
| ONKEL TOM „Bon Scott hab’ ich noch live gesehen“ |
Erschienen: 2004 Label: Armageddon Music Homepage: www.tom-angelripper.de |
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On Air: „Bon Scott hab’ ich noch live gesehen“ |
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Mit seiner Leib- und Magen-Band Sodom kann Tom Angelripper bedauerlicher Weise schon seit Jahren nichts mehr reißen, obwohl die letzten Alben der Formation so übel nicht waren. Merkwürdigerweise finanziert sich der Thrash-Sänger seine Brötchen mit dem prolligen ONKEL-TOM-Projekt. Vor allem live kommen die gerockten Sauflieder immer wieder trefflich an. Was lag also näher, als eine neue EP vornehmlich mit Live-Material zu bestücken. Und somit gibt es immer noch „Kein Bier auf Hawaii“ und trinkt das „Brüderlein“ schon wieder „Im tiefen Keller“. Das Publikum (in Wacken 2003 aufgenommen) ist begeistert, weil voll. Aber auf einer Party soll man Party machen und von daher paßt ONKEL TOM vermutlich zu solch einer Veranstaltung wie der Pöps auf dem Eimer. Niveau hat das Ganze aber nicht die Bohne. Und Witz leider auch schon eine ganze Zeit nicht mehr. Für eine Überraschung sorgt Tom Angelripper allerdings mit dem Song „Bon Scott hab’ ich noch live gesehen“, in dem er einem Karrierefuzi klar macht, daß nicht der hochdotierte Job zählt, sondern einzig und allein, ob man den einstigen AC-DC-Sänger Bon Scott live gesehen hat. Tom hat es und damit schon mal die Nase vorn. Auch wenn der Song nur rumpelig vor sich hinrockt hat er Charme. Die sich anschließende Karaoke-Version weniger. Zusätzlich gibt es noch eine DVD mit „Bon Scott …“, „Trink, Brüderlein trink“ einem Wacken-Trailer und einem Werbespot für die ONKEL-TOM-DVD „Lieder, die das Leben schreibt“. JUB |
| FALL OF SERENITY „Royal Killing“ |
Erschienen: 2004 Label: Metal Age Prod. Homepage: www.fallofserenity.com |
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On Air: „Mask Of Hatred“ |
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Das Quintett aus dem beschaulichen Örtchen mit Namen Schleiz in Thüringen beweist mit seinem Album „Royal Killing“, daß man trotz „truer“ Wurzeln nicht unbedingt auf der Pagan-Schiene mitschwimmen muß.So präsentieren die Jungs melodischen Death Metal vom Feinsten. Natürlich lassen sich Black-Metal-Einflüsse durchaus nicht leugnen, diese wiederum fügen sich jedoch harmonisch in das Gesamtkonzept ein.Musikalisch gesehen erinnern FALL OF SERENITY an Edge of Sanity oder auch an Unanimated, bewahren aber ihren eigenen Charakter.Ein gesanglich und musikalisch gelungenes Scheibchen Metall. MANDY |
| SHAPE OF DESPAIR „Illusion’s Play” |
Erschienen: 2004 Label: Spikefarm Homepage: www.shapeofdespair.tk |
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On Air: „Entwined In Misery“ |
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Nicht abends einlegen. Schon gar nicht, wenn man allein ist und sich obendrein noch aufs Ohr haut. Bringt nix, denn von der CD „Illusion’s Play“ der Band SHAPE OF DESPAIR wird man garantiert kaum etwas mitbekommen. Spätestens die sich endlos wiederholende Keyboard-Melodie in „Still-motion“ wird einen in die tiefsten Abgründe des Schlafs zerren. Im Heavy Metal gibt es nur wenige Spielarten, die einen klangvoll benebeln können. Doom Metal steht da an erster Stelle. Und der Doom Metal dieser Finnen ganz besonders. Selbst Doom-Bands halten die Langsamkeit selten mit solch einer Konsequenz durch wie SHAPE OF DESPAIR. An einigen Stellen möchte man die Musiker anfeuern, damit sie nicht ihre Instrumente fallen lassen, weil zwischen den einzelnen Anschlägen für einen gesunden Menschen genügend Zeit vergeht, um einzupennen. Und wenn SHAPE OF DESPAIR in der monströsen Schwerfälligkeit gar noch einen Gang zurückschalten, ist man sich fast sicher, daß die CD irgendwann abrupt abbricht. Aber nein, alles Methode. Das Sextett mit dem Sänger Pasi Koskinen, der seine Growls aus den tiefsten Tiefen seines Inneren hervorwürgt, hat Doom Metal im Blut. Denn man muß extrem zu niedrigen Blutdruck haben, um eine Stunde lang auf diese Art der hektischen Welt entsagen zu können. Eine Konkurrenz für ihre Landsleute Reverend Bizarre sind Shape Of Despair nicht, aber schon jetzt, mit ihrem dritten Album, haben sie die meisten gestandenen Bands, denen leider kaum noch mehr einfällt, als immer wieder die gleichen Black-Sabbath-Riffs zu variieren, hinter sich gelassen. JUB |
| DEVANIC „Mask Installed“ |
Erschienen: 2004 Label: Eigenproduktion Homepage: www.devanic.com |
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On Air: „Reborn Again“ |
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Sehr melodischer Death, ja streckenweise schon melancholisch bis mystisch angehaucht. Trotz alledem jedoch treibende Blastbeats und präzises Gitarrenriffing in gepflegter Midtempo-Manier. Gesanglich gesehen hat Herr Danzer ein wandelbares Organ, sowohl im cleanen Kanal, als auch die keifenden Grunzer sitzen einwandfrei und sorgen für angenehmes Kribbeln. MANDY |
| DRITTE WAHL „Fortschritt“ |
Erschienen: 2005 Label: Dritte Wahl Records/Soulfood Homepage: www.dritte-wahl.de |
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On Air: „Fortschritt“ |
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Musikalisch werden sich DRITTE WAHL vermutlich nie ganz von den Toten Hosen lösen. Trotzdem gibt es zwischen diesen beiden Bands einen eklatanten Unterschied. Und der manifestiert sich in den Texten. Denn die sind bei DRITTE WAHL immer schon besser gewesen. Peinliche Bundesliga- oder Jägermeister-Lieder haben die Rostocker nie nötig gehabt. Das kann unter anderem daran liegen, daß die Leute im Osten auch 15 Jahre nach dem Zusammenschluß mit der USA-Kolonie weiter die anspruchsvolleren Musiker und Konsumenten sind. Oder kann sich irgendjemand daran erinnern, daß den Düsseldorfer Alt-Punks mal solch ein Wurf wie der Titelsong des aktuellen DRITTE-WAHL-Albums „Fortschritt“ gelungen wäre. Und wenn wir schon dabei sind: An Songs wie „Fortschritt“ wird auch deutlich, daß DRITTE WAHL bei allen Hosen-Bezügen eine eigene Note besitzen, die nicht selten einen Hauch Heavy Rock verrät. Beeindruckend sind erneut die kleinen Geschichten, die in den Liedern erzählt werden. „Willst Du?“ oder „Alle Tage alles gleich“ sind wunderbar. Und wieder geht es bei DRITTE WAHL darum, was die Leute aus ihren Träumen machen („Wo?“). Das Stück „SAS Beluga“ über den ungeklärten Untergang jenes Schiffes überrascht, ist aber trotz des punkigen Charakters sehr ergreifend. Unter die Haut geht auch „Auf der Flucht“. Dieser Song, an dem Corvus-Corax-Leute mitwirken, ist eindeutig dem in diesem Jahr verstorbenen Ex-Mitmusiker und Freund Marko Busch gewidmet. JUB |
| ANNULATION „Human Creatures“ |
Erschienen: 2004 Label: Eigenproduktion Homepage: www.annulation.ch |
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On Air: „Human Creatures“ |
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Auweia, was für ein geiles Scheibchen. Daß die Schweizer Ricola erfunden haben, dürfte ja nun mittlerweile allgemein bekannt sein. Aber was nun dort aus der Erde kriecht, läßt einen vor Ehrfurcht auf den Boden niederknien. Die vier Jungs ballern drauflos, daß einem Hören und Sehen vergehen. Gekonntes Geknüppel auf der Schießbude, virtuos klingende Gitarren- und Baßläufe. Einprägsame Melodien, welche nicht mehr aus den Gehörgängen weichen wollen. Und Growls, die Mark und Bein erschüttern lassen. Sicherlich läßt sich die bedingungslose Hingabe zu Mister Cavalera nicht leugnen, dennoch haben Annulation ihren Stil gefunden. Hut ab, ein Kauf, den man sicherlich nie bereuen wird. MANDY |
| KULT OV AZAZEL „The World, The Flesh And The Devil“ |
Erschienen: 2005 Label: Crash Music/Arctic Music Group Homepage: www.kultovazazel.com |
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On Air: „Blood, Death And Damnation“ |
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Black Metal ist nicht gerade das, was den Amis liegt. Im Verhältnis zur Größe des Landes und der daraus resultierenden Möglichkeit, daß musikinteressierte junge Menschen sich extremen Spielarten des Heavy Metal zuwenden könnten, ist der Ausstoß an Black-Metal-Bands eher dürftig zu nennen. Wenn allerdings eine Ami-Band, die sich dem Black Metal ergeben hat, mit ihren Tonträgern den alten Kontinent erreicht, hat man es häufig mit großer Musik zu tun. So auch im Fall von KULT OV AZAZEL. Deren Album, „The World, The Flesh And The Devil“, ist ein erhabenes Stück schwarzmetallische Tonkunst, an dem sich manch europäische Hauruck-Kapelle so seine Scheiben abschneiden könnte. Hier dominiert die Wirkung der einzelnen Songs, die mit viel Akribie zu kleinen Perlen entwickelt wurden. Obwohl es ohne Schnickschnack blasphemisch durchrauscht, gibt es einprägsame Melodien zu hören, auf die man sich beim nächsten Durchlauf immer wieder erneut freut. Auch wenn KULT OV AZAZEL das Tempo zwischen schnell und rasend variieren, hat man keine Chance, sich mal für einen kurzen Moment zurückzulehnen. Diese Amis haben Lebensgefühl und Seele des Black Metals begriffen. JUB |
| ARSMACABRA „Daemonolatria Hypnotica” |
Erschienen: 2004 Label: Elegy Music Homepage: www.arsmacabra.com |
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On Air: „Psycho Apocalypse“ |
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Abgesehen davon, daß eher Inder, Türken oder Rumänen den „Italiener an der Ecke“ betreiben, solltet Ihr Euch trotzdem ruhig mal vorstellen, wenn der Pizza-Bäcker ausnahmsweise doch mal aus Palermo, Milano oder Venezia stammend plötzlich mit gräßlicher Schminke und eine Sau vor sich her treibend aus der Küche gestürzt kommt, Euch auf das Essen kotzt und mitten im Gastraum das Tier absticht. Dazu brüllt er „Ave Sathanas“ und zündet ein umgedrehtes Kreuz an. Nun, solch ein Szenario wäre sicher auch in einer Döner-Bude oder in einem gesitteten deutschen Restaurant völlig absurd, aber gerade der Italiener, dieser „Isch abe doch gar kein Auto Senorita“-Haucher … Und deshalb ist Black Metal aus Italien auch immer wieder etwas Besonderes. Erst recht, wenn die Musiker wie bei ARSMACABRA mit einer ungebremsten Wut zu Werke gehen, daß es einem das Trommelfell zerreißt. JUB |
| STILLBIRTH „Trauma“ |
Erschienen: 2004 Label: Eigenproduktion Homepage: www.stillbirth.it |
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On Air: „Eternal Damnation“ |
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Die Italiener von STILLBIRTH überzeugen nicht wirklich. Sei es zum einen durch mal ganze 19 Minuten für die Promotrackliste oder zum anderen die durchschnittliche musikalische Leistung. Da sind wir doch so um einiges mehr von Italienern gewohnt. Alle Songs bewegen sich im Midtempo-Bereich und klingen eher thrashig bis black angehaucht, als Death-Metal-lastig. Durchaus gutes Gitarrenriffing ist an einigen Stellen erkennbar, aber eher doch nur ein Werk für eingefleischte Fans, da die Songs nur so an einem vorbeirauschen und keiner wirklich im Gedächtnis hacken bleibt. MANDY |
| TEARABYTE „Gloom Factory“ |
Erschienen: 2004 Label: Escapi/NMS/GerMusica Homepage: www.tearybyte.com |
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On Air: „Shred The Misery“ |
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Drei massige Männer, die uns mit ihrer Erscheinung schwere und wuchtige Musik suggerieren. Umso enttäuschender ist es, wenn sich herausstellt, daß „Gloom Factory“ schwindsüchtige Thrash-Nummern enthält, die auf mitbrüll-kompatible Refrains setzen. Und so etwas kann man auch nicht damit entschuldigen, daß hier konsequent versucht wird, den Sound der 80er in die Neuzeit zu transferieren. Damals wurden weitaus bessere Songs geschrieben. Interessant an der Besetzung ist auf jeden Fall die Mitwirkung von Sänger und Bassist Al Mead, der einst bei Extrem-Punker GG Allin mitwirkte. Aber leider spricht diese Vergangenheit nicht gleich für Qualität. TEARABYTE haben als Nummer 12 auf der CD einen so genannten „Hiddentrack“ ausgezeichnet, der sich als 31minütiges Live-Konzert entpuppt. Enthalten sind hier unter anderem Thrash-Metal-Versionen vom „Rudolph The Red-nosed Reindeer“ und „Santa Claus Is Coming To Town“. Witzig, aber nicht besonders gut gemacht.
JUB |
| ODIUM „Written in Flesh“ |
Erschienen: 2003 Label: Eigenproduktion Homepage: www.odium-metal.de |
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On Air: „Paperhouse“ |
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Die fünf Herren von Odium zelebrieren geilen Old-School-Heavy/Thrash vom Feinsten. Alle elf Songs sind gezielt arrangiert und musikalisch wie auch lyrisch vollkommen ausgereift. Die Gitarren klingen präzise, der Gesang überzeugt in jeglicher Hinsicht (nicht zu hoch) und diese Mischung geht einem direkt unter die Haut. Musikalisch sind Odium am ehesten zwischen Testament und Judas Priest anzusiedeln. Ein cooles Album, echt empfehlenswert. 8 von 10 MANDY |
| DEADSOUL TRIBE „The January Tree“ |
Erschienen: 2004 Label: Inside Out/SPV Homepage: www.deadsoultribe.com |
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On Air: „This Lying World“ |
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Die Genies werden seltener. Viel seltener als noch vor zirka 30 Jahren. Und häufig erkennt man sie nicht einmal. Wer allerdings aufpaßt, kann an einem Musik-Ereignis teilhaben, wie es in den letzten 15 Jahren vielleicht drei- oder viermal geschehen ist: Ein Genius hat sich uns offenbart. In persona Devon Graves. Mit DEADSOUL TRIBE hat der Musiker, der einst Psychotic Waltz verließ, weil er sich als schwächstes Glied in dieser Prog-Metal-Band empfand, ein Ein-Mann-Projekt entwickelt, das derzeit zum absolut besten gehört, was Progressive Metal sein kann. „Es gibt keine Grenzen“, sagt Graves zu seiner Musik. „Nur das Streben nach in meinen Ohren zum Sterben schöner Musik.“ Und genau das sind die Klänge auf „The January Tree“ zum Sterben schön. Wer wissen will, wie Musik Emotionen in ihrer ganzen Bandbreite wachrufen kann, der muß DEADSOUL TRIBE kennenlernen. Denn hier gehen zerbrechliche Sanftheit und robusteste Härte eine Symbiose ein. Und alle Nuancen, die dazwischen liegen, dürfen anklingen. Graves, der in den Staaten groß wurde jetzt aber noch Wien gezogen ist, fühlt sich von Zappa und Jethro Tull beeinflußt, vermeidet aber deren Affinität zum Jazz. Auch Iron Maiden nennt der Multiinstrumentalist als Inspiration. Die Härte der Briten schafft er streckenweise allemal. Und schließlich Tool und Perfect Circle ja, deren Tragik und Melancholie zieht sich wie ein roter Faden durch die Musik von DEADSOUL TRIBE. Und das ist eben alles nur wunderschön. 10 von 10 JUB |
| SHADOW’S FAR „Lost in Contemplation“ |
Erschienen: 2004 Label: Eigenproduktion Homepage: www.s-i-f.ch |
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On Air: „Deflection Walk“ |
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Es kommt nicht nur lecker Schoki aus dem Schweizer Lande, nein auch fetter Thrash Metal im Stil der glorreichen 80er Jahre. Hammergeiles Kehlchen Mister Philipp, welches mit dem des guten alten Mille vergleichbar ist. Alle Songs kommen genau, satt und ausdrucksstark rüber. Die Baßläufe und das Gitarrenspiel offenbaren ein äußerst interessantes Zusammenspiel. Ein „rundes Stück Silber“ mit Ohrwurmcharakter und Nackenmuskelkatergarantie. 8 von 10 MANDY |
| WOLFSMOON “Keep Metal Alive” |
Erschienen: 2004 Label: Eigenproduktion/MDD Homepage: www.wolfsmoon.de |
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On Air: „Keep Metal Alive” |
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Sammy alias Gerd Simson und seine WOLFSMOON sind unermüdlich. Heavy Metal ist ihr Dasein, dafür geben sie alles. Bei Sammy befürchte ich, sogar das Leben. Und diese Inbrunst atmet auch das fünfte WOLFSMOON-Album, „Keep Metal Alive“, das erneut ganz und gar im Stile der 80er Jahre daherkommt. Und wen wundert’s, daß ausgerechnet der Titelsong, die Hymne an den Heavy Metal und seine Anhänger, das geilste Stück auf dem Album ist. Aber auch „Reborn With A Black Heart“ oder „Lonely At The Gates“ fressen sich langsam im Hirn fest. Allerdings ist es unverständlich, daß die Band an Ballast festhält, der sie schon seit der ersten Veröffentlichung begleitet. Da wäre die Länge einiger Stücke zu nennen. Manchmal wäre weniger viel viel mehr. In drei bis vier Minuten ist oft bereits alles gesagt, sind die wichtigsten Motive häufig genug wiederholt. WOLFSMOON setzen dann aber meist noch einen drauf. Noch ein Solo, noch eine Refrain-Wiederholung. Unnötig sind auch die hin und wieder eingestreuten Rhythmusbrüche, die lediglich die Fähigkeiten der Musiker dokumentieren, den Songs aber undienlich sind. Selbst der beste Banger wird zum Hörstück, wenn er nicht enden will und kleine Prog-Anflüge hat. WOLFSMOON hätten das Zeug zu einer Voll-auf-die Backen-Band, die kurzweilige Rocker im Programm hat und dadurch absolut partytauglich wäre. So bleiben sie ein Heavy-Metal-Act, den man doch lieber allein zu Hause hört. Das nächste Mal schmeißt das Unwesentliche aus den Nummern raus, und Ihr habt ein Hit-Album, mit dem Ihr bei den Old-School-Fans schon bald in aller Munde seid. 6 von 10 JUB |