ABGEHÖRT vom 26. April 2005

RHAPSODY feat. CHRISTOPHER LEE
"The Magic Of The Wizard's Dream"
Erschienen: 2005
Label: Steamhammer/SPV
Homepage: www.mightyrhapsody.com
RHAPSODY feat. CHRISTOPHER LEE - The Magic Of The Wizard's On Air: "The Magic Of The Wizard's Dream (german version)"
Schuster bleib bei Deinen Leisten, möchte man ausrufen, wenn CHRISTOPHER "Dracula" LEE voll Pathos bei RHAPSODY die "magischen Welten" intoniert. Er singt ja sicherlich nicht schlecht, aber selten hat Musik sämtliche Bedingungen des Kitsches so erfüllt wie diese hier. Und dann gibt es diese schwülstige Schnulze auf dieser Maxi zu allem Unglück gleich dreimal zu hören. Als Albumversion, in einer etwas aufgepeppten englischen Variante und in deutsch. Und wenn diese drei Nummern durch sind, ist man eigentlich schon eingepennt. Wer allerdings Probleme beim Einschlafen hat und durchhält, bekommt spätestens bei dem albernen italienischen Schlager "Los specchio D'Argento" den finalen Schlafsand in die Augen gestreut. Das RHAPSODY-typische Hymnen-Stück "The Last Angels' Call" ist auch nichts besonderes und repräsentiert eher die quietschbunte Bonbon-Seite der Power-Metal-Band aus Italien. Nach diesem Vorabteil hab ich schon mal keinen Bock mehr auf das neue RHAPSODY-Album "Symphony Of Enchanted Lands II - The Dark Secret". 3 von 10
JUB

SPEED/KILL/HATE
"Acts Of Insanity"
Erschienen: 2005
Label: Listenable Rec.
Homepage: www.speedkillhate.com
SPEED/KILL/HATE - Acts Of Insanity On Air: "Walls Of Hate"
Hinter den Projekt mit dem wohlklingenden Namen steht niemand anderes als die Begleitband der Overkill-Köpfe D.D. Verni und Blitz Ellsworth. S/K/H bestehen de facto aus Tim Mallare (dr), Dave Linsk (git), Derek Tailer (bass) sowie Ex-Anger-On-Anger-Frontmann Mario Frasca. Das Quartett zündet hier ein opulentes Thrash-Metal- Feuerwerk an, das sich gewaschen hat. Die Songs drücken und grooven, es ballert und knallt in jedem der Stücke. Ausfälle sucht man vergebens. Die Band bewegt sich stark in Old-School-Gefilden, ohne jedoch berechenbar oder gar altbacken zu klingen. Dafür sorgt allein schon der mit einem gewissen Hardcore-Touch versehene Gesang. Bei der Qualität der Scheibe muß man sich unweigerlich fragen, warum haben Linsk (der für die meisten Kompositionen verantwortlich zeichnet) und Co. ihre Stücke nicht bei Overkill einbringen können? Das hätte dem New Yorker Schlachtschiff verdammt gut zu Gesicht gestanden. 9 von 10
THOMAS

THE AERIUM
"Song For The Dead King"
Erschienen: 2004
Label: Black Lotus Records
Homepage: www.theaerium.com
THE AERIUM - Song For The Dead King On Air: "Queen Of Snows"
Es ist bestimmt keine Überheblichkeit, aber wir haben an dieser Stelle schon desöfteren festgestellt, daß in den osteuropäischen Ländern manchmal noch Dinge beeindrucken, die im reizüberfluteten Westen längst gegessen sind. Und so ist der Gothic von THE AERIUM mit dem Opern-Diven-Gesang von Veronika Sevostjanova hierzulande in dieser Form hundertmal gehört worden. Klischees zu verbraten ist ja prinzipiell nicht sträflich, allerdings sind THE AERIUM auch nicht gerade eine Band, die sich vor Einfallsreichtum nicht mehr einkriegt. Die Stücke auf "Song For The Dead King" sind getragene Weisen aus der Retorte ohne große Abwechslung. Und Veronikas Altstimme geht einem spätestens ab "Treasure Hunter" mächtig auf die Weisheitszähne. In Rußland mag diese Musik ja durchaus noch etwas besonderes sein, von daher hat die Band in ihren Breitengraden garantiert eine Daseinsberechtigung. In Westeuropa werden THE AERIUM mit Sicherheit nichts zu reißen vermögen. 4 von 10
JUB

STRATOVARIUS
"Elements Pt. 2"
Erschienen: 2003
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.stratovarius.com
On Air: "I’m Still Alive"
Diese Scheibe ist absolutes Mittelmaß. Für STRATOVARIUS-Verhältnisse gar darunter. Langweilige, halbgare Songs dominieren die Scheibe, welche das Vertragsende mit Nuclear Blast markierte. Sogar die italienischen STRATOVARIUS-Klone haben packendere Lieder als „Alpha & Omega“, „Liberty“ oder „Walk To My Own Song“ auf der Pfanne. Letzterer scheint mir so was von am Reißbrett entstanden zu sein. Vorhersehbar, tausendmal gehört, banal. Was waren das noch für Zeiten als man auf Tolkki-Platten noch musikalische Kleinode entdecken konnte. Die Keyboard/Gitarren-Duelle waren seinerzeit umwerfend. Heute nur noch lustloses Gedudel. Naja, die Scheibe wird der damaligen Bandsituation (Prügelei, Rausschmisse, psychische Probleme, Kommunikationsstörungen etc.) Rechnung tragen. Tolkki höchstselbst gab zu, das „Elements Pt.2“ nur ein Schnellschuß war, um zu Sanctuary wechseln zu können. Ihr seht also, wie essentiell diese Scheibe ist. 3 von 10
THOMAS

CRYPTIC WINTERMOON
"Of Shadows... And The Dark Things You Fear"
Erschienen: 2004
Label: Metal Blade
Homepage: www.crypticwintermoon.de
CRYPTIC WINTERMOON - Of Shadows... On Air: "War (Without Any Regret)"
Bekannt für eine melancholische Black/Gothic-Variante haben CRYPTIC WINTERMOON mit ihrem dritten Album "Of Shadows ... And The Dark Things You Fear" jetzt den Panzer aus dem Fuhrpark gerollt, denn es geht hier zum Teil wirklich recht wuchtig zur Sache. Vom einstigen Black Metal, der schon auf dem Zweitling "A Coming Storm" (siehe Abgehört vom 20. Januar 2004) nicht die einzige Spielvariante darstellte, haben sich CRYPTIC WINTERMOON immer weiter entfernt. Jetzt ist es vor allem melodischer Death Metal, der das Zepter führt. Und wie es die Band versteht, dieses Genre perfekt zu bedienen ist in der Hymne "Where The Oceans Meet Eternity" nachzuhören. Dieser Song lebt vor allem auch von der wundervollen Melodie im cleanem Chor-Gesang und der getragenen Stimmung. Black-Metal-Bezüge werden hier wohl noch am ehesten gezogen, wie auch bei "Grave Without A Name".
Überhaupt klingt "Of Shadows ..." äußerst rund und stimmig. Natürlich ist nicht jeder Song auf der Scheibe eine Offenbarung, aber das macht sie nicht schlechter. 8 von 10
JUB

LIPID
"Hagridden"
Erschienen: 2003
Label: Copro Records
Homepage: www.lipid-online.com
On Air: "Carthatic Rage"
"Spontaneuos Human Combustion"
"Hostile Takeover"
"Hagridden"
In Dänemark brennt die Luft, und das schon seit Mitte der 90er. Zu der Zeit formierte sich ein Thrash-Metal-Killerkommando unter dem wenig bedrohlich klingendem Namen LIPID. Doch nun liegt sie im Schacht, die aktuelle CD der Nordmannen. „Hagridden“ ist düster, gewalttätig und bedrohlich. Nach einem Streicherintro bricht „Carthatic Rage“ über einen herein und los geht er, der blitzsauber produzierte Schlag in die Fresse. Alles zermalmender Groove mit effektiver Instrumentierung geht hier Hand in Hand mit beinahe Slayer-ähnlichem Aggressionspotential. Dabei erweist sich der dunkle, raue Gesang von Fronter Sören Hartlev Pedersen als absolutes Plus, da er die dunkle Atmosphäre der Musik unterstreicht und nicht mit hellem Gefistel unnötig verwässert. „Hagridden“ klingt so, als würde ein Rudel Raubtiere in seinem Käfig unruhig auf und ab rennen. Wehe, wenn sie losgelassen. Was da live abgeht, weiß jeder, der die Jungs schon mal auf der Bühne gesehen hat. Aus möglichen leeren Zuschauerrängen zu Anfang wird alsbald ein brodelnder Moshpit, welcher sich auch nach Beendigung des Auftrittes der Dänen nicht beruhigen möchte. Diese Band ist heiß, hat starke Songs, die CD klingt nahezu perfekt und das Feeling der Musik ist erdrückend. Logische Konsequenz: „Hagridden“ mit weniger als zehn Punkten abzuspeisen, währe eine Beleidigung. 10 von 10
THOMAS

GERNOTSHAGEN
"Wintermythen"
Erschienen: 2002
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.gernotshagen.com
GERNOTSHAGEN - Wintermythen On Air: "Die letzten Krieger"
Die Pagan-Metal-Bands unseres schönen deutschen Landes erfreuen sich derzeit nicht nur großer Beliebtheit, sondern unterliegen vor allem nicht dem Zwang, ständig voneinander abkupfern zu müssen. Denn Pagan ist genau wie Viking Metal eine Stilbezeichnung, die muskalische Dehnübungen erlaubt. Und deshalb kann sich eine Band wie GERNOTSHAGEN auch gut und gern als Dark-Metal-Act bezeichnen, denn getragene, düstere Weisen geben auf "Wintermythen" eindeutig den Ton an. Textlich bewegt sich die mitteldeutsche Band durchaus in historischen und altgermanischen Mythengefilden, ist dabei wie viele ihrer Kollegen jedoch nicht vom Zorn des Black Metals gepackt und hat ebensowenig die folkige Einkehr gefunden. Dann doch schon fast mehr Gothic, denn bedrohliche Keyboard-Teppiche und Grusel-Klavier-Passagen sind allgegenwärtig. 
Nicht jedes Stück auf "Wintermythen" ist rund, aber trotz der sich nicht verändernden Grundstimmung wird die Scheibe zu keiner Zeit langweilig. 8 von 10
JUB

INFINITE DREAMS
"Touch My Skin"
Erschienen: 2003
Label: TTS/Alive 
Homepage: www.infinitedreams.ch
INFINITE DREAMS - Touch My Skin On Air: "Touch My Skin"

Es gibt Cover, da ärgert man sich, daß sie in Buchform gehalten und nicht zum auseinanderfalten sind. Im Falle von INFINITE DREAMS wäre es sicher sehr interessant gewesen. Ob es sich bei der Dame auf dem Cover um Frontfrau Miriam Pürro handelt, kann man also nicht eindeutig klären.
Naja, zur Musik. Die Schweizer Band spielt ziemlich straighten Metal, der sich aber eher zum Zuhören, denn zum Headbangen eignet. Die Melodien stehen im Vordergrund, der Rhythmus dient hier eher zum Transport der selbigen. Dabei tut sich vor allem Gitarrist Michael Giger angenehm hervor. Seine Leads sind nicht überladen aber dennoch anspruchsvoll. Kurz gesagt: songdienlich. Nicht selten erinnern die Eidgenossen an amerikanische Radiorockbands aus den ruhmreichen 80er Jahren. Der Gesang (oh pardon, die Gesängin) ist sehr eigenständig, Fräulein Pürro hat eine angenehme Stimme, die aber hier und da doch merklich an ihre Grenzen stößt. Zum Glück jedoch bewegt sie sich zumeist im Rahmen ihrer Möglichkeiten und nervt nicht mit Überzogenheit. Wenn die Band jetzt nur noch weniger Schlaftabletten wie „Afraid To See The Light“ und mehr Knaller wie „Bad Devotion“ aufnähme, könnte sie mit der nächsten Veröffentlichung richtig durchstarten. 6 von 10
THOMAS

PERVERSITY
"In The Garment Of Lust"
Erschienen: 2002
Label: Perennial Quest
Homepage: www.perversity.host.sk
PERVERSITY - In The Garment Of Lust On Air: "In The Garment Of Lust"
Teufel noch eins, wo kommen denn auf einmal diese ganzen alten Alben her. Obwohl - wirklich alt werden Tonträger in der Heavy-Metal-Szene eigentlich nie, da sie keiner kurzlebigen Chart-Hektik unterworfen sind. Und so kann man halt an dieser Stelle einmal mehr ein Album für sich entdecken, das auch schon wieder fast drei Jahre auf dem Buckel hat. Und vor allem Cryptopsy-Fans sollten die Ohren spitzen, denn PERVERSITY aus der Slowakei rühren auf "In The Garment Of Lust" genau solch einen chaotischen Eintopf an wie es die Kanadier bekanntlich tun. Hier gibt es das wildeste Death-Metal-Gekloppe auf höchstem technischen Niveau. Davon zeugt nicht nur der gnadenlose Jazz-Baß (zum Beispiel in "Carnivorous Visions"). Groovige Riffs werden immer nur für ein paar Sekunden durchgehalten, um dann sofort mit Breaks, Melodie- oder Rhythmuswechsel nicht nur abgebrochen, sondern nahezu zerstört zu werden. Ein Laie wird in diesen Songs nicht einmal nach zweitägiger Dauerberieselung einen roten Faden erkennen. Und so ist die Fan-Schar für diese Art von technisch anspruchsvoller Musik bei gleichbleibend hoher Brutalität doch eher gering. Für eben jene Zielgruppe aber dürften PERVERSITY ein beschaulicher Genuß sein. 7 von 10
JUB

PAIN AND PASSION
"Pain And Passion"
Erschienen: 2003
Label: GerMusica/Escape Music/SMIS
Homepage: www.painandpassion.com
PAIN AND PASSION - Pain And Passion On Air: "Nobody Listens To The Old"
Wenn es darum geht, daß die Musiker aus Passion spielen, um dem Hörer Schmerzen zu bereiten, dann haben PAIN AND PASSION ihre Aufgabe gut gemacht. So langweilige Rhythmuswechsel habe ich schon lange nicht mehr gehört. Manche Parts werden damit regelrecht zugeschüttet. Wem nützt das? Auch die Refrains der Melodic-Heavy-Metal-Band habe ich schon von Schulbands in spannenderer Ausführung gehört. Dabei ist Durchschnitt sein ja nicht so schlimm. Man muß es nur geil verpacken. Nur, PAIN AND PASSION scheitern auch daran. Die Lieder quälen sich vor sich hin. Doch die Krönung ist der Gesang. Kraftlos, quäkig und eindimensional, also ganz ohne Leidenschaft, werden die Texte intoniert, daß es einem die Schmerzenskrämpfe ins Anlitz meißelt. Freiwillig werde ich diese Marter-CD nicht mehr hören. Nur für Masochisten. 1 von 10
THOMAS

DESCEND
"Requiem Of Flame"
Erschienen: 2002
Label: Metal Age Productions
Homepage: 
DESCEND - Requiem Of Flame On Air: "Alone As You Die"
Die Slowaken von Metal Age Productions holen die unbekannten Übersee-Prügler nach Europa. Wie im Falle von DESCENT und der Scheibe "Requiem Of Flame", die Material aus den Jahren 1995 und 2000 enthält. Und wieder hat hier eine Band ihre Instrumente eingestöpselt, die vor allem auf dem technischen Terrain Meisterliches leistet. Da wird zwar ultra-brutal gehaun und gestochen, allerdings nicht von oben auf den Schädel oder von unten in die Bauchdecke, sondern mit gehörigen Umwegen, bei denen man lange Zeit nicht zu ahnen vermag, wo der Schlag oder Stich denn nur landen werden. Viel Gefrickel, eine Menge Brüche aber bei 30 Minuten Spielzeit nicht lange genug, um einem auf den Sack zu gehen. Außerdem wird das Gewüte mit ein paar echten bangkompatiblen Zwischenparts und einigen nette Soli aufgepeppt. 7 von 10
JUB

EXTOL
"Blueprint"
Erschienen: 2005
Label: Century Media
Homepage: www.undeceived.net
EXTOL - Blueprint On Air: "Another Adam' Escape"
Wie man progressive Musik auf den Punkt spielt, führen uns in stetiger Regelmäßigkeit die Norweger von EXTOL vor. Auch mit "Blueprint" ist der Band ein Album gelungen, das über beinahe jeden Zweifel erhaben ist. Perfekt durchgestylte Songs in genial anmutenden Arrangements, Dynamik ist Grundlage, Melodien - trotz aller Verzierungen - halten das Klang-Gerüst zusammen. Und während die meisten Proger zu extreme Sound-Formen meiden, haben EXTOL erneut nicht nur die Gitarren geschärft, sondern auch im Gesangsbereich werden Grenzen ausgereizt. Neu sind die zum Teil recht gefälligen Nummern, denen "Pearl" - eine Single-Auskopplung (!) - vorsteht. Zumindest dieses Stück mausert sich binnen kurzer Zeit zu einem echten Ohrwurm. Selten ist einer Band der Brückenschlag zwischen smarter Sanftheit und ausgetickter Aggressivität so gut gelungen wie EXTOL auf "Blueprint". Das ist ein Album, das die Stile verbindet und verliebt miteinander kokettieren läßt. 9 von 10
JUB

ORKRIST
"Grond"
Erschienen: 2003
Label: KRV Records/Twilight
Homepage: http://orkrist.nfo.sk
ORKRIST - Grond On Air: "Shadowlord"
Das war bereits beim Vorgänger "Reginae Mysterium" (siehe Abgehört vom 3. Februar 2004) deutlich zu vernehmen: Diese Band hat Potential und vor allem Talent. Was Euch bei ORKRIST erwartet, könnt Ihr sofort in der Songfolge "When The Autumn Comes", "Enter Middle-Earth" und "Glamdring" nachhören. Hier entwickelt die Band nämlich einen musikalischen Bogen, der vom melodischen Heavy Metal über Folk bis hin zum Black Metal reicht. Und ist dabei absolut stimmig. Keine Crossover-Quälerei, keine zwanghafte Trend-Melange, kein Stilmix aus egoistischer Geschmacksvielfalt in der Gruppe - hier wird mit ganz viel Feingefühl das jeweils treffendste aus einer Song-Idee herausgekitzelt. Die Stimme von Lydia, die auch Flöte spielt, ist wunderbar ("Dreams Of Life Beyond My Shire Beloved" zum Beispiel), der Gesang von Crom mit der Spannweite vom Klaren bis zum Kreischigen mit Growl-Abstechern klingt nie angestrengt, die Melodien packen, die Arrangements sind effektiv und songdienlich. Und schließlich erfüllen auch die mittelalterlichen Momente ihren Zweck. Für mich sind ORKRIST eine der besten slowakischen Bands, die derzeit musizieren. Nur eines hätte vermieden werden können: Schon weider ein Konzeptalbum zum Thema "Herr der Ringe". Definitiv eines der besseren, aber soviel gibt es darüber doch eigentlich gar nicht mehr zu erzählen. 9 von 10
JUB

ETERNAL REIGN
"Forbidden Path"
Erschienen: 2005
Label: LMP/SPV/Diversity Media
Homepage: www.eternal-reign.com
ETERNAL REIGN - Forbidden Path On Air: "Set The Sails"
Bei “Forbidden Path” glaubt man im ersten Augenblick einer US-Pomp-Metal-Band zu lauschen. Flotte Doublebass, heller Gesang mit episch angelegten Melodien erinnern an die glorreiche Zeit der ausklingenden 80er. Die Galopp-Riffs werden mit dezenten Akustikgezupfe hier und da aufgelockert. Auch einige Keyboardtupfer sollen dem Sound mehr Dimension verleihen. Für eine authentische Atmosphäre haben ETERNAL REIGN schon mal gesorgt. Die Crux liegt aber einmal mehr im Songwriting an sich. Haben Bands wie Virgin Steele, Jag Panzer oder Warlord für zerreißende Gänsehäute gesorgt, können ETERNAL REIGN dem Rezensenten gerade mal ein anerkennendes Kopfnicken für ihre technische Leistung abringen. Nicht schlecht, nett, gut gemacht aber nicht überzeugend genug kommen die elf Kompositionen daher. Vielleicht beim nächsten Mal. 6 von 10
THOMAS

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