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- unter der 14-tägigen Rubrik "Abgehört" - des Jahres 2001 in der entgegengesetzten Reihenfolge ihrer Ausstrahlung. Die kursiv geschriebenen Titel sind in den Sendungen gelaufen und gelten gleichzeitig als Anspiel-Tip. Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten. IM STUDIO: ENDSTILLE, SPEZIAL vom 27. April 2004 Twilight, 2004
ENDSTILLE-Angriff Nummer drei. Und
nach den - für die Band - siegreichen Offensiven "Operation Wintersturm"
und "Frühlingserwachen" ist die Sommerschlacht "Dominanz" eine würdige
Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. Denn so unterschiedlich die beiden
Vorgänger waren, so allumfassend präsentiert sich dieses neue
Werk. Während der frostklirrende Winterkrieg über einen kam wie
ein aus dem Nichts entstandener Blizzard, war die "Erwachen" eine geradezu
freundliche Begegnung. Mit "Dominanz" werden jetzt nicht nur die Stärken
beider Alben vereint, sondern ENDSTILLE fügen ihrem mittlerweile doch
recht eigenständigen Black Metal weitere Facetten hinzu. Selten klangen
Songs der Band so dramatisch wie "Dominanz" und "Instinct", mit "Bleed
For Me" wird es gar tanzbar (zumindest kommt die Kieler Band hier in die
Mitpfeif-Regionen). Geradezu widerwärtig kommt das "Monotonous"-Doppel
rüber. Ist "Monotonus III" schon wegen seines nervenzerrenden Gitarrensounds
ziemlich schwer zu knacken, wird "Monotonus" zu einem wahren Nerventest:
unerträglich, aber garantiert der Song, den sich die Konsumenten dieser
CD mit am häufigsten anhören werden. Denn das Stück ist
wie ein Unfall mit mehreren Toten, die in der Gegend herumliegen und übel
riechen: Man findet den Anblick abscheulich, schaut aber immer wieder hin.
Oder: "Monotonus" ist ein Lied, das - wäre es visualisiert - man sich
mit den Händen vor den Augen nur durch die leicht gespreizten Finger
anschaut. "Man hat uns immer vorgeworfen, wir würden zu monoton klingen.
Deshalb gibt es jetzt ,Monotonus'", hat Sänger Iblis bei der Release-Party
des "Dominanz"-Albums im Stavenhagener Tankhaus dieses Stück anmoderiert.
Was folgte, war eine nahezu starr agierende Band, ein hockender Vocalist,
der auf scheinbar lediglich einem Ton kreischend spricht oder sprechend
kreischt und eine Klangwand, bei der jegliches rhythmische Bewegen zur
Farce wird. Dabei werden fünf Minuten zu 20 und das Gehirn scheint
sich langsam in Griesbrei zu verwandeln. Wer wissen will, wie Hypnose funktioniert:
"Monotonus" ist die Antwort.
JUB |