SHAKRA
„Power Ride“ 9
Point Music,
2001
„The Way
Back Home“
Die Schweiz
bringt selten Heavy Metal-Truppen hervor, die tüchtig in der europäischen
Szene mitmischen. Wenn allerdings tatsächlich mal Bands den Sprung
über die Alpen Schaffen, hinterlassen sie Spuren, die Granat-Einschlägen
gleichen (Celtic Frost, Krokus, Samael). Mit Shakra - welch unmöglicher
Name - schickt sich doch tatsächlich das nächste Eidgenossen-Highlight
an, den anderen zu zeigen, wo es lang geht.
„Why Don’t
You Call Me“
SHAKRA steht
ohrenscheinlich in der Tradition von Krokus. Von diesen Vorreitern haben
sie vermutlich den rauhen Touch. Ansonsten ist das seit 1996 existierende
Quintett eine optimale Mischung aus US-amerikanischen Melodic Metal (die
Melodien natürlich) und Glam Metal (die Härte). Und was
den Leuten von SHAKRA an Harmonien für die Refrains eingefallen ist,
verlangt Respekt. Selten werdet Ihr Euch bei 180 km/h durch eine
Ortschaft so gut fühlen wie mit dieser Musik.
„Out In
The Rain“
JUB
SKYCONQUEROR
"Silver Haze Rising" 7 (BANDS-BATTLE-BAND)
Eigenprod.,
2001
Hier haben
wir es mit einem typischen Fall von Understatement zu tun. In einer Mail
an uns im Zuge der Absprachen zum Auftritt beim Bands-Battle-Festival im
Mai schrieben SKYCONQUEROR, sie müßten angesichts der doch zahlreichen
Black und Death Metal-Bands im Billing mächtig einen Zahn Härte
zulegen, um mithalten zu können. Ist gar nicht wahr, denn schon der
Opener ihrer bei uns eingegangenen Demo-CD "Silver Haze Rising" ist nur
Brett.
"The Vicious
One"
SKYCONQUEROR
sind jenem melodiebetonten Heavy Metal verhaftet, wie ihn in den 80er Jahren
vor allem deutsche Bands spielten, die schon einmal mit der Speed und Thrash
Metal-Welle aus den Staaten in Berührung kamen. Salopp gesagt: Nicht
mehr ganz Running Wild aber auch noch nicht Metallica (immer mit Blick
auf die damalige Zeit, wohlgemerkt). Besonders markant ist dabei der Gitarrensound,
der damals (Warrant zum Beispiel) wie auch heute bei SKYCONQUEROR der ganzen
Chose einen äußerst heftigen Kick verpaßt. Interessant,
daß es soetwas auch in der Neuzeit noch gibt. Auf Grund des musikalischen
Brückenschlags dürften SKYCONQUEROR beim Bands Battle ein ziemlich
breites Publikum finden. dudes@skyconqueror.de,
www.skyconqueror.de
JUB
SCAPEGOAT
"Goddog Of Prey" 8 (BANDS-BATTLE-BAND)
Rising Sun
Rec./Zomba, 2002
Understatement
die Zweite. SCAPEGOAT nennen ihre Musik Metal Rock. Abgesehen davon, daß
diese Bezeichnung eh ziemlich abstrakt wirkt, ist das, was die drei Typen
aus Speyer fabrizieren, weit mehr als nur Metal oder Rock. Das ist ja nun
offensichtlich auch einem Label aufgefallen, so daß die Kapelle jüngst
zu einem Platten-Deal kam und uns deshalb auch die erste offizielle CD
"Goddog Of Prey" vorlegen kann.
Und was wir
da zu hören bekommen, offenbart uns vor allem erst einmal drei perfekt
aufeinander eingespielte Musiker, die ihrer Musik einen enorm progressiven
Touch verleihen. Rhythmus-Wechsel, vertrackte Arrangements, abgedrehte
Ideen wie zum Beispiel in "Blossom Of Pain" sind bei SCAPEGOAT nicht selten.
"Blossom Of
Pain"
Wenn die Band
mal etwas rascher agiert, erinnert sie hin und wieder an die hektische,
fast hyperaktive Spielweise von Raven, ohne jemals deren rasantes Tempo
erreichen zu wollen. Vielmehr kommt aus SCAPEGOATs Klängen eine gehörige
Portion Schwermut rüber, die sich nicht zuletzt durch die nicht zu
verkennende 70er-Jahre-Schlagseite entwickelt.
"Goddog Of
Prey" ist ein starkes Album einer starken Band. Auf dem Bands-Battle-Festival
- und da muß ich kein Prophet sein - dürften SCAPEGOAT bei einem
guten Tag zu den Live-Entdeckungen gehören. info@scapegoat-music.de,
www.scapegoat-music.de
"Goddog Of
Prey"
JUB
MAJESTY
"Keep It True" 9 (BANDS-BATTLE-BAND)
Eigenprod.,
2001
Heavy Metal-Klischees
sind dazu da, um sie gnadenlos auszureizen. Das haben sich auch die Typen
von MAJESTY gesagt und eine Band ins Leben gerufen, die auf dem "Manowar-Sektor"
zu dem Genialsten gehört, was sich europaweit herumtreibt. Angefangen
bei dem beknackten Namen über das Outfit der Musiker (Klamotten-Zusammenstellung
der Früh-80er) bis hin zu dem herrlich mißglückten Cover-Artwork
ihrer CD "Keep It True". Und dann wäre da die Musik: MAJESTY können
es auf einer Backe sitzend locker mit so ziemlich jeder der derzeit gepushten
spanischen oder italienischen Klischee-Metal-Combos aufnehmen. Die deutschen
Labels müssen Kartoffeln in den Ohren haben, wenn sie diese hervorragende
Band ignorieren, den südwesteuropäischen Sumpf hingegen bis zur
Neige aussaufen und jeden Lindwurm mit ins Boot hieven. Denn wenn wir es
bei der Musik der Deutschen auch mit ganz typischen Zutaten zu tun haben
(hymnenhafte Refrains, Schlachtruf-Chöre, Mitstampf-Rhythmik, Riff-Walzen
...), gibt es nur wenige Bands, die diese Musik mit soviel Hingabe, Talent
und Feeling zelebrieren.
"Keep It True"
Nun, und nicht
zu vergessen, die Texte. Song-Titel wie "Hail To Majesty", "Son Of Metal"
oder "Metal Forces" sprechen da eine deutliche Sprache. Und spätestens
bei "Strong As Steel", wo MAJESTY die Refrain-Zeile in deutsch singen und
es "Stark wie Stahl" aus den Boxen schallt, muß man ehrfurchtsvoll
auf die Knie fallen und "MAJESTY Rules" brüllen. Diese Band ist nur
Kult. Monarchs@gmx.de, www.clik.to/Majesty
"Strong As
Steel"
JUB
MORTAL
INTENTION „Beflecket Fleisch“ 7 (BANDS-BATTLE-BAND)
Eigenproduktion,
2000
Wo diese dekadenten
Metal-Blagen doch überall ihre Nester haben. Im Falle von MORTAL INTENTION
ist ein lauschiges Städtchen namens Langenleuba-Oberhain (oder ist
es ein Dorf?). Jedenfalls muß dem Fünfer viel Grausiges widerfahren
sein, denn gesunden Geistes machen Menschen doch nicht solche Musik.
„Sonnenbegräbnis“
Das Grundgerüst
der Ostdeutschen ist Black Metal. Aber damit halten sich MORTAL INTENTION
nicht auf. Es gibt durchaus Anleihen beim Death Metal („Kaosengel“), blitzen
gotische Momente auf („Sonnenbegräbnis“/“Seelenfrieden“) und bedienen
sie sich gar eines Riffs der irischen Punkband Undertones aus dem Titel
„Teenage Kicks“ („Epiphania“). Hinzu kommen Arrangement-Ideen, die beinahe
jeden Song ihrer „Beflecket Fleisch“-CD mit ungewöhnlichen Wendungen
aufpeppen. Manches klingt bei MORTAL INTENTION durchaus noch unfertig.
Allerdings sei an dieser Stelle mit Nachdruck drauf hingewiesen, daß
diese CD bereits zwei Jahre alt ist.
Eine sehr
ungewöhnliche Band, diese MORTAL INTENTION. Ehrlich, oder kennt Ihr
noch andere Black Metal-Bands, die plötzlich mit einem Ska-Rhythmus
daherkommen. Den müßt Ihr Euch aber selbst heraussuchen. tobias@mortalintention.de,
http://www.mortalintention.de
„Ewig“
JUB
MASTIC
SCUM „Noise Entertainment“ ("Zero") 7 (BANDS-BATTLE-BAND)
Eigenproduktion,
2001
Bei unseren
österreichischen Vertretern beim Bands-Battle-Festival, MASTIC SCUM,
haben die Groove-Monster zugeschlagen. Der Opener ihrer Demo-CD „Noise
Entertainment“, „Overdose“, kommt beinahe in New Metal-Manier rüber,
wäre da nicht diese herrlich warmherzige Stimme. Mit „Deaf, Dumb &
Blind“ gibt es dann aber bereits schon wieder die volle Packung: Eine satte
Minute Death/Grind. Bei „What In The World!?“ bekommt die Mischung eine
heftige Grind/Punk-Schlagseite. Einen Brückenschlag zwischen „Overdose“
und dem anderen Material zelebrieren MASTIC SCUM dann bei dem Stück
„Lust For Life“, um am Ende mit „Demand The Change“ tüchtig den Hammer
zu schwingen.
Auch wenn
es für manchen Zeitgenossen nicht erstrebenswert erscheint, erwachsen
zu werden, kann MASTIC SCUM mit „Noise Entertainment“ eine gehörige
Reife bescheinigt werden. Selten traf ein CD-Titel so zu, wie bei den Österreichern:
Lärm ist das Zeug allemal. Und dazu wird man noch prächtig unterhalten.info@masticscum.com,
http://www.masticscum.com
„Lust For
Life“
JUB
WIDESPREAD
PANIC "Don't Tell The Band" 5
Widespread
Rec./Sanctuary Rec., 2001
WIDESPREAD
PANIC ist nicht etwa, wie der Name es vielleicht vermuten lassen könnte,
eine der chaotischen Thrash-Core-Bands vom Schlage Nuclear Assault oder
S.O.D., sondern eher eine gemütliche Altherren-Runde, die sich zum
gemeinsamen Musizieren in der Scheune bei ein paar kühlen Bieren trifft,
nachdem sie ihre Kinder ins Ferienlager geschickt haben. Gemeinsam erinnern
sie sich an die tollen Zeiten, als sie mit knallbunten ausrangierten Schulbussen
durch die Gegend tingelten, 'ne Menge Gras rauchten, die Akustiklaute bespielten
und alles noch irgendwie einfacher und ungezwungener war. Und wie sie so
sitzen und in Erinnerungen schwelgen, ein wenig trinken und jammen, entstehen
solche Songs wie "Old Joe" und "Sometimes". Die sind instrumentell sehr
meisterhaft und locker gespielt, die Rhythmus-Sektion groovt präzise
vor sich hin, die Fills kommen furztrocken und sehr lässig, die Gitarren
werden von Menschen mit butterweichen Händen gespielt, die mit Leichtigkeit
relaxte Riffs und warme Melodien aus den Instrumenten streicheln. Darin
liegt in jedem Fall die Stärke WIDESPREAD PANICs. Aber man muß
wahrscheinlich aus der selben Generation stammen, um die Kompositionen
richtig mitzufühlen, denn so richtig fest sitzenbleiben wollen die
Songs bei mir nicht, obwohl die Mucke nicht schlecht ist. "Don't Tell The
Band" dürfte aber in gemütlichen Rockkneipen gut ankommen oder
nach ein paar Tüten mit 1:1-Mischung.
"Imitation
Leather Shoes"
THOMAS
VIRULENT
"Under The HeX Of Amdusias" 9
Skull Crusher
Rec., 2000
Ein kleines
Death Metal-Juwel haben die Holländer von VIRULENT mit "Under The
HeX Of Amdusias" veröffentlicht.
Schon der
Opener "Renouncement" läßt Errinnerungen an Morbid Angel zu
"Abominations Of Desolation"-Zeiten wach werden. Mit abgedrehter Melodieführung
(für Death Metal-Verhältnisse), ähnlich wie die Florida-Helden
ihrerzeit und der Rohheit der ersten Death-Scheibe, gepaart mit okkulten
Texten, läßt sich VIRULENTs Musik am besten beschreiben. Doch
nicht nur für Brutalität sind die jüngst von Skull Crusher
Rec. geschiedenen Musiker zu haben. Die starken Refrains vom Schlage "Kali-Yuga"
oder eben "Renouncement" hieven die Songs mal einfach so in dieselbe Liga
wie "Immortal Rites" oder "Chapel Of Ghouls" von den morbiden Engeln. Seit
einer Woche ist "Under The HeX Of Amdusias" Dauergast in meinem CD-Player,
und im Gegensatz zu echtem Besuch, der nach drei Tagen zu nerven anfängt,
freue ich mich schon auf die nächste Woche. Virulent_@hotmail.com,
http://go.to/Virulent
"Renouncement"
THOMAS
DILUVIUM
"Aurora" 6
CCP Rec/SPV,
2002
Die Band DILUVIUM,
existiert seit 1997, legt hiermit ihr Debüt-Album vor. Eines der besseren
Sorte würde ich sagen.
DILUVIUM spielen
Stimmungsmusik, nein natürlich nicht Ballermann-Stimmungs-"Knaller"
der Marke DJ Ötzi und ähnlichen debilen Nonsens. Nein eher düster-romantisch
angehauchte Klänge sind von der Band zu vernehmen. Und das machen
sie gar nicht so schlecht. Von der Atmosphäre her läßt
sich "Aurora" mit den Frühwerken von The Gathering gepaart mit alten
Theatre Of Tragedy-Platten vergleichen. Allerdings sind DILUVIUM von den
Großtaten der Holländer noch ungefähr so weit entfernt
wie Berlin-Kreuzberg von einer national-befreiten Zone. Dafür fehlt
der Band noch die nötige Eigenständigkeit und Experimentierfreude,
auch ist die Stimme von Frontfrau Milica Plavsic zwar nett, aber noch nichts
Besonderes. Dennoch ist "Aurora" eine gute Platte, die sich hervorragend
für die Stunden der Schwermut (oder der Zweisamkeit) eignet.
"Our Sadness"
THOMAS
MOURNING CARESS "Perspectives"
9
Eigenproduktion, 2000
Da die großen und renomierten
Labels in Deutschland anscheinend bei der Auswahl der Bands, die sie unter
Vertrag nehmen, mehr auf die Herkunft der Band als auf die Qualität
ihrer Musik achten, fallen auch schon mal kleine Undergroundjuwelen durchs
Raster. Dazu gehören in jedem Fall auch die in Münster beheimateten
MOURNING CARESS, die ihre CD "Perspectives" komplett im Alleingang produzierten,
finanzierten und vertreiben. Würde man MOURNING CARESS´Musik
beschreiben, indem man bekanntere Bands als Vergleich heranzieht, fielen
mir als erste Scheitan und Rotting Christ ein. Wobei die jüngsten
(bei Leibe nicht miesen) Veröffentlichungen der Griechen aber schon
mal locker unter das Niveau der Münsteraner fallen.
Das schlägt sich zum einen
beim Gesang von Sänger Gerrit Mohr nieder, welcher über eine
ähnliche Stimmfärbung wie Sakis (Rotting Christ) verfügt.
Nur daß Herr Mohr ausdrucksstärker und ein wenig aggressiver
klingt als sein griechischer Kollege. Die Gitarrenarbeit weist zweifelsohne
starke Parallelen zu den Bands des sogenannten Melodic Death Metal auf,
ein Begriff, der für viele Bands schon zur musikalischen Sackgasse
wurde. Benedikt Bjarnason und Florian Erhart, das Gitarrengespann von MOURNING
CARESS, wußten dieses Problem aber gekonnt zu umschiffen, indem sie
die Melodien mit dem nötigen Spielwitz versahen, der nötig ist,
um eine Scheibe dieses Genres abwechslungsreich zu gestalten. Wieviele
Bands schreiben ihre Melodien um der Melodie willen, so daß man beim
Hören der jeweiligen Scheiben förmlich von ihnen eingelullt und
erschlagen wird, um sich einen Tag später an nichts mehr zu erinnern.
MOURNING CARESS versehen ihre Kompositionen aber mit den nötigen A-ha-Effekten,
um die Musik lebendig werden zu lassen. Der Sound auf dieser Scheibe ist
überdurchschnittlich laut, aber sauber und druckvoll.
Das Booklett ist sehr professionell
gestaltet. "Perspectives" können die Freunde melodischer, harter Metalmusik
schon mal auf ihren Einkaufszettel notieren. www.mourningcaress.decontact@mourningcaress.de
"A Lifeless Time"
THOMAS
ENCRYPTION
"Perishing Black Light" 6
Eigenproduktion,
2000
Eine astrein
produzierte und aufgemachte CD präsentieren uns ENCRYPTION aus unserem
schönen Heimatland.
Die 1995 gegründete
Band verarbeitet auf ihrer zweiten, "Perishing Black Light" betitelten,
Scheibe traditionellen Heavy Metal und Elemente aus der schwedischen "Göteborg-Schule"
zu inerressanten Songs, die nie die Spielzeit von fünf Minuten unterschreiten.
Ihre Zutaten lesen sich nicht spektakulär, sind aber genau das, was
eine melodische, harte Metal-Band ausmacht: knallende Double-Bass, scharfe
zweistimmige Gitarrenläufe und gut arrangierte Chorgesänge. Die
Lieder haben den Ohrwurm-Charakter wie die Kompositionen eines Kai Hansen,
und manche Gitarrenläufe würden auch meinetwegen einer Band wie
In Flames gerecht werden. Wäre da nicht ein Kritikpunkt, der "Perishing
Black Light" zumindest für mich schwer verdaulich macht: der Gesang
von Frontmann Norbert. Ich weiß, viele großartige Bands aus
dem Metal-Sektor sind nicht zuletzt wegen der kontroversen und markanten
Stimmen ihrer Frontmänner so beliebt und groß geworden. Mercyful
Fate, Agent Steel, Cirith Ungol und Sacred Steel (Bands, die ich sehr schätze)
seien als Beispiel genannt. Entweder man liebt sie oder eben nicht. ENCRYPTION
treten genau in diese Fußstapfen, nur daß mir eben in diesem
Falle der Gesang nicht so zusagt, denn Norbert klingt irgendwie erkältungstechnisch
gebremst. Ein Umstand, der ENCRYPTION aber sehr hilfreich sein kann. Beispiele
siehe oben. Auf jeden Fall verleiht Norbert seiner Band dadurch eine eigene
Note. Nur ist eben diese nicht mein Fall. Das soll Euch aber nicht davon
abhalten, diese Band selber einmal unter die Lupe zu nehmen und es für
Euch herauszufinden, ob Ihr ENCRYPTION liebt oder haßt. metal@encryption-web.de,
www.encryption-web.de
"Perishing
Black Light"
THOMAS
MORBOVIA
„The Realm Of Unconcern“ 6 (BANDS-BATTLE-BAND)
Eigenprod.,
1999
Nahezu von
alten Aufnahmen kann man bei der CD „The Realm Of Unconcern“ von MORBOVIA
sprechen, die zur Bewerbung für das Bands-Battle-Festival eben jenen
Tonträger einreichten, der im Januar 1999 entstand. Allerdings braucht
die Band mit ihrem alten Material nicht zu hadern, denn diese kompromißlose
Mischung aus Death und Black Metal war damals schon gelungen. Harmoniebedürftigen
wird das MORBOVIA-Material vermutlich Kopfschmerz bereiten, wer aber in
kürzester Zeit den extremsten Stimmungsschwankungen unterlegen ist,
bekommt mit Stücken wie „Burning Race“ eine adäquate musikalische
Umsetzung der eigenen Gefühlswelt geboten. Vielleicht ist die Band
das ein ums andere Mal etwas übermotiviert und verstrickt sich dann
in Instrumentenlärm, wo weniger manchmal mehr gewesen wäre. Aber
immerhin machen solche Momente die Musik sogar für Grindcore-Fans
tauglich („Native Place“).
Alles in allem
eine äußerst heftige CD, die in entsprechender Lautstärke
Eure Anlage auseinanderfliegen lassen könnte. contact@morbovia.de,
www.morbovia.de
„Burning
Race“
JUB
CENTINEX
"Diabolical Desolation" 4
Candlelight
Rec./PHD, 2002
Death Metal
aus Schweden, der nichts Neues bietet aber die altbekannten Zutaten durchaus
hörbar widerspiegelt.
Edge Of Sanity-
und Dismember-Anleihen werden mit einer Prise Grave gemischt und passabel
und solide dargeboten.
Nur zieht
"Diabolical Desolation" zwar laut aber fast unbemerkt an mir vorbei. CENTINEX
ist eine der Bands, die von ihrer geographischen Herkunft und dem daraus
resultierenden Kaufverhalten der Fans leben. In Deutschland gibt es mit
Soul Demise und Fleshcrawl Bands (um nur zwei zu nennen), die diese Art
von Musik auf eine dramatischere Art darzubieten wissen. Solide aber bei
weitem kein Killer.
"On Violent
Soil"
THOMAS
[vor][zurück]