BANDS-BATTLE-Vorbereitung Teil I vom 24. Mai 2005

ABYSS LORD
"Fragments Of Insanity"
Erschienen: 2005
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.abysslord.de
On Air: "Child Eater"
Der Death Metal driftet mehr und mehr in einen Bereich ab, wo sich vor allem Freunde technischer Gitarren-Raffinesse eine freundliche Party liefern. Vor Jahren war es sicher recht spannend, diesen Komplikations-Anflügen ein Ohr zu leihen. Auf Dauer fällt aber kaum noch einer Band etwas Neues ein, so daß auch die verrücktesten Ideen schnell öde werden.
Auch ABYSS LORD aus Hannover zeigen, daß sie mit ihren Instrumenten so manche Zauberei auf Lager haben. Allerdings bleiben sie dabei bemerkenswert rumpelig. Hoffentlich liegt diese Rauhheit im Fall der vorliegenden "Fragments Of Insanity"-CD nicht daran, daß es sich lediglich um den Rough Mix handelt. Aber soviel kann man da eigentlich nicht mehr glatt bügeln, und somit dürfte meine Sympathie-Bekundung für das zum Teil wirklich unverkrampfte Gebolze nicht daneben liegen. 7 von 10
JUB

WORLD BELOW
"Sacrifices To The Moon"
Erschienen: 2004
Label: Underground Symphony
Homepage: www.worldbelow.tk
WORLD BELOW - Sacrifices To The Moon On Air: "Ancient Rites Of The Black Cult"
Die Doomer von WORLD BELOW aus Schweden sind typische Doomer. Zum einen sehen sie behäbig aus, zum anderen machen sie eben jene bleiriffige Musik, wie sie einst von Black Sabbath geprägt worden ist. Die Frage zu stellen, was die Doom-Szene ohne die Band um Ozzy Osbourne und Toni Iommy heute überhaupt für eine Rolle spielen würde, wäre nicht nur müßig, sondern vermutlich lediglich reine Rethorik. Denn 70 Prozent aller Doomer haben mittelbare oder unmittelbare Bezüge zu Black Sabbath. Und WORLD BELOW sind einmal mehr eine Band, die sich da ganz unverholen an dem Ouevre der Briten vergreift. Überhaupt hat die Musik auf "Sacrifices To The Moon" einen unverkennbaren Hang zu den glorreichen 70er Jahren.
Bis zu dieser Stelle kann man all das Gesagte den Leuten von WORLD BELOW durchaus negativ auslegen. Das tut hier aber gar nicht not, denn die Songs auf dem Album sind sehr gut gemacht. Songwriterisches Talent haben diese Typen unbestritten. Und sie wissen durchaus, warum sie ausgerechnet Doom machen, denn nichts ist aufgesetzt, das Material wirkt locker (soweit das im Doom überhaupt möglich ist). Und da man bei "Vengeance" sogar mal ein bißchen rascher mitbangen kann, muß sich auch niemand um etwaige Eintönigkeit Gedanken machen. 8 von 10
JUB

OVERDRIVE SENSATION
"Just Call Us Old-Fashioned"
Erschienen: 2004
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.overdrivesansation.com
OVERDRIVE SENSATION - Just Call Us Old-Fashioned On Air: "Sally"
Bei der Band sollten doch eigentlich die Plattenfirmen Schlange stehen. Denn in Deutschland gibt es nicht viele Bands, die so unverkorkst bluesig-punkigen Rock zelebrieren können. Auch wenn die Nordlichter vor allem mit dem Song "Sally" in die V8 Wankers-Liga eingeordnet werden könnten, wären sie mit dieser Schublade bei weitem unter Wert klassifiziert, denn schon "One Woman Man" zeigt, daß knochenalter Boogie - mit einer gehörigen Portion Witz vorgetragen - ebenso zum Repertoire OVERDRIVE SENSATIONs gehört. Diese Truppe, der auch der Endstille-Schlagzeuger unter dem Pseudonym Mayhemic Sensation angehört, macht durch die Bank Laune. Hier kann man saufen, rocken, sich hauen und vermutlich auch ficken. 8 von 10
JUB

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