
| THE BEREAVED
"Darkened Silhouette" |
Erschienen: 2004
Label: Black Lotus Records Homepage: www.thebereaved.tk |
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On Air: "Devil's Deal" |
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Die schwedische Melodic-Death-Invasion
ist noch lange nicht beendet. Auch die Griechen wissen um die Qualität der Bands aus
dem Wasa-Land, und so hat sich Black Lotus Records die Nachrücker von THE BEREAVED unter
den Nagel gerissen. Und sie haben vermutlich gut daran getan, denn das Debüt der Band,
"Darkened Silhouette", muß sich nicht hinter Veröffentlichungen der Genre-Größen verstecken.
Wenn es hier mit dem Stakkato-haften Gehacke auch ein wenig übertrieben wird, haben
THE BEREAVED auf jeden Fall ein paar wirklich gute Songs am Start,
die der Melodic-Death-Metal-Fan mit freudigem Wohlwollen aufnehmen wird
("Vital Organ Theft" und "Devil's Deal" zum Beispiel).
JUB |
| SARUMAN
"Ride On The Darkside" |
Erschienen: 2004
Label: Black Attack/Soulfood Homepage: http://saruman666.com |
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On Air: "New Demon Spawn" |
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Hier haben wir es mit einer
Death Metal-Band zu tun, die sich in Zeiten, in denen sich Nachahmer bekannter Bands als
Kult abfeiern lassen, den Mut zur Eigenständigkeit nicht hat nehmen lassen und hier ihr
eigenes Ding durchzieht. Als erstes sticht der wohldosierte Einsatz der Cellistin heraus.
Die Frau spielt ihr Instrument absolut songdienlich und mit Seele. Auch wenn nicht jeder
Ton perfekt sitzt, das Feeling stimmt. Ihre männlichen Kollegen üben sich derweil in Musik
in der Schnittmenge aus My Dying Bride, alter Paradise Lost, frühen Carcass und den rauen
Frühwerken von Tiamat.
THOMAS |
| KATHAARIAN
"Cryptic Temples Of The Ancient Cult" |
Erschienen: 2005
Label: Christhunt Productions Homepage: www.kathaarian.com |
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On Air: "The End Of Mankind" |
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In den Jahren, als Bands wie
Dimmu Borgir, Old Man's Child oder meinetwegen auch Emperor die Black-Metal-Szene bestimmten,
verlor das Ganze seine mystische Aura. Man machte sich über die bemalten Gesichter lustig,
verkackeierte Kapellen, die dem urwüchsigen Schrammelstil frönten, als diletantisch und
erboste sich über ewig Gestrige, die es nicht lassen konnten, der politischen Korrektheit
den Allerwertesten zu zeigen.
Die "Bösen" haben sich durchgesetzt. Die aufgeblasenen Bombast- und Prog-Black-Metaller gibt
es noch, spielen aber eher eine Nebenrolle. Der Belzebub hat seine Regentschaft wieder
angetreten. Und so wird wie einst wütend drauflos gepoltert, surren die Gitarren, keifen
Lucifers Soldaten. Die Baßgitarre wurde einmal mehr zur Gottesharfe degradiert.
JUB |
| SEEDS OF SORROW
"Immortal Junkies" |
Erschienen: 2003
Label: Metal Age Productions/Twilight Homepage: www.seedsofsorrow.com |
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On Air: "Ejaculation Of An Unknown God" |
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Seit nunmehr zehn Jahren sind
die tschechischen Death Metaller von SEEDS OF SORROW aktiv. Fuß fassen in der internationalen
Death-Metal-Szene konnten sie bisher noch nicht. Dennoch haben sie es in ihrer Heimat immerhin
schon zu Support-Shows für solche Bands wie Obituary, Cannibal Corpse, Manowar oder Motörhead
geschafft. Ihre mittlerweile sechste (zählt man die beiden Demos "Judgement Day" und "Back
From The Dead" aus den Jahren `95 und `96 mit) Veröffentlichung wartet einmal mehr mit recht
gut produziertem Death Metal mit durchschnittlicher Qualität der Musik auf. Treibende
Rhythmusgitarren mit rollenden Doublebass und ordentlichem Groove klingen auch heute noch
unschlagbar fett. Doch haben es andere Bands auch schon seit Jahren auf der Pfanne und
verpacken solche Parts in clevererer Weise in brutale Songs mit mehr Durchschlagskraft.
"Immortal Junkies" ist beileibe nicht schlecht, doch eben auch keine Perle der
Death-Metal-Kunst.
THOMAS |
| GRIMNESS
"Increase Humanity Disgust" |
Erschienen: 2005
Label: Hardebaran/Two Fat Men Homepage: www.grimness.net |
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On Air: "Nihil Addiction" |
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Kennt Ihr Solifuge? Oder Kuntur
und Spiritual Front? Nicht? - Kein Problem, denn diese Namen muß man sich vermutlich eh nicht
merken. Allerdings entließen eben jene Bands ein paar kreative Köpfe, die sich unter neuem
Namen 2001 zusammenrauften und mit ihrem zweiten Album, "Increase Humanity Disgust", dieses
jahr der italienischen Black-Metal-Szene einen maßgeblichen Beitrag hinzufügten. JUB |
| DEATHTINY
"Frozen World" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.deathtiny.de |
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On Air: "Dreams & Shadows" |
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Als eine Symbiose aus Klassik und
Metal wollen DEATHTINY aus dem Deutschen Reich verstanden werden. Dabei scheitern
sie an ihrem eigenen Anspruch. Was hätten wohl Händel, Bach oder Brahms dazu gesagt, daß eine
ausdrucksschwache Chanteuse in ein und der selben Tonlage zu einigen mehr oder weniger guten
Melodien ihr wackeliges Stimmchen bemüht? Aus der Sicht des Metal-Fans bleibt eine CD mit guten
Ansätzen aber auch mit nicht genügend Durchschlagskraft. Hier wird versucht, höchstmögliche
Abwechslung in die Kompositionen zu bringen. Das geschieht über häufig auftauchende Breaks.
Diese sind in sich zwar stimmig und zweifelsohne gut gespielt, doch zerstören sie den Songfluß,
bevor er überhaupt beginnen kann. Man hat das Gefühl, lauter kleinen, zu einzelnen Songs
zusammengebastelten Liedfragmenten zu lauschen.
THOMAS |
| BLACK MESSIAH
"Oath Of A Warrior" |
Erschienen: 2005
Label: Einheit Produktionen/Soulfood Homepage: www.black-messiah.de |
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On Air: "Christenfeind"/"Blutsbruder" |
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"Wir Söhne des Odhinns/Wir
schwören den Eid/Das Kreuz zu vernichten/Es ist an der Zeit" - Ein epochaler Satz, der
hier am Ende des Albums "Oath Of A Warrior" von BLACK MESSIAH sehr eindringlich formuliert
wird. - Auch wenn er bei dem Stück "Es ist an der Zeit" des deutschen Folk-Sängers Hannes
Wader abgeschrieben ist. Dort heißt es nämlich "… finden sich mehr und mehr Menschen bereit/Diesen Krieg zu verhindern/Es ist an der Zeit.". JUB |
| SISSY
"Sick" |
Erschienen: 2003
Label: STF Records Homepage: www.sissy-music.de |
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On Air: "Rock'n'Roller" |
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Laut/leise-Dynamik, vertrackte
Rhythmik, kautziger Groove, psychotischer Gesang zwischen klar und rau, wer denkt da nicht
gleich an Nu(mittlerweile Old)Metal? Genau, eigentlich jeder. SISSY machen ihre Sache dabei
nicht so schlecht. Immerhin klemmen sie sich peinliches Rap-Gekasper und nerviges
Schallplattengekratze. Dafür haben sie eine eher rockige Attitüde in ihren Sound integriert. THOMAS |
| TILES
"Window Dressing" |
Erschienen: 2005
Label: Inside Out Music/SPV Homepage: www.tiles-music.com |
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On Air: "Paintings" |
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Meine Herren, das sind vielleicht
Referenzen. Kiss-Basser Gene Simmons soll dieser Band einen "erfrischend eigenständigen Stil"
bescheinigt haben, Dream Theaters Mike Portnoy vernahm "großartiges Songwriting" und "packende
Melodien" und Ian Anderson von Jethro Tull stellte schließlich fest: "TILES ist eine der
hoffnungsvollsten Bands des noch jungen Jahrtausends." JUB |
| AWFUL NOISE
"Reincarnation" |
Erschienen: ?
Label: Mojahara Music/Twilight Homepage: www.awfulnoise.de |
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On Air: "Zrudna kermusa" |
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Hier schickt sich eine Band an,
in einer Sprache zu texten und zu singen, welche die meisten von uns wohl nur vom Namen her
kennen - Sorbisch. Die Musik bewegt sich irgendwo zwischen Nu Metal und Groove. Dabei machen
sie ihre Sache nicht schlecht, können aber genauso wenig neue Akzente setzen. Manch geschickter
Wendung in der Dramaturgie und einige gute Melodien stehen Standard-Grooves und Zwangsdynamik
gegenüber. Ob man sich nun eine sorbisch-englischsprachige CD wegen des Exotenbonus' kauft oder
weil die Musik durchschnittlich gut ist, muß jeder selbst wissen.
THOMAS |
| OLD WAINDS
"Scalding Coldness" |
Erschienen: 2005
Label: Miriquidi Productions/City Of The Dead Homepage: ? |
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On Air: "Through Icy Wilderness Of The Forest" |
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Eigentlich heißt diese CD ja
"Obschisajuschi Cholodnui". Aber wer kann mit diesen Worten schon was anfangen. Von daher
halten es auch OLD WAINDS auf ihrer neuen Scheibe damit, neben den kyrillischen Wortkonstrukten
die englischen Bedeutungen zu schreiben. JUB |
| (CP) RONO
"Ratio" |
Erschienen: 2004
Label: TTS Media/Alive Homepage: www.cp-rono.de |
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On Air: "How Does It Feel" |
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Wenn man dieser Tage der unzähligen
Nu Metal/Noise Rock/Emo Core-Crossover- Kapellen noch nicht überdrüssig ist und sich gerne in
seinen Hörgewohnheiten auch von Belanglosigkeiten unterhalten fühlt, dann kann man auch noch das
Album von (CP) RONO kaufen. Von CD rocken die vier Burschen aus dem Rheinland ziemlich
unspektakulär vor sich her. Die Ecken und Kanten der Musik wurden glatt geschliffen und in ein
konsumentenfreundliches Soundgewand gepackt. Das Songwriting klingt berechnet und offenbart
keine Überraschungen. Diese CD ist nett. Nicht mehr.
THOMAS |
| VANITAS
"Lichtgestalten" |
Erschienen: 2004
Label: CCP Records Homepage: www.vanitas.at |
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On Air: "Sammelleidenschaft" |
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VANITAS durchlaufen die klassische
Schule einer Rockband. Erstes Album, "Das Leben ein Traum" (2000), voller Kinderkrankheiten,
zweites Album, "Der Schatten einer Existenz" (2001) (siehe Abegehört vom 29. Januar 2002), schon
besser aber immer noch unreif. Und jetzt Album Nummer drei, für das sich die österreichische
Band viel Zeit ließ. Und was soll ich sagen: Es ist hinreißend. JUB |
| MASSIVE PUNCH
"Dangerous" |
Erschienen: 2003
Label: TTS Media/Alive Homepage: www.massivepunch.de |
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On Air: "Elbkings" |
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Ist man aus dem Hause TTS Media eher
Bands gewohnt, die zweischneidige Schwerter darstellten, haben sie mit MASSIVE PUNCH eine Band
im Programm, die gar zu gefallen weiß. Die Musik bewegt sich in einer Stil-Summe aus Black Label
Society, jüngeren Sentenced, Crowbar und Godsmack. Die Klampfen schieben wie bei BLS, der Gesang
ähnelt dem von Ville Laihialla in manchen Tonlagen sehr, die Musik schiebt sich einerseits wie
bei Crowbar, zäh und schwer, andererseits melancholisch-rockig durch die Boxen. Dennoch kann man
MASSIVE PUNCH nirgendwo Abkupferei nachsagen. Dafür lassen sich keine großen Anhaltspunkte
finden. Nur ein Haar findet sich in der ansonsten schmackhaften Suppe: Manche Songidee ist noch
nicht schlagkräftig genug, um vollends zu überzeugen. Aber ansonsten, Daumen hoch!
THOMAS |
| JERRY GASKILL
"Come Somewhere" |
Erschienen: 2004
Label: Inside Out/SPV Homepage: www.jerrygaskill.com |
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On Air: ""She's Cool" |
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"Nananana, Nananana" - hihi, so
klingts bei JERRY GASKILL in "Crazy". Ziemlich albern. Erst recht, da diese Textaushilfe in
einer doofen Melodie steckt. So lustig ist es zwar nicht auf der gesamten CD "Come Somewhere"
des King's X-Schlagzeugers, aber zumindest sind die Melodien meist total affig.
Badewannengesänge eines Möchtergern-Elvis-Costellos. Oder ein Beatle-Fan scheitert an seinen
ersten Fab-Four-Harmonie-Kopierversuchen. Schlimm, schlimm. Langweiliges Geklimper eines
untalentierten Songwriters, der nur ganz selten mal eine hübsche Tonfolge zustande bekam.
JUB |