
| MISERY SPEAKS
"Things Fall Apart" |
Erschienen: 2004
Label: Eigenproduktion Homepage: www.miseryspeaks.com |
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On Air: "In Memory" |
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Schon damals beim Bands-Battle-Auftritt
2002 in Stavenhagen haben die Münsteraner von MISERY SPEAKS einen
guten musikalischen Eindruck hinterlassen. Mit ihrer neuen CD „Things Fall
Apart“ untermauern die fünf Musiker diesen guten Ruf. „Things Fall
Apart“ ist klasse Melodic Death Metal der Marke Dark Tranquillity zu „The
Mind’s I“-Zeiten. Musikalische Ungezügeltheit hält sich mit verhalteneren
Momenten angenehm die Waage. „Counterparts“ zum Beispiel vereint D-Zug-artige
Speedparts mit fragilen Melodien in interessantem Songwriting. „Ache“ hingegen
ist ein vertonter Tag(Alb)traum, hypnotisch, elegisch und mit einem Grundriff,
das nicht langweilig wird. Auch nicht auf sechs Minuten. Kurz: Wer glaubt,
die Innovatoren der Göteborg-Szene an ein Mainstreampublikum verloren
zu haben, einhergehend mit musikalischem Identitätsverlust, der kann
ohne Bedenken bei „Things Fall Apart“ reinhören. Hier gibt es einiges
zu entdecken. THOMAS |
| SCARCROW
"Road To Ruin" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.scarcrow.com |
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On Air: "Shadowsoul" |
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Das Trio SCARCROW aus Wernau spielt
rifflastigen Rock/Metal, der sowohl den Accept-Jünger als auch den
Stoner-Rock-Fan ansprechen könnte. Frontmann Stefan Dudowitsch hat
eine Stimme, die man liebt oder haßt. Fakt ist, der Gesang paßt
zur Musik. Die kommt ohne Firlefanz aus und hat einfache, einprägsame
Hooklines. Diese jedoch sind nicht immer der Stein der Weisen. Von den
fünf Songs sind „Shapes Of Time“ und „My Queen“ noch recht packend.
Die anderen Songs verpuffen auf halber Strecke, denn der rote Faden verliert
sich noch zu oft. THOMAS |
| ANUBIZ
"Leid" |
Erschienen: 2002
Label: Eigenproduktion Homepage: www.anubiz.de |
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On Air: "Narben" |
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Gothic aus Deutschland ist nicht
gerade das, was man als marktführend bezeichnen kann. Aber natürlich
haben auch die Teutonen schon Spuren hinterlassen. Erinnert sei da nur
an Crematory oder Umbra et Imago. Ob einem die nun gefallen oder nicht,
sei mal dahingestellt. ANUBIZ allerdings werden mit Musik vom Schlage "Leid"
kaum neues Terrain für den deutschen Gothic erschließen, denn
was es da zu hören gibt, ist nicht nur 1000mal vorher dagewesen, sondern
vor allem übelst langweilig.
JUB |
| PRESIDENT EVIL
"The Electromagnetic Superstorm" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.presidentevil.de |
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On Air: "Electromagnetic Superstorm" |
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Das Vier-Track-Demo der Band PRESIDENT
EVIL aus Bremen klingt, als sei es nach einer Schablone der Metalcore-Szene
eingespielt worden. Trotz des zu leisen und untransparenten Sounds hört
man die altbekannten Strickmuster, Stakkato-Riffing, Mosh-Parts, Freak-Geräusche
auf den Klampfen. Alles schön nach Schema F kopiert und nachgespielt.
Die Elemente haben einen Bart, auf den sogar ZZ Top neidisch wären.
Die Band sieht sich irgendwo zwischen Kyuss und Slayer. Was wäre der
Mensch, hätte er keine Träume? THOMAS |
| AASKEREIA
"Zwischen den Welten ..." |
Erschienen: 2005
Label: Christhunt Productions Homepage: www.aaskereia.de |
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On Air: "Der stille Schrei" |
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Manchmal bleibt die Zeit einfach
stehen. Und wir, die wir miteilen, wundern uns, daß es da etwas gibt,
das direkt neben uns existiert und doch schon vor zehn Jahren dagewesen
zu sein scheint. So verschroben wie es klingt, ist es gar nicht. Denn bei
AASKEREIA dürften Black/Pagan-Metal-Fans, die wenigstens so um die
25 Jahre alt sind, ein kleines Dejavu-Erlebnis haben, klingen die Deutschen
doch auf "Zwischen den Welten ..." verdammt nach Helheim zu "Jormundgand"-Zeiten.
Und das war 1995. Gut, sie sind nich ganz so schnell, das ist aber nicht
weiter von Belang. Zumindest ist Grim ein kranker Kreischer, wie es heute
nicht mehr so häufig zu hören ist. Und wenn er es clean versucht,
klingt er ein bißchen nach Darkwoods My Betrothed - wieder ein Bezug
zum Viking/Pagan Metal von vor zehn, zwölf Jahren. Besonders beeindruckend
kommt "Der stille Schrei", wo sich Grim unter Schmerzen zu winden scheint.
Sehr grausig.
JUB |
| SWAN CHRISTY
"Julian" |
Erschienen: 2003
Label: Black Lotus Rec. Homepage: www.swanchristy.com |
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On Air: "Pure Inspiration" |
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Die Griechen stellen den Klassifikationen
gewohnten Hörer auf eine harte Probe. Hier ist nichts wie es scheint.
Auf ihrer vierten Scheibe haben SWAN CHRISTY Elemente des Trip Hop, Industrial,
Pop, Drum’n Bass und EBM mit Soundtrack-artigen Sequenzen gekreuzt und
mit allerlei elektronischer Spielerei aufgepeppt. Dabei entstehen mal hypnotisierende
mal witzige oder auch bekloppte Klanglandschaften, die zwar allesamt nichts
mit Heavy Metal zu tun haben, jedoch Spaß am Hören verbreiten.
Stellt Euch vor, Pink Floyd und Primus hätten vor einer imaginären,
gemeinsamen Probe ein paar Teile zu viel geworfen und freien Zugang zu
allerlei elektronischen Instrumenten gehabt. Das Ergebnis könnte auf
den Namen SWAN CHRISTY hören. THOMAS |
| HORIZON
"Worlds Apart" |
Erschienen: 2005
Label: Massacre/Soulfood Homepage: |
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On Air: "Hell Or High Water" |
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Wenn es funktioniert, sollte man
nichts ändern. So hat es HORIZON-Kopf Patrick Hemer gehalten und mit
"Worlds Apart" ein Album eingespielt, das sich locker mit dem Debüt
messen kann (siehe Abgehört vom 29. Oktober 2002). Was gut war, ist
geblieben: harte Gitarren, intelligente Riffs, sehr gute Melodien, und
Prog-Strukturen, die bestenfalls die Fähigkeiten der Musiker dokumentieren,
ohne die Songs zu technischen Lehrbeispielen zu verhunzen. Heavy Metal
der altbewährten und trefflichen Art also.
JUB |
| CENOTAPH
"Rehearsal Shit" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.cenotaph-death.de |
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On Air: "Triple Murder" |
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Ganz so schlimm wie uns der Titel
der CD es suggeriert, ist die Musik von CENOTAPH nicht. Die Grundidee der
Songs wird zwar ganz schön in die Länge gezogen, und hier und
da hört man noch die Unerfahrenheit der Musiker in den Leads oder
den Breaks heraus, doch ebenso kann man den vier Songs der Death-Metal-Band
aus dem Raum Nürnberg einen guten Groove-Ansatz und eine schön
räudige Stimme attestieren. Dabei sollte man nicht außer Acht
lassen, daß die Musiker noch recht jung sind (damals zwischen 16
und 21). Ob hier noch Großes auf uns zukommt, kann ich hier und jetzt
noch nicht sagen, aber vielleicht überraschen uns CENOTAPH mit ihrer
nächsten CD. Wir sind gespannt. THOMAS |
| HALGADOM
"Sein und Werden" |
Erschienen: 2005
Label: Sonnenkreuz Homepage: www.halgadom.org |
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On Air: "Wenn Sonnenräder leuchten"/"Das Hügelgrab" |
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Bei Euren Sonnenwend-Feiern werden
HALGADOM vermutlich ein fester Bestandteil bei der Beschallung sein. Aber
natürlich ist diese Band nicht nur etwas für traditionelle oder
religiöse Ereignisse. Denn der Neo-Folk der Band - hier mit fünf
Stücken unter der Überschrift "Geist" dokumentiert - ist so wunderbar
lyrisch, eingebettet in streichelnden Melodien, daß man ihn wahrlich
zu beinahe jeder Gelegenheit hören mag. Erzeugt wird dieses Bedürfnis
darüber hinaus auch durch die Wärme in der Instrumentierung (Akustik-Gitarren,
Violine) und in der Stimme von Eva. Endlich mal eine Sängerin, die
einfach nur singt und nicht ständig dem Zwang unterliegt, zu tirilieren.
JUB |
| SOORT
"Fuck Everything I’m Living For" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.soort.com |
| kein cover | On Air: "Fuck Everything I’m Living For" |
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Irgendwo in der Schnittmenge zwischen
Korn und Limb Bizkit bewegen sich SOORT mit ihrer Fünf-Song-CD. Soweit
so gut. Ist ja nicht so dramatisch. Große Bands finden immer Nacheiferer.
Das Problem bei SOORT ist einfach, daß sie genau den Sound machen,
der im Moment sehr hip und angesagt ist, somit viele Bands dieses Genres
unterwegs sind und man die Gruppen schon langsam nicht mehr voneinander
unterscheiden kann. Sie klingen mittlerweile beinahe alle gleich. Beliebig
austauschbar und frei von eigenen Ideen. Es fehlt SOORT an zündenden
Momenten, an Mut zu Neuerungen und leider auch an Charisma, um sich aus
dem Einheitsbrei herauszuheben. Der Sound geht in Ordnung, doch die Musik
ist recht halbgar. THOMAS |
| SOULLESS HEART
"Prisoner Of The Night" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion Homepage: www.soullessheart.tk |
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On Air: "Death Of The Antichrist" |
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Auch nicht schlecht, SOULLESS HEART
verbinden traditionellen Heavy Metal/Thrash Metal mit heiserem Black-Metal-Gesang.
Interessante Kombination. Nicht wie bei Bewitched etwa, deren Musik mehr
ungestümer Natur war, viel eher ist im Falle SOULLESS HEART eine leichte
Iced-Earth-Schlagseite (aus deren Frühphase) auszumachen. Die Leadgitarre
steht zwar noch nicht 100prozentig wie eine Eins, doch Gespür für
ihre Instrumente haben die Gitarristen allemale. Dasselbe trifft auch auf
Schlagzeuger Florian Rienkens zu. Der Knabe hat mit seinen 15 Lenzen zwar
noch nicht den Rundlauf wie die Profis, aber in ihm steckt viel Potential,
wie man am Ende der CD beim Schlagzeugsolo hören kann. THOMAS |
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