenz genannt, denn diese Band um Glenn Danzig lebte anfangs musikalisch ja auch in einer längst vergangenen Epoche. Tja, und wen mag man da noch erkennen? Auf jeden Fall Molly Hatchet, manchmal Bachman-Turner Overdrive, Grandfunk Railroad … Ihr seht, hier haben vor allen Dingen amerikanische Bands Pate gestanden.
Ist das denn nun alles gut geworden? Aber natürlich. Sogar sehr gut. Retro-Bands haben den Nachteil, dass sie nicht nur Musik recyceln, sondern versuchen, das Feeling einer anderen Zeit einzufangen. Das ist eigentlich nicht zu schaffen. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder Kapellen, die wirklich gute Songs abliefern (Spiritual Beggars, Tea Party zum Beispiel). MANNHAI gehören mit ihrem dritten Album "The Exploder" auf jeden Fall dazu.

8 von 10

JUB



ANTHENORA
"The Last Command"
Erschienen: 2004
Label: Locomotive
Homepage: www.anthenora.com
ANTHENORA - The Last Command On Air: "Machines Of War"

1990 gegründet, zwischen 1991 und 2002 vier Demo-Tapes veröffentlicht und zur bekanntesten italienischen Iron-Maiden-Tribut-Band avanciert. Das ist nach meiner Lesart keine Biographie, die mich beeindrucken könnte. Das einzige, was ich bemerkenswert fínde, ist die Tatsache, dass die Band durchhielt und es 2004 tatsächlich schaffte, das hier vorliegende Debüt, "The Last Command" zu veröffentlichen. Damit dürfte es sich mit der großen Platten-Karriere der Band aber eigentlich schon wieder erledigt haben, denn wir bekommen 08/15-Heavy-Metal geboten, der nicht einmal nach Iron Maiden klingt (wegen dieser Tribut-Angelegenheit). Die Gitarren drücken, ein paar Leads sind auch ganz hübsch, die Songs insgesamt aber recht platt. Der größte Schwachpunkt ist der Sänger, dessen Beiträge sehr gepresst hervorgestoßen werden, und der manchmal sogar neben der Spur liegt.
3 von 10

JUB
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