HYPOCRISY
„10 Years Of Chaos And Confusion“ 9
Nuclear Blast,
2001
Und noch eine
Rückschau. Ähnlich wie Meshuggah haben auch HYPOCRISY im vergangenen
Jahr so etwas wie eine „The Best Of...“-Scheibe veröffentlicht. „10
Years Of Chaos And Confusion“ vereint herausragende Nummern aus der gesamten
Schaffensphase der Schweden um Peter Tägtgren. Darüber jetzt
noch viele Worte zu verlieren, hieße einem Mathematiker das Einmaleins
zu erläutern. Deshalb nur soviel: Sechs der 14 Songs auf der 1. CD
sind im vergangenen Jahr neu eingespielt worden und offenbaren deutlich
Tägtgrens gewachsene Erfahrungen mit Studio-Technik. Auch ist die
Abwechslung im Gesang bemerkenswert. Selbst wenn hier zum Teil technische
Raffinessen zum Tragen kommen, sind die unterschiedlichen Gesangsstimmungen
nahezu maximal in die Musik eingebettet. Und daß bei einer HYPOCRISY-The
Best-CD absolut keine Langeweile aufkommen kann, versteht sich von selbst,
sind doch schon die acht regulären HYPOCRISY-Alben von enormer Unterschiedlichkeit.
CD 2 dieses
Doppeldeckers kommt mit dem bisher unveröffentlichten Song „Turn The
Page“ und enthält die ersten beiden HYPOCRISY-Demos von 1991 und 1992.
„The Fourth
Dimension“
JUB
MEDULLA
NOCTE "Dying From The Inside" 7
Copro Rec.,
2000
Bei MEDULLA
NOCTE handelt es sich um völlig kaputte und geistesgestörte Musik.
Fiesester Thrash mit Hardcore versetzt, der mal rasend schnell über
Dich hinwegfegt und Dir die Haut in Streifen vom Gesicht hängen läßt,
und im nächsten Augenblick so ziemlich alles in Deinem Rachen wegschleift,
was über die Knochen hinausragt. Aber mit brutaler Langsamkeit. Das
I-Tüpfelchen ist die absolut kaputte Stimme von Sänger Paul,
der so klingt, als ob ihm ein verhaltensgestörter Pavian an den Nüssen
zerrt und tausende von Ameisen dabei sind, ihm das Fleisch bei lebendigem
Leibe von den Knochen zu fressen. Völlig krank! Aber auch ziemlich
geil. Man kann MEDULLA NOCTE probehören im Plattenladen oder wenn
man nicht aus dem Haus gehen möchte, sich einen Küchenmixer in
den Mund stecken, die Klappe schließen und das Gerät auf Stufe
"3" stellen. Man hat den selben Effekt. "Dying From Inside" bietet noisigen
Hardcore-Thrash, der live sicherlich die Klubs auseinandernimmt. Feines
Scheibchen.
"The Nervous
Reaction"
THOMAS
DOUBLE
DEALER „Deride At The Top“ 5
LMP/SPV, 2001
Erst vor ein
paar Wochen hatte ich an dieser Stelle den Namen Norifumi Shima erwähnt,
tat sich der junge Mann doch als Gitarrist der Ausnahme-Band Concerto Moon
(siehe Abgehört vom 19. Februar 2002)
hervor. Schon bei dieser Band, die einen harten und rifflastigen Heavy
Metal mit zahlreichen Deep Purple- und Rainbow-Anleihen kredenzte, war
die Handschrift Shimas unverkennbar. Das gleiche kann auch von seinem Quasi-Solo-Projekt
DOUBLE DEALER gesagt werden. Wieder bedient sich der Japaner bei Deep Purple
und Rainbow, wieder liegt gut produziertes und zum Teil recht heftiges
Zeug vor. Und die ersten drei Songs der CD „Deride At The Top“ lassen auch
Großes erahnen. Allerdings hält Norifumi Shima diese Qualität
bei weitem nicht, denn sobald er seine Vorbilder mal für einen Augenblick
außer Acht läßt, gelingt ihm nur noch Durchschnittliches.
DOUBLE DEALER können nicht annähernd die Stärken von Concerto
Moon erreichen. Offenbar hat sich der Gitarren-Hexer da ein wenig verzettelt.
„Draw The
Curtain“
JUB
PYRAMID "The Immaculate Lie"
2
Locomotive Music, 2000
Was gibt es denn so Neues in Spanien?
Eine Band namens PYRAMID und deren CD "The Immaculate Lie". Aha. Das Label
Locomotive Musik war ja in der Vergangenheit desöfteren durch die
ein oder andere positive Überraschung aufgefallen. Tierra Santa, Koma
oder auch Azrael rufen durchaus gute Erinnerungen hervor. Und PYRAMID?
Nun ja, auf der Habenseite steht ein recht talentierter Gitarrist namens
Tony Valles, der technisch ganz schön was auf der Pfanne hat. Manzano,
Los Suaves und Hangar 18, allesamt große spanische Bands, waren kreative
Betätigungsfelder des Gitarristen seit den 80er Jahren. 1998 dann
veröffentlichte er mit PYRAMID ein gleichnamiges Debutalbum und nun
steht der Nachfolger "The Immaculate Lie" in den Regalen der Plattenläden.
Doch ist diese CD leider eine der langweiligsten Progressivscheiben, die
ich je hörte. Die sich auftürmenden Klangkaskaden, die eigentlich
eine Stimmung der musikalischen Berg- und Talfahrt erzeugen sollten, klingen
wie gestapelter Wackelpudding. Ideenlos und harmlos. Das sich permanent
einmischende Keyboard verkommt zum Quälgeist. Die Gitarren klingen
streckenweise wie in Badehandtücher verpackt, und der Sänger
singt in den hohen Tonlagen nicht bewundernswert, sondern nervig. Die Frickeleien
verkommen zum Selbstzweck, da ihnen jeglicher Witz und Einfallsreichtum
fehlt. Auf "The Immaculate Lie" kann ich gut und gerne verzichten.
"One Of A Kind"
THOMAS
DIE GASTREZENSION: Ron Schaffer,
Sänger/Gitarrist der Gothic/Death Band NECROSIST
GODGORY "Way Beyond" 9
Nuclear Blast, 2001
Also Leute, ehrlich gesagt war ich
zwar nicht wirklich überrascht über dieses geile neue Werk von
GODGORY, aber letztendlich ist es dennoch eine weitere Steigerung zu den
Vorgängeralben. Mag sein, daß auch GODGORY etwas weicher geworden
sind, aber dadurch konnten sie letztendlich ein absolut perfekt inszeniertes
Musikwerk zustande bringen. Selbst ein Poser sollte da mal ein Ohr riskieren.
(Sorry, früher hab ich die immer verkloppt, weil's so Spaß gemacht
hat.) Ne, ne, so mein ich das auch wieder nicht, aber die Musik ist mit
viel Detail-Liebe und vor allem auch Können zusammengestellt worden.
Ich würde auch einen einzelnen Song nicht erwähnen, sondern dieses
Album als eine ganze Einheit sehen, da alles, aber auch wirklich alles,
miteinander abgestimmt ist. Seien es die Grunzparts oder auch die cleanen
oder auch verzerrten Melodie-Elemente. Also kurz gesagt: Geht in den Laden,
riskiert ein Ohr und kauft diese Scheibe. Das heißt, wenn Ihr auch
Metals sein wollt, müßt Ihr diese Scheibe haben, OK. Ansonsten
könnt Ihr diese Scheibe auch nutzen um Eure/n Freund/in mal so richtig
gut durchzuknallen. Die Mucke eignet sich bestens dazu. Bis dahin - viel
Spaß !!??
"Another Day"
RON
KRUSCHKE "Schattenreich"
8
Eigenproduktion, 2000
KRUSCHKE? Nie gehört. Scheiß
Name. Cover: `ne Schwarzweiß-Kopie aus dem Straßenatlas. Was
soll das denn? Schrulliger Studentenrock? Weit gefehlt! Namen sind Schall
und Rauch, in diesem Fall ist KRUSCHKE der Nachname des Gitarristen der
Band. Und von wegen Studentenrock. "Schattenreich" drückt aus den
Boxen, daß so manchem Studioso die Nickelbrille vom Kopf fliegen
würde. Mit Synthesizer angereicherter (im wahrsten Sinne des Wortes)
Death/Thrash Metal, mal groovend, mal stampfend, mal sauschnell, ist das
Metier von KRUSCHKE.
Unterhaltsam und kurzweilig. Der
Sound ist extrem in Ordnung. Und der einzige Kritikpunkt an der Scheibe
ist, daß der Anfang vom Lied "Fall Of Seraphs" seeehr an King Diamonds
"Two Little Girls" vom "The Eye"-Album erinnert.
Ansonsten eine starke Scheibe. kruschke@surt.de,
http://www.daskruschke.de
"Fall Of Seraphs"
THOMAS
NECROSPHERE
"Revived" 8
Diehard/Zomba/Rising
Sun, 2001
AARRGGHH!!
Mit Messern, Pistolen, umgedrehten Kreuzen, Gasmaken und Ketten posieren
Franco, Damaino, Andrea und Max von NECROSPHERE im Booklet ihrer CD "Revived".
Jaja, auf CDs ´n Harten machen. Aber wie Italiener wirklich Krieg
führen, haben wir zu anderen Zeiten ja schon gesehen. Aber Geschichte
beiseite, es geht hier ja um Musik, und die ist wahrlich mörderisch.
Wütend peitscht der Opener "Biomechanical Death Machine" nach vorne
los: Galloppierende Drums, eine Morbid Angel nicht unähnliche Gitarrenarbeit
sowie Krisiun-ähnlicher Gesang sind zu vernehmen. Damit haben NECROSPHERE
schon mal die Marschroute für die folgenden zehn Stücke vorgegeben.
Die eben erwähnten Bands sollen hier aber nur als Orientierungshilfe
dienen, denn NECROSPHERE kopieren nicht eins zu eins ihre Vorbilder, sondern
entwickeln deren Einflüsse nur weiter. Zeit zum Verschnaufen gibt
es kaum, dafür die Gelegenheit, dem eigenen Teufel im Leib ein wenig
mehr Freiraum zu verschaffen. Wenn man die Anlage nur ein wenig lauter
dreht, verspürt man einen enormen Bewegungsdrang und findet das oben
erwähnte Outfit der Musiker doch schon recht passend für diese
Musik.
Eine der besseren
Death Metal-Veröffentlichungen.
"Iconoclast"
THOMAS
PAIN OF SALVATION "Remedy
Lane" 8
Insideout/SPV/LMP, 2002
Daniel Gildenlöw mit seiner
Band PAIN OF SALVATION meldet sich zurück. "Remedy Lane" heißt
die neue CD und ist im Vergleich zum Vorgänger etwas ausgeglichener,
was das Verhältnis zwischen ruhigen und heftigeren Songs anbelangt.
Will sagen die Stärke PAIN OF SALVATIONs liegt nach wie vor darin,
spannende, ruhige Songs zu schreiben, aber an den richtigen Stellen machen
sie Ballett, ohne daß es heillos durcheinander klingt. "Remedy Lane"
ist progressiv in Hinsicht auf Unkonventionalität und Innovation,
also nicht wie man Progressiv normalerweise versteht, nämlich Dream
Theater nachzueifern. So gibt es auf "Remedy Lane" interressante Stereo-Effekte
zu hören und nicht nur diese. Songs wie zum Beispiel "Rope Ends" -
verschachtelt, interressant - bleiben im Ohr hängen, und man merkt
ihnen die Spielzeit von ca. sieben Minuten gar nicht an.
"Rope Ends"
THOMAS
POWERS
COURT "Nine Kinds Of Hell" 7
Dragonheart/Audioglobe/SPV,
2001
Ziemlich abgefahrenen
Metal spielen POWERS COURT aus den Staaten. Es gibt hier alles zu hören,
was andere Bands groß gemacht hat: mal ein wenig King Diamond, also
mehrspurige Fistelstimmen, mal an frühe Iced Earth erinnernde abgehackte
Powercords mit gepreßter rauher Stimme, und dann mal wieder Slayer-mäßige
Riffatacken.
Das alles
wird unterlegt mit dezentem Einsatz der Mandoline und des Keyboards. Ein
musikalischer Lapskaus also, welcher aber durchaus schmackhaft ist, wenn
man ihn nur lange genug ziehen läßt.
"Ecoes
Of Silence"
THOMAS
MESHUGGAH
„Rare Trax“ 9
Nuclear Blast,
2001
Das Jahr 1991
war so ein bißchen die Zeit der Archiv-Würmer, die in alten
Tonträger-Beständen herumwühlten und angestaubte Audio-Dokumente
ausgruben. Eine Band, die ebenfalls das Glück hatte, mit Wiederveröffentlichungen
bedacht zu werden, ist MESHUGGAH. Und ich sage nicht umsonst „das Glück“.
Denn die Scheibe „Rare Trax“ ist tatsächlich ein echter Hammer geworden.
Das beginnt bei den Songs der allerersten MESHUGGAH-Mini-LP „Psykisk Testbild“
von 1989, geht über Demo-Versionen der Songs „Abnegating Cecity“ und
„Internal Evidence“, die auf der ersten MESHUGGA-LP „Contradictions Collapse“
erschienen, bis hin zu einem Remix und einem Stück, das laut CD-Booklet
„viele einsangen und einige einspielten“ ...
„Ayahuasca
Experience“
Neben diesem
Schwachsinn sind vor allem die Sachen von 1989 bemerkenswert, klingen die
heute Industrial-angehauchten Schweden hier doch wie eine Mischung aus
Metallica, Testament und Sacred Reich. Einfach faszinierend.
„Sovereigns
Morbidity“
Nur ein Jahr
später entstanden die Demos für die LP „Contradictions Collapse“.
Und erstaunlicher Weise hatten sich zu diesem Zeitpunkt MESHUGGAH schon
von ihren großen Vorbildern gelöst und präsentierten sich
dermaßen progressiv, daß man meinen mochte, Techno-Thrasher
vor sich zu haben.
„Internal
Evidence“
Der Remix
von „Concatenation“ klingt da schon nicht mehr so geil. Viel zu New Metal-belastet
im Gitarrensound. Und auch sonst scheint man an dieser Stelle die zweite
Hardcore-Generation beeindrucken zu wollen. Von ganz anderem Schlage ist
da „War“, ebenfalls neueren Datums, der das gnadenlose Brett fährt
und irgendwie etwas von Slayer zu „Reign In Blood“-Zeiten hat.
Nun, und schließlich
sind auf der CD noch zwei Video-Clips und ein paar Tour-Albereien zu finden.
Das volle Programm also.
JUB
LULLACRY
„Be My God“ 6
Century Media/Ranka
Publ., 2001
So kanns gehen,
wenn man die Reihenfolge nicht einhält, denn als ich mir diese Woche
LULLACRY aus Finnland reinzog, hatte ich irgendwie die jüngste Flowing
Tears (siehe Abgehört vom 19. Februar 2002)
im Kopf. Dabei hat die „Be My God“ schon gut ein halbes Jahr auf dem Buckel.
Diesen Bezug habe ich aber vermutlich deswegen gezogen, weil die Stimme
Tanyas ebenso eindringlich ist, wie die von Stefanie Duchéne. Sogar
die Stimm-Färbung ähnelt sich. Musikalisch driften beide Band
allerding doch schon etwas auseinander. Zwar bedienen sich LULLACRY auch
hier und da einiger Gothic-Elemente, haben zum Teil auch recht schwermütige
Melodien zu bieten, gehen aber doch um einiges straighter zur Sache. Nicht
übel das Ganze. So wie diese Scheibe sicher keinem weh tun wird, fehlt
aber auch irgendwie so der richtige Kick. Der Tip vom Plattenlabel Century
Media mit HIM war schon nicht schlecht. Auch To Die For-Fans können
sich gütlich tun. Nur müssen die weiblichen Fans genannter Bands
daran denken, daß bei LULLACRY eine Frau am Mikro steht. Nicht das
es Eifersuchtsszenen gibt.
„Thorn
Of The Rose“
JUB
ENID „Seelenspiegel“ 1
Code 666/SPV/Audioglobe, 2002
Es ist eine Frechheit und gleichzeitig
ein Wunder, daß uns Martin Wiese schon wieder mit seiner Band ENID
penetrieren kann. Diesmal haben sich seiner die Italiener von Code 666
angenommen, von denen man bisher nur solide bis hervorragende Black, Thrash
und Death Metal-Kost gewohnt war.
Fangen wir mit dem Positiven an:
Der Sound ist diesmal in Ordnung. Die Gitarren klingen nicht mehr wie in
einer Plastik-Schachtel aufgenommen und der Schlagzeuger - seines Zeichens
Moritz Neuner von Dornenreich, Abigor, Darkwell - macht seine Sache gut
und bringt Leben in die ansonsten völlig belanglose, verkrampfte,
peinliche und pseudo-künstlerische Musik von Martin Wiese, der mit
diesem Zeug bestenfalls Musikstudenten im ersten Semester beeindrucken
kann. Um halt den Könner heraushängen zu lassen, passiert pro
Lied zwar eine ganze Menge, allerdings paßt nichts, aber auch gar
nichts zusammen. Ob da nun gekreischt, pathetisch getönt, langsam
oder schnell gespielt wird, ob die Gitarren brezeln, die Keyboards auf
die Kacke hauen oder Renaissance-musikalische Song-Konstruktionen bemüht
werden: Es ist und bleibt Unsinn. Mit mir nicht Wiese. Und jeder der ehrlich
zu sich selbst ist, wird feststellen, daß man „Seelenspiegel“ unter
keinen Umständen, ohne in Wut zu geraten, durchhören kann.
Das Label nennt Wiese "den deutschen
Führer der Fantasy-Extreme-Metal-Szene". Ich sage, olle Martin ist
weder ein Führer, noch hatte er Phantasie oder ist das hier extremer
Metal.
„Helios Niedergang“
JUB
RAGNAROK "In Nomine Satanas"
9
Regain Rec., 2002
So wie man unter Umständen vor
fünf oder sechs Jahren bei Musik wie der von RAGNAROK genervt mit
den Augen drehte, zaubert dieses kompromißlose Black Metal-Geruppe
einem heute ein freudiges Lächeln ins Gesicht. Denn wenn dieses Satans-Gemalle,
untermalt von infernalischem Gitarren-Getöse, vor einiger Zeit zu
Hauf produziert wurde und sich kaum eine Band von der anderen unterschied,
hat sich mittlerweile doch schon ein wenig die Spreu vom Weizen getrennt
und tauchen vor allem immer wieder jene Bands auf, denen es gelang, das
eigene Flair soweit zu entwickeln, daß ein Sprung in die erste Liga
geschafft wurde. RAGNAROK gehören dort jedenfalls spätestens
mit diesem Album, "In Nomine Satanas", hin. Zwar regiert hier definitiv
das Gebolze, Melodien aber, die weder verbraucht klingen noch sich dem
schraubenartigen Eindringen in die Gehörgänge verschließen,
gibt es reichlich (zum Beispiel "A Nights Kingdom"). Mit Rhythmus- oder
Stimmungswechseln gehen die Norweger äußerst sparsam um, Gitarren-Soli
fallen gar aus der Rolle und positiv auf ("Under The Wings Of Satan").
RAGNAROK-Fans braucht man diese
CD sicher nicht ans Herz legen, ansonsten können vor allem Marduk-
oder auch Immortal-Jünger sicher einiges Hinreißendes auf diesem
Teil entdecken.
"The Black Mass"
JUB
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