An dieser Stelle findet Ihr Tonträger-Rezensionen der INTERREGNUM-Sendungen.
Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen 
und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. 
Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten.

ABGEHÖRT vom 26. Februar 2002


HYPOCRISY „10 Years Of Chaos And Confusion“  9
Nuclear Blast, 2001

Hypocrisy - 10 Years Of Chaos And Confusion

Und noch eine Rückschau. Ähnlich wie Meshuggah haben auch HYPOCRISY im vergangenen Jahr so etwas wie eine „The Best Of...“-Scheibe veröffentlicht. „10 Years Of Chaos And Confusion“ vereint herausragende Nummern aus der gesamten Schaffensphase der Schweden um Peter Tägtgren. Darüber jetzt noch viele Worte zu verlieren, hieße einem Mathematiker das Einmaleins zu erläutern. Deshalb nur soviel: Sechs der 14 Songs auf der 1. CD sind im vergangenen Jahr neu eingespielt worden und offenbaren deutlich Tägtgrens gewachsene Erfahrungen mit Studio-Technik. Auch ist die Abwechslung im Gesang bemerkenswert. Selbst wenn hier zum Teil technische Raffinessen zum Tragen kommen, sind die unterschiedlichen Gesangsstimmungen nahezu maximal in die Musik eingebettet. Und daß bei einer HYPOCRISY-The Best-CD absolut keine Langeweile aufkommen kann, versteht sich von selbst, sind doch schon die acht regulären HYPOCRISY-Alben von enormer Unterschiedlichkeit.
CD 2 dieses Doppeldeckers kommt mit dem bisher unveröffentlichten Song „Turn The Page“ und enthält die ersten beiden HYPOCRISY-Demos von 1991 und 1992.
„The Fourth Dimension“

JUB

MEDULLA NOCTE "Dying From The Inside" 7
Copro Rec., 2000

Medulla Nocte - Dying From The Inside

Bei MEDULLA NOCTE handelt es sich um völlig kaputte und geistesgestörte Musik. Fiesester Thrash mit Hardcore versetzt, der mal rasend schnell über Dich hinwegfegt und Dir die Haut in Streifen vom Gesicht hängen läßt, und im nächsten Augenblick so ziemlich alles in Deinem Rachen wegschleift, was über die Knochen hinausragt. Aber mit brutaler Langsamkeit. Das I-Tüpfelchen ist die absolut kaputte Stimme von Sänger Paul, der so klingt, als ob ihm ein verhaltensgestörter Pavian an den Nüssen zerrt und tausende von Ameisen dabei sind, ihm das Fleisch bei lebendigem Leibe von den Knochen zu fressen. Völlig krank! Aber auch ziemlich geil. Man kann MEDULLA NOCTE probehören im Plattenladen oder wenn man nicht aus dem Haus gehen möchte, sich einen Küchenmixer in den Mund stecken, die Klappe schließen und das Gerät auf Stufe "3" stellen. Man hat den selben Effekt. "Dying From Inside" bietet noisigen Hardcore-Thrash, der live sicherlich die Klubs auseinandernimmt. Feines Scheibchen. 
"The Nervous Reaction"

THOMAS

DOUBLE DEALER „Deride At The Top“ 5
LMP/SPV, 2001

Double Dealer - Deride At The Top

Erst vor ein paar Wochen hatte ich an dieser Stelle den Namen Norifumi Shima erwähnt, tat sich der junge Mann doch als Gitarrist der Ausnahme-Band Concerto Moon (siehe Abgehört vom 19. Februar 2002) hervor. Schon bei dieser Band, die einen harten und rifflastigen Heavy Metal mit zahlreichen Deep Purple- und Rainbow-Anleihen kredenzte, war die Handschrift Shimas unverkennbar. Das gleiche kann auch von seinem Quasi-Solo-Projekt DOUBLE DEALER gesagt werden. Wieder bedient sich der Japaner bei Deep Purple und Rainbow, wieder liegt gut produziertes und zum Teil recht heftiges Zeug vor. Und die ersten drei Songs der CD „Deride At The Top“ lassen auch Großes erahnen. Allerdings hält Norifumi Shima diese Qualität bei weitem nicht, denn sobald er seine Vorbilder mal für einen Augenblick außer Acht läßt, gelingt ihm nur noch Durchschnittliches. DOUBLE DEALER können nicht annähernd die Stärken von Concerto Moon erreichen. Offenbar hat sich der Gitarren-Hexer da ein wenig verzettelt.
„Draw The Curtain“

JUB

PYRAMID "The Immaculate Lie" 2
Locomotive Music, 2000

Pyramid - The Immaculate Lie

Was gibt es denn so Neues in Spanien? Eine Band namens PYRAMID und deren CD "The Immaculate Lie". Aha. Das Label Locomotive Musik war ja in der Vergangenheit desöfteren durch die ein oder andere positive Überraschung aufgefallen. Tierra Santa, Koma oder auch Azrael rufen durchaus gute Erinnerungen hervor. Und PYRAMID? Nun ja, auf der Habenseite steht ein recht talentierter Gitarrist namens Tony Valles, der technisch ganz schön was auf der Pfanne hat. Manzano, Los Suaves und Hangar 18, allesamt große spanische Bands, waren kreative Betätigungsfelder des Gitarristen seit den 80er Jahren. 1998 dann veröffentlichte er mit PYRAMID ein gleichnamiges Debutalbum und nun steht der Nachfolger "The Immaculate Lie" in den Regalen der Plattenläden. Doch ist diese CD leider eine der langweiligsten Progressivscheiben, die ich je hörte. Die sich auftürmenden Klangkaskaden, die eigentlich eine Stimmung der musikalischen Berg- und Talfahrt erzeugen sollten, klingen wie gestapelter Wackelpudding. Ideenlos und harmlos. Das sich permanent einmischende Keyboard verkommt zum Quälgeist. Die Gitarren klingen streckenweise wie in Badehandtücher verpackt, und der Sänger singt in den hohen Tonlagen nicht bewundernswert, sondern nervig. Die Frickeleien verkommen zum Selbstzweck, da ihnen jeglicher Witz und Einfallsreichtum fehlt. Auf "The Immaculate Lie" kann ich gut und gerne verzichten.
"One Of A Kind"

THOMAS

DIE GASTREZENSION: Ron Schaffer, Sänger/Gitarrist der Gothic/Death Band NECROSIST

GODGORY "Way Beyond" 9
Nuclear Blast, 2001

Godgory - Way Beyond

Also Leute, ehrlich gesagt war ich zwar nicht wirklich überrascht über dieses geile neue Werk von GODGORY, aber letztendlich ist es dennoch eine weitere Steigerung zu den Vorgängeralben. Mag sein, daß auch GODGORY etwas weicher geworden sind, aber dadurch konnten sie letztendlich ein absolut perfekt inszeniertes Musikwerk zustande bringen. Selbst ein Poser sollte da mal ein Ohr riskieren. (Sorry, früher hab ich die immer verkloppt, weil's so Spaß gemacht hat.) Ne, ne, so mein ich das auch wieder nicht, aber die Musik ist mit viel Detail-Liebe und vor allem auch Können zusammengestellt worden. Ich würde auch einen einzelnen Song nicht erwähnen, sondern dieses Album als eine ganze Einheit sehen, da alles, aber auch wirklich alles, miteinander abgestimmt ist. Seien es die Grunzparts oder auch die cleanen oder auch verzerrten Melodie-Elemente. Also kurz gesagt: Geht in den Laden, riskiert ein Ohr und kauft diese Scheibe. Das heißt, wenn Ihr auch Metals sein wollt, müßt Ihr diese Scheibe haben, OK. Ansonsten könnt Ihr diese Scheibe auch nutzen um Eure/n Freund/in mal so richtig gut durchzuknallen. Die Mucke eignet sich bestens dazu. Bis dahin - viel Spaß !!??
"Another Day"

RON

KRUSCHKE "Schattenreich" 8
Eigenproduktion, 2000

Kruschke - Schattenreich

KRUSCHKE? Nie gehört. Scheiß Name. Cover: `ne Schwarzweiß-Kopie aus dem Straßenatlas. Was soll das denn? Schrulliger Studentenrock? Weit gefehlt! Namen sind Schall und Rauch, in diesem Fall ist KRUSCHKE der Nachname des Gitarristen der Band. Und von wegen Studentenrock. "Schattenreich" drückt aus den Boxen, daß so manchem Studioso die Nickelbrille vom Kopf fliegen würde. Mit Synthesizer angereicherter (im wahrsten Sinne des Wortes) Death/Thrash Metal, mal groovend, mal stampfend, mal sauschnell, ist das Metier von KRUSCHKE.
Unterhaltsam und kurzweilig. Der Sound ist extrem in Ordnung. Und der einzige Kritikpunkt an der Scheibe ist, daß der Anfang vom Lied "Fall Of Seraphs" seeehr an King Diamonds "Two Little Girls" vom "The Eye"-Album erinnert.
Ansonsten eine starke Scheibe. kruschke@surt.de, http://www.daskruschke.de
"Fall Of Seraphs"

THOMAS

NECROSPHERE "Revived" 8
Diehard/Zomba/Rising Sun, 2001

Necrosphere - Revived

AARRGGHH!! Mit Messern, Pistolen, umgedrehten Kreuzen, Gasmaken und Ketten posieren Franco, Damaino, Andrea und Max von NECROSPHERE im Booklet ihrer CD "Revived". Jaja, auf CDs ´n Harten machen. Aber wie Italiener wirklich Krieg führen, haben wir zu anderen Zeiten ja schon gesehen. Aber Geschichte beiseite, es geht hier ja um Musik, und die ist wahrlich mörderisch. Wütend peitscht der Opener "Biomechanical Death Machine" nach vorne los: Galloppierende Drums, eine Morbid Angel nicht unähnliche Gitarrenarbeit sowie Krisiun-ähnlicher Gesang sind zu vernehmen. Damit haben NECROSPHERE schon mal die Marschroute für die folgenden zehn Stücke vorgegeben. Die eben erwähnten Bands sollen hier aber nur als Orientierungshilfe dienen, denn NECROSPHERE kopieren nicht eins zu eins ihre Vorbilder, sondern entwickeln deren Einflüsse nur weiter. Zeit zum Verschnaufen gibt es kaum, dafür die Gelegenheit, dem eigenen Teufel im Leib ein wenig mehr Freiraum zu verschaffen. Wenn man die Anlage nur ein wenig lauter dreht, verspürt man einen enormen Bewegungsdrang und findet das oben erwähnte Outfit der Musiker doch schon recht passend für diese Musik.
Eine der besseren Death Metal-Veröffentlichungen.
"Iconoclast"

THOMAS

PAIN OF SALVATION "Remedy Lane" 8
Insideout/SPV/LMP, 2002

Pain Of Salvation - Remedy Lane

Daniel Gildenlöw mit seiner Band PAIN OF SALVATION meldet sich zurück. "Remedy Lane" heißt die neue CD und ist im Vergleich zum Vorgänger etwas ausgeglichener, was das Verhältnis zwischen ruhigen und heftigeren Songs anbelangt. Will sagen die Stärke PAIN OF SALVATIONs liegt nach wie vor darin, spannende, ruhige Songs zu schreiben, aber an den richtigen Stellen machen sie Ballett, ohne daß es heillos durcheinander klingt. "Remedy Lane" ist progressiv in Hinsicht auf Unkonventionalität und Innovation, also nicht wie man Progressiv normalerweise versteht, nämlich Dream Theater nachzueifern. So gibt es auf "Remedy Lane" interressante Stereo-Effekte zu hören und nicht nur diese. Songs wie zum Beispiel "Rope Ends" - verschachtelt, interressant - bleiben im Ohr hängen, und man merkt ihnen die Spielzeit von ca. sieben Minuten gar nicht an. 
"Rope Ends"

THOMAS

POWERS COURT "Nine Kinds Of Hell" 7
Dragonheart/Audioglobe/SPV, 2001

Powers Court - Nine Kinds Of hell

Ziemlich abgefahrenen Metal spielen POWERS COURT aus den Staaten. Es gibt hier alles zu hören, was andere Bands groß gemacht hat: mal ein wenig King Diamond, also mehrspurige Fistelstimmen, mal an frühe Iced Earth erinnernde abgehackte Powercords mit gepreßter rauher Stimme, und dann mal wieder Slayer-mäßige Riffatacken.
Das alles wird unterlegt mit dezentem Einsatz der Mandoline und des Keyboards. Ein musikalischer Lapskaus also, welcher aber durchaus schmackhaft ist, wenn man ihn nur lange genug ziehen läßt. 
"Ecoes Of Silence"

THOMAS

MESHUGGAH „Rare Trax“ 9
Nuclear Blast, 2001

Meshuggah - Rare Trax

Das Jahr 1991 war so ein bißchen die Zeit der Archiv-Würmer, die in alten Tonträger-Beständen herumwühlten und angestaubte Audio-Dokumente ausgruben. Eine Band, die ebenfalls das Glück hatte, mit Wiederveröffentlichungen bedacht zu werden, ist MESHUGGAH. Und ich sage nicht umsonst „das Glück“. Denn die Scheibe „Rare Trax“ ist tatsächlich ein echter Hammer geworden. Das beginnt bei den Songs der allerersten MESHUGGAH-Mini-LP „Psykisk Testbild“ von 1989, geht über Demo-Versionen der Songs „Abnegating Cecity“ und „Internal Evidence“, die auf der ersten MESHUGGA-LP „Contradictions Collapse“ erschienen, bis hin zu einem Remix und einem Stück, das laut CD-Booklet „viele einsangen und einige einspielten“ ...
„Ayahuasca Experience“
Neben diesem Schwachsinn sind vor allem die Sachen von 1989 bemerkenswert, klingen die heute Industrial-angehauchten Schweden hier doch wie eine Mischung aus Metallica, Testament und Sacred Reich. Einfach faszinierend.
„Sovereigns Morbidity“
Nur ein Jahr später entstanden die Demos für die LP „Contradictions Collapse“. Und erstaunlicher Weise hatten sich zu diesem Zeitpunkt MESHUGGAH schon von ihren großen Vorbildern gelöst und präsentierten sich dermaßen progressiv, daß man meinen mochte, Techno-Thrasher vor sich zu haben.
„Internal Evidence“
Der Remix von „Concatenation“ klingt da schon nicht mehr so geil. Viel zu New Metal-belastet im Gitarrensound. Und auch sonst scheint man an dieser Stelle die zweite Hardcore-Generation beeindrucken zu wollen. Von ganz anderem Schlage ist da „War“, ebenfalls neueren Datums, der das gnadenlose Brett fährt und irgendwie etwas von Slayer zu „Reign In Blood“-Zeiten hat.
Nun, und schließlich sind auf der CD noch zwei Video-Clips und ein paar Tour-Albereien zu finden. Das volle Programm also.

JUB

LULLACRY „Be My God“ 6
Century Media/Ranka Publ., 2001

Lullacry - Be My God

So kanns gehen, wenn man die Reihenfolge nicht einhält, denn als ich mir diese Woche LULLACRY aus Finnland reinzog, hatte ich irgendwie die jüngste Flowing Tears (siehe Abgehört vom 19. Februar 2002) im Kopf. Dabei hat die „Be My God“ schon gut ein halbes Jahr auf dem Buckel. Diesen Bezug habe ich aber vermutlich deswegen gezogen, weil die Stimme Tanyas ebenso eindringlich ist, wie die von Stefanie Duchéne. Sogar die Stimm-Färbung ähnelt sich. Musikalisch driften beide Band allerding doch schon etwas auseinander. Zwar bedienen sich LULLACRY auch hier und da einiger Gothic-Elemente, haben zum Teil auch recht schwermütige Melodien zu bieten, gehen aber doch um einiges straighter zur Sache. Nicht übel das Ganze. So wie diese Scheibe sicher keinem weh tun wird, fehlt aber auch irgendwie so der richtige Kick. Der Tip vom Plattenlabel Century Media mit HIM war schon nicht schlecht. Auch To Die For-Fans können sich gütlich tun. Nur müssen die weiblichen Fans genannter Bands daran denken, daß bei LULLACRY eine Frau am Mikro steht. Nicht das es Eifersuchtsszenen gibt.
„Thorn Of The Rose“

JUB

ENID „Seelenspiegel“ 1
Code 666/SPV/Audioglobe, 2002

Enid - Seelenspiegel

Es ist eine Frechheit und gleichzeitig ein Wunder, daß uns Martin Wiese schon wieder mit seiner Band ENID penetrieren kann. Diesmal haben sich seiner die Italiener von Code 666 angenommen, von denen man bisher nur solide bis hervorragende Black, Thrash und Death Metal-Kost gewohnt war.
Fangen wir mit dem Positiven an: Der Sound ist diesmal in Ordnung. Die Gitarren klingen nicht mehr wie in einer Plastik-Schachtel aufgenommen und der Schlagzeuger - seines Zeichens Moritz Neuner von Dornenreich, Abigor, Darkwell - macht seine Sache gut und bringt Leben in die ansonsten völlig belanglose, verkrampfte, peinliche und pseudo-künstlerische Musik von Martin Wiese, der mit diesem Zeug bestenfalls Musikstudenten im ersten Semester beeindrucken kann. Um halt den Könner heraushängen zu lassen, passiert pro Lied zwar eine ganze Menge, allerdings paßt nichts, aber auch gar nichts zusammen. Ob da nun gekreischt, pathetisch getönt, langsam oder schnell gespielt wird, ob die Gitarren brezeln, die Keyboards auf die Kacke hauen oder Renaissance-musikalische Song-Konstruktionen bemüht werden: Es ist und bleibt Unsinn. Mit mir nicht Wiese. Und jeder der ehrlich zu sich selbst ist, wird feststellen, daß man „Seelenspiegel“ unter keinen Umständen, ohne in Wut zu geraten, durchhören kann.
Das Label nennt Wiese "den deutschen Führer der Fantasy-Extreme-Metal-Szene". Ich sage, olle Martin ist weder ein Führer, noch hatte er Phantasie oder ist das hier extremer Metal.
„Helios Niedergang“

JUB

RAGNAROK "In Nomine Satanas" 9
Regain Rec., 2002

Ragnarok - In Nomine Satanas

So wie man unter Umständen vor fünf oder sechs Jahren bei Musik wie der von RAGNAROK genervt mit den Augen drehte, zaubert dieses kompromißlose Black Metal-Geruppe einem heute ein freudiges Lächeln ins Gesicht. Denn wenn dieses Satans-Gemalle, untermalt von infernalischem Gitarren-Getöse, vor einiger Zeit zu Hauf produziert wurde und sich kaum eine Band von der anderen unterschied, hat sich mittlerweile doch schon ein wenig die Spreu vom Weizen getrennt und tauchen vor allem immer wieder jene Bands auf, denen es gelang, das eigene Flair soweit zu entwickeln, daß ein Sprung in die erste Liga geschafft wurde. RAGNAROK gehören dort jedenfalls spätestens mit diesem Album, "In Nomine Satanas", hin. Zwar regiert hier definitiv das Gebolze, Melodien aber, die weder verbraucht klingen noch sich dem schraubenartigen Eindringen in die Gehörgänge verschließen, gibt es reichlich (zum Beispiel "A Nights Kingdom"). Mit Rhythmus- oder Stimmungswechseln gehen die Norweger äußerst sparsam um, Gitarren-Soli fallen gar aus der Rolle und positiv auf ("Under The Wings Of Satan"). 
RAGNAROK-Fans braucht man diese CD sicher nicht ans Herz legen, ansonsten können vor allem Marduk- oder auch Immortal-Jünger sicher einiges Hinreißendes auf diesem Teil entdecken.
"The Black Mass"

JUB


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