ABGEHÖRT vom 28.
September 2004
PREDATOR
"Predator" |
Erschienen: 2004
Label: Remedy Records/sure
shot worx
Homepage: www.predatorband.com |
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On Air: "Predator" |
Immer wenn es darum geht, den Geist
von Judas Priest am Leben zu erhalten, taten sich die deutschen Bands besonders
hervor. Beispiele gibt es genug, müßig diese aufzuzählen.
Diese Regel bestätigt einmal mehr eine Band aus dem Norden Deutschalnds
und tritt in dieser Disziplin positiv hervor. Ihr Name: PREDATOR.
Das Debüt-Album dieser Band
beinhaltet all die Trademarks, welche die Freunde solcher Musik bei ihren
Helden vermissen. Es gibt fette Riffs mit Hand und Fuß, Melodien
vom Faß, Songs, in denen nichts unüberlegt passiert und eine
Produktion, die nichts anbrennen läßt. Zwar erreichen PREDATOR
nicht ganz das Qualitätslevel wie Priest ihrerzeit mit "Painkiller",
dennoch ist mit ihrem selbstbetitelten Debüt ein solider Wurf gelungen.
Dieser bietet zwar nichts überraschend Neues, doch Altbewährtes
wird mit viel Liebe zum Detail spannend aufbereitet. 7
von 10
THOMAS
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ISLAND
"Orakel" |
Erschienen: 2003
Label: Eigenproduktion
Homepage: --- |
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On Air: "Ueber dem Thal" |
Eine interessante CD haben die Deutschen
von der Band ISLAND unter das Volk gebracht. Die "Orakel" betitelte Scheibe
läßt sich nicht ohne weiteres stilisieren. Das verdient Anerkennung.
Mal sind es sehnsüchtige, hypnotische Themen, die den Song vorantreiben.
Ähnlich wie bei den Meistern Primordial. Dann knallen schroffe Passagen
mit viel Blast Deine Träume zu Klump. Auf diesen Gebieten sind ISLAND
absolut sattelfest. Nur wenn sie in absoluten Slow-Motion- Gefilden wildern,
merkt man, daß hier noch etwas mehr Hingabe von Nöten ist. Denn
etwa wie beim Stück "Grund" verhaspeln sich die Musiker in ihren eigenen
Doompassagen hinsichtlich des Songflusses ein wenig. Dafür wird man
mit glasklarem Akustikgezupfe beim Titelsong mehr als entschädigt.
Doch laß Dich nicht zu sehr fallen! Es könnte sein, daß
Dich der Blast unvorbereitet trifft. "Orakel" ist vielleicht nicht der
große Hammer, aber interessant in jedem Fall. 7
von 10
THOMAS
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IRON WARE
"Break Out" |
Erschienen: 2003
Label: LMP/SPV
Homepage: www.ironware.org |
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On Air: "Holy Man" |
IRON WARE ist eine von den Bands,
die eigentlich alles richtig machen, aber dennoch keinerlei Emotionen in
mir hervorrufen. Ihr Heavy Metal der alten Schule ist eingängig, sauber
gespielt und nicht zu verschnörkelt. Der eigentliche Kritikpunkt sind
aber die Melodien. Sie plätschern nett vor sich hin. Schmeicheln dem
Ohr, ohne festzuhängen.
Das Keyboard verkleistert die Songs
mehr, als daß es ihnen dient. Der Sänger singt facettenreich,
doch ohne Persönlichkeit. Der Schlagzeuger hat geile Rhythmiken auf
Lager, doch das haben andere auch. Irgendwie kommt mir die Musik zurechtgebogen
vor. Sie ist technisch gesehen einwandfrei, doch die Seele fehlt. Am besten
wird es sein, daß sich die Fans solcher Bands wie Primal Fear, Paragon,
alter Rage oder Gamma Ray im Plattenladen selbst ein Urteil bilden. Denn
schlecht ist die Musik, wie gesagt, ja bei Weitem nicht. 6
von 10
THOMAS
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MORTIFER
"Shiner" |
Erschienen: 2002
Label: Black Earth Promotion/Shining
Rec.
Homepage: www.mortifer.de |
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On Air: "Unbroken" |
Auch wenn der Death Metal in mancher
Beziehung in einer kreativen Sackgasse zu stecken scheint, es gibt immer
noch genügend Bands, die ihm frische Impulse verleihen können.
Auch wenn mit echten Innovationen keiner mehr rechnet. MORTIFER verstehen
es, brutal zu sein und dennoch Songs mit Hand und Fuß zu schreiben.
Dabei steht ihnen die melancholische Seite in ihren Harmonien sehr gut
zu Gesicht. Eine Scheibe mit Angeber-Geknüppel und identitätsloser
Hektik hätte nicht denselben Grad an Härte und Druck vermitteln
können.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Eigenständigkeit,
mit der MORTIFER vorgehen. Sie klingen kein bißchen amerikanisch
oder schwedisch. In der Tat, der Death Metal braucht mehr Bands wie diese
hoffnungsvollen Talente aus Deutschland. 9
von 10
THOMAS
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RING OF FIRE
"Burning Live In Tokyo 2002" |
Erschienen: 2003
Label: Frontiers Rec.
Homepage: www.vitalijkuprij.com |
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On Air: "City Of The Dead" |
Wenn Meisterkeyboarder Vitalij Kuprij
mit seiner All-Star-Mannschaft in Japan - dem Absatzmarkt für Melodic-Metal
Nrummer 1 - aufschlägt, dann kann das Konzert nur ein Erfolg werden.
Sich dessen bewußt, haben die Instrumentalakrobaten im Land des Kaffees
in Büchsen und der Automaten mit gebrauchten Mädchenslips, ein
Livealbum aufgenommen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Die Band
zockt sich, wie nicht anders zu erwarten, mit traumwandlerischer Sicherheit
durch ihr Set. Sänger Mark Boals singt technisch einwandfrei, klingt
aber dennoch ein wenig angestrengt, doch mit fortlaufender Spielzeit -
es handelt sich im Übrigen um eine Doppel-CD - fängt sich der
Sangesmeister und läuft zu Hochformen auf. Kuprij soliert ausgiebig
und zeigt den Japanern, was man so alles mit den Keyboards, die von den
kleinen Asiaten in tausendfachen Ausführungen exportiert werden, eigentlich
so alles anstellen kann. Dennoch handelt es sich hierbei um eine Rock-CD.
Dafür sorgen die Musiker geflissentlich. Die Japaner danken es ihnen
euphorisch und diszipliniert (sobald Boals zu einer Ansage ansetzt, herrscht
Stille). "Burning Live..." ist sicher nicht essentiell, doch RING OF FIRE-Fans
sollten in jedem Fall ein Ohr riskieren. 7
von 10
THOMAS
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UNLEASHED
"Sworn Allegiance" |
Erschienen: 2004
Label: Century Media/Magic
Arts Publ.
Homepage: www.unleashed.nu |
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On Air: "The Longships
Are Coming"/"Attack!"/"Winterland" |
Wehe, wenn sie losgelassen! Nach
ihrem überraschenden Comeback mit "Hell's Unleashed", welches nicht
nur für Begeisterungsstürme sorgte, knallen die Wikinger nun
wieder mit aller Macht nach vorne los. "Sworn Allegiance" kombiniert grooviges
Midtempo mit vernichtendem Aggressionspotential zu einer effektiven Keule.
"Winterland" bricht Dir die Beine, "The Longships Are Coming" kündigt
von der Ankunft des Unterganges. "Attack!" pulverisiert Dich in 1 Minute
und 40 Sekunden Spielzeit zu Menschenmehl. Konnten Kritiker zur letzten
Scheibe der Band um Johnny Hedlund noch Trendanbiederung in Richtung Moderne
unterstellen, sollten sie mit der neuen Scheibe gehörig die Lästermäuler
gestopft bekommen. Denn "Sworn Allegiance" stellt die perfekte Symbiose
aus der Urwüchsigkeit solcher Scheiben wie "Where No Life Dwells"
oder "Shadows In The Deep" und der Spielerfahrung von "Hell's Unleashed"
dar. Ohne Zweifel eine Glanzleistung der Schweden. 10
von 10
THOMAS
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INNERWISH
"Silent Faces" |
Erschienen: 2004
Label: LMP/SPV
Homepage: www.innerwish.gr |
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On Air: "Realms Of Tomorrow" |
Songs mit variablem Tempo, sich
windend in klasse Melodien, mit herzergreifenden Gitarrensoli und ideenreichem
Schlagzeugspiel. Dazu ein Sänger mit klarer, kraftvoller Stimme. Lieder,
die nur für Dich geschrieben zu sein scheinen, bei denen Du Dich sofort
wohlfühlst. Bands, die mit gleichen stilistischen Mitteln völlig
eigenständig klingen. Wer denkt da nicht an den guten alten U.S. Power
Metal der 80er? Genauso erging es mir mit INNERWISHs "Silent Faces"-CD.
Nur, oh Überraschung, die Band kommt aus Griechenland. Die Band begann
1995 und hat bisher das Debütalbum "Waiting For The Dawn" sowie eine
Split-CD mit Reflection aufgenommen. "Silent Faces" soll nun der ganz große
Wurf werden. Die Vorraussetzungen zu einer hoffnungsvollen Karriere sind
zweifelsohne vorhanden. Denn die Griechen konnten mit ihrer Scheibe die
neue Jag Panzer qualitativ überrunden. Es ist nun an Euch, dieser
Band eine Chance zu geben. 9 von 10
THOMAS
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DIE SCHINDER
"Wundenmann" |
Erschienen: 2001
Label: Moonstorm/EFA/NSM
Homepage: www.dieschinder.de |
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On Air: "Rosengarten" |
DIE SCHINDER sind eine von den Bands,
welche mir mehr als ein Fragezeichen über dem Kopf erscheinen läßt.
Einerseits bedienen sie sich der Elemente der Bands der sogenannten "Neuen
deutschen Härte" - martialische Riffs, gekreuzt mit mal mehr, mal
weniger passendem Elektronik-Gezirpse, Texte in der Muttersprache und einem
Frontpsycho der mal betont tief singt und mal mit einem Haufen Pathos.
Andererseits sind DIE SCHINDER nicht komplett auf dem Konfrontationskurs
mit der P.C.-Front. Tja, da sitzen sie nun zwischen den Stühlen. Dem
einen nicht konsequent genug, dem anderen nicht geheuer. Doch was zählt,
ist ja die Musik, und die ist, was einzelne Passagen anbelangt, nicht schlecht,
aber mehr auch nicht. Irgend etwas stört immer. Sei es unangenehmes
Stakkato, ein nervendes Keyboard-Thema oder der Gesang, dessen Pathos-Stimmlage
einem schnell auf den Sender gehen kann. An Ideenreichtum mangelt es bei
DIE SCHINDER nicht. Nur ist die Komposition aus den einzelnen, guten Parts
nur selten so gelungen, das man sich einen Song gerne wieder anhören
möchte. Aber vielleicht gefällt es ja einem von Euch? 4
von 10
THOMAS
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Arrggh! Pures Testosteron versprüht
die vierte Scheibe der Chilenen von UNDERCROFT.
In einem druckvollen Soundgewand
pressen die Teufel aus Südamerika scharfkantigen Thrash Metal aus
den Membranen. Dabei lassen sie den Groove nicht zu knapp kommen. Doch
Entwarnung; es sind nicht Pantera oder Machine Head, denen UNDERCROFT nacheifern
wollen. Es gibt also keine abgelutschten Blaupausen, lieblos aufgewärmt,
zu hören. Nein nein, hier gibt es mit Stil was auf die Fresse. Jeder
Schuß ein Treffer. Daß die Band ihre Durchschlagskraft nicht
nur auf CD erreicht, haben die Amigos schon bewiesen. Sind sie doch mit
Sack und Pack nach Europa aufgebrochen, ohne zu wissen, was kommen wird,
und wollten sich mit unablässigem Live-Spiel hier einen Namen machen.
Müßig zu erwähnen, daß sie nichts als verbrannte
Erde hinterließen. 8 von 10
THOMAS
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CONSORTIUM PROJECT III
"Terra Incognita (The Undiscovered World)" |
Erschienen: 2003
Label: Century Media/Magic
Arts Publ.
Homepage: www.consortiumproject.com |
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On Air: "Beyond The Gateways
Of Legends" |
Eine Band besteht meistens aus einer
freundschaftlichen Vereinigung von Musikverrückten, die zusammen durch
dick und dünn gehen. Zumindest im Idealfalle. Doch eine ganz andere
Art der Bandform scheint in den letzten Jahren populär geworden zu
sein. Max Cavaleras Soulfly, Arjen Lucassens Ayreon und Star One, Tobias
Sammets Avantasia-Projekt. All jene Projekte leben davon, daß sich
ein Mann mit einer Vision darum bemüht, diese mit mehr oder weniger
bekannten, wechselnden Gastmusikern in die Tat umzusetzen. Dabei hat die
Führer-Gefolgschaft-Konstellation den Effekt, daß bei der Umsetzung
der Idee nichts durch Kompromisse verfälscht wird. Aber auch daß
sich, durch die Hinzunahme bekannter Musiker, der Hörerstamm des Projektes
in beachtliche Dimensionen steigert.
Nun geht das CONSORTIUM PROJECT
in die dritte Runde. Einmal mehr gilt es, eine Konzeptgeschichte umzusetzen.
Diese ist aber dermaßen an den Haaren herbeigezogen, denn laut Kopf
Ian Perry wird die Welt in 375 Jahren von den Frauen gerettet. Gerettet
durch Zickenterror? Zum Glück bin ich dann schon tot. Naja, vielleicht
wollte Perry auch nur die Gastsängerin, welche hier namenlos bleibt,
und mit der sich der Meister die Vocals teilt, "beeindrucken". Perry, Du
alter Klarmacher. Leider muß man der Scheibe attestieren, daß
sie die schwächste der drei CONSORTIOUM PROJECT-Platten ist. Denn
die Lieder schleppen sich in ihrem Prog/Metal-Gewand eher unspektakulär
durch die Spielzeit der CD. Umwalzende Ohrwürmer sucht man vergebens.
Die Melodiebögen klingen zu angestrengt, als daß sie überwältigen.
Etwas mehr Rock-Appeal hätte der Scheibe sicher nicht geschadet. 4
von 10
THOMAS
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HASTE
"The Mercury Lift" |
Erschienen: 2003
Label: Century Media/Magic
Arts Publ.
Homepage: www.hastemusic.com |
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On Air: "The Death Of
Stars Like The Sun" |
Ganz bewußt zwischen die Stühle
setzten sich die Amis von HASTE. Einerseits bedienen sie mit ihrer dritten
Platte "The Mercury Lift" die klassische MTV-Mädchen-Aufreißer-Rock-Schublade,
mit elegischen Melodiebögen, süßlichem Gesang und Akustikgitarrengezupfe,
und wenn verzerrt, dann so, daß es nicht weh tut. Und zum anderen
lassen sie von Zeit zu Zeit garstiges Hardcore-Gekeife auf den verwirrten
Hörer los und blasen zur Attacke. Kaum, daß man sich an eine
der beiden Extremrichtungen gewöhnt hat, schlägt die Musik wieder
um. Ein stetes Wechselbad der Gefühle. Easy Listening kann man vergessen,
allen ruhigen Rocksongs zum Trotze. Interessant ist die Idee aber alle
Male. Wer auf Bands wie Blink 182, Kettcar und John Mayer auf der einen
und auf As I Lay Dying und The Black Dahlia Murder auf der anderen Seite
steht und darüber hinaus alle diese Bands wild durcheinander hören
kann, der sollte HASTE mal antesten. Mir ist das aber zu abgefahren.6
von 10
THOMAS
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Aus Deutschland kommen die Herren
von DECAPITATION. Diese spielen Death Metal, der sich nicht davor scheut,
mal ein paar Gänge zurückzuschalten. Dynamik wird bei dem Quintett
also groß geschrieben. Was sie damit anstellen, wirkt zwar nicht
immer stimmig, doch entziehen sie sich dadurch der Kategorie Bands, die
man mit "Klingt nach..." einstufen kann. Es fällt sehr schwer, irgendeine
andere Band als Vergleich heranzuziehen. DECAPITATION sind also auf dem
richtigen Weg. Wenn, ja wenn sie es noch schafften, das Spannungslevel
solcher Songs wie "In Death We Trust", "The Enslaver" oder "These Demons
Inside Me" konstant zu halten. Hier pendeln die Musiker aus Herdecke zwischen
reinem Doom und Death Metal hin und her, das hat seine Reize, ist aber
von der Vollkommenheit noch einige Meter entfernt. Mit "Path Of Death"
bewiesen sie, daß sie Potential besitzen, nun wird es Zeit, dieses
auch komplett zu nutzen. 7 von 10
THOMAS
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JUSTICE
"The Descendant" |
Erschienen: 2004
Label: Sonic Circus/Alive/Common
Ground Media
Homepage: www.justiceweb.de |
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On Air: "New Machine" |
Die fränkische Coverband-Institution
JUSTICE wartet mit der zweiten Scheibe Eigenkompositionen auf. Schon beim
ersten Durchlauf stellt sich heraus, daß die Vorgängerscheibe
"Hammer Of Justice" qualitativ überrundet wurde. Der Thrash Metal
des Quintetts lebt nicht nur von purer Aggression und Härte, sondern
auch vom Einfallsreichtum der Komponisten. Die Songs gewannen an Tiefe
und Dimension und sind gleichzeitig eingängiger als sie es noch auf
dem Vorgänger waren. Klarer Gesang wechselt mit Thrash-Shouting und
Death-Metal-Grunz. Tempis werden songdienlich variiert, und der Komplexität
zum Trotze, kristallisieren sich schon bald erste amtliche Ohrwürmer
heraus, die so mancher Nicht-Thrash-Band auch gut zu Gesicht gestanden
hätten. Sehr geil ist auch der letzte Song der Scheibe, "Quintuplets
Of Madness", in dem JUSTICE noch mal eben unter Beweis stellen, daß
Humor und Metal sich nicht zwangsläufig beißen. Schädelspalter-Thrash
mit originellen Breaks wie etwa Telephonwählgeräuschen und "Run
To The Hills"- Verbeugung im Mittelteil. Geil gemacht, dennoch wird die
Scheibe Euch einiges an Aufmerksamkeit abverlangen. 8
von 10
THOMAS
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