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04.03.2008
ABGEHÖRT

Aktuelles Metal-Material vorgestellt


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THYRUZ
“Northern Blasphemy“

On Air: „Show No Mercy”/”Dark Vision Arising”/”Death Valley Terminus”

THYRUZ

 

Daß THYRUZ mit dem Pferdefüßigen im Bunde sind, muß man nicht ermitteln. Denn direkter, ja plakativer wie auf „Northern Blasphemy“ kann man seine Ideologie wohl kaum proklamieren. Zwischen jeder Note stinkt es nach Schwefel, und all jene, die das ganze Satanszeug bisher eher müde belächelten, sollten sich noch dem Hören des THYRUZ-Debüts in Acht nehmen, daß ihnen in der nächsten Zeit nicht Unerklärliches widerfährt.
Sänger und Texter Hedin Varf scheint als Kind tiefere Einblicke in den Höllenschlund erfahren zu haben als seine Altersgenossen in Algebra oder Naturwissenschaften. Hört Euch nur die kranke Rede des Frontmannes in „Speach By Hedin Varf“ an. Es ist, als spräche der Gehörnte aus ihm. Wer dabei nicht wenigsten mal für eine Sekunde Unbehagen fühlt, hat einen Kuhfladen im Kopf.
THYRUZ sind durchaus ein typischer Vertreter des norwegischen Black Metals. Allerdings bemühen sie nicht die immer und immer wieder gehörten Stilmittel ihrer Landsleute, auch wenn es sich bei „Northern Blasphemy“ um ein extrem rauhes und ungeschliffenes Album handelt. Allerdings erreichen THYRUZ ihre durchschlagende Wirkung nicht nur durch Haß-Gesang oder bis an die Schmerzgrenze hochgetriebene Gitarrenspitzen. Vielmehr lassen sie die Klampfen über weite Strecken in dunklen Tonlagen vor sich hin wühlen. Dann tauchen auch immer wieder Melodien auf, die nie gestylt und mühelos Tonfolgen aneinanderreihen. Ecken und Kanten gibt es zuhauf. Und auch das macht den Charme dieses musikalischen Rohdiamanten aus.

 

Erschienen: 2006
Label: Twilight
Homepage: www.thyruz.com

Wertung: 9 von 10

JUB


LE GRAND GUIGNOL
“The Great Maddening“

On Air: „Dimension: Cavas”

LE GRAND GUIGNOL

 

Die spinnen, die Luxemburger. Alles andere als gradlinig ist das Album „The Great Maddening“ von LE GRAND GUIGNOL. Wie die Gradlinigkeit, so vermißt man auch einen festen Stil, mit dem man diese Band beschreiben kann. Es wird sich durch alle metallischen Stilrichtungen gezockt, ohne auch nur einmal darüber nachzudenken, was bei rauskommt. Schlecht muß das nicht klingen, wie uns LE GRAND GUIGNOL beweisen. Aber - es nervt auf Dauer. Toll, daß sie gegen das Schubladenmusizieren ankämpfen wollen und daß sie versuchen, jeden glücklich zu machen, nur will die Rechnung nicht ganz aufgehen, da die Mischung doch zu konfus ist. Mal Black, mal Death, mal Gothic, mal dies, mal das, mal hoch, mal runter. Und hat sich da etwa auch ein Humpa-Ruf eingeschlichen? Die Arbeit an den Instrumenten läßt keine Zweifel aufkommen, daß die Fünf wissen, was sie da tun, doch ist eben diese Arbeit wohl nicht jedermanns Geschmack, aber das ist auch gut so, denn so bleiben LE GRAND GUIGNOL was sie sind: einzigartig, wenn auch nicht perfekt, aber ich denke einzigartig reicht.

 

Erschienen: 2007
Label: Alive
Homepage: www.legrandguignol.com

Wertung: 5 von 10

MARTIN


66CRUSHER
“Truth Unmasked“

On Air: „Unmasking The Truth”

66CRUSHER

 

Negativ geblendet, von der Aufmachung, in der sich mir die CD darbietet (ein A4 kopiertes Blatt mit nem CD-Rohling drin) lege ich die Scheibe ein und erwarte eine miese Produktion und so, wie es eben der äußere Schein geradezu suggeriert. Dann der Schlag ins Gesicht ... Was hören meine Ohren denn da? Nach den ersten Tönen knie ich mich erstmal nieder und verbeuge mich vor diesem A4-Blatt, hebe es in die Luft und frage es mit andächtiger Stimme, warum es erst jetzt in mein Leben tritt.
Hinter diesem Blatt und der so unscheinbaren CD stecken vier Norweger, die es schaffen, eine so tiefe und mitreißende Musik zu machen, daß einem fast die Ohren schlackern. Ausgereift, bewegend, nicht langweilig, überraschend, geil!
Aber gut, bevor ich mich weiter überschlage, sollte ich vielleicht mal was zur Musik sagen. Die Scheibe beginnt mit einem thrashigen Riff und läßt vermuten, daß es hier ordentlich zur Sache geht. Und was schleicht sich da ein? Ein kleiner Patzer am Schlagzeug? So möchte man es vermuten, doch nicht bei 66CRUSHER! Das holpernde Brett verwandelt sich sogleich in die schon eben beschriebene Musik, die einen mitnimmt in eine abgründige Welt aus Depressionen, Vergewaltigung, üble Sektenmachenschaften und Mord. Bis auf einige Thrash-Riffs ist dieser Output sehr ruhig gehalten, um nicht zu sagen doomig. Um gleich mal zu klären warum, umreiße ich kurz die Geschichte die hinter diesem Meisterwerk steckt.
Es geht um ein junges Mädchen, welches von Kindestagen an von ihrem Vater mißbraucht wird und sich erst nach langer Zeit von ihm losreißen kann, um dann in die Hände einer Sekte zu fallen, die ihr Erlösung verspricht, aber wie soll es anders sein, auch hier wird sie vom Sektenboß nur gedemütigt und vergewaltigt. Traurige Geschichte, doch das Mädel läßt es sich nicht länger gefallen und tötet kurzerhand den Sektenchef. Wer jetzt denkt, „da hätte ich mir aber ne krassere Geschichte zurechtgesponnen“, der ist auf dem Holzweg, denn diese Story beruht auf einer wahren Begebenheit.
Diese Begebenheiten in Musik zu kleiden und dabei die Geschichte schon allein mit ihren Instrumenten zu erzählen, ist ohne Zweifel schwer, nur nicht für die vier Jungs von 66CRUSHER. Ein tolles Stück Arbeit was einem hier geboten wird, Respekt!

 

Erschienen: 2007
Label: Misanthropica Enterprises
Homepage: www.66crusher.com

Wertung: 10 von 10

MARTIN


STARKWEATHER
“Croatoan“

On Air: „Machine Rhythm Confessional”

STARKWEATHER

 

Wenn man sich die Scheibe „Croatoan“ der Amis STARKWEATHER anhört, hat man ungefähr eine Ahnung, was es bedeutet, eine richtig versaute Kindheit gehabt zu haben. Haß, Mißachtung, Mangelernährung und Gewalterfahrung von Kindesbeinen an lassen diese Musik entstehen. Irgendetwas Schönes ist auf diesem Album nicht zu finden, sogar, wenn cleaner Gesang zu vernehmen ist. Dissonanzen, doomige Passagen, ultrabrutale Vocals, hammerharte Riffs, Songstrukturen fern vom Mainstream, Noise, alles was man sich an Antihaltung vorstellen kann ist vorhanden. Ein wohliges Gefühl in der Brust stellt sich auf keinen Fall ein, eher ein suizidales Bedürfnis beim Zuhörer. „Wilding“ ist noch der gradlinigste Song. STARKWEATHER existieren seit 1990 und haben es bis dato auf drei Scheiben gebracht. Wieviel Therapeuten, Psychiater und Psychologen dabei verschlissen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Baßist Liam Wilson treibt auch sein Unwesen bei The Dillinger Escape Plan, Jim Winters verprügelt seine Gitarre ansonsten bei Earth Crisis. Wer gerade das Bedürfnis hat, jemanden dermaßen die Fresse zu polieren, daß der, oder noch besser die, nie wieder aufsteht, hat mit „Croatoan“ den richtigen Soundtrack gefunden.

 

Erschienen: 2006
Label: Candlelight Rec./Soulfood
Homepage: www.holyterror.com/starkweather

Wertung: 9 von 10

DEDDY


RAINSPAWN
“No Escape“

On Air: „... In Salem”

RAINSPAWN

 

„No Escape“ der Italiener RAINSPAWN ist 2005 erschienen. Eigentlich keine besondere Info, würde beim Hören nicht der Eindruck entstehen, eine aufstrebende Ami-Thrash-Band der End-80er Jahre vor sich zu haben. Das Feeling entsteht auch deshalb, weil die Songs noch etwas holprig und ungeschliffen wirken. Gitarrenarbeit und Gesang überzeugen, jedoch das Schlagzeug zerpflückt die Songs durch teilweise sinnlose Breaks, besonders bei „The Execution“. Daß die Jungs den Thrash nicht erfunden, sondern sich durch fleißiges Hören ihrer Helden angeeignet haben, läßt sich nicht leugnen. Auch in „... In Salem“ wird der kreative Diebstahl hörbar. Gut geklaut ist manchmal besser als schlecht geschrieben. RAINSPAWN sind nicht die Ausgeburt von Selbstständigkeit und Kreativität. Das erwartet aber auch keiner von einer Band, die sich einer konkreten Richtung verschrieben hat und musikalischer Klischees bedient. Mit „The Time Warp“ huldigen sie der „Rocky Horror Picture Show“. Eine gelungene und witzige Interpretation. Der Rausschmeißer, „Two Months Sleep“, sticht mit seinen elf Minuten heraus und ist für meinen Geschmack der beste Song auf der Scheibe. Doch seit Veröffentlichung der Scheibe hat sich auf der Homepage der Band nichts mehr getan. Da hat die Band wohl mehr als zwei Monate gepennt. Oder ist in die ewigen Jagdgründe gegangen.

 

Erschienen: 2005
Label: Temple Of Noise Rec.
Homepage: www.rainspawn.com

Wertung: 7 von 10

DEDDY


BEYOND FALLEN
“Mindfire“

On Air: „Illusion Of Life”

BEYOND FALLEN

 

Etwas wirklich Neues und Ausgefallenes erwartet uns auf dieser CD. Noch nie dagewesene Ideen überschwemmen einen geradezu - würde ich wahrscheinlich schreiben, wenn es nicht die „Mindfire“ von BEYOND FALLEN wäre. Mit Überraschungen wird hier echt gegeizt, und auch das Rad wird hier nicht neu erfunden. Aber scheiß drauf!! BEYOND FALLEN zocken sich äußerst solide durch das Album und lassen das Metalherz nicht im Stich. Gradlinig wird hier losgerockt und auf allzu schlimme Spielereien verzichtet, was es nur umso interessanter macht. Es erfreut einen immer wieder, wenn man 'ne CD hört und dabei die rauhe Ehrlichkeit vernimmt, die die Künstler im Studio verspürt haben müssen.
Das Dumme ist, daß die Arbeit der fünf Amis gerade wegen ihrer spartanischen Spielweise nur bis zur Hälfte richtig zündet und dann in ein und dasselbe Schema verfällt, was nur zum Ende hin durch „Illusion Of Life“ noch mal durchbrochen wird. Hörenswert ist „Mindfire“ dennoch.

 

Erschienen: 2007
Label: Melissa Records
Homepage: www.beyondfallen.com

Wertung: 7 von 10

MARTIN


BLOODMOON
“The One“

On Air: „Broken”

BLOODMOON

 

Das wohl größte Lob, was einer Band vom Schlage BLOODMOON widerfahren kann, ist ein Vergleich mit Elementen der Ulverschen „Bergtatt“-Musik. Und die Ehre gebührt der deutschen Gruppe für „The One“ durchaus, denn ein Stück wie „Bloodmoon“ hat durchaus einen Hauch von jener Erhabenheit und Weite, für die Ulver mit ihrem unerreichten Debüt berühmt wurden. Allerdings wäre es ein falscher Zungenschlag, das Projekt des einstigen Dark-At-Dawn-Schlagzeugers, Torsten Sauerbrey, zu einem reinen Black-Metal-Ding zu erklären. Vielmehr bewegt sich der Musiker, der hier übrigens singt (und das ziemlich gut) und Gitarre spielt, auch auf dem Gothic-Terrain und in Doom-Schwerfälligkeiten ziemlich stilsicher. Wichtig ist für alle Songs auf „The One“, daß ihnen recht herzerweichende Melodien verpaßt wurden. Sowas braucht man manchmal.

 

Erschienen: 2006
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.bloodmoon-band.de

Wertung: 8 von 10

JUB


SPHERIC UNIVERSE EXPERIENCE
“Anima“

On Air: „Sceptic”

SPHERIC UNIVERSE EXPERIENCE

 

Ein ziemlich freakiger Kram erwartet uns bei dem dritten Werk der Franzosen SPHERIC UNIVERSE EXPERIENCE. Ein echter Progressivhammer, den die Fünf da eingespielt haben. Es gibt Leute, die glauben, daß wenn etwas progressiv ist, die Härte auf der Strecke bleibt, doch da haben sie die Rechnung ohne SPHERIC UNIVERSE EXPERIENCE gemacht. Wo sich vergleichbare Bands schnell im Noteneinerlei verlieren, wissen diese Burschen immer nochmal zu überraschen, und keine ihrer Ausflüge in die Theorie der Musik ist zu lang oder groß nervig. Gut, ein Faible sollte man schon mitbringen für diese Musik, Unbeleckte werden etwas zu knabbern haben und es ist gewiß nicht leicht, von Punk oder Grindcore auf diese Art der Musik umzuschwingen. Wer diesen Versuch aber startet, wird nicht groß enttäuscht sein. Was dann wohl jedem auffallen dürfte, ist das zuweilen recht geile Geklimper von ihrem Keyboarder Fred Colombo, allerdings nur wenn er sein Tastenbrett als Piano nutzt, alles andere ist durchschnittlicher Keyboardkram. Überhaupt sind alle in der Band so ziemliche Durchhauer an ihren Instrumenten, aber bei diesem Stil auch kein Wunder. Wer also Lust hat, sich mal 'ne bratende Produktion einer Progkapelle reinzuziehen, der ist bei "Anima" von SPHERIC UNIVERSE EXPERIENCE genau richtig.

 

Erschienen: 2007
Label: Sensory/Alive
Homepage: www.sphericuniversexp.com

Wertung: 7 von 10

MARTIN


LUNA AD NOCTUM
“Theme III: The Perfect Evil In Mortal“

On Air: „The Perfect Evil In Mortal”

LUNA AD NOCTUM

 

Zumindest ein Wort im Titel des LUNA-AD-NOCTUM-Albums „Theme III: The Perfect Evil In Mortal“ ist Programm: nämlich „perfect“. Genau das Streben die Polen an. Sie hängen an dem überbordenden technischen Stil von Bands wie Limbonic Art oder Dimmu Borgir, fahren hier mal Thrash-Riffs, dort hektische Death-Metal-Läufe, zusammengehalten von einem ausufernden Black-Metal-Pomp, der vor allem durch die verschachtelten Arrangements Eindruck zu schinden versucht.
Das gelingt über weite Strecken sogar, denn häufig sind LUNA AD NOCTUM ganz nah an der weiter oben bemühten Perfektion. Das führt auf jeden Fall dazu, daß es einen großen Reiz besitzt, den Ideen der Polen hinterher zu steigen. Genervt wird man von dem Überangebot der Klänge zu keiner Zeit. Allerdings bleibt die Musik recht steril. Aber selbst da könnte man meinen, daß das gewollt war.

 

Erschienen: 2006
Label: Metal Mind Productions
Homepage: www.lunaadnoctum.com

Wertung: 7 von 10

JUB


CRIES HANNAH
“Beloved… I Caught You When You Fell“

On Air: „Without You”

CRIES HANNAH

 

„Beloved… I Caught You When You Fell“ ist das Debüt-Album der christlichen - ja der christlichen - Grunz-Schrei-Kapelle CRIES HANNAH. Was die sich dabei gedacht haben, ist mir einfach nur ein Rätsel. Die Mucke fetzt kein Stück. Langweilig, abgedroschen und einfach nur lahm, was den „Genuß“ der CD angeht. Hier haben sich ein paar Chorknaben in den Kopf gesetzt, die Metalszene mit ihrem tollen Scheiß zu unterwandern und uns fromme Gedanken unterzuschieben. Ne ne, nich mit uns! Die Mucke hat in keinster Weise in irgendeiner Hinsicht Feeling oder den Ansatz zu etwas, was den Hörer aufmerken läßt. Verzehrte Gitarren und ein paar Shouts machen noch lange keinen Metal aus. Ab in die Tonne damit! Wer sich jedoch dem Herrn und Schöpfer nahe fühlt, ist bei CRIES HANNAH gut aufgehoben und kann sich bei ihrer Internetpräsenz auf MySpace den aktuellen Biebelspruch des Tages anschauen. Wenn das kein Service ist ...

 

Erschienen: 2006
Label: Crash Music
Homepage: www.myspace.com/crieshannah

Wertung: 1 von 10

MARTIN


ZERO HOUR
“A Fragile Mind“

On Air: „There For Me”

ZERO HOUR

 

Freunde progressiver Musik sind auf Metal-Diskotheken arg benachteiligt. Keiner spielt ihre Musik, und wenn doch, kann man danach nicht wirklich tanzen, bangen oder sonst wie den Körper in rhythmische Bewegungen versetzen. Zu viele Breaks und viel zu komplizierte Takte lassen eher Mitleid mit dem, vermeintlich von Krämpfen geschüttelten, Alleintänzer aufkommen. Aber zu Hause, vor der Stereoanlage, da fühlen sie sich wie Götter. Komplexe Songstrukturen, überraschende Wendungen, vielschichtige Melodien, hohes handwerkliches Können, welches man auch heraushört... Und egal wie oft man die Scheibe auch hört, man kann immer wieder etwas neues entdecken.
ZERO HOUR spielen auf „A Fragile Mind“ technisch gesehen den puren Prog auf höchstem Niveau. Dabei ballern sie ungemein („There For Me“), haben ansatzweise harmonische Stellen („Destiny Is Sorrow“) und sind in jedem Song überraschend. Für Freunde des außergewöhnlichen Baßspiels findet sich auf dieser Scheibe das eine oder andere Schmankerl, wie bei dem Instrumental „Intrinsic“. Der Titelsong „A Fragile Mind“ schlägt mit fast zwölf Minuten zu Buche und hat alles, was zu einem Progsong gehört. Bei der Frage, ob das Album „A Fragile Mind“ gefällt, muß ich Abstriche machen. Die technische Raffinesse ist beeindruckend, Sänger Fred Marshall macht seine Sache gut. Allein das Handwerk reicht nicht aus, um vor Freude niederzuknien. Der gewisse Funke fehlt. Nichtsdestotrotz eine gelungene Scheibe.

 

Erschienen: 2005
Label: Sensory/Alive
Homepage: www.zerohourweb.com

Wertung: 7 von 10

DEDDY


SPELLBOUND
“Nemesis 2665“

On Air: „Mindfucked”

SPELLBOUND

 

Never change a winning team! Das werden sich auch SPELLBOUND und Andy Classen gesagt haben, die hier, wie schon auf dem Vorgänger „Incoming Destiny“, eine fette Leistung abliefern was Thrash-Metal anbelangt. Schön straight zieht sich das Material durch das ganze Album als wäre die Nemesis persönlich hinter ihnen her. Gitarren, die sägen, Drums, die holzen - so soll es sein, wenn man sich ne Thrash-Metal Scheibe in den Player legt, um das heimische Wohnzimmer zu zerlegen. „Nemesis 2665“ schließt nahtlos an den Vorgänger an, und es käme dem Eulen-nach-Athen-tragen gleich, wenn man da noch viele Worte verlöre. Holen, reinlegen, moshen!

 

Erschienen: 2007
Label: Armageddon
Homepage: www.spellboundalliance.de

Wertung: 9 von 10

MARTIN


 

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