ANVIL-Spezial vom 25. Januar 2005 (Interview mit Lips - voc/g)


ANVIL
"Back To Basics"
Erschienen: 2004
Label: Massacre/Soulfood
Homepage: www.anvilmetal.tk
ANVIL - Back To Basics On Air:
"You Get What You Pay For"
"Cruel World"
"Go Away"
"The Chainsaw"
Manchmal trifft das Klischee vom rauhen Kanadier, der sich durch sämtliche Unwirtlichkeiten boxt, durchaus zu. Denn Lips und seine ANVIL, die bereits von 1981 bis 1983 drei wegweisende und epochale Alben veröffentlichten ("Hard'N'Heavy", "Metal On Metal" und "Forged In Fire"), haben unbeirrbar die Axt geschwungen, sich allerdings keine Schneise zum kommerziellen Erfolg schlagen können. Kult sind sie in der Heavy-Metal-Szene ohne Ende. Doch eine breite Fanbasis haben sie sich nie aufbauen können.
Und das liegt bestimmt nicht nur an Sachzwänge, die mit dämlichen Verträgen, verpaßten Gelegenheiten und ähnlichem zusammenhängen. Denn ANVIL haben genau wie Raven aus England immer eine recht sperrige Musik gemacht. Auch wenn man sie Anfang der 80er Jahre nur allzu gerne mit zu den Erfindern des Speed Metals machte, waren sie immer mehr als nur eine besonders schnell spielende Band. Melodien waren selten einschmeichelnd, Songs fast nie straight. Der Gesang von Lips ist bar jeglicher Schönheit und die Gitarren machen dem Bild eines auf den Aboß schlagenden Hammers alle Ehre.
Und so wüten ANVIL jetzt 20 Jahre durch ihre Musik, denn das neue Album, "Back To Basics", hätte sowohl von der Musik als auch vom Sound her meinetwegen 1982 erscheinen können. An den Kanadiern ist die Zeit völlig spurlos vorübergegangen. Von daher wird dieses Album vor allem etwas für Nostalgiker, Fans der ersten Stunde oder historsich Interessierte sein. Aber mit dieser Sorte Mensch soll es sich ganz wunderbar Heavy-Metal-Partys feiern lassen.8 von 10
JUB

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